ASUS ROG Keris II Origin im Test

Mit der ROG Keris II Origin schauen wir uns heute den neusten Ableger von ASUS‘ Keris Gaming-Maus Serie an. Dabei will der kabellose Nager unter anderem mit einer langen Akkulaufzeit, gutem Sensor und ergonomischen Gehäuse überzeugen. Ob das klappt, klären wir im Test.

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Verpackung und Lieferumfang

Die Keris II Origin wird in einer für ROG Peripherie typischen schwarz-roten Verpackung ausgeliefert.

Das Zubehör ist recht umfangreich beinhaltet einen Wireless Receiver, ein modulares Anschlusskabel, ein Adapter um das Anschlusskabel als Verlängerung für den Receiver zu nutzen, ein Satz Grip-Tapes, ein Satz größere Ersatz-Glides, ein Satz Wechseltaster samt Abzieher und diverse Anleitungen.

Technische Daten

Maße (L x B x H)67 x 42 x 121 mm
Gewicht65 g
SensorASUS Aimpoint Pro, 42.000 DPI
Polling-Rate (Hz / ms)1000Hz/ 1ms
8000Hz/ 0,125ms nur mit ASUS Polling Rate Booster
SchalterROG Micro Switches
MaterialKunststoff, PBT, PTFE
AnschlussWireless 2.4 GHz, Bluetooth 5.1, USB (2.0)
Akkulaufzeitbis zu 113 Stunden (bei 1000 Hz)
bis zu 192 Stunden via Bluetooth
BesonderheitWeb-Hub Interface
Push Fit Switch Socket II
PBT Haupttasten
Preis
Amazon.de: € 116,44*
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ASUS ROG Keris II Origin im Detail

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Im Gegensatz zu den Gladius Modellen kommt die ROG Keris II Origin mit einer etwas abgerundeteren Form daher – vor allem im Bereich der beiden Haupttasten. Die asymmetrische, ergonomische Form und die einseitige Platzierung der Daumentasten geben dabei einen rechtshändigen Gebrauch vor.

Die Maus wirkt angenehm robust, und das obwohl diese mit 65 Gramm durchaus leicht ist. Den Eindruck prägen aber auch die stramm sitzenden und leicht texturierten PBT Haupttasten, welche zudem leichte Fingermulden bieten.

Mit drei Beleuchtungszonen hat die Maus optisch einiges zu bieten, auch wenn die meisten Anwender einen Großteil der Beleuchtung zugunsten eine längeren Akkulaufzeit vermutlich deaktivieren. Wem das Gehäuse nicht griffig genug ist, der kann das im Lieferumfang beiliegende Gripptape verwenden. Dadurch erfährt die Optik zudem eine „aggressive“ Aufwertung. Die Maus gibt es alternativ übrigens noch mit einem weißen Chassis.

Die Maus besitzt insgesamt 5 Tasten. Im Detail wären das die beiden  Haupttasten, zwei Daumentasten und das Mausrad als mittlere Taste. Eine Taste zum Wechseln der DPI Stufen gibt es leider lediglich auf der Unterseite der Maus.

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Die verbauten ROG Micro Switches sind auf eine Haltbarkeit von 100 Mio Clicks ausgelegt. Dank Push Fit Switch Socket II lasen sich die Switches auch austauschen, dabei ist der Sockel kompatibel mit 3 und 5 Pin MicroSwitches, auch von verschiedenen Herstellern wie Omron, Kalih, Cherry oder HUANO

Auf der Unterseite finden 4 kompakte PTFE Glides, jeweils zwei vorne und hinten sowie ein kleines Pad um die Sensorlinse. Im Lieferumfang sind alternativ auch zwei große Pads enthalten, um die Gleiteigenschaften zu verbessern.

Der zum Einsatz kommende, optische Aimpoint Pro Sensor besitzt eine maximale Abtastrate von 42.000 dpi 750 IPS Geschwindigkeit und bis zu 50 G Beschleunigung und das bei einer Abweichung von unter 1%. Zudem soll der Sensor laut ASUS auch auf Glasoberflächen zuverlässig funktionieren.

Rein von den Daten vermuten wir als technisches Grundgerüst abermals einen modernen Pixart PAW 3950

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Für die kabellose Kommunikation kommt ASUS‘ Speed Nova getaufte 2,4 GHz Technologie zum Einsatz. Diese soll nicht nur latenzfrei funktionieren sondern auch mit einem optimierten Energieverbrauch aufwarten, sodass die Keris II Origin bis zu 113 Stunden durchhalten soll. (mit Bluetooth sogar bis zu 192 Stunden) Der Omni-Receiver kann dabei bei Bedarf auch mehrere Geräte gleichzeitig verbinden, wie zum Beispiel noch eine kabellose Tastatur von ASUS. Dann wird die Polling Rate für alle Geräte aber auf 1000Hz limitiert.

Aktuell scheint webbasierte Konfiguration ein Trend zu liegen, denn nach Corsair sehen wir nun auch bei ASUS Peripherie mit ASUS Gear Link eine entsprechende Konfigurationsmöglichkeit: Gear Link

Beim Anschließen bzw Verbinden der Maus wird man auf die Konfigurationsmöglichkeiten aufmerksam gemacht.

Interessanterweise ist abermals der FireFox Browser nicht mit der WebApp kompatibel.

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Gear Link gewährt einen übersichtlichen Zugriff auf die Tastenbelegung, welche für alle Tasten außer die linke Haupttaste angepasst werden kann.

Unter dem Reiter Leistung lässt sich neben der Abtastrate auch die Sensorauflösung in bis zu 4 verschiedenen DPI Stufen festlegen. Zudem kann die Sensorleistung an einen bevorzugten Winkel, in welchem die Maus gehalten wird, angepasst werden um das Tracking zu optimieren.

Unter dem Menüpunkt Beleuchtung lässt sich die Beleuchtung für Scrollrad, Seite und das Rückenlogo individualisieren. Dabei stehen verschiedene Effekte zur Verfügung und auch ein Batteriemodus, welche die Akkukapazität signalisiert.

Hinter Kalibrierung versteckt sich zum einen eine Anpassungsmöglichkeit der Lift-off Distanz, zum anderen aber auch eine Kalibrierung auf die Verwendete Oberfläche. Neben einer Vorauswahl an Pads kann man dabei die Maus auch manuell kalibrieren.

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Im Energie Reiter kann man zuletzt noch den aktuellen Akkustatus in % begutachten, hat Zugriff auf die Dauer des Inaktivitätsmodus und kann einen Trigger einstellen ab wann die Maus signalisiert, dass der Akku geladen werden muss.

Um die Firmware der Maus upzudaten muss ein kleines Tool heruntergeladen werden, dass funktioniert über die Web-Oberfläche leider nicht direkt.

Praxischeck

Mit 42mm hat die Keris II Origin einen recht hohen Buckel wodurch die Hand automatisch in die ergonomische Form gelenkt wird. Mit der Form eignet sich die Maus daher besser für Palm- oder Claw Gripp.

Sowohl die beiden Haupttasten als auch die Daumentasten haben jeweils einen angenehm knackigen Druckpunkt mit gutem Feedback, welcher sich bei den Daumentasten haptisch kaum unterscheidet. Auch das Mausrad verfügt über einen erstaunlichen präzisen Klick und eine vergleichsweise straffe Rasterung bei Scrollen.

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Die Keris II Origin lässt sich sehr agil führen und hat auch ohne das extra Griptape einen guten Gripp. Der Schwerpunkt liegt sehr zentral, was ein Anheben erleichtert bzw. vorhersehbarer macht.

Der ROG AimPoint Pro Sensor hat sich im Alltag  als absolut präzise und reaktionsschnell präsentiert. Bei einer Abtastrate von 1000Hz zeigt sich ein sauberes und zuverlässiges Tracking. Mehr konnten wir ohne extra Zubehör (ROG Polling Rate Booster) leider nicht Testen.

Die LoD kann in 2 Stufen angepasst werden. Dadurch ändert sich die Distanz aber lediglich um wenige zehntel Millimeter – die niedrige  LoD liegt bei unter 1mm.

Der 500mA Akku hat in unserem Test bei 1000Hz Pollingrate und ohne Beleuchtung gute 109 Stunden durchgehalten.

Fazit

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Auch wenn die Keris II Origin nicht zu den aktuell leichtesten Mäusen am Markt gehört, so kann die 65 Gramm leichte Wireless Maus doch in einigen Punkten überzeugen. Das Chassis ist nicht nur hochwertig verarbeitet, sondern liegt sehr gut in der Hand. Die Druckpunkte aller Tasten sind sehr angenehm knackig mit gutem Feedback und dank Push Fit Switch Socket II (für die Haupttasten) auch austauschbar. Das Tracking des ASUS Aimpoint Pro Sensors funktioniert auch kabellose absolut verzögerungsfrei und zuverlässig – und das laut ASUS sogar auf Glas.

Die Akkulaufzeit ist mit knapp 110 Stunden ausreichend für einen Betrieb über mehrere Wochen. Die Maus kann dabei ganz entspannt über eine schlanke Web-App konfiguriert werden, vorbei also die Zeiten in denen man sich ein überladenes ASUS Softwarepaket auf dem Rechner installieren muss.

Weniger überzeugend fanden wir den am Boden platzieren DPI Button. Grade beim Zocken will man Situationasabhängig manchmal fix die DPI ändern, was so unnötig verkompliziert wird. Das ist aber eher eine persönliche Präferenz.

Mehr gestörrt hat uns da schon die benötigte extra Hardware um in den Genuss einer 8K Polling Rate zu kommen. Hier ist es nämlich nötig einen separaten ASUS Polling Rate Booster zu erwerben, welcher nochmals mit rund 20€ zubuche schlägt. Einige andere Hersteller (nicht alle) schaffen sowas auch ohne extra Hardware, zumal die Maus ja auch als Gaming Peripherie verkauft wird.

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Preislich bewegt sich die ASUS ROG Keris II Origin in einem für diese Gattung von Maus üblichen Rahmen sodass wir aufgrund der überwiegend positiven Eigenschaften unseren Gold Award verleihen.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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