
Mit der Sabre V2 Pro Ultralight sorgt Corsair für ungläubiges Staunen bei der Gewichtsangabe. Wir haben das kabellose 36 Gramm Maus-Leichtgewicht mit einer Pollingrate von bis zu 8000 Hz ausführlich getestet.
Verpackung und Lieferumfang
Die Sabre V2 Pro wird in einer für Corsair-Peripherie typischen, gelb-schwarzen Verpackung geliefert. Das Zubehör umfasst einen Wireless Receiver, ein modulares Anschlusskabel, ein Satz Grip-Tapes, ein Satz größere Ersatz-Glides sowie eine Anleitung.
Der Wireless Receiver ist dabei nicht wie sonst üblich als Dongle ausgeführt sonst verfügt über eine weibliche USB-C Buchse, ist also dafür vorgesehen mit dem Anschlusskabel verbunden zu werden. Vermutlich um den Empfänger möglichst nah bei der Maus platzieren zu können.
Technische Daten
| Maße (L x B x H) | 63 x 38 x 119 mm |
| Gewicht | 36 g |
| Sensor | Corsair Marksman S-Sensor, 33.000 DPI |
| Polling-Rate (Hz / ms) | 8000 / 0,125 |
| Schalter | keine Details |
| Material | Kunststoff, PTFE |
| Anschluss | Wireless 2.4 GHz, USB |
| Akkulaufzeit | bis zu 70 Stunden (bei 1000 Hz) |
| Besonderheit | Web-Hub Interface |
| Preis | Amazon.de: € 79,99* |
Angebote
Corsair Sabre V2 Pro Ultralight im Detail
Die Sabre V2 kommt mit einem leicht abgerundeten, symmetrischen Chassis daher, welches aufgrund der einseitigen Platzierung der beiden Daumentasten jedoch nur auf den rechtshändiger Gebrauch ausgelegt ist. Direkt beim ersten Anfassen fällt dabei das sehr niedrige Gewicht auf, was laut Corsair bei lediglich 36 Gramm liegen soll. Umso erstaunlicher ist es, dass es sich um ein geschlossenes Gehäuse handelt.
Optisch sticht das gelbe Mausrad ein wenig heraus. Ansonsten ist das Gehäuse samt Logo komplett in schwarz gehalten. Alternativ gibt es die Maus auch noch als weiße Variante.
Auf eine RGB Beleuchtung wurde weitestgehen, vermutlich zugunsten der Akkulaufzeit verzichtet. Lediglich das Mausrad ist bei bestimmten Aktionen kurzzeitig von einer dezenten Beleuchtung unterlegt, was als Indikator für die aktuell anliegende DPI Stufe dient.
Die Maus besitzt insgesamt 5 Tasten. Im Detail wären das die zwei Haupttasten, zwei Daumentasten und das Mausrad als Mitteltaste. Eine Taste zum Wechseln der DPI Stufen gibt es leider nicht – auch nicht auf der Unterseite. Dafür hat sich Corsair aber einen leicht abenteuerlichen Mechanismus zum Wechsel der DPI ausgedacht – dazu später mehr im Praxisteil.
Als Sensor kommt ein Corsair Marksman S-Sensor zum Einsatz welcher mit echten 33.000 DPI-Tracking, 750-IPS-Geschwindigkeit und bis zu 50-G-Beschleunigung beworben wird und das bei bis zu 8000Hz Abfragerate. Rein von den Daten könnte das technische Grundgerüst ein Pixart PAW 3950 sein, welcher wie auch schon bei anderen Corsair Mäuse angepasst wurde. Eine Bestätigung dafür haben wir aber nicht.
Der verbaute Akku soll bis 70 Stunden Laufzeit bieten, je nach gewählter Polling Rate.
Auf der Unterseite finden 2 eher kompakte Glides vorne und hinten sowie ein kleines Pad um die Sensorlinse.
Die Maus kann entweder kabellos via Corsair Slipstream Technology oder aber auch kabelgebunden betrieben werden. Einen Bluetooth Modus gibt es dieses Mal nicht.
Corsair Web Hub
Wie zuletzt alle neue Corsair Peripherie, ist auch die Sabre V2 Pro nur über Corsair neues Web Interface Konfigurierbar: CORSAIR WEB HUB
Dabei gibt es Zugriff auf die Tastenbelegung, welche für alle Tasten außer die Haupttaste verändert werden kann.
Die Sensorauflösung lässt sich in 50er Schritten in bis zu 5 DPI Stufen einstellen.
Außerdem gibt es auch wieder einen obligatorischen Menüpunkt um Makros zu erstellen.
In den Optionen verstecken sich noch Settings für die Lift off Distanz (LoD) und die Abtastrate.
Praxischeck
Das mit 38mm recht flache Chassis ist eher für kleine bis mittlere Hände geeignet und lässt bei der Grip-Art aufgrund der neutralen Form die freie Wahl.
Die beiden Haupt und Daumentasten haben jeweils einen knackigen Druckpunkt. Das Mausrad hingegen verfügt über ein im Vergleich deutlich schwammigeres haptisches Feedback. Die Rasterung bei Scrollen ist eher stark.
Durch die extrem leichte Bauweise ist die Sabre V2 Pro sehr agil und lässt sich dadurch, trotz der glatten Seiten, auch ohne Grip-Tape sehr gut umsetzen. Wer mehr Grip benötigt kann das mitgelieferte Grip-Tape verwenden, dadurch wird die Maus aber auch wenige Gramm schwerer. Zudem sollte die gummiartige Oberfläche deutlich schwierig zu Reinigen sein.
Die original angebrachten Glides sind vergleichsweise klein, bieten aber dennoch gute Gleiteigenschaften. Im Lieferumfang gibt es noch ein größeres Set, welches nochmal besser gleiten sollte. Aber auch hier gilt zu bedenken, dass die Maus dadurch abermals schwerer wird. Corsair hat also wirklich alle Register gezogen um die Maus im Auslieferungszustand möglichst leicht zu machen.
Der Corsair Marksman S-Sensor hat sich bei normalen DPI als absolut präzise präsentiert. Wir haben auch die 33k DPI getestet, aber in unseren Augen ist solch eine Sensorauflösung abseits jeglicher praktischer Anwendung.
Unser Test hat gezeigt, dass die Sabre V2 Pro die bis zu 8000Hz Abtastrate über den wireless Dongle erreicht. Dabei zeigen sich sowohl bei 1000Hz (1ms), 4000Hz (0,25ms) als auch den 8000Hz (0,125ms) jeweils ein wenig Streuung. Im Großen und Ganzen bleibt die Abtastrate aber stabil.
Die LoD kann in 3 Stufen angepasst werden. Dadurch ändert sich die Distanz aber lediglich im 0,x mm Bereich. Die mittlere LoD liegt bei knapp 1mm und damit sehr niedrig.
Der Akku hat in unserem Test bei 1000Hz Pollingrate circa 68 Stunden durchgehalten. Mit einer Pollingrate von 8000Hz sind wir noch auf 13 Stunden gekommen. Da wir ab 2000Hz nichtmehr wirklich eine Verbesserung beim Tracking des Mauszeigers feststellen konnten, wäre eine Abtastrate von unter 8000Hz vermutlich ein guter Kompromiss zwischen Leistung und Laufzeit. Die Ladezeit zum vollständigen Aufladen des Aukkus liegt bei etwa 90 Minuten.
Fazit
Es ist echt erstaunlich wie leicht eine kabellose Maus mittlerweile sein kann. Corsair hat bei der Gewichtsreduzierung der Sabre V2 Pro alle Register gezogen und erstaunlicherweise immer noch eine Maus mit geschlossenem Gehäuse herausgebracht. Die Sabre V2 Pro ist dabei so leicht, das sich der verwendete Kunststoff beim ersten Anfassen schon fast fragil anfühlt, wobei aber nicht an einer hohen Verarbeitungsqualität gespart wurde.
Im Alltag erreicht die Maus über die hauseigene Slipstream Technologie auch die 8000 Hz Abtastrate weitestgehend stabil. Die Akkulaufzeit hängt dabei stark von eben dieser ab und lag in unserem Test zwischen realistischen 68 bis 13 Stunden.
Durch das geringe Gewicht besitzt die Sabre V2 Pro eine ausgezeichnete Agilität, welche hervorragend mit dem sehr präzisen Corsair Marksman S-Sensor harmoniert.
Etwas Kritik muss sich Corsair für den umständlichen on-the-fly Wechsel der DPI Stufen gefallen lassen – eine extra Taste wäre hier deutlich komfortabler gewesen.
Für eine ultralight Maus mit Top Sensor ist die Sabre V2 Pro preislich sehr gut positioniert und im Feld von unter 40 Gramm sogar Spitzenreiter. Wir verleihen daher unseren Gold Award.
Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.


















