be quiet! Dark Perk Ergo im Test

Mit den beiden Tastaturen Dark Mount (Test) und Light Mount (Test) hat be quiet! einen gelungenen Einstieg in die Peripherie-Welt hingelegt und konnte bei diesen mit leisen Schaltern und den besonderen Funktionen der Dark Mount punkten. Nun folgen mit der Dark-Perk-Serie die ersten Gaming-Mäuse von be quiet! und wir durften anhand der Dark Perk Ergo schauen, ob diese genauso überzeugen kann.

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Technische Daten der Dark Perk

Maße (L x B x H)120 x 66 x 40 mm (Ergo)
123 x 66 x 39 mm (Sym)
Gewicht55 g
SensorPixArt PAW3950, 32.000 DPI
Polling-Rate (Hz / ms)8000 / 0,125
SchalterOmron Optical D2FP-FN2
MaterialABS, rubber, PTFE
AnschlussWireless 2.4 GHz, USB
Akkulaufzeitbis zu 110 Stunden (bei 1000 Hz)
Besonderheit– Web-Software
Preis
Amazon.de: € 99,00*
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be quiet! Dark Perk Ergo im Detail und Praxiseindruck


Der Lieferumfang der Dark Perk Ergo besteht aus einem angenehm flexiblen, orangen, 180cm langen USB-C-auf USB-A-Kabel, dessen Stecker leicht nach oben gebogen ist, dem USB-Empfänger und einem USB-C auf USB-A-Adapter, mit dem der Empfänger auch auf dem Tisch platziert werden kann. Außerdem darf man sich über ein paar Ersatzgleitpads freuen und auch eine Anleitung findet man.

Das Design der Dark Perk (Ergo) ist schlicht und macht dem Namen „Dark“ alle Ehre, aber letztlich sieht die Dark Perk eben wie viele, viele andere Mäuse aus und verzichtet auf charakteristische Merkmale. So findet man weder eine Beleuchtung noch farbliche Akzente oder Muster.
Uns liegt die Dark Perk Ergo vor, also die Variante mit bewährter ergonomischer Form für Rechtshänder. Die Maus gibt es noch als symmetrische Variante (Dark Perk Sym), die sich auch für Linkshänder eignen soll – eine echte Linkshändermaus ist sie bedingt durch die ausschließlich linken Seitentasten aber nicht.

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Die Dark Perk Ergo misst 120 x 66 x 40 mm und liegt angenehm in der Hand. Die Höhe von 40 mm sollte auch kleinere Hände nicht überfordern, für sehr große Hände könnte die Maus vielleicht etwas kurz sein. Die Oberfläche ist matt und verzichtet auf jegliche Strukturen. Der Grip ist für die leichte Maus aber ausreichend. Bei sehr schwitzigen Händen könnte man griffigere Seitenflächen oder optionale Griptapes vermissen. Abdrücke der Hand, bei mir bislang vor allem durch die Handfläche auf dem Rücken der Maus, ließen sich bisher einfach wieder abwischen.

Die Seitentasten sind gut erreichbar, kurze Daumen müssen sich je nach Haltung vielleicht etwas strecken, um die vordere zu erreichen, wobei die Taste auch mit meinen kurzen Fingern vernünftig erreichbar ist. Insgesamt liegt die Maus bequem in der Hand, man fühlt sich schnell vertraut und es gab keine Beschwerden bei langer Nutzung.

Die Dark Perk Ergo wiegt lediglich 55 Gramm. Vermutlich zur Gewichtsreduktion verzichtet die Maus auf ein vollkommen geschlossenes Gehäuse auf der Unterseite. Die Verarbeitungsqualität gab uns in der Testzeit keinen Anlass zu Kritik. Das Gehäuse ist stabil, wir fanden im Alltag keine nachgiebigen Druckpunkte. Auch knarzte in der einwöchigen Nutzungszeit selbst unter Druck nichts – Langzeiterfahrung gibt es natürlich noch nicht.

Unter den beiden Haupttasten befinden sich optische Schalter von Omron vom Typ D2FP-FN2. be quiet! setzt hier also nicht auf spezielle Silent-Schalter wie bei den Tastaturen, sondern eben auf bewährte optische Schalter, die mit den typischen Eigenschaften wie hoher Geschwindigkeit und höherer Haltbarkeit überzeugen sollen. Die verbauten Omron-Switches haben ein etwas höheres Klickgeräusch, das hier teilweise einen metallischen Unterton hat. Wie man das wahrnimmt und was man mag ist natürlich auch subjektiv. Die Tasten sitzen bei unserem Sample der Dark Perk stramm, zeigen kaum Pretravel und haben kein störendes Spiel nach oben, was ein direktes Klickgefühl unterstützt.

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Im Vergleich dazu sind die Seitentasten beim Klickgeräusch hohler. Auch sie bieten ein angenehm direktes Klickgefühl und haben beim vorliegenden Sample kein spürbares Spiel. So sind weder Haupttasten, Seitentasten noch das Scrollrad wackelig und sitzen schön fest.
Das Scrollrad hat einen gut gewählten Widerstand mit einer recht markanten Rasterung und gibt somit Kontrolle. Das Scrollgeräusch ist in beiden Richtungen weitestgehend gleich, ohne störende Nebenerscheinungen in der bisherigen Testphase. Das Klickgeräusch des Rads ist präsent, das Klickgefühl fest und kontrolliert.

Zwei große Gleitpads und das kleine Pad um den Sensor sorgen für einwandfreie Gleiteigenschaften ohne unangenehme Reibung auf dem verwendeten Stoffpad, unabhängig der Bewegungsrichtung. Über dem Sensor findet man einen Powerschalter und eine DPI-Taste zum Wechseln der DPI-Stufen. Diese Taste hätten wir uns auf der Maus gewünscht, was bislang eigentlich der größte Kritikpunkt ist. Die DPI-Stufe wird lediglich beim Wechsel kurz mittels DPI-Indikator-LED oben auf der Maus angezeigt, die nach kurzer Zeit wieder erlischt. Die Farben sind nicht konfigurierbar. Bei dem Sensor handelt es sich um einen leistungsstarken PAW3950, der mit maximal 32000 DPI betrieben werden kann. Zum Zeitpunkt des Tests waren in der Software allerdings maximal 30k DPI einstellbar, was noch behoben werden soll.
Die DPI-Stufen lassen sich in 50er-Schritten festlegen. Der moderne Sensor hat jederzeit die Bewegungen zuverlässig umgesetzt, ohne für uns spürbare Auffälligkeiten. Die Maus agiert zügig, kontrolliert und präzise.

Ambitionierte Gamer können die Polling-Rate auf bis zu 8.000 Hz einstellen und das auch im kabellosen Betrieb. Dabei muss man allerdings die deutlich reduzierte Akkulaufzeit bedenken. Mit 1000 Hz liegt sie laut Hersteller bei 110 Stunden. Mit 8.000 Hz ist natürlich deutlich schneller Schluss. Der Stand des Akkus ist allerdings nur grob und nicht prozentual in der Software einsehbar, weshalb wir die genaue Laufzeit mit 8000 Hz noch nicht abschätzen konnten. Unter Vorbehalt würden wir diese ganz grob maximal im 25-Stunden-Bereich einschätzen.
Man sollte also überlegen die Polling-Rate nur bei Bedarf auf einen hohen Wert zu stellen und sie anschließend wieder zu reduzieren. Dann muss man das Ladekabel deutlich seltener anschließen.

Software: Konfiguration mit IO Center und Webanwendung

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be quiet! nutzt als Software die mit der Dark Mount und Light Mount eingeführte IO Center Software. Es ist also für Besitzer einer solchen Tastatur nicht erforderlich ein weiteres Programm zu installieren.

Die Software zeigt sich auch bei der Dark Perk als gelungen und vollständig, aber nicht überladen. Im Wesentlichen gibt es drei Menüpunkte: Tastenbelegung, DPI und generellere Einstellungen der Maus.

Im ersten Punkt können die Tasten konfiguriert werden, mit Ausnahme der linken Maustaste. Es stehen eine Fülle an Tastenbelegungen zur Auswahl inklusive der Option Makros auf eine Taste zu legen. Auch das Klickverhalten lässt sich einstellen, z.B ein Dauerfeuer mit x Klicks pro Sekunde.
Die DPI-Taste an der Unterseite kann jedoch nicht verändert werden, hier wäre auch ein kompletter Profilwechsel eine schöne Option gewesen. Man kann allerdings Profilwechsel mit dem Start einer bestimmten Anwendung verknüpfen.

Fünf DPI-Stufen (50er Schritte) lassen sich konfigurieren, oder wahlweise auch deaktivieren. Die aktuelle wird beim Wechsel mit der kleinen LED auf der Maus angezeigt.

Die letzte Seite bietet eine Fülle an Optionen. Hier können Dinge wie die Polling-Rate, Motion-Sync oder auch die Lift-off-Distanz eingestellt werden. Letztere allerdings in drei ungreifbaren Stufen von Niedrig bis Hoch. Weiterhin lassen sich die Klickgeschwindigkeit und Reaktionszeit festlegen, was bei schnell wiederholten Klicks nützlich sein kann. Die Spanne reicht von 0 bis 12 ms.

Auch die Standbyzeiten sowohl für den Soft- (Bewegen zum Aufwecken reicht) als auch für einen Deepsleep (Klicken zum Wecken) können getrennt eingestellt werden. Die Maus wacht mit kurzer Verzögerung wieder auf und ist dann einsatzbereit. Außerdem gibt es einen Energiesparmodus mit reduzierter Performance. Weniger detailliert ist die Akkuanzeige: Es gibt lediglich ein kleines Symbol mit 5 Strichen.

Web Center

Ergänzend zu der guten lokalen Software kann die Dark Perk auch im be quiet! Web Center direkt im (kompatiblen) Browser und ohne installierte Software konfiguriert werden. Perfekt, wenn man an einem anderen System ist oder keine Software installieren kann/will. Hier stehen bei den Tasten aber nicht alle Funktionen zur Verfügung wie z.B. Makros.

Fazit

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be quiet!‘s Einstand in den Markt der Gamingmäuse ist gelungen, da be quiet! im Prinzip auf Bewährtes setzt und somit eine technisch ambitionierte, aber eben auch nicht außergewöhnliche Maus bietet. Der leistungsstarke PAW3950-Sensor, 8.000 Hz Polling-Rate, optische Switches und eine kabellose wie kabelgebundene Nutzung sind insgesamt schon mal ein ansprechendes Gesamtpaket für Gamer. Dazu kommen eine gute Verarbeitung, eine angenehme Ergonomie (bei kleineren bis mittleren Händen) und gute Gleiteigenschaften. Besonders positiv ist auch die Software zu erwähnen, die funktionsreich aber nicht überladen ist und durch eine Web-Anwendung fast vollkommen optional ist. Unser größter Kritikpunkt ist das Fehlen einer zusätzlichen Maustaste auf dem Mausrücken bzw. die Positionierung der DPI-Taste unten, die sich zudem nicht für einen Profilwechsel konfigurieren lässt, sowie die etwas grobe Anzeige des Akkustands in der Software.

Zugegeben, wir haben uns nach den Tastaturen auch bei der Maus irgendwie das „gewisse Etwas“ gewünscht, aber hier geht der Hersteller keine Experimente ein, sondern liefert einfach eine sehr gute Maus mit starken Daten. Die UVP ist mit 110 € kein Klacks (Straßenpreise lagen zum Zeitpunkt des Tests knapp unter 100 €), aber mit Blick auf Mitbewerber mit ähnlicher Ausstattung bei Sensor, Polling-Rate und Schaltern, landet man auch dort schnell im dreistelligen Bereich. Klar ist aber auch, dass man für deutlich weniger Geld auch gute Mäuse bekommt.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

be quiet! Dark Perk Ergo
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