Arctic Freezer i35 A-RGB (Rev. 3) im Test

Der Arctic Freezer i35 A-RGB ist ein sockelspezifischer Kühler für Intel-Systeme. Für vergleichsweise wenig Geld gibt es einen Tower-Kühler mit ARGB-Beleuchtung, großem Drehzahlbereich und ordentlicher Kühlleistung.

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Technische Daten

Maße mit Lüfter (L x B x H)91 x 133 x 158,5 mm
TypTower
Gewicht746 g
Heatpipes4 x 6 mm
Kompatibilität Intel1700 / 1200 / 1150 / 1151 / 1155
Kompatibilität AMD
Lüfter-120-mm Lüfter P-Serie
-PWM
-ARGB-Beleuchtung
-200 bis 1700 U/min
Preis
Amazon.de: € 34,84*
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Arctic Freezer i35 A-RGB im Detail

In der farbenfrohen Verpackung, die das ARGB-Thema widerspiegelt, befinden sich der Kühler und das Montagematerial inklusive einer robust wirkenden Backplate. Auch Arctic MX-5 Wärmleitpaste in einer kleinen Spritze ist dabei, die für mehrere Montagen ausreicht. Eine Anleitung ist ausschließlich Online einsehbar. Es liegt die Rev. 3 des Kühlers vor.

Bei dem Arctic Freezer i35 A-RGB fällt direkt im ersten Moment natürlich das große Lüftermodul auf, das bereits ab Werk mit dem Kühler verbunden ist. Der Kunststoffaufsatz beherbergt den Lüfter und geht direkt in eine Abdeckung über, die den Kühler im Vergleich zu nackten Lamellen und Heatpipes aufhübschen soll. Daraus ergibt sich auch, dass kein Lüfter im Standardformat genutzt wird und nicht entsprechend ausgetauscht werden kann. Im Falle eines Defektes kann man aber auf eine 6 jährige Herstellergarantie zurückgreifen. Insgesamt finden wir „Standards“ natürlich etwas besser.

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Der Kunststoffanbau bestimmt maßgeblich das Design, womit der Kühler recht einheitlich aber auch wuchtig wirkt. Seine Maße sind mit ca. 159x133x91mm sicher nicht sonderlich kompakt und im Durchschnitt gängiger 120er-Towerkühler. Da es sich um einfachen Kunststoff handelt und davon recht viel zum Einsatz kommt, ist der Qualitätseindruck an dieser Stelle etwas getrübt, obwohl die Verarbeitung des Tower ansonsten nicht zu beanstanden ist.

Unter dem Deckel erblickt man einen schwarz-beschichten Tower aus Aluminiumlamellen mit vier Heatpipes. Die Heatpipes haben direkten Kontakt mit der CPU bzw. dessen Heatspreader, man setzt also auf das Direct-Touch-Prinzip ohne Kupferplatte. Zwischen den Heatpipes sind kleine Abschnitte der Aluminiumbasis, sie liegen also nicht dicht an dicht. Bei den Materialübergängen sind kleinere unregelmäßige Spalte erkennbar.

Der Lüfterrahmen ist einfach an dem Kühlkörper angesteckt und lässt sich abnehmen, was für die Montage auch notwendig ist. Der integrierte Lüfter entstammt im Grunde der Arctic P ARGB-Reihe. Man hat also eine steuerbare ARGB-Beleuchtung mit 12 LEDs und die Flügel des Rotors sind mit einem Ring umschlossen.

Absolut vorbildlich ist der Drehzahlbereich des per PWM steuerbaren Lüfters, der durch seine geringe Mindestdrehzahl auch Silentansprüchen genügen dürfte. In der Spitze landet man bei 1700 (1760 beim vorliegenden Exemplar) und kann damit entsprechende Leistungsreserven abrufen. Das Testsystem kam auf ca. 300 U/min bei 18% PWM, darunter wurde keine Drehzahl mehr angezeigt. In der Spitze ist das Geräusch etwas dröhnend. Im Gegensatz zu dem abweichenden Rahmen sind die Anschlüsse des Lüfter mit A-RGB und PWM im gängigen Standard gehalten. Außerdem ist eine ARGB-Weiche für den Anschluss eines weitere Gerätes im Kabel integriert.

Montage

Für die Montage muss der Lüfter vom Kühler getrennt werden, um an die Verschraubung zu kommen. Außerdem benötigt man einen langen Schraubendreher.

Zunächst wird die Backplate auf den jeweiligen Intel-Sockel vorbereitet. Bei LGA1700 nutzt man die äußeren Löcher und die Schrauben werden mit Gummiringen fixiert. Hat man die Backplate am Mainboard positioniert kommen die Abstandshalter auf die Schrauben.

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Darauf werden die Montagebrücken mit den etwas kleinen Muttern fixiert. Nachdem die Wärmleitpaste aufgetragen wurde, wird der Kühler aufgesetzt und beidseitig verschraubt. Dann montiert man den Lüfterrahmen und schließt die beiden Kabel an.

Die ARGB-Beleuchtung wertet den Eindruck nochmal deutlich auf. Das Licht verteilt sich bei laufendem Lüfter sehr ansprechend auf dem Rotor und wird von dem Ring auch nochmal betont.

Arctic hat außerdem die MX-6 beigepackt, deren Leistung wir zumindest in einer Stichprobe untersuchen möchten.

Temperaturen und Lautstärke

Wir testen den Arctic Freezer i35 A-RGB auf einem neuen LGA1700-System besehen aus:

  • Intel Core i5-13600K
  • MSI Z790 Tomahawk WiFi
  • 2x 16GB Corsair Vengeance DDR5-6000
  • be quiet! Shadow Base 800 DX (Zwei Frontlüfter + Hecklüfter)
  • be quiet! Straight Power 12 1000W

Um die Kühler zu fordern, werden sie bei einer möglichst konstanten CPU-Leistungsaufnahme von 181W getestet. Dazu kommt prime95 zum Einsatz mit fester FFT-Größe und AVX. Nach dem Aufwärmen wird jeweils über 30 Minuten die durchschnittliche CPU-Temperatur (normiert auf 20 Grad) bei maximaler Drehzahl, bei 40 dB(A) und, falls möglich, bei 1000 U/min ermittelt. Die Gehäuselüfter werden bei 1000 U/min betrieben.

Als Vergleich haben wir den Pure Rock 2 FX von be quiet! gewählt. Beide Kühler setzen auf ähnliche Maße und vier Heatpipes. Auch eine ARGB-Beleuchtung über den Lüfter findet man bei beiden Modellen. Die Verarbeitung beim be quiet! Modell ist mit dem Deckel aus Metall etwas hochwertiger, der Arctic punktet hingegen über Preis und Garantiezeit.

maximale Drehzahl40 dB(A)1000 U/Min
Arctic Freezer i35 A-RGB87,2 °C (43,6 dB(A)89,1 °C100+
Arctic Freezer i35 A-RGB (MX-6)86,1 °C (43,6 dB(A)89 °C100+
be quiet! Pure Rock 2 FX90,2 °C (42,1 dB(A)91,2 °C100+

Auf maximaler Drehzahl und bei etwas über 43 dB(A) haben wir sehr solide ~87Grad gemessen, was einen Vorsprung von 3 Grad gegenüber dem Pure Rock 2 FX ist, der aber auch noch etwas leiser arbeitet.

Bei möglichst gleicher Lautstärke rücken die Kühler dann auf 2 Grad zusammen. Die Stichprobe mit der MX-6 Wärmeleitpaste zeigte bei maximaler Drehzahl 1 Grad weniger an. Bei genormter Lautstärke war kein Unterschied feststellbar.

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Bei 1000 U/min schaffen es beide Kühler nicht mehr Temperatur unter 100 Grad zu halten, weshalb hier der Test abgebrochen wird.

Fazit

Der Arctic Freezer i35 A-RGB bietet für das Geld eine Menge. Eine solide bis gute Kühlleistung gerade bei etwas mehr Drehzahl, einen Lüfter mit sehr großem Drehzahlbereich, der auch richtig leise kann, eine ansprechende ARGB-Beleuchtung und eine ausgesprochen üppige Garantiezeit. Wenn man bedenkt, dass der Kühler (zum Stand des Tests) teilweise für knapp unter 30€ oder 35€ gelistet wurde, ist das schon eine attraktives Gesamtpaket.
Der vom Standard abweichende Lüfter mit dem ausladenden Aufbau aus Kunststoff entspricht jetzt nicht unbedingt unserem Geschmack. Berücksichtigen muss man bei dem Preis natürlich auch, dass der i35 ein sockelspezifischer Kühler ist.

Insgesamt hat der Arctic Freezer i35 A-RGB einen guten Eindruck hinterlassen.

Hardware-Helden PreisLeistung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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