
Mit der Tapo P410M schauen wir uns heute eine smarte Outdoorsteckdose an, die spritzwassergeschützt ist, den Verbrauch und die Energieerzeugung erfassen kann.
Tapo P410M Steckdose im Detail
Im Lieferumfang der P410M befindet sich allerlei Zettelwerks mit kurzer Schnellstart-Anleitung zur Inbetriebnahme und ein Downloadhinweis für die Tapo-App, sonst gibt es nichts zu entdecken.

Die schwarze Tapo P410M Steckdose ist nach IP54 gegen Spritzwasser geschützt und soll sich bei Temperaturen zwischen -20 und 50 Grad betreiben lassen. Der Deckel samt Gummidichtung schützen das Innere.

An der Seite befindet sich mit einem Knopf die einzige physische Bedienmöglichkeit. Mit diesem kann die Steckdose An/Aus geschaltet werden, die WLAN-Settings zurückgesetzt und der Auslieferungszustand wiederhergestellt werden, je nachdem wie lange man drückt. Die kleine LED zeigt den aktuellen Status an und wird in der Anleitung beschrieben.

Das Gehäuse der P410M misst 93.3 × 83 × 48.24 mm ohne den Stecker. Die Maße muss man je nach Steckdose im Hinterkopf haben. Da man die Outdoorsteckdose an Steckdosen mit Deckel betreiben wird, muss sich dieser ausreichend weit öffnen lassen, sonst passt es nicht. Auch bei kleinen Gartensteckdosensäulen kann es eng werden, oder man blockiert eine der darunterliegenden Steckdosen.

Die Maximallast der P410M liegt bei 16A/3680 Watt, es gibt diverse Sicherheitsfunktionen wie Überlast‑ und Überhitzungsschutz sowie Kindersicherung.
Die Verbindung wird per WLAN (2.4 GHz) realisiert, für die erste Inbetriebnahme wird Bluetooth benutzt. Die Tapo P410M ist Matter-zertifiziert und unterstützt Sprachsteuerung via Amazon Alexa, Apple Siri oder Google Assistant. Nun schauen wir uns die Tapo-App und die Einrichtung an.
Tapo App – Einrichtung und Steuerung
Für die Tapo-App ist ein Benutzerkonto erforderlich. Danach kann die Steckdose hinzugefügt werden. In unserem Fall hatten wir bereits die Tapo App, die von sich aus meldete, dass ein neues Geräte verfügbar ist – einfacher geht es kaum.
Bei der Einrichtung muss dann nur das WLAN-Netzwerk (kein spezieller Hub erforderlich) ausgewählt werden und ggf. das Passwort eingetragen werden. Dann gibt man der Steckdose einen Namen, ein Bild und wählt den Standort.
Auf der Hauptseite ermöglicht es die Steckdose/App den aktuellen Verbrauch direkt einzusehen und gibt auch eine schnelle Übersicht über den Gesamtverbrauch vom Tag sowie der letzten 30 Tage. Auch das manuelle Ein- und Ausschalten ist hier möglich.
In der App lassen sich eine simple Zeitschaltuhr (Beispielsweise „Aus“ in 2 Stunden) programmieren, oder natürlich auch komplexere Zeitpläne erstellen. Bei letzteren wählt man eine Uhrzeit und bestimmt die Tage. Beispielweise „An“ täglich um 22 Uhr oder „„Aus“ um 10 Uhr Montags und Dienstag“
Der Abwesenheitsmodus soll durch wechselnde An/Ausschaltung Anwesenheit simulieren. Es gibt außerdem noch die Charge-Guard-Funktion. Diese soll die Stromzufuhr unterbrechen, wenn das angeschlossene Gerät aufgeladen ist.
Weiterer Praxiseindruck
Für den Praxiseindruck haben wir die Steckdose an einer ungeschützten, also nicht überdachten, Gartensteckdose genutzt und damit eine Teichpumpe betrieben. Dabei wurde sie an einem Tag auch starkem Regen samt kräftigen Windböen ausgesetzt und meisterte das Wetter ohne Zwischenfall.
Die angezeigten Verbrauchswerte schienen ebenfalls plausibel, ohne das wir das aufs letzte Watt kontrolliert haben.
Neben dem Verbrauch kann die Steckdose/App auch die durch sie ins Hausnetz eingespeiste Energie einer Solar-Anlage anzeigen. Wir haben dazu testweise unser Balkonkraftwerk samt Speicher angeschlossen. Eingestellt werden muss dazu nichts weiter, die Tapo P410M erkennt die Stromrichtung automatisch und zeigt dann direkt die „erzeugte Energie“ an.
Die App hält neben der aktuell erzeugten Leistung auch in einem Protokoll über Tage, Monate und das Jahr die erzeugte Energie fest. Die angezeigten Werte stimmten mit den Werten in der App unseres Balkonkraftwerks weitestgehend überein, wobei die leichte Verzögerung der Anzeigen das natürlich nicht 1:1 vergleichen lässt.
Man muss dabei natürlich bedenken, dass die Tapo P410M nicht die PV-Produktion direkt überwachen kann, sondern das was über die Steckdose in das Hausnetz eingespeist wird. Hat man einen Speicher mit integriertem Wechselrichter angeschlossen, verschiebt das die Werte und man sieht somit eher welchen Verbrauch man über den Tag gedeckt hat. Zudem kommt, dass die Angaben aus der App des Balkonkraftwerks, zumindest in unserem Fall, deutlich detaillierter ausfallen und in diesem Fall bietet die P410M was das angeht keinen Mehrwert. Leider haben wir für die Automatisierungen (Wenn-Dann-Prinzip) keine Möglichkeit gefunden den Verbrauch/Erzeugung als Auslöser festzulegen.
Fazit
Die Tapo P410M ist eine simpel einzurichtende smarte Steckdose, die sich einfach in ein bestehendes WLAN integrieren und unkompliziert konfigurieren lässt. So lassen sich dank IP54-Zertifizierung auch im Außenbereich Zeitpläne umsetzen und smarte Funktionen nutzen, auch wenn hier weitere Funktionen auf Basis der Verbrauchs-/Erzeugungswerte vermisst (oder nicht gefunden) wurden. Mit der Verbrauchs- und Erzeugungsmessung gibt die Tapo P410M Einblicke über den aktuellen Stand und ermöglicht es den Verbrauch/die Kosten im Überblick zu behalten, auch wenn die Diagramme nicht besonders detailliert sind. Ein spezieller Hub ist für die Benutzung nicht erforderlich, wohl aber ein Registrierung in der App.
Das Produkt wurde vom Hersteller leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussaufnahme auf den Artikel fand nicht statt.











