Corsair Frame 5000D RS ARGB im Test

Das Corsair Frame 4000D punktete bereits mit Funktion und Ausstattung zu einem recht fairen Preis, der Kompromisse bei der Materialstärke verschmerzbar machte. Das Corsair Frame 5000D macht aber vieles besser. Es behält das Konzept bei, ist hochwertiger und bietet mehr Platz.

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Technische Daten

Maße (LxBxH)556 x 250 x 542  mm
MaterialStahl, Glas, Kunststoff
Mainboard-FormatE-ATX (305mm x 277mm), ATX, M-ATX, Mini-ITX
Anschlüsse Front1x USB Typ C
4 x USB 3.2 Gen 1 Typ A
1x Audio
CPU-Kühler-Höhemax. 175 mm
Grafikkarten-Längemax. 450 mm
max. Laufwerke2x 3.5″
6x 2.5″
Vorinstallierte Lüfter (mm) / (U/min)Vorne: 3x RS140 ARGB 140mm
(0,350-1700 U/min)
Heck: 3x RS140 ARGB 140mm
(0,350-1700 U/min)
Maximale Lüfterinstallation (mm)Vorne: 3x 120/140 oder 2x 200 mm
Deckel: 3x 120/140 mm
Seite: 3x 120/140 mm
Boden: 2x 120/140 mm
PSU-Abdeckung: 2x 120 mm
Optionale Radiatoren (mm)Deckel: max. 360/420 mm
Seite: max. 280/360 mm
Vorne: max 280/360 mm
RGB-BeleuchtungLüfter und Gehäuse
Preis
Amazon.de: € 201,14*
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Corsair Frame 5000D RS ARGB im Detail

Das Design des Frame 5000D gleicht dem des Frame 4000D, nur dass das Frame 5000D mit 250 x 542 x 556 mm gerade in Höhe und Tiefe deutlich größer ausfällt. Was optisch gleich ist, ist haptisch anders. Trotz des großflächigen Y-Musters im Deckel und der rechten Seite fallen diese nun stabiler aus und der Eindruck ist damit klar hochwertiger. Natürlich können die großen luftdurchlässigen Flächen noch immer eingedrückt werden, sind aber nicht so labil wie bei dem 4000er-Modell. Die Front mit dem 3D-Muster kann einfach abgezogen werden (Achtung, die Plastikclips können schnell mal raus fallen). Dahinter befindet sich ein Staubfilter.

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Das Anschlusspanel, das neben einem USB-C-Port stolze vier USB-A-Anschlüsse bereitstellt, sitzt nach wie vor unten und eine andere Position gibt es nicht. Es wäre sicher sinnvoll gewesen, die beworbene Modularität auch auf die Position des I/O-Panels auszuweiten, wie man es beispielsweise von einigen Lian Li Gehäusen kennt. Mit dem unten liegenden Panel müsste zur optimalen Erreichbarkeit das ~55cm hohe Gehäuse auf dem Tisch stehen. Über dem Panel gibt es einen kleinen hübschen ARGB-Streifen, der im steilen Blickwinkel aber nicht mehr gut sichtbar ist.

In der vorliegenden RS ARGB Version des Frame 5000D sind vier RS140 ARGB-Lüfter enthalten, drei vorne und einer hinten. Corsair nutzt in Front und Deckel das InfiniRail-System bei dem die Schienen genau auf die Lüftergrößen angepasst werden können und somit Halterungen für kleinere Lüfter nicht den Luftstrom großer Lüfter blockieren.

Durch das größere Chassis des Frame 5000D sind im Deckel bis zu drei 140mm-Lüfter und sogar ein 420-mm-Radiator möglich. Mit einer Lasche kann der Deckel nach hinten gezogen werden. Beim ersten Mal saß er allerdings extrem fest und sollte ohne die Lasche gelöst werden, da diese nicht sonderlich robust wirkt. Auch davon ab sind sämtliche Schrauben extrem fest angezogen, so dass ein Schraubendreher benötigt wird.

In die Front passen als Alternative zu den drei 140-mm-Lüftern sogar zwei 200-mm-Lüfter. Radiatoren dürfen dort maximal das 360er-Format haben. Genau wie für die Vorderseite gibt es auch für die optionalen Seitenlüfter einen Staubfilter. Hier passen drei 120 mm oder 140 mm große Lüfter. Bei Radiatoren ist ebenfalls 360/280 mm das Maximum.

Der untere Teil der linken Seite ist ein Gitter aus Metall, das mit einer Blende verschlossen ist. Diese kann man entfernen und durch einen Filtereinsatz ersetzen. Auch eine dunkle Blende gibt es im Lieferumfang. Auf dem Boden können in Frontnähe zusätzlich zwei 140-mm-Lüfter eingebaut werden, dann muss man aber auf das HDD/SSD-Bracket am Boden verzichten. Der Boden verfügt über einen vollflächigen Filter, den man zur Seite herauszieht. Es kann mehrere Versuche benötigen, wenn man ihn wieder einsetzen möchte.

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Beim Entfernen des Seitenteils ist unserer Meinung nach etwas Vorsicht geboten. Uns ist dieses beim ersten Ausbau vorne runter gefallen und auf das Metallgitter geknallt, was zu einer kleinen aber hässlichen Macke führte. Man sollte das Seitenteil also gut festhalten. Auch das Einsetzten Bedarf etwas Übung, damit es nicht herunterrutscht. Hier gibt es bessere Mechanismen.

Im Auslieferungszustand ist die Fläche neben dem Mainboard mit einer Kabelabdeckung verschlossen. Diese kann entfernt und gegen die Lüfterhalterung ersetzt werden. Daneben befindet sich eine in der Höhe verstellbare Stütze für schwere Grafikkarten.

Das stark gelochte Mainboard-Tray verrät die Kompatibilität mit Back-Connect-Mainboards und stellt darüber hinaus auch viele Durchführungen für Kabel bereit. An den vielen Löchern können auf der Rückseite Kabelhalterungen wie an einer Lochwand eingesteckt werden, ein interessantes und flexibles System, das von Corsair RapidRoute 2.0 getauft wurde.

Der Abstand vom Mainboard zum Deckel beträgt rund 65mm, genug für übliche Radiator/Lüfterkombis. In der Front liegt die Tiefe des Ausschnitts bei um die 130 mm (von den Lüftern aus). Ein Radiator muss aber natürlich mit der GPU-Länge in Einklang gebracht werden, was bei max. 450 mm aber genug Raum ist.

Die PCI-Slotblenden sind ein eigenständiges Modul, das einfach im Gesamten herausgenommen und um 90 Grad gedreht eingesetzt werden kann. So sind diese binnen Augenblicke auf den vertikalen GPU-Einbau vorbereitet, das benötigte Riserkabel muss allerdings gesondert erworben werden.

Laufwerke werden von der Halterung am Boden abgesehen hinter dem Tray verbaut. Es gibt einen kombinierten Laufwerksträger für zwei SSDs / eine HDD (oder einen iCUE Link Hub) und zwei weitere 2,5-Zoll-Brackets finden sich darunter.

Die drei Frontlüfter sind miteinander verbunden, so benötigt man für diese nur einen PWM- und ARGB-Anschluss. Die Lüfterkabel sind ab Werk hinter der Abdeckung verborgen. Baut man diese aus, muss man sich selbst um ein ordentliches Bild bemühen.

Anschluss Powerbutton und ARGB-Streifen

Das Tray und die Netzteilabtrennung können ebenfalls ausgebaut werden. Corsair möchte für das Gehäuse ein Zubehör-Programm anbieten, beispielsweise mit einem alternativen Tray, Frontpanel, anderem I/O-Panel und mehr. Erhältlich ist davon zu diesem Zeitpunkt leider noch nichts.

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Wie zu erwarten stellte der Einbau des Systems keinerlei Probleme dar. Nur die GPU-Stütze konnten wir nicht verwenden, was auf das Lüfter-/Rahmen-Design unserer Grafikkarte zurückzuführen ist.

Temperaturen und Lautstärke des Corsair Frame 5000D RS ARGB

Testsystem und Ablauf

  • AMD Ryzen 5800X @ 100W
  • be quiet! Dark Rock Slim
  • MSI B550 Gaming-Plus
  • Zotac GeForce RTX 3080 12 GB Trinity OC
  • 16 GB DDR4-RAM Corsair Vengeance RGB
  • be quiet! Straight Power 12 750W

Als Software dienen prime95 (12k ohne AVX) für die CPU und MSI Kombustor für die GPU. Jeder Testlauf ging 10-Minuten nach einer Aufwärmzeit von 30 Minuten. Die Werte sind der jeweilige Durchschnittswert dieser 10 Minuten, normiert auf 20 Grad Raumtemperatur. Für die Messung bei gleichem Schalldruck werden die Gehäuselüfter auf 36 dB(A) reguliert (30 cm Abstand schräg von vorn). CPU-Lüfter und Grafikkartenlüfter werden auf 36 und 40 dB(A) fixiert. Die Gehäuse wurden jeweils zweimal gemessen und der Durchschnittswert beider Durchgänge genommen.

Hinweis: Solche Temperaturbeobachtungen unterliegen natürlich Variablen und Toleranzen und lassen sich auch nicht 1:1 auf andere Systeme übertragen! Neben der erreichten Abwärme spielen auch die verwendeten Kühllösungen eine Rolle.

Kühlleistung und Lautstärke bei maximaler Drehzahl

Die RS140 ARGB können einen ziemlichen Lärm machen. Sie erreichen maximal ~1700 U/min und können auf ungefähr 350 U/min gedrosselt werden. Dabei bleibt jedoch ein leises Schleifen übrig. Ab 25% PWM hörten wir ein hochfrequentes Sirren, dass im Verlauf verschwindet und vom Luftgeräusch übertönt wird. Hohen Ansprüchen von Silent-Liebhabern dürften die Lüfter daher nicht unbedingt zusagen.
Unterhalb von 15% stellten sie am Testsystem den Betrieb ein und waren entsprechend lautlos.

Mit rund 69 Grad haben wir eine sehr gute CPU-Temperatur erreichen können. Die Grafikkarte wurde mit 65 Grad ebenfalls gut, wenn auch nicht auf Topniveau gekühlt.

Temperaturen bei angepasster Lautstärke

Bei möglichst angepasster Lautstärke stieg in unserem System die CPU-Temperatur deutlicher an als die der Grafikkarte. Als Resultat bleibt aber eine vergleichsweise ordentliche CPU-Temperatur und die GPU erreichte sehr solide Werte.

Fazit

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Das Corsair Frame 5000D RS ARGB ist ein hervorragendes Gehäuse mit tollen Funktionen, guter Ausstattung und eigentlich in allen Bereichen stärker als das 4000D. So kombiniert das Frame 5000D ein großzügiges Platzangebot mit vielen Funktionen. Hervorzuheben sind das InfiniRail-Montagesystem, das RapidRoute 2.0-System fürs Kabelmanagement und allgemein der modulare Aufbau des Gehäuses – auch wenn Corsair beim Zubehör zur Individualisierung erst noch liefern muss. Haptisch/Qualitativ macht das Gehäuse ebenfalls einen Sprung nach vorn.
Die mitgelieferten Lüfter der RS ARGB-Version sind ordentlich, haben eine schöne Beleuchtung und einen großen Drehzahlbereich. Das im Minimum nicht ganz perfekte Laufgeräusch wird mit einem ZeroRPM-Modus etwas kompensiert. Mit optionalen Deckel- ,Seiten- und Bodenlüftern sind außerdem viele Experimente und Optimierungen der bereits guten Temperaturen möglich.
Das I/O-Panel ist sehr gut ausgestattet, aber die Position unten sicher nicht für jeden optimal. Eine zweite Position wäre schön gewesen. Für das Seitenteil aus Glas hätten wir uns außerdem einen Mechanismus gewünscht, der etwas einfacher und sicherer von der Hand geht.
Beim Preis überrascht Corsair auch bei dem Frame 5000D nicht negativ. Mit unbeleuchteten Lüftern gab es das 5000D zum Stand des Tests für etwas unter 150€. Mit vier ARGB-Lüftern waren es ~168€. Für die Größe und Ausstattung ist das nicht zu viel.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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