Mechanische Tastaturen: Switches, Caps und Co.

mechanische Tastatur Guide Ratgeber

Vorteile von mechanischen Tastaturen

Mechanische Tastaturen (kurz Mecha) gelten als Creme de la Creme unter den Eingabegeräten. Sie sind nicht nur besonders langlebig und verfügen über eine große Haltbarkeit, sondern bieten ein über die gesamte Lebenspanne gleichbleibendes, konstantes Tippgefühl. Ein Ausleiern wie bei Tastaturen mit Gummimembran (sog. Rubberdomes) gibt es nicht.
Zudem decken die verschiedenen Schalterarten in den mechanischen Tastaturen ganz spezielle Bedürfnisse ab.

Der Kauf und die Auswahl der perfekten mechanischen Gaming Tastatur ist aber komplexer. Unser Guide bringt Licht ins Dunkel und hilft bei der Orientierung!

Arten von mechanischen Switches

Mecha ist nicht gleich Mecha. Während sich die „normalen“ Tastaturen mit Rubberdomes im Groben recht ähnlich drücken, gibt es bei mechanischen Tastaturen die sogenannten Schalter (Switches). Diese unterscheiden sich in ihrem Auslöseverhalten und Feedback sehr stark, oder salopp gesagt: Sie drücken sich sehr unterschiedlich.
Somit haben mechanische Tastaturen ihre ganze eigene Charakteristik, decken andere Ansprüche ab und sollen sogar für unterschiedliche Spiele-Genres geeignet sein!

Feedback oder nicht: linear, taktil und clicky

Es gibt drei übergeordnete Arten von Switches: linear, taktil und clicky.

Lineare Schalter lassen sich gleichmäßig vom Anfang bis zum Endpunkt durchdrücken. Der gesamte Weg fühlt sich konstant gleich an, ohne spürbare Widerstände. Es gibt keine Reaktion auf die Auslösung der Taste, außer eben auf dem Bildschirm. Linear Schalter unterscheiden sich damit massiv von den Rubberdomes und den anderen mechanischen Switches. Sie gelten als DIE Gamingschalter.

Taktile Switches geben ein fühlbares Feedback, wenn die Eingabe ausgelöst wurde. Dazu spürt man beim Drücken der Taste nach kurzem Weg einen deutlichen Widerstand, den es zu Überwinden gilt. Nach diesem Widerstand wird die Taste ausgelöst, lässt sich dabei – anders als bei Rubberdomes – aber noch tiefer drücken. Solange man unterhalb des Widerstandes bleibt, wird die Funktion ausgeführt. Auch beim loslassen spürt man den Auslösepunkt erneut.

„Clicky“ Schalter sind ebenfalls taktil, geben aber gleich doppeltes Feedback. Sie verfügen einerseits über das spürbare Feedback der taktilen Switches, ergänzen dies aber durch ein deutlich hörbares Klicken, ähnlich dem einer Maus und sind entsprechend laut.

Auslöseweg, Kraft und Hubweg

Neben den drei Arten von Schaltern gibt es außerdem Unterschiede innerhalb der Schalterarten. Sie unterscheiden sich zum einen danach wie viel Kraft (Auslösedruck) es benötigt die Taste zu drücken (oder den Widerstand zu überwinden) und zum anderen danach nach welcher Strecke die Taste auslöst (Auslöseweg). Dazu kommt, wie weit sich die Taste insgesamt herunterdrücken lässt (Hubweg).

Tasten mit wenig benötigter Kraft und kurzem Weg ermöglichen besonders schnelle, leichtgängige Eingaben und blitzschnelle Wiederholungen. Je kürzer der Weg desto schneller kann man die Taste (erneut) betätigen.
Schalter mit etwas mehr Widerstand und längerem Weg bieten hingegen mehr Kontrolle und Sicherheit.

Hersteller von Switches

Es gibt ganze Reihe von Herstellern, die Switches produzieren. Wir haben uns zunächst auf die derzeit verbreitetsten konzentriert.

Cherry MX Switches

Die MX-Schalter von Cherry sind die bekanntesten mechanischen Schalter und hatten zunächst wenig Konkurrenz. Cherry etablierte Farben für die verschiedenen Schalter. Dabei gibt es für jeden Typ (linear, taktil, clicky) mehrere Schalter und Farben, die sich innerhalb der Art hinsichtlich der Auslösekraft und dem Auslöseweg unterscheiden. Dazu kommen besonders leise Switches (Silent) mit Dämmung oder welche mit RGB-Beleuchtung.

Cherry MX Rot Schalter
Ducky MX Blue
Cherry MX Blau mit RGB

Besonders verbreitet sind MX Red (linear), MX Brown (taktil, ohne Klickgeräusch) und MX Silver (linear, besonders schnell).

SwitchTypFeedbackAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
MX Redlinear45 g2 mm4 mm100 Mio
MX Blacklinear60 g2 mm4 mm100 Mio
MX Speed Silverlinear45 g1,2 mm3,4 mm50 Mio.
MX Silent Redlinear45 g1,9 mm3,7 mm50 Mio.
MX Silent Blacklinear60 g1,9 mm3,7 mm50 Mio.
MX Nature Whitelinear55 g2 mm4 mm50 Mio.
MX Browntaktilspürbar55 g2 mm4 mm100 Mio
MX Cleartaktilspürbar65 g2 mm4 mm50 Mio.
MX Bluetaktil/clickyspürbar/hörbar60 g2,2 mm4 mm50 Mio.
MX Greentaktil/clickyspürbar/hörbar80 g2,2 mm4 mm50 Mio.
MX Greytaktilspürbar80 g2 mm4 mm50 Mio.

Die Silent-Varianten entsprechen dabei den Ursprünglichen, haben jedoch eine Dämpfung verbaut um das Tippgeräusch leiser zu machen. Dadurch bedingt ist der Auslöse- und Gesamtweg etwas verkürzt. Zuätzlich gibt es die Schalter als RGB-Ausführung mit RGB-LED und transparentem Gehäuse.

Kailh Switches

Nach Cherry etablieren sich zunehmend auch andere Schalter am Markt. Oft gesehen sind die Schalter von Kailh. Die Schalter des chinesischen Herstellers entsprechen von der Farbkodierung als auch vom Tippgefühl her den Cherry Schaltern.

Kailh Schalter

Auch Kailh hat neben den Grundtypen rot, braun und blau spezielle Switches für Gaming etc. Letztere sind nach Metallen benannt mit besonders kurzem Auslöseweg und bieten somit maximale Geschwindigkeit.

SwitchTypFeedbackAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
Kailh Redlinear50 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Bluetaktil/clickyspürbar/akustisch50 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Blacklinear60 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Browntaktilspürbar45 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Goldlinearspürbar/akustisch60 g1,4 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Thick Goldlinearspürbar/akustisch50 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Silverlinear40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Coppertaktilspürbar40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Bronzetaktil/clickyspürbar/akustisch50 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.

HyperX Switches

Hyper X hat als Anbieter von Tastaturen eigene Switches entwickelt, nachdem man zuvor auf die Cherry Schalter gesetzt hat. Auch hier gibt es rote Schalter (linear) und die taktile Variante hört auf den Namen „Aqua“.

hyperx switches red
Hyper X Red Schalter

Im direkten Vergleich haben die Hyper X Switches einen leicht verkürzten Weg haben. Vom subjektiven Tippgefühl sind sie kaum von Cherry und Kailh zu unterscheiden.

SwitchTypFeedbackAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
Hyper X Redlinear45 g1,8 mm3,8 mm80 Mio.
Hyper X Aquataktilspürbar45 g1,8 mm3,8 mm80 Mio.

Razer

Die Switches von Razer weichen von der Farbkodierung ab, sind ansonsten jedoch auch sehr ähnlich. Als Anbieter von Gaming-Produkten ist auch hier der Auslöseweg etwas kürzer

SwitchTypFeedbackAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
Razer Greentaktil/clickyspürbar/akustisch50 g1,9 mm4 mm80 Mio.
Razer Yellowlinearspürbar45 g1,2 mm3,5 mm80 Mio.
Razer Orangetaktil45 g1,9 mm4 mm80 Mio.

Logitech Romer-G

Logitech unterteilt die Switches zwischen GX als Standardswitches und Romer-G als spezielle Gamingschalter. Auch hier ist insbesondere der kurze, schnelle Auslöseweg der Unterschied

SwitchTypFeedbackAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
GX Redlinear50 g1,9 mm4 mm
GX Browntaktilspürbar60 g1,9 mm4 mm
GX Bluetaktil/clickyspürbar/hörbar60 g2 mm4 mm
Romer-G Linearlinear45 g1,5 mm3,2 mm
Romer-G Tactiletaktilspürbar50 g1,5 mm3,2 mm

Bei der Kodierung folgt man dem bekannten Muster, so dass man sich schnell orientieren kann.

Welche Switches für welchen Zweck?

Vorweg: Man spricht den verschiedenen Switches zwar eine unterschiedliche Eignung zu, am Ende muss aber jeder selbst herausfinden, auf welchen Schaltern er sich am wohlsten fühlt. Nicht jeder zockt auf einer Silver-Speed besser oder schreibt auf einer MX-Braun genauer usw. Auf ist ein Switch nicht auf bestimmtes Genre festgelegt.

Am wichtigsten ist daher Probetippen!

Lineare Switches Übersicht

Lineare Switches unterstützen schnelle und leichtgängige Eingaben. Besonder Varianten mit 45 g und weniger drücken sich besonders leicht. In Kombination mit einem kurzem Auslöseweg für blitzschnelle Wiederholungen besonders geeignet. Damit sind sie bei MMO, MOBA und Action-Titeln beliebt, bei denen schnelle Reaktion oder Wiederholungen nötig sind. Nachteil des sehr sensiblen Ansprechverhaltens sind schnell gemachte Fehleingaben.

SwitchAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
MX Red45 g2 mm4 mm100 Mio
MX Black60 g2 mm4 mm100 Mio
MX Speed Silver45 g1,2 mm3,4 mm50 Mio.
MX Silent Red45 g1,9 mm3,7 mm50 Mio.
MX Silent Black60 g1,9 mm3,7 mm50 Mio.
MX Nature White55 g2 mm4 mm50 Mio.
Hyper X Red45 g1,8 mm3,8 mm80 Mio
Kailh Red50 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Gold60 g1,4 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Silver40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Razer Yellow45 g1,2 mm3,5 mm80 Mio.

Das reine Texte schreiben fühlt sich zunächst etwas unsicher an und durch die Leichtgängikeit und das fehlende Feedback können vermehrt Tippfehler auftreten. Die schnellen Gamingswitches wie die MX Speed Silver verfügen über einen stark verkürzten Weg.

Taktile Switches im Vergleich

Taktile Switches wie die MX-Braun, Kailh Brown etc. nimmt man, wenn man mehr Feedback und damit Kontrolle möchte. Der vertraute Widerstand vermittelt etwas mehr Sicherheit und vermindert Fehleingaben. Dies kommt Vielschreibern entgegen, oder wenn man in hastigen FPS Situationen kontrolliert agieren will. Niemand will durch nervöse Fingern verfrüht die Granate werfen.

SwitchAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
MX Brown55 g2 mm4 mm100 Mio
MX Clear65 g2 mm4 mm50 Mio
MX Grey80 g1,2 mm3,4 mm50 Mio.
Kailh Brown45 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Copper40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Hyper X Aqua45 g1,8 mm3,8 mm80 Mio.
Razer Orange45 g1,9 mm4 mm80 Mio
Kailh Gold60 g1,4 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Silver40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Razer Yellow45 g1,2 mm3,5 mm80 Mio.

clicky Switches im Vergleich

Da die Tasten ähnlich wie eine Maus klicken bekommt man mit dem akustischen Hinweis noch mehr Kontrolle über die Auslösung. Damit bekommt man auch ein Gefühl dafür, die Tasten nicht unnötig voll zu durchzudrücken und lernt das geschmeidige Tippen. Die Akustik ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig und eher was für den Singlehaushalt.

SwitchAuslösedruckAuslöseweggesamter
Hubweg
Lebensdauer
MX Blue60 g2,2 mm4 mm50 Mio
MX Green80 g2,2 mm4 mm50 Mio
Kailh Blue50 g2 mm4 mm50 Mio.
Kailh Bronze50 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Razer Green50 g1,9 mm4 mm80 Mio.
45 g1,8 mm3,8 mm
Razer Orange45 g1,9 mm4 mm80 Mio
Kailh Gold60 g1,4 mm3,5 mm70 Mio.
Kailh Silver40 g1,1 mm3,5 mm70 Mio.
Razer Yellow45 g1,2 mm3,5 mm80 Mio.

Tastenkappen – große Unterschiede

Tastenkappen (auch Caps genannt), also das wo man letzen Endes drauf rumfingert, geben einer Tastatur ihr Gesicht und beeinflussen Tippgefühl, Ergonomie und Haltbarkeit.

Tastenkappen und Tastenzieher der Strix Scope
Tastenkappen und Tastenzieher

Die meisten Mechas kommen mit den hohen Tastenkappen, aber es gibt auch Taststuren mit flacheren Caps, oder gar richtig flachen Laptoptasten. Das ist schlicht Geschmackssacke, geht aber auch mit verkürztem Weg einher.

Das Material: ABS oder PBT, günstig oder teuer

Caps bestehen entweder aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) oder PBT (Polybutylenterephthalat). Die beiden Materialien unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten:

ABS kommt mit Abstand am häufigsten zum Einsatz und ist – Überraschung – günstiger für die Hersteller. Charakteristisch ist die glatte Oberfläche, die schnell etwas speckig oder schmierig wird. Zudem sind sie nicht so robust und können bei dünner Ausführung im Bereich des Kreuzes nach einiger Zeit brechen.

PBT ist prinzipiell etwad dicker und haltbarer und hat eine angenehm raue Oberfläche, die nicht schmierig wird. Leider wird PBT seltener verbaut (teurer) oder muss nachgekauft werden.

Beschriftung der Tasten: Laser Cut und Double-Shot Molding

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit denen die Tasten beschriftet werden: Drucken (Pad Printing), Ausschneiden (Laser Cut) oder zwei Lagen (Double-Shot).
Aufgedruckte Buchstaben sieht man bei den gängigen Mechas nicht mehr, schon allein deswegen, da sich hiermit keine Beleuchtung realisieren lässt.

Laser Cut ist das verbreitetste und wieder das günstigere Verfahren. Mit einem Laser wird die Tastenbeschriftung die eingefärbte Taste eingraviert, bis das lichtdurchlässige Grundmaterial sichtbar ist. Da die Materialdicke sehr gering ist, können sich ABS-Tasten mit Laser-Cut mit der Zeit abnutzen und die Beschriftung verblasst.

ABS Caps mit Laser Cut

Double-Shot Caps werden im Doppel-Spritzgussverfahren hergestellt. Dabei werden, vereinfacht gesagt, zwei verschiedenfarbige Kunststoffe übereinander aufgetragen. Zuerst wie die Beschriftung, also die Zahl/der Buchstaben gefertigt. Diese kommt ein ein Form für die Taste und die Kunststoffe werden unter Hitze verbunden. Dies resultiert in einer nicht spürbaren Beschriftung, die sich nicht abnutzt.

Ducky Shine 7 mit PBT Double-Shot Caps

Double-Shot PTB Tasten sind die Königsdisziplin wenn es um hochwertige und langlebige Taste geht. Leider bekommt man sie oft nur bei hochpreisigen Produkten oder man muss sie – trotz hohem Tastaturpreis – separat erwerben.

Wie haltbar eine Tastatur letzten Endes ist, hängt neben dem grundlegen Material/Verfahren auch an der jeweiligen Fertigungsqualität und dem Einsatzgebiet ab. So verzeichnet hier eine drei Jahre Mecha mit ABS-Laser Cut Tasten trotz täglichem Einsatz weder Tastenbrüche noch verblasste Tasten. Eine andere zeigte jedoch nach einem Jahr erste Brüche im Tastenkreuz.

Lautstärke – wie kann man eine Mecha leiser machen?

Mechanische Tastaturen sind lauter, da muss man sich nichts vormachen. Auch ohne „clicky“-Schalter hämmert es auf den Mecha mehr als auf Rubberdomes. Wechselt man frisch von diesen und ist es gewohnt die Tasten voll durchzuhämmern, ist es besonders laut. Aber auch nach Eingewöhnung sind Mechas stets auffälliger. Es gibt, neben defensivem Tippverhalten, aber Abhilfe!

Silent-Switches

Cherry hat bereits vor einiger Zeit Silent-Varianten der beliebtesten Schalter herausgebracht. Bei diese reduziert eine Dämpfung das Anschlagsgeräusch als auch das Geräusch beim Loslassen der Taste. Wir durften uns von diesen Switches bereits in der Corsair Strafe Silent überzeugen.

Corsair Strafe Silent mit leiseren Silent-Switches

Der Lautstärkeunterschied ist in jedem Fall deutlich, erreicht aber dennoch nicht das das Niveau einer herkömmlichen Rubberdome.

O-Ringe

Hat man bereits eine Mecha, oder das gewünschte Modell ist nicht mit Silent-Switches verfügbar, kann man den Anschlag der Tasten auch selbst nachträglich dämpfen. Dazu versieht man das Tastenkreuz innerhalb der Taste mit einem kleinen Gummiring. Die O-Ringe dämmen die Lautstärke, mach das Tippgefühl jedoch auch weicher und schwammiger. Zudem wird der Hubweg etwas verkürzt.

O-Ringe und Caps
O-Ring auf Cap

Die O-Ringe gibt es speziell für Tastaturen beispielsweise bei amazon* Bei Tastaturen mit RGB-Beleuchtung sind durchsichtige Ringe zu bevorzugen.

N-Key Rollover und Ghosting – jede Taste zählt und nur diese!

Hersteller werben insbesondere bei Gaming-Produkten mit vollem N-Key Rollover und 100% Anti-Ghosting, aber was ist das überhaupt?

Das Key-Rollover (KRO) gibt an wieviele Tastenanschläge gleichzeitigt registriert werden können. Bei einem 6KRO können also 6 Tasten gleichzeitig gedrückt werden und jede Taste wird vom System registriert. Erst wenn man 7 Tasten gleichzeitigt drückt, wird eine davon verschluckt und nicht ausgelöst. Dazu zählen aber nicht die sog. Modifier wie Shift, Strg und Alt). Das 6 Tasten Rollover sollte damit eigentlich für alle Anwendungen mehr als ausreichend sein.

Noch einen Schritt weiter geht das N-Key Rollover (NKRO). N steht für eine beliebige Anzahl, mann kann also so viele Tasten wie man will auslösen und jede wird vom System registriert. Bei Anschluss per USB ist hierfür das „HID report protocol“ notwendig, da USB ansonsten nur 6KRO ermöglicht.

Während es beim KRO darum geht, dass jede gedrückte Taste auch registriert wird, geht es beim Ghosting darum, dass keine ungewollten Auslösungen gemacht werden. Unter Umständigen kann es passieren, dass beim Druck zweier Tasten zusätzlich eine weitere Taste in unmittelbarer Nähe ausgelöst wird. Bei mechanischen Tastaturen ist die idR kein Thema, sondern eher ein Phänomen güntiger Rummderdomes. Es wird aber natürlich immer beworben!

Fazit und Empfehlung

Wir hoffen, dass wir euch ein guten Überblick und eine gewisse Orientierung im Mecha-Dschungel geben konnten. Anhand der Modellvielfalt und der individuellen Vorlieben ist es nahezu unmöglich konkrete Empfehlungen auszusprechen. Dennoch haben wir einige Modelle, die uns besonders gefallen haben, zusammengetragen.

Der Schalter muss in jedem Fall selbst ausgewählt werden!

Ducky Shine 7 und Ducky One 2

Die mechanischen Tastaturen von Ducky überzeugen mit einer sehr hohen Verarbeitungsqualität und haben bei uns durchweg begeistert. Neben den sehr guten PBT Double-Shot Tasten, bieten die Mechas auch ein sehr gutes Chassis. Die Konfiguration findet komplett ohne Softwarebalast statt, ist dabei aber nicht ganz so umfangreich wie bei einigen Konkurrenten.

Die Preise sind je nach Variante etwas höher, sind aber eine langfristige Invenstition.

HyperX Alloy Elite

Gut verarbeitete typische Gaming Mecha. Das solide Kunstoff-Chassis mit Aluminiumplatte wird mit einfachen, aber recht robusten ABS-Caps geliefert und hat uns über Jahre zuverlässig begleitet.

Die RGB-Optik wird durch einen RGB-Streifen noch weiter aufgewertet. Auch haben uns die gut platzieren Multimedia-Tasten und das Volume-Rad gut gefallen. Lediglich die Software ist etwas mühsam.

HyperX Alloy Origins*

Die HyperX Alloy Origins begeistert im Test nicht nur in der Preisklasse durch das sehr hochwertige Aluminiumgehäuse und entsprechende Stabilität. Dies sieht man in der Preisklasse und auch darüber seltener.

hyperx allory origins rgb beleuchtung

Die HyperX Schalter sind den Cherry MX ebenbürtig und mit ordentlichen ABS-Kappen versehen. Lediglich die Handballenauflage fehlt der robusten Tastatur.

Corsair K70 und K95 Platinum

Corsairs Tastaturen überzeugen vor allem durch den enormen Funktionsumfang, der durch die mächtige iCue-Software realisiert wird. Ob Makros, Zusatztasten oder aufwändige RGB-Effekte, hier kann man sich austoben. Ebenso gibt es hier eine große Auswahl an Switches und Tasten für Zocker, wie z.b. die MX-Silver, Silents und Low-Profile Modelle.

Leider wird, trotz des eher hohen Preises, nur auf einfach ABS Caps und viel Kunststoff beim Chassis gesetzt. PBT Caps kosten extra.

Sharkoon Skiller Mech SGK3*

Die Tastatur bietet für nicht mal 60€ eine Menge. Man muss zwar mit Kunststoff vorlieb nehmen, bekommt dafür aber bereits für wenig Geld das authentische „Mecha“-Feeling mit Kailh-Switches. Eine echte Preis-/Leistung Tastatur!

Auch auf eine RGB-Beleuchtung muss an nicht verzichten!

weiterführende Links:

Tastaturen im Test

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2 Kommentare

  1. Super!!! Ihr haut hier einen Guide nach dem anderen raus, sehr schön! Noch ein weiterer Guide den man gerne verlinkt!Kleine Anmerkung zur Beschriftung und Material. Wenn man sich in das Thema „Mecha“ etwas „verliebt“ und rumtestet, es gibt auch Kappen mit „dye sub/dye sublimation“. Dort wird quasi ein Kunststoffbuchstabe auf die Kappe eingebrannt/eingebügelt. Auch sehr haltbar.
    Weiter so! 🙂

  2. Der Guide ist echt gut geworden, mit einer kleinen Anmerkung:Bei den Bildern könnte man noch dazu schreiben von welcher Tastatur das jeweilige Bild ist 🙂
    Ich bereue es jedenfalls nicht von MX Red mit Gummiringen auf Silver umgestiegen zu sein, tippen geht gefühlt doppelt so schnell und das Tippgefühl ist spürbar besser.

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