Mikrokanal-Kühlung: Noctua und Forced Physics DCT geben Forschungspartnerschaft bekannt

Bild: Noctua

Noctua geht bei der Entwicklung zukünftiger Kühllösungen einen spannenden Weg: Der österreichische Kühlungsspezialist hat gemeinsam mit Forced Physics DCT eine langfristige Forschungspartnerschaft angekündigt. Im Mittelpunkt steht die sogenannte JouleForce™ Micro-Channel-Array-Technologie und ob diese künftig auch in Desktop-PCs und Workstations eingesetzt werden kann. Die Zusammenarbeit ist als langfristiges Forschungsprojekt zu verstehen, ohne eine konkrete Produktankündigung.

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Die Idee dahinter klingt zunächst ziemlich spannend: Statt Wärme wie bei klassischen Luftkühlern über herkömmliche Kühlrippen abzuführen, setzen JouleForce-Arrays auf eine Vielzahl sehr kleiner Kanäle. Deren spezielle Geometrie soll dafür sorgen, dass sich die sonst übliche Grenzschicht an den Kanalwänden nicht vollständig ausbildet. Dadurch kann entlang der gesamten Länge der Kanäle Wärme an die vorbeiströmende Luft abgegeben werden.

Der Vorteil: Die Technologie soll hohe Wärmemengen allein mit Luft abführen können. Pumpen, Schläuche und Flüssigkeitskreisläufe, wie sie bei Wasserkühlungen zum Einsatz kommen, wären damit nicht notwendig.

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Ganz so einfach lässt sich die Technik allerdings nicht in einem normalen PC umsetzen. Genau hier liegt laut Noctua die Herausforderung der gemeinsamen Forschungsarbeit. Die für die hohe Kühlleistung notwendige Mikrokanal-Struktur erzeugt aktuell einen sehr hohen Strömungswiderstand. Laut Noctua liegt der erforderliche Druck deutlich über dem Bereich, den herkömmliche Axiallüfter für PCs bereitstellen können. Aktuelle Umsetzungen greifen deshalb auf industrielle Gebläse, schnelle Radiallüfter oder sogar Vakuumpumpen zurück – für einen leisen Desktop-PC natürlich keine praktikable Lösung.

Bild: Noctua
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Noctua und Forced Physics wollen deshalb untersuchen, wie sich der benötigte statische Druck reduzieren oder innerhalb der Anforderungen eines Desktop-Systems erzeugen lässt. Dabei spielen insbesondere Lautstärke, Baugröße und die für PC-Gehäuse typische Modularität eine wichtige Rolle.

„Forced Physics are advancing the limits in terms of fin-to-air heat transfer, and we are excited to explore what it would take to make that work in a quiet desktop system.“, erklärt Noctua-CEO Roland Mossig. Gleichzeitig sagt er, dass die aktuellen Anforderungen der Technologie noch eine anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe darstellen – insbesondere mit Blick auf einen leisen Betrieb am Schreibtisch.

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Auch Forced Physics DCT sieht in Noctua einen passenden Partner. Gründer und CEO Scott Davis verweist darauf, dass Desktop- und Workstation-Systeme andere Anforderungen an den Luftstrom stellen als Rechenzentren. Noctuas Erfahrung mit leiser Luftbewegung soll dabei helfen, diese Herausforderungen zu lösen.

Quelle und weitere Infos: Noctua

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