AiO-Wasserkühlung Test, Kaufberatung und Vergleich 2021

AiO-Wasserkühlung Test - Ratgeber zur perfekten AiO für euer System

AiO Beratung Test Vergleich

AiO Wasserkühlung sind im Trend, kämpfen aber nach wie vor mit vielen Vorurteilen. Während die einen Leistungswunder erwarten, werfen andere ihnen mangelnde Haltbarkeit oder eine schlechte Kühlleistung vor. Wir betrachten hier möglichst objektiv Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen und geben euch Tipps, worauf ihr beim Kauf einer AiO-Wasserkühlung achten müsst. Zusammen mit einem Vergleich von 12 AiO-Wasserkühlungen aus unseren Tests sollt ihr die für euch beste All-in-One Wasserkühlung finden.

Luftkühler vs. AiO-Wasserkühlung

Es ist ein ewiger Kampf und sorgt für seitenweise Diskussionen in den großen Foren: Luftkühler vs. (Kompakt)-Wasserkühlung. Dabei haben beide Fraktionen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Bei einer CPU Wasserkühlung stellt sich das unserer Meinung nach wie folgt dar:

Vorteile
AiO-Wasserkühlung

  • ab 240 mm höhere Kühlleistung
  • Optik
  • mehr Kühlfläche möglich
  • Kühlfläche flexibel positionierbar

Nachteile
AiO-Wasserkühlung

  • Pumpe muss immer laufen (ggf. hörbar)
  • geringere Lebensdauer
  • höhere Fehleranfälligkeit
  • Radiatormontage je nach Gehäuse schwierig
  • teilweise sehr teuer

Wenn ihr also weiter auf der trockenen Seite bleiben wollt, schaut in unsere regelmäßig aktualisierte Kaufberatung zu Luftkühlern.

Vorteile

Neben dem Verzicht auf einen wuchtigen, schweren Metallkühler überzeugen AiOs ab einer Radiatorgröße von 240 mm mit einer gleichwertigen bzw. leicht höheren Kühlleistung und Effizienz (Verhältnis Kühlung zu Lautstärke). Dies kommt bei 280 und 360 mm Radiatoren noch deutlicher zum Vorschein. Spätestens dann können auch große Boliden wie der Noctua NH-D15, Dark Rock 4 Pro usw. nicht mehr mithalten.
AiOs machen sich die größere Stirnfläche zu nutzen, die frische Luft bekommt, während große Twin-Tower-Luftkühler bei einem Turm immer auch ein Teil der warmen Abluft des ersten Turms abbekommen. Zudem erlaubt es die flexible Positionierung des Radiators der CPU Wasserkühlung kühle Luft von außerhalb des Gehäuses durch den Radiator strömen zu lassen oder sie nach eigenen Wünschen in den Airflow des Systems zu integrieren. (Siehe: Ratgeber zum besten Einbau einer AiO)

Alpenföhn Gletscherwasser 360 ARGB Beleuchtung

Ein nicht unwesentlicher Faktor ist sicher auch die tolle Optik von Kompaktwasserkühlungen, die mit umfangreicher RGB-Beleuchtung weiter aufgewertet wird. Auch AiOs mit integriertem Display strömen auf den Markt.

Nachteile

Die Lüfter eines Luftkühlers können im Idle mit minimalen Umdrehungen laufen oder gar ganz deaktiviert werden. Dies ist bei einer AiO so nicht möglich. Zwar kann man auch hier die Radiatoren passiv nutzen, doch die Pumpe muss immer Laufen, damit die Kühlflüssigkeit zirkuliert. Objektiv ist eine AiO damit immer „lauter“ als ein Luftkühler. Subjektiv hängt es von den Modellen ab. Glücklicherweise lassen sich mittlerweile immer mehr AiO-Pumpen nicht nur gut steuern, sondern auch gefühlt unhörbar betreiben, wenn auch nicht alle Modelle. Der Kritikpunkt der „lauten Pumpen“ ist also teilweise berechtigt, aber auch zunehmend veraltet.
Die Vorurteile werden weiterhin durch hohe maximale Lüfterdrehzahlen beflügelt. Vielen AiOs liegen Lüfter bei die 2000-2500 U/Min schnell rotieren können, obwohl das nicht nötigt ist.

AiO-Wasserkühlung Lebensdauer und Wartung

Die Lebensdauer einer AiO-Wasserkühlung gegenüber einem Luftkühler ist klar geringer. Daher sollte man sich bewusst sein, dass sie nichts für die Ewigkeit sind. Mit 5 Jahren darf man unserer Ansicht nach zufrieden sein – unsere älteste AiO geht nun ins 6. Jahr.

Die geringe Lebensdauer liegt an der höheren Komplexität: Bei einer Wasserkühlung kann schlicht mehr kaputt gehen als bei einem simplen „Metallklotz“, bei dem allenfalls der Lüfter mal getauscht werden muss. Eine AiO-Wasserkühlung hat neben den Lüftern, aber eben noch die Pumpe als kritisches Element. Dazu Dichtungen und gegebenenfalls Steuerungselektronik usw.

Alphacool Eisbaer Aurora Pumpe
Herzstück einer AiO: Die Pumpe (Eisbaer Aurora)

Zusätzlich unterliegt eine All-in-One Wasserkühlung einer gewissen Alterung und Verschleiß: Weichmacher aus den Schläuchen werden gelöst und ebenso sind Korrosion und der mit der Zeit abnehmende Flüssigkeitsstand ein Thema. Das bedeutet nicht, dass die Wasserkühlung undicht ist, es handelt sich um verschwindend geringe Menge die diffundieren, was sich mit der Zeit jedoch addiert. Luft im Kreislauf ist für Pumpe und Ohren Gift, weshalb man beim Einbau auch darauf achten sollte, dass die Pumpe nie den höchsten Punkt darstellt.

Nachfüllen einfacher mit Fillport

Bezüglich der letzten beiden Punkte raten wir daher, wenn möglich, zu einer AiO-Wasserkühlung mit Fillport zum Nachfüllen. Also einer Einfüllöffnung am Radiator oder am Pumpengehäuse.
So können Flüssigkeit und Korrosionsschutz (nach Ablauf der Garantie) nachgefüllt werden. Noch mehr Wartung ist bei einer modularen AiO wie der Alphacool Eisbaer Aurora möglich.

Alpenföhn Gletscherwasser 360 Fillport Leak Free AiO Wasserkühlung
Fillport und Leak-Free-Ventil (Alpenföhn Gletscherwasser)

Mit etwas Geschick kann man viele AiO-Wasserkühlungen nachfüllen, auch wenn sie keinen Fillport haben, in dem man die Bodenplatte entfernt. Das ist jedoch aufwändiger und geschieht auf eigenes Risiko.

Die Aussagen AiO-Wasserkühlungen überstehen gerade mal die häufig gebotene zwei Jahres Garantie, können wir nicht bestätigen. Besorgte Nutzer sollten die Garantiezeiten im Auge behalten: Hier gibt es Spannen von 2 bis 6 Jahren, die zumindest für diese Zeit eine gewisse Sicherheit geben.

Radiatorgröße – 240 vs. 280 vs. 360 mm AiO

Wie bereits erwähnt ziehen die AiOs ab einem 240 mm Radiator mit den stärksten Luftkühlern vom Typ eine NH-D15 gleich bzw. vorbei. Hier liegt auch klar unsere Mindestempfehlung. Von AiO-Wasserkühlungen mit nur 120 mm sollte man ohne triftigen Grund, wie mITX-Builds oder andere sehr kompakte Systeme, Abstand nehmen. Dann ist man mit einem soliden Single-Tower Luftkühler besser beraten.
Hier hilft unser Artikel zu Luftkühlern weiter. Diese sind in der Regel stärker, günstiger und unkomplizierter.

AiO Wasserkühlung Test 240 vs 280 vs 360 radiator
bequiet! Pure Loop 240, Fractal Design Celsius+ S28 und Alpenföhn Gletscherwasser 360

Mit 240 mm kann man auch hitzige CPUs sehr gut gekühlt, mit 280 mm und 360 mm jedoch nochmal eine Steigerung der Effizienz erwirken und auch bei der maximalen Kühlleistung noch das ein oder andere Grad herauskitzeln. Gerade die 280 mm AiO-Wasserkühlungen machen in unseren Tests einen hervorragenden Job, wenn es um Leistung im Silentbereich geht. Sie passen aufgrund der Breite aber längst nicht in jedes Gehäuse.

Folgend ein Benchmark aus unseren AiO-Wasserkühlung Tests mit 120, 240, 280 und 360 mm Radiatoren im Vergleich zu Single- und Twin-Tower Luftkühlern im Bereich von 34 bis 45 dB(A).

AiO Wasserkühlung Benchmark Beratung Vergleich
Vergleich zwischen 34 und 45 dB(A) (30cm Abstand)

Man sieht gut, dass zwischen der 240er AiO be quiet! Pure Loop und dem NH-D15 von Noctua ein Duell auf Augenhöhe stattfindet, die 120 mm All-in-One aber nicht mithalten kann.

Mit einer 420 mm AiO lassen sich sehr heiße CPUs nochmals etwas leiser kühlen. Im Allgemeinen ist so ein Kaliber nur für die CPU jedoch nicht notwendig – Spaß machts trotzdem!

Im Gegensatz zur Fläche spielt die Dicke der Radiatoren eher eine untergeordnete Rolle, genau wie die zahlreichen toll klingenden Optimierungen, die auf den Produktseite hervorgehoben werden.

AiO Pumpe steuern – PWM, Spannung, Software oder gar nicht

Die mögliche Regelung und Lautstärke der Pumpe sollte unserer Meinung nach eine zentrale Rolle bei der Auswahl und Kaufentscheidung sein – zumindest wenn man zu den geräuschsensiblen Nutzern gehört! Lüfter kann man schnell tauschen, eine Pumpe bleibt und läuft immer.

Ob und wie eine Pumpe gedrosselt werden kann, hängt zunächst von der Art des Anschlusses ab und ob der Hersteller eine Steuerung der Pumpe „erlaubt“.

Pumpen die per 4-Pin PWM Lüfteranschluss angeschlossen werden lassen sich einfach und sicher steuern. Dazu gehören z.B. die Arctic Liquid Freezer II und die Fractal Design Celsius+. Hier haben die Hersteller eine Regelung vorgesehen und vorgegeben, so dass man die Pumpen stehts im sicheren Rahmen betreibt.
Ebenso verhält es sich mit den proprietären Systemen wie der Corsair iCue Elite Capellix oder NZXTs Kraken-Serie. Auch hier regelt man die Pumpe stets im vom Hersteller beabsichtigen Bereich durch die Software, wenn auch im Falle der aktuellen Corsair AiO leider nicht tief genug.

be quiet Pure Loop 240 Test Review
Regeln der Pumpe nicht erlaubt: be quiet! Pure Loop 240
Fractal Celsius+ Deckel
Steuerung per PWM oder automatisch: Celsius+ S28

Pumpen, die per 3-Pin Lüfteranschluss betrieben werden, lassen sich prinzipiell ebenfalls steuern, in dem man die Spannung am Lüfteranschluss wie bei einem Lüfter reduziert. Hier unterscheiden sich die Modelle jedoch. Einige Hersteller geben den Drehzahl- oder Spannungsbereich in dem reguliert werden kann an. Hier wären Alpenföhn mit der Gletscherwasser (ca. 1250 – 2500 U/Min) und die Alphacool Eisbaer Aurora (7V) vorbildlich zu erwähnen.
Andere Hersteller schreiben den permanenten Betrieb bei vollen 12V vor, wie be quiet! bei der Pure Loop.
Oft geben Hersteller jedoch nichts an, so dass es in der eigenen Verantwortung liegt ob und wie weit man die Pumpe reguliert. Spätestens wenn die Temperaturen stark steigen oder sich Störgeräusche entwickeln, sollte man von der Drosselung absehen.

Übrigens: Ein spezieller PUMP-Header oder Anschluss auf dem Mainboard ist für AiOs nicht notwendig, schadet aber nicht.

Temperatur und Durchfluss bei Drosselung

Die kleinen AiO-Pumpen sind aufgrund ihrer Größe keine Durchflusswunder. Dies hat zu Folge, dass ein Herabregeln die Temperaturen erhöht. Die Spanne reicht von „kaum messerbar“ bis hin zu „hoch einstellig“. Daher ist die minimale Drehzahl in erster Linie für den Idle-Betrieb oder bei wenig Auslastung empfehlenswert.

Anhand Gletscherwasser sieht man, dass die ersten 500 U/Min die Temperaturn kaum beeinflussen, aber bereits deutlich leiser sind. Darunter steigen die Temperaturen stark an.

Alpenföhn
Gletscherwasser
Temperatur CPUSchalldruck
Pumpe @ 2550 U/Min49,8 °C39,9 db(A)
Pumpe @ 2000 U/Min51,5 °C34,3 db(A)
Pumpe @ 1500 U/Min57,8 °C33,7 db(A)

Bei hoher Auslastung z.B. beim Gaming, sollte die Pumpe also etwas höher eingestellt werden. Da hier auch die Radiator- und oft auch die Grafikkartenlüfter höher drehen, ist dies ohne akustische Einbußen möglich. Die Schwelle muss man je nach Modell selbst herausfinden, am besten man sucht sich zwei feste Stufen.

Einfach hat man es bei der Arctic Liquid Freezer II, die Pumpe und Lüfter synchron steuert, ohne dass erstere dabei heraussticht. Noch einfach geht es mit der Celsius+ bei der die AiO sogar über eine komplett automatischen Steuerung verfügt.

12 AIO-Wasserkühlungen im Test: Kühlleistung/Temperaturen im Vergleich

Für detaillierte Tests zu den AiO-Wasserkühlungen mit weiteren Messungen werft einen Blick in den jeweiligen Testbericht des Modells:

Aus diesen Tests von CPU Wasserkühlung haben wir folgendes Ranking aufgebaut. Man sieht, dass aktuelle AiO-Wasserkühlungen sich bei unserer AM4 Ryzen CPU nur wenig unterscheiden.

Zunächst die Messungen der mitgelieferten Lüfter.

Serienlüfter

Betrachten wir die Kühlleistung und Lautstärke der AiO-Wasserkühlungen im direkten Vergleich:

aio-wasserkuehlung test vergleich temperaturen

Man sieht, dass die Kompaktwasserkühlungen recht nah beieinander liegen und sich primär anhand der Größe unterscheiden. Besonders gut beim Verhältnis Lautstärke zu Kühlleistung schneiden die Arctic Liquid Freezer 280 und die Deepcool Castle 280EX ab. Auch die Alpenföhn Gletscherwasser hat eine enorme Bandbreite von Stark bis Leise, ohne dabei viel Leistung zu verlieren. Die Corsair H150i Capellix Elite verliert aufgrund der lauten Pumpe im Bereich und 40 dB(A). Die Fractal Design Celsius+ S28 performt prinzipiell gut, die etwas lauteren Lüfter verschenken aber Potenzial.

Wasserkühlung Leistung nach Drehzahl

Da wir nur dB(A) Messen können und dies Toleranzen unterliegt, haben wir nochmal die Temperatur-Werte bei maximaler Drehzahl und bei 1000 U/Min für euch festgehalten. Beachtet, das dabei eine unterschiedliche Lautstärken, siehe oben, herrscht.

Sowohl mit maximaler Drehzahl der Serienlüfter als auch mit 1000 U/Min liegen die Corsair H150i Capellix Elite mit 360 mm Radiator, die Gletscherwasser von Alpenföhn und die Castle 280EX von Deepcool vorn. Mit reduzierter Drehzahl wird der Abstand zum kleineren Pure Loop 240 mm Modell von be quiet! größer. Sogar der Noctua NH-D15 wird klar geschlagen.

AiO Wasserkühlung Test Vergleich Temperaturen
AiO Wasserkühlung Test Vergleich Temperaturen

Referenzlüfter

Um die AiOs mit gleicher Lautstärke und Voraussetzungen zu testen, setzen wir auf die Arctic P12 und P14 PWM Lüfter. Wie zu erwarten rutschen die Kandidaten noch näher zusammen. Der Unterschied liegt bei über 10 Grad zu einem Single-Tower wie dem Noctua NH-U12S

AiO Wasserkühlung Test Referenlüfter
AiO Wasserkühlung Test Referenlüfter

AiO-Wasserkühlungen mit leiser Pumpe

Da wir den Pumpen besondere Aufmerksamkeit schenken, haben wir hier eine Übersicht unserer Pumpenmessungen zusammengefasst. Um die feinen Nuancen abbilden zu können, die man auch bei großem Abstand hört, haben wir das Messgerät in 10 cm Entfernung aufgestellt.

AiO Wasserkühlung Test Pumpen Vergleich Lautstärke

Als grobe Orientierung gilt: Unter 35 bis 26 dB(A) ist die Pumpe im leisen Umfeld nach unserem Empfinden kaum oder nicht mehr hörbar. Über 38 db(A) kann es störend werden. Letzten Endes empfindet das aber jeder anders, auch da es vom hohen Summen, übers Brummen oder Knistern jede Art von Geräusch gibt.

Unsere Top-Kandidaten bzgl. einer möglichst leisen Pumpe:

  • Fractal Design Celsius+
  • Alphacool Eisbaer Aurora
  • Alpenföhn Gletscherwasser
  • Deepcool Castle EX

AiO-Wasserkühlung Empfehlungen

Welche ist nun die beste AiO-Wasserkühlung? Dies hängt erstmal von den eigenen Erwartungen und Präferenzen hab. Der eine legt Wert auf eine möglichst geringe Lautstärke und sucht die leiseste AiO-Wasserkühlung, der andere will die beste Leistung oder eine möglichst umfangreiche Beleuchtung. Es folgen die unserer Meinung nach aktuell empfehlenswertesten AiO-Wasserkühlungen (lose Reihenfolge – kein Ranking):

Arctic Liquid Freezer II

Den Preis-/Leistungskracher von Arctic gibt es in den Größen 240, 280, 360 und 420 mm. Die AiO überzeugte in der 280mm Variante in unserem Test. Nicht nur über den Preis, denn die Liquid Freezer II bringt mit den Arctic P12 PWM bzw P14 PWM auch sehr gute Lüfter mit.
Dazu lässt sich die Pumpe sehr leise betreiben und bequem per PWM synchron mit den Lüftern und dem unauffälligem VRM-Lüfter steuern.

Arctic Liquid Freezer II 280
Arctic Liquid Freezer II 280 AM4

Nachteil ist der sehr dicke Radiator, der erstmal Platz finden muss. Außerdem ist kein Fillport vorhanden. Optisch kann die Wasserkühlung ebenfalls nicht unbedingt punkten.


Pro:
PWM-Steuerung, leise Pumpe, sehr gute Lüfter, günstig, VRM Lüfter, deutschsprachiger Support

Kontra:
dicker Radiator benötigt Platz, kein Fillport, nur 2 Jahre Garantie, Drehzahl der Pumpe nicht auslesbar

Alpenföhn Gletscherwasser

Alpenföhn hat mit der Gletscherwasser 360* ein hochpreisiges, aber sehr gutes Gesamtpaket geschnürt, bei dem an so ziemlich alles gedacht wurde. Die Pumpe hat eine hohe Bandbreite, kann und darf subjektiv lautlos betrieben werden. Gleichzeitig gibt es einen Fillport und auf eine Software kann verzichtet werden. Lüfter, RGB und Pumpe werden über die gängigen Anschlüsse gesteuert. Die High-Speed Variante hat mehr Spielraum bei den Drehzahlen der Lüfter.

Alpenföhn Gletscherwasser 360 ARGB Beleuchtung
Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed

Den Testbericht zu Alpenföhn Gletscherwasser findet ihr hier

Pro:
Pumpe gedrosselt sehr leise, umfangreiche RGB-Beleuchtung, gute RGB-Lüfter, Fillport, Support in Deutschland

Kontra:
Nur 2 Jahre Garantie, hoher Preis

Deepcool Castle EX

Die Castle EX von Deepcool (Test der Castle 280EX) ist in vielen Teilen ähnlich zu der Alpenföhn Gletscherwasser und in Sache Pumpe ebenbürtig, auch wenn im Gegensatz keine genauen Angaben zum Drehzahlbereich gemacht werden. Die RGB-Beleuchtung wurde zurückgefahren, dafür auch der Preis. Sie ist zudem auch als 280 mm Variante in Form der von uns getesteten Deepcool Castle EX280* erhältlich, oder als Deepcool Castle EX360* mit entsprechendem 360er Radiator.

Deepcool Castle 280EX RGB
Deepcool Castle 280EX

Pro:
Pumpe gedrosselt sehr leise, umfangreiche RGB-Beleuchtung, gute Lüfter, Fillport

Kontra:
Garantie nur 2 Jahre

Fractal Design Celsius+ Dynamic/Prisma

Die Fractal Design Celsius+ basiert auf dem Asetek-Design in der 6. Generation. Die Stärke ist die regelbare und damit sehr leise Pumpe und die bequeme Steuerung eben jener. Per PWM lassen sich Pumpe und Lüfter gemeinsam über den am Radiator verbauten verbauten HUB steuern, auch ein getrennter Anschluss ist möglich. Außerdem gibt es einen Automatik-Modus der die Steuerung übernimmt und dabei leise ans Werk geht.

Celsius+ Prisma
Celsius+ Prisma RGB

Es gibt gibt sie farbenfroh in der Celsius+ Prisma-Variante* mit digitalen RGB-Lüftern. Die Lüfter sind OK, aber nicht überragend und lassen Potenzial ziel. Wer vor hat sie zu tauschen, greift zur Fractal Design Celsius+ Dynamic* Variante.

Pro:
Automatische und PWM Steuerung möglich, Pumpe sehr leise möglich, 5 Jahre Garantie, Hub für ARGB und Lüfter integriert

Kontra:
Kein Fillport, Lüfter nicht optimal

Alphacool Eisbaer Aurora

Alphacool nimmt mit der Eisbaer Aurora eine gewisse Sonderposition ein. Nicht nur, dass hier ein Kupferradiator geboten wird, auch sonst setzt der Hersteller auf ein offenes System mit Standardbauteilen. Das heißt, dass die AiO sehr gut in der Wartung und prinzipiell erweiterbar ist, wenn man das den möchte.

Die Pumpe arbeitet in der aktuellen Aurora-Variante sehr leise und kann ohne große Temperaturverluste gedrosselt werden. Die beigelegten Lüfter sind optisch schick, lassen aber Leistung brach liegen.

Pro:
Pumpe bereits bei 12V relativ leise, Fillport, wartbar, deutscher Support

Kontra:
Lüfter allenfalls ok, nur 2 Jahre Garantie, hohes Pumpengehäuse

Corsair iCUE Elite Capellix

Auch einem der Platzhirsch im AiO-Bereich wollen wir ein paar Worte widmen: Der Corsair iCUE Capellix Elite*. Corsair hat mit dem iCUE System ein mächtiges Featurepaket im Angebot, das Steuerung, Beleuchtung und Überwachung vereint. So können die Lüfter dank Sensor nach der Wassertemperatur gesteuert werden, ebenso die Pumpe. Leider wird diese auch auf dem Profil „leise“ bei minimaler Drehzahl nicht unhörbar und bleibt stehts präsent – im Gegensatz zum alten Pro RGB-Modell.

Corsair iCUE H150i ELITE CAPELLIX
Drei RGB Lüfter und Gehäuse mit CAPELLIX LEDs
Corsair iCUE H150i ELITE CAPELLIX

Wen das nicht stört, bekommt ein Wasserkühlung mit hoher Leistung, dickem Softwareunterbau inkl. Corsair Commander Core und auch in Sachen RGB sehr viele Möglichkeiten geboten. Wir haben die 360 mm Variante in Form der Corsair iCUE H150i Elite Capellix im Test.

Pro:
Hohe Leistung, umfangreiche RGB-Beleuchtung, Sensor für Wassertemperatur, mächtige Software, Commander Core, 5 Jahre Garantie

Kontra:
Laute Pumpe, hoher Preis

Ein ähnliches Konzept verfolgt NZXT mit der Kraken Serie, wobei die Pumpe mit der aktuellen Asetek Gen7 leiser agieren kann. Die Serie unterscheiden sich durch das verbaute Display bei der NZXT Kraken Z73* und damit auch im Preis gegenüber der NZXT Kraken X73*. Für genauere Messwerte konnten wir die AiO leider noch nicht heranziehen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen kühlen, leisen und stylischen Rechner. Bei Fragen oder Anmerkungen nutzt gerne unser Forum.

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