
Der ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen2 (XG27AQDMGR) ist ein 27-Zoll-OLED-Monitor mit TrueBlack Glossy-Beschichtung, der (zum Zeitpunkt des Tests) bereits um ~430-450 € auf dem Markt zu finden ist. Wir hatten die Möglichkeit den Nachfolger des XG27AQDMG einmal selbst zu testen.
Technische Daten
| Display-Größe | 26,5 Zoll |
| Auflösung | 2560×1440 |
| max. Bildwiederholrate | 240 Hz |
| Panel-Typ | WOLED |
| Bildschirmoberfläche | Glossy (TrueBlack Glossy) |
| Bildformat | 16:9 |
| Helligkeit | HDR Peak: 1300 cd/m² Vollbild weiß: ca. 250 cd/m² |
| Kontrastverhältnis | 1,500,000:1 |
| Farbraum | 99 % DCI-P3 10 Bit |
| Betrachtungswinkel | H: 178° / V: 178° |
| Krümmung | – |
| Reaktionszeit | 0.03ms GTG |
| Anschlüsse | 1x DP 1.4 DSC 2x HDMI 2.1 (FRL) 2x USB 3.2 Gen 1 Type-A 1x USB-B |
| Audio | 1x Audio out |
| Abmessung (mit Standfuß) | 605 x 500 x 188 mm |
| Ergonomie | Neigung: -5 ° / 20 ° Schwenken: 45° Drehen: 90° |
| Höhenverstellung | ja (110 mm) |
| VESA-Aufhängung | 100 x 100 mm |
| Gewicht | 4,8 kg (Bildschirm) 6,6 kg (inkl. Standfuß) |
| Besonderheiten | -Näherungssensor -TÜV Flicker-free -TÜV Low Blue Light (Hardware Solution) -VESA AdaptiveSync Display 240Hz -VESA DisplayHDR 400 True Black -GamePlus -Game Visual -ELMB -DisplayWidget Center -Shadow Boost -AMD FreeSync Premium Pro -G-SYNC kompatibel -RGB-Beleuchtung (AURA SYNC) |
| Preis | Proshop.de: € 449,00* |
Angebote
ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen2 im Detail
Unboxing und Zusammenbau
Das Zubehör ist in einer Tasche verpackt. Neben dem Stromkabel bekommt man noch ein HDMI-Kabel, eines mit DisplayPort und ein USB-A-auf-USB-B-Kabel. Des weiteren den Einsatz mit VESA-Halterung und ein Reinigungstuch.
Der Zusammenbau ist binnen Sekunden erledigt. Der Standfuß wird hinten am Monitor eingerastet und dann muss man nur noch die Standfläche mit der festen Schraube einschrauben. Werkzeug braucht man dafür keines.

Auf dem Display ist eine Schutzfolie samt Reinigungshinweise aufgebracht, die sich rückstandslos entfernen ließ.
Design und Ergonomie

Asus nutzt bei dem OLED XG27AQDMG Gen2 einen geradlinigen, sechseckigen Standfuß, der nicht verspielt aussieht und nicht übermäßig Platz einnimmt. Am Monitor selbst sitzt am unteren Rand ein auffälligeres ROG-Logo, das schon mehr nach „Gaming“ aussieht. Dessen Beleuchtung, die als Betriebsindikator dient, kann man ausschalten.

Oben auf dem Standfuß findet man noch ein Gewinde, mit dem Streamer beispielsweise eine Kamera montieren können.

Die Rückseite wird prominent von einem großen ROG-Logo mit RGB-Beleuchtung geziert, die man im Menü einstellen und auf Wunsch auch ausschalten kann. Hübsch sieht das Logo in der mehrfarbigen Pixeloptik aber durchaus aus.
In Sachen Ergonomie zeigt sich der XG27AQDMG Gen2 (XG27AQDMGR) vorbildlich flexibel. Eine Höhenverstellung um 110mm (minimal ca. 4 cm über Tischkante) sowie eine Schwenken um je 45 Grad nach links und rechts werden von einer Neigung bis 20 Grad nach hinten und Pivot-Funktion zu beiden Seiten (also aufrecht drehbar) abgerundet. Mit den VESA 100x100mm Bohrungen kann der Bildschirm auch an einer Halterung montiert werden.

Anschlüsse und Bedienung
Bei den Anschlüssen ist der ROG Strix OLED für einen flexiblen Einsatz ordentlich ausgestattet. Für die Bildübertragung stehen zwei HDMI-2.1-Anschlüsse mit FRL zur Verfügung, sodass 2560×1440 bei 240 Hz möglich sind. Außerdem ein DisplayPort 1.4 mit DSC. Damit ist der Monitor sowohl für den Gaming-PC als auch für aktuelle Konsolen gut gerüstet und es können mehrere Zuspieler gleichzeitig angeschlossen lassen.
Dazu gesellen sich zwei USB-3.2-Gen-1-Type-A-Ports, die sich dank des mitgelieferten USB-Type-B-auf-A-Kabels und dem entsprechenden Anschluss als kleiner USB-Hub nutzen lassen. Für Kopfhörer gibt es außerdem einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Eigene Lautsprecher besitzt der Monitor dagegen nicht, auch auf USB-C muss man verzichten.

Das Netzteil ist im Bildschirm integriert, entsprechend findet man noch den Anschluss und die Rückseite ist etwas dicker, während das eigentliche Panel sehr schlank ist.

Die Bedienung wird über einen kleinen Joystick umgesetzt, der sich hinter dem Frontlogo befindet. Die Navigation ist intuitiv und zügig möglich. ASUS setzt erneut auf das typische ROG OSD, das viele Funktionen bietet und damit erstmal etwas überladen wirkt.
Über die Asus DisplayWidget-Software kann man die Einstellungen aber auch direkt per Maus vornehmen, was nochmal bequemer und einfacher ist.



Praxiseindruck
Bildqualität
Wir haben den OLED auf Werkseinstellungen gesetzt und betrachten das Standardprofil (Racing)!
Das 27 Zoll-, bzw. genauer 26.5 Zoll WOLED-Panel löst mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf. Das resultiert in einer gängigen Pixeldichte von 111 Pixel pro Zoll (PPI), die für eine ausreichende, gute Bildschärfe sorgt, aber nicht so hohe Performanceansprüche wie eine 4K-Auflösung hat, die nochmal schärfer ist.
Die 240 Hz und die OLED typische schnelle Reaktionszeit sorgen für ein flüssiges, direktes Bedien- und Spielgefühl, auch wenn es mittlerweile OLEDs mit noch höherer Bildfrequenz gibt. Dank des enormen Kontrastverhältnisses ist das Bild knackig und sieht einfach stark aus, wobei wir die Farbdarstellung ab Werk etwas intensiv finden. Es macht aber auf Anhieb Spaß mit dem Bildschirm zu spielen. FreeSync Premium Pro wird unterstützt und der Monitor ist G-Sync kompatibel. Mit ca. 6100-6200K weicht das Bild aber etwas von den angepeilten 6500K ab.

Bei der Darstellung von Schrift zeigt sich aber eine Schwäche des OLEDs. Je nach Situation/Hintergrund ist die Schrift durch den sichtbaren farbigen Rand (grün/rot) etwas ausgefranst bzw. hat Doppelkonturen. ASUS hat dafür eine Bildverbesserungsoption namens Clear Pixel Edge (Klare Pixelkante) integriert, die wir aber nicht empfehlen würden. Zwar reduziert diese besonders die roten Kanten bei hellem Hintergrund, Text wirkt aber gleichzeitig blasser und irgendwie verwaschen. Auf dunklem Hintergrund haben wir mit der Funktion sogar stärkere grüne Konturen festgestellt. Ohne die Funktion ist das Bild klarer. Stattdessen sollte man besser mit ClearType etwas probieren.

ASUS hat zudem natürlich noch weitere Features integriert, die das Bild optimieren soll. Extrem Low Motion Blur (ELMB) fügt beispielsweise Schwarzbilder ein, um die Bewegungsschärfe noch weiter zu verbessern. Das funktioniert entsprechend nur mit 120 Hz und senkt die maximale Helligkeit nochmal sichtbar ab – logischerweise auf rund die Hälfte womit wir also nur noch 130 cd/m² (weißes Vollbild) gemessen haben. Weiterhin gibt es noch diverse Gaming-Funktionen.
Helligkeit und Homogenität
Das OLED-Panel begeistert natürlich durch den enormen Kontrast mit tiefsten Schwarzwerten. Die maximale Helligkeit liegt als HDR Peak laut Hersteller bei 1,300 cd/m². Abseits dieser Helligkeitsspitzen fällt die Helligkeit bei größeren Flächen zunehmend deutlich ab. Vollflächig Weiß lag die maximale Helligkeit in SDR bei nur noch 255 cd/m². Bei kleinen Flächen haben wir hingegen um 400 cd\m² gemessen. Je nach Bildschirminhalt kann die Helligkeit in sehr heller Umgebung also etwas gering sein. Im Office-Betrieb, wo man mit wechselnden großen, weißen Flächen arbeitet (Explorer, Textverarbeitung und Browser). Kann das ABL (Absenken der Helligkeit) sichtbar sein bzw. wirken große Flächen etwas gräulich, wenn man vorher strahlende kleinere gesehen hat.
Für den Fall dass das stört, gibt es den Uniform Brightness Modus bzw. auf deutsch „Einheitliche Helligkeit“, der das ABL deaktiviert und damit Helligkeitsschwankungen eliminiert. Die max. Helligkeit wird aber logischerweise eben vollständig auf die erwähnten ~250 cd/m² limitiert. Das ist für sehr helle Umgebungen etwas leuchtschwach, aber eben angenehm gleichmäßig.

Um Reflexionen des Glossy-Panels zu mindern und die Auswirkungen auf den Kontrast zu reduzieren, verwendet ASUS TrueBlack-Glossy, was Reflexionen um 38 % reduzieren soll. Lichtquellen beeinflussen das satte Schwarz nicht so stark, Spiegelungen stören etwas weniger. Natürlich reflektiert der glänzende Bildschirm aber dennoch! Lichtquellen werden immerhin reduziert gespiegelt (wir haben jedoch leider kein anderes Modell für einen 1:1 Vergleich), wobei auch hier ein typischer Violettstich der weiterhin sichtbaren Spiegelungen auffällt. TrueBlack-Glossy ist für uns aber dennoch ein Pluspunkt, da es den klaren, brillanten Look samt tiefschwarzem Schwarz bietet. Vor starken Lichtquellen oder Fenstern würden wir den Bildschirm trotzdem nicht betreiben, denn zusammen mit der moderaten maximalen Helligkeit und den vorhandenen Spiegelungen wird man dann doch gestört.

Die Ausleuchtung ist OLED typisch gemessen nahezu perfekt. Die Homogenität es ebenfalls auf einem guten Niveau. Auch subjektiv fällt das Bild sehr gleichmäßig aus, was die Helligkeit und Farbverteilung angeht.
Im Graubild kann man etwas vertikales Banding wahrnehmen, das sich schwer fotografieren ließ. Insgesamt würden wir das Panel subjektiv als einwandfrei bezeichnen!
OLED Schutzfunktionen samt Näherungssensor
Ein leidiges Thema, oder oft geäußerte Bedenken bei OLED ist das dauerhafte Burn-In von statischen Bildelementen. ASUS integriert mehrere Schutzmaßnahmen, die man von OLEDs kennt und widmet diesem im Menü eine komplette Kategorie. Es gib außerdem eine 3 jährige Garantie.
Dabei setzt ASUS auf Features wie das Pixel Cleaning, worauf der Bildschirm ab Werk alle 8 Stunden und damit etwas störend häufig verweist (Erinnerung kann noch kürzer eingestellt oder deaktiviert werden) und Screen Move, womit das Bild stets minimal versetzt wird, um statische Elemente nicht immer exakt an der gleichen Stelle zu haben. Zudem gibt es Features, die statische Elemente wie Logos oder helle Bereiche dimmen. Mit dem Bildschirmschoner hat man zudem ein Abdunkeln bei Inaktivität.
Darüber hinaus hat ASUS einen Neo-Proximity-Sensor also einen Näherungssensor verbaut, der erkennt, wenn man sich vom Bildschirm entfernt (Distanz und Zeit sind einstellbar). Dann wird der Bildschirm auf ein Schwarzbild umgestellt und geht automatisch wieder an, wenn die Person wieder anwesend ist. Das schont nicht nur das Panel sondern spart nebenbei noch Strom. Im Testzeitraum gab es eine Fehlauslösung, bei der das Bild plötzlich schwarz wurde.
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch ist aufgrund der Panel-Technologie stark vom jeweiligen Bildinhalt abhängig.
So können bei hellen Flächen schnell auch mal über 50 Watt durchgehen, während es bei gemischtem Inhalt weniger sind. ASUS gibt auf der Produktseite 26,8 Watt an, was etwas optimistisch erscheint.
Wir haben folgendes mit einer Smart Home Steckdose ermittelt (SDR, 240 Hz). Als Desktopwallpaper wurde das auf den Fotos gezeigte ROG-Logo verwendet:
- Desktop 100% Helligkeit: 45 Watt
- Weißbild 100% Helligkeit: 53 Watt
- Desktop 50% Helligkeit: 35 Watt
- Weißbild 50% Helligkeit: 39 Watt
- Desktop 50% Helligkeit 60 Hz: 26 Watt
Mit dunkleren Bildschirminhalten z.B. bei Verwendung des Dark Modes sinkt der Verbrauch und dürfte sich mehr der Angabe von ASUS nähern.
Fazit
ASUS bietet mit dem ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen2 (XG27AQDMGR) einen gelungen OLED mit den typischen Stärken dieser Paneltechnologie. Besonders haben dabei neben dem kontrastreichen, gleichmäßigen Panel die TrueBlack-Glossy-Beschichtung (auch wenn sie keine Wunder vollbringt) und die ergonomischen Funktionen überzeugt, die den Monitor flexibel machen. Mit zwei HDMI 2.1 und einem DisplayPort ist er auch bei den Anschlüssen flexibel, wobei er mangels USB-C kein Ausstattungswunder ist. Die allgemein bekannten Burn-In-Schutzfunktionen werden allerdings mit einem Näherungssensor ergänzt, der verhindert, dass der Bildschirm unnötig lange aktiv ist. Bei großflächigen hellen Inhalten nimmt die Helligkeit des nicht topaktuellen Panels schnell sichtbar ab. Je nach Bildschirminhalten und Einstellung ist das Dimmen wahrnehmbar. Die Funktion für einheitliche Helligkeit kann das verhindernd, dimmt den Monitor im Maximum aber insgesamt spürbar auf nur noch rund 250 cd/m² und spätestens dann sind große Fenster oder direktes Sonnenlicht im Raum ein Tabu. Gerade im Office-Betrieb ist die Funktion der gleichmäßigen Helligkeit aber doch angenehm und beruhigt das Bild. Hier könnten aber die Farbsäume bei der Schriftdarstellung etwas stören.
Für ~430-450 € (Stand 30.09.2026) ist das ein gelungener Auftritt und wir vergeben den Preis/Leistungs-Award.
Wir haben den Bildschirm leihweise von ASUS für den Test erhalten!















