Cherry XTRFY MX 10.1 Wireless im Test

Cherry bietet mit der XTRFY MX 10.1 Wireless eine Low Profile Gaming-Tastatur an, die in einem flachen Aluminiumgehäuse und mit MX LOW PROFILE 2.0-Schaltern kommt. Außerdem bietet die Tastatur ein Display, bis zu 8000 Hz und drei Verbindungsmodi. Wir durften die XTRFY MX 10.1 Wireless testen.

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Technische Daten

Maße (LxBxH)ca. 427 x 134 x 27 mm
Gewichtca. 1100 g
MaterialAluminium, Kunststoff
TastenkappenPBT (Sublimation)
SwitchesCHERRY MX LOW PROFILE 2.0
-linear
-geschmiert
-42 cN
Hot-Swapnein
Anschluss– USB (8000 Hz) , 2,4 GHz (4000 Hz), Bluetooth
weitere Merkmale-Beleuchtung
-Display
-Drehregler
-Mac-Modus
Preis
Amazon.de: € 223,99*
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Cherry XTRFY MX 10.1 Wireless im Detail und Praxiseindruck

Geliefert wird die Tastatur mit einer ausführlichen Anleitung, einem USB-Kabel und dem Wireless-Modul. Es gibt kein Werkzeug, da wir keine Hotswap-fähige Tastatur vor uns haben.

In der Breite spart Cherry bei der XTRFY MX 10.1 Wireless etwas Platz in dem das Full-Size-Layout zusammengeschoben wird. Die Abstände des Hauptfeldes inklusive der F-Tasten behält der Hersteller bei, Pfeiltasten und Nummernblock sind aber komplett an den Rest herangeschoben.
Über dem Nummernblock sind Drehregler und das kleines Display positioniert.

Wie schon bei der XTRFY MX 8.3 fällt bei der MX 10.1 die stabile und hervorragende Verarbeitung des Gehäuses auf. Das schlanke Gehäuse fasst sich toll an, verbiegt sich nicht und vermittelt einen ausgezeichneten, hochwertigen Eindruck. Das Cherry Logo und die silberne Blende vorn runden das elegante Design ab, das mit der flachen aber stabilen Bauweise durchaus edel wirkt.

Der integrierte Standfuß über die gesamte Breite fällt ebenfalls robust aus.

Zwei Schalter auf der Rückseite erlauben den schnellen Wechsel der Verbindung (Kabel, 2.4 GHz und Bluetooth für bis zu drei Geräte) und auch zwischen Win- und Mac-Modus wählt man hier. Mit 8000 Hz per Kabel und 4000 Hz per 2.4 GHz adressiert man Gamer – gibt aber leider keine Möglichkeit zur Anpassung, mit der man sicher nochmal etwas Akkulaufzeit hätte rausholen können. Laut Anleitung soll sich die Polling Rate in der Software anpassen lassen, gefunden haben wir den Punkt aber nicht. Cherry gibt für den 4000 mAh Akku eine Laufzeit von 50 Stunden per 2.4 GHz-Funk an – abhängig von der Beleuchtung und den Displaysettings.

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Die Beleuchtung soll die Tastatur in Szene setzen. RGB-LEDs unter jeder Taste strahlen ihr Licht eher dezent in die Tastenzwischenräume. Von der Seite betrachtet sieht es etwas üppiger aus. In heller Umgebung sieht man von der Beleuchtung recht wenig, die Tasten schlucken viel Licht und da Cherry leider auf durchscheinende Tastenkappen verzichtet, nutzt es praktisch wenig: Die Beschriftungen werden nicht beleuchtet und in dunkler Umgebung sieht man sie nicht, schade.

Die flachen Low-Profile-Tastenkappen bestehen aus PBT mit 1.5 mm Wandstärke. Darunter findet man die Cherry MX Low Profile 2.0-Schalter in der roten Ausführung. Das heißt sie sind linear, die Betätigungskraft gibt die Produktseite der Tastatur mit 42 cN an.

Die flachen Schalter bieten durch ihre zackige Betätigung ein Tippgefühl, das sich angenehm direkt anfühlt. Über 40 Gramm am Auslösepunkt sorgen dennoch für Kontrolle. Als zügig und präzise würden wir das Tippgefühl beschreiben.
Die Schmierung wirkt nicht gänzlich perfekt. Im Detail gleitet es nicht absolut glatt, sondern leicht rau. Anfängliches leichtes Kratzen einzelner Tasten verschwand aber recht zügig und möglicherweise wird es auch im Gesamten noch geschmeidiger – so einen Langzeittest können wir allerdings nicht machen. Der Drehregler wirkt ebenfalls hochwertig und hat eine präzise Rasterung.

Das Tippgeräusch ist vergleichsweise dezent. Nicht so gedämpft wie mit Silentschaltern, aber recht unauffällig. Die flachen Kappen sorgen für weniger prägnantes und weniger hohles Klackern, unangenehme Nebengeräusche sind bei den kleinen Tasten nicht aufgefallen. Die großen Tasten erzeugen mehr Volumen im Klang und fallen so natürlich etwas mehr auf. Bei der Leertaste gibt es ein Klappern, das etwas unschön aus dem sonstigen Klangbild heraussticht. Bei der Entertaste fällt es weniger auf und vorrangig wenn man darauf achtet.

Das kleine Display profitiert von den flachen Tastenkappen in dem Sinne, dass es nicht so schnell verdeckt wird. Es dient aber eigentlich nur dazu diverse Einstellungen ohne Software direkt auf der Tastatur vorzunehmen. Beispielsweise kann die Beleuchtung eingestellt, das Profil gewählt oder die Mediensteuerung darüber umgesetzt werden. Da es keinen Zurück-Button gibt, muss man nach dem Wählen einer Einstellung bis nach unten Scrollen und dort auf „zurück“ gehen. Viele der Funktionen gibt es aber auch als Tastenkombi, die schneller ausgeführt ist.

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Zu den nützlichen Darstellungen gehört die Anzeige des aktuellen Akkustands, des aktuellen Profils und die Verbindung, wobei das alles schon recht klein ausfällt. Ansonsten können lediglich kleine Bilder dargestellt werden, aber keine weiteren nützlichen Infos oder Designanpassungen vorgenommen werden.

Software

Die Software ist für viele Dinge eigentlich nicht nötig und ergänzt die Funktionalität nur etwas bzw. erleichtert sie. So kann schnell eine individuelle Beleuchtung der Einzeltasten bequem per Maus eingestellt werden.

Ihr größter Mehrwert liegt in der Möglichkeit Tasten zu belegen und Makros zu erstellen. Das wird dadurch geschmälert, dass die FN-Ebene fest ist und nicht verändert werden kann. Man müsste also eine Taste der Hauptebene opfern, wenn man eine andere Funktion wünscht. Auch die Option die Polling Rate einzustellen haben wir vergeblich gesucht.

Das Display-Menü dient lediglich dazu eine Grafik einzustellen. Auch im Gerätemenü gibt es keine besonders spannenden Optionen. Die Standby-Zeit kann hier verändert werden.

Fazit

Als flach und äußerst hochwertig kann man die Cherry XTRFX MX 10.1 Wireless sicher bezeichnen. Die Qualität, Stabilität und Haptik des Gehäuses sind super und wirken zusammen mit der flachen Bauweise elegant. Das Tippgefühl der Low-Profile-Schalter ist angenehm zügig und direkt, lediglich im Detail nicht maximal geschmeidig. Das zurückhaltende Tippgeräusch gefiel ebenfalls, nur bei der Leertaste klapperte es etwas mehr als uns lieb ist.

Neben der tollen Verarbeitung ist sicher auch das Display ein Grund für den hohen Preis von rund 200€ (UVP). Dessen Nutzen beschränkt sich aber eigentlich nur auf Einstellungen der Tastatur oder Funktionen, die auch mit einfachen Tastenkombinationen möglich sind. Auch die Software bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Positiv zu erwähnen sind die drei Verbindungsmodi und die hohe Polling Rate von bis zu 4000 bzw. 8000 Hz, die sich allerdings nicht einstellen lässt. Eine beleuchtete Tastenbeschriftung wäre ebenfalls wünschenswert gewesen.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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