Corsair 3200D RS ARGB im Test

Im heutigen Test schauen wir uns das 3200D (RS ARGB) von Corsair an. Corsair bietet das Gehäuse sowohl mit unbeleuchteten Lüftern als auch mit ARGB-Lüftern an. Beide Varianten liegen bei unter 100 €.

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Technische Daten

Maße (LxBxH)495 x 219 x 458  mm
MaterialStahl, Glas, Kunststoff
Mainboard-FormatATX, M-ATX, Mini-ITX
Kompatibel zu Back-Connect
Anschlüsse Front1x USB 2.0 Typ A
1 x USB 3.2 Gen2 Typ C
1x Audio
CPU-Kühler-Höhemax. 165 mm
Grafikkarten-Längemax. 370 mm
max. Laufwerke1x 3.5″/2.5″
2x 2.5″
Vorinstallierte Lüfter (mm) / (U/min)Vorne: 3x RS120R ARGB 120mm
(0,420-2100 U/min)
Maximale Lüfterinstallation (mm)Deckel: 3x 120 oder 2x 140 mm
PSU-Abdeckung: 2x 120 mm
Heck: max 120 mm
Optionale Radiatoren (mm)Deckel: max. 280/360 mm
Seite: max. 280/360 mm
RGB-BeleuchtungLüfter
Preis91,90 € (UVP)

Corsair 3200D RS ARGB im Detail

Das Corsair 3200D ist ein Mid-Tower, der auch einen hohen Airflow bieten soll. Neben der vorliegenden Variante mit drei RS120 ARGB-Lüftern in der Front für ca. 91 € , gibt es das Gehäuse auch mit unbeleuchteten RS120 PWM-Lüftern, die dann nur bei rund 80 € liegt.

Das 495x219x458 mm messende 3200D setzt für den Airflow auf eine luftdurchlässige Front komplett aus Kunststoff mit dekorativ verlaufenden Streben, die an das Fractal Design Torrent erinnern. Dahinter befinden sich ein Staubfilter und die ARGB-Lüfter, die durch die Front strahlen. Etwas unschön ist, dass das Frontteil aufgrund des integrierten I/O-Panels und dessen Kabel fest mit dem Gehäuse verbunden ist, was inzwischen in der Regel von den meisten Gehäusen eleganter gelöst wird. Zur Not kann man es abschrauben, praktisch ist das aber nicht.

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Die Lüfter vom Typ RS120 ARGB kamen schon bei einigen Corsair-Produkten zum Einsatz. Ihr Drehzahlbereich ist mit ~ 420 bis 2100 U/min recht groß, sie gehören aber nicht zu den laufruhigsten Lüftern und machen schnell unangenehm auf sich aufmerksam. Leichte Nebengeräusche bei Minimaldrehzahl lassen sich immerhin durch den passiven Modus verhindern, wenn die Temperaturen es zulassen.

Das I/O-Panel befindet sich oben an der Front und darf mit einem USB-C und nur einem USB-A-Anschluss (zudem lediglich USB 2.0) sicher als rudimentär bezeichnet werden, auch wenn es 20 GBit-Support gibt.

Auch der auf dem Deckel liegende Staubfilter ist von der einfachen Art und unterstreicht nochmal die Budget-Klasse in der Corsair das Gehäuse einordnet, wobei es auch da schönere Lösungen mit Rahmen gibt. Das Gleiche gilt umso mehr für den Netzteilfilter. Dieser wird einfach eingeklemmt und lässt sich nicht einfach herausziehen/einsetzen ohne das Gehäuse zukippen. Diese Art der Filter wollen wir eigentlich nicht mehr sehen, außer in der ganz untersten Preisklasse.

Die linke Seite besteht aus Echtglas, die auf einem Stahlrahmen sitzt und per Push-Pin befestigt wird. Hinten ist sie für den Transport mit einer Schraube zusätzlich gesichert. Bei unserem Modell sitzt die untere vordere Ecke nicht absolut bündig mit der Front bzw. hat etwas Spiel, was dann leicht klappert. Wir denken jedoch, dass dort bei diesem Sample schlicht etwas verbogen ist, ansonsten ist die Verarbeitung des Gehäuses für den Preis ordentlich, auch wenn sich hier und dort das Metall etwas nachgiebig zeigt. Das rechte Seitenteil ist aus Stahl gefertigt mit einer dekorativen Prägung.

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Nach dem recht einfachen Äußeren mit ein paar Kompromissen hier und da, bietet der Innenraum dann durchaus ein paar erwähnenswerte Eigenschaften.
Das Corsair 3200D ist mit Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen kompatibel, wie die zahlreichen Ausschnitte verraten.

Eine weitere Besonderheit ist der leicht angewinkelte Montageplatz für einen Lüfter auf dem PSU-Tunnel, der so seinen Luftstrom gezielt auf die Grafikkarte richten soll. Auch im hinteren Teil des PSU-Tunnels ist ein Lüfter montierbar, sodass insgesamt neun 120-mm-Lüfter in dem 3200D einen Platz finden.

Für die Grafikkarte gibt es weiterhin eine integrierte GPU-Stütze, die allerdings wenig flexibel ist und sich nur in der Höhe verstellen lässt. Das kann je nach Grafikkarte passen, oder nicht. Bei uns leider „oder nicht“.

Im Deckel können Radiatoren im 360-mm und 280-mm-Format verbaut werden, der Abstand zum Mainboard beträgt in etwa 5,5 cm. Auch die Front kann entsprechende Radiatoren aufnehmen, zwei 360er gleichzeitig sind aber nicht möglich. Der Abstand zum PSU-Tunnel beträgt etwas über 3 cm.

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Die Rückseite bietet Zugriff auf den Netzteilschacht, wo der Stromlieferant auf Puffern platziert wird.

Hinter dem Mainboard können zwei SSDs montiert werden und im vorderen Teil des Bodens ist Platz für ein 3,5“- oder ein 2,5“-Laufwerk, das man von unten verschraubt.

Ansonsten bietet die Rückseite viele Haken für Kabelbinder und einen Raum von ca. 25 mm für anfallende Kabel. Ein richtiges Kabelmanagementsystem gibt es nicht.

Die Lüfter sind sowohl beim PWM-Anschluss als auch beim ARGB-Anschluss miteinander verbunden und man muss nur jeweils einen dieser Stecker am Mainboard anschließen und steuert die Lüfter darüber gemeinsam.

Temperaturen und Lautstärke im Corsair 3200D

Testsystem und Ablauf

  • AMD Ryzen 5800X @ 100W
  • be quiet! Dark Rock Slim
  • MSI B550 Gaming-Plus
  • Zotac GeForce RTX 3080 12 GB Trinity OC
  • 16 GB DDR4-RAM Corsair Vengeance RGB
  • be quiet! Straight Power 12 750W
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Als Software dienen prime95 (12k ohne AVX) für die CPU und MSI Kombustor für die GPU. Jeder Testlauf ging 10-Minuten nach einer Aufwärmzeit von 30 Minuten. Die Werte sind der jeweilige Durchschnittswert dieser 10 Minuten, normiert auf 20 Grad Raumtemperatur. Für die Messung bei gleichem Schalldruck werden die Gehäuselüfter auf 36 dB(A) reguliert (30 cm Abstand schräg von vorn). CPU-Lüfter und Grafikkartenlüfter werden auf 36 und 40 dB(A) fixiert. Die Gehäuse wurden jeweils zweimal gemessen und der Durchschnittswert beider Durchgänge genommen.

Hinweis: Solche Temperaturbeobachtungen unterliegen natürlich Variablen und Toleranzen und lassen sich auch nicht 1:1 auf andere Systeme übertragen! Neben der erreichten Abwärme spielen auch die verwendeten Kühllösungen eine Rolle.

Maximale Drehzahl

Was die Lüfter angeht, so können diese mit ~2100 U/min ordentlich Wind machen, werden aber mit 52 dB(A) verdammt laut. Eigentlich ist es kaum erträglich sie auf voller Stufe laufen zu lassen. Generell bleiben sie bei höheren Drehzahlen (grob die oberen 40%) recht auffällig bis störend und haben ein dröhnend surrendes Geräusch. Sie können weit gedrosselt und relativ unauffällig werden, in stiller Umgebung bleibt aber ein hörbares hohes Laufgeräusch übrig. Auffällig ist zu dem das stufenartige, unregelmäßig klingende Beschleunigen/Herunterregeln.

Immerhin wird bei maximaler Drehzahl die enorme Lautstärke auch mit guten Temperaturen bei der CPU belohnt. Die Grafikkarte landet im Durchschnitt.

Kühlleistung bei angepasster Lautstärke

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Im gedrosselten Betrieb bleibt die Kühlleistung insgesamt gut. Auch hier hat unser System eine sehr gute CPU-Temperatur erreicht, während die Grafikkarte wieder im Mittelfeld lag.

Fazit

Mit gut 90 € für die ARGB-Version bzw. knapp unter 80 € für die Variante mit drei unbeleuchteten Lüftern positioniert sich das Corsair 3200D in einem ziemlich stark umkämpften Bereich. Spätestens wenn man die Back-Connect-Mainboard-Kompatibilität ausklammert, gibt es sehr viel Konkurrenz mit ähnlicher oder besserer Ausstattung für das Geld, oder auch günstiger.
Das Corsair 3200D bietet ein interessantes Design, dass sich von den üblichen Mesh-Front-Kandidaten abhebt. Man merkt aber teilweise die Kompromisse, die gemacht wurden. Zum Beispiel die sehr einfachen Staubfilter, der beim Netzteil schlicht nicht komfortabel zu warten ist, sowie die unpraktische Front, die aufgrund der Kabel des I/O-Panels am Gehäuse hängt. Während sich diese Nachteile vor allem auf die Wartung/Montage beziehen, fällt das I/O-Panel, das neben USB-C nur einen USB-A 2.0-Anschluss bietet, schon sehr reduziert aus.

Positive Ausstattungsmerkmale sind dagegen die vielen Lüfterplätze, die GPU-Stütze (wenn sie zum Layout passt) und die Unterstützung von Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen sowie der Platz für 360-mm-Radiatoren. CPU-Kühler passen immerhin bis 165 mm. Mit den starken Lüftern kann es außerdem Gaming-PCs eine kühle Behausung bieten. Die Lüfter klingen allerdings generell etwas auffälliger und werden bei hoher Geschwindigkeit brachial laut.

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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