
Thermal Grizzly und Noctua haben die WireView Pro II Noctua Edition vorgestellt. Das an sich schon länger erhältliche WireView Pro II soll wie gehabt dabei helfen, die Stromversorgung moderner High-End-Grafikkarten mit 12V-2×6-Anschluss zu überwachen. Interessant bei der Noctua Edition ist jedoch die Kühlung des WireView Pro II, die leiser und effektiver sein soll und sich damit besser für leise Systeme eignen soll.
Größerer Lüfter bleibt länger passiv
Für die Noctua Edition wurde das Kühlsystem angepasst. Zum Einsatz kommen ein CNC-gefräster Aluminium-Kühlkörper, ein größerer Noctua NF-A4x10n und ein speziell entwickeltes Lüftergitter. Der Kühlkörper soll dabei möglichst viel Wärme bereits passiv abführen, sodass der kleine Lüfter deutlich seltener bzw. später anspringen muss. Die Noctua Edition unterscheidet sich damit von den Maßen etwas vom Standardmodell und ist insbesondere etwas höher.
Noctua demonstriert die Unterschiede der Modelle in einem, laut Noctua, Worst-Case-Szenario. Für den Vergleich wurden die Gehäuselüfter abgeschaltet, wodurch die Temperaturen im Gehäuse auf über 40 °C stiegen. Bei 200, 250 und 300 Watt GPU-Last blieb der Lüfter der Noctua Edition trotzdem komplett aus. Beim normalen WireView Pro II musste der Lüfter dagegen bereits bei 200 Watt nach 5 Minuten und 40 Sekunden anlaufen. Bei 300 Watt waren es nur noch 2 Minuten und 15 Sekunden.

Auch bei noch höheren Leistungsaufnahmen soll sich der Unterschied bemerkbar machen. Bei 400 Watt sprang der Lüfter der Noctua Edition laut Noctua erst nach 4 Minuten und 25 Sekunden an. Bei 480 Watt waren es immerhin noch 2 Minuten und 50 Sekunden. Beim Standardmodell waren es in den gleichen Tests lediglich 1 Minute und 40 Sekunden beziehungsweise 1 Minute und 25 Sekunden.
Lüfter im Betrieb leiser und bis 3 Grad Kühler
Ganz ohne aktive Kühlung kommt auch die Noctua Edition bei hohen Lasten und Temperaturen nicht aus. Doch auch wenn der Lüfter läuft, soll dieser leiser als beim Original sein.
Laut Noctua musste der NF-A4x10n im Test bei den hohen Temperaturen mit knapp unter 2.000 U/min arbeiten. Dabei wurden aus 10 Zentimetern Entfernung rund 21,5 dB(A) gemessen. Auf einen Meter umgerechnet sollen es laut Noctua nur etwa 1,5 dB(A) sein.

Zum Vergleich: Der Lüfter des normalen WireView Pro II lief im selben Szenario mit ungefähr 5.000 U/min und erreichte dabei 39,4 dB(A) aus 10 Zentimetern Entfernung. Auf einen Meter umgerechnet nennt Noctua hier 19,4 dB(A). Auch das Standardmodell sei damit keineswegs laut, könne in einem leisen System aber durchaus noch wahrnehmbar sein.
Das angepasste Kühlsystem soll sich außerdem bei den Temperaturen bemerkbar machen. Laut den Messungen von Noctua blieb die Temperatur des GPU-Stromanschlusses bei der Noctua Edition über die getesteten Leistungsstufen hinweg durchschnittlich rund 3 °C niedriger. Diese Temperatur dient auch als Grundlage für die Lüftersteuerung.
Preis und Verfügbarkeit
Die WireView Pro II Noctua Edition ist bei Thermal Grizzly sowohl als normale Ausführung als auch als Reversed-Variante erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 189,90 Euro.
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