be quiet! Dark Power 14 1000W Vorstellung & Praxischeck

Mit dem Dark Power 14 hat be quiet! sein Netzteil-Flaggschiff mit einem semi-passiven-Modus ausgestattet, der einen absolut leisen Betrieb verspricht. Wir konnten uns das Dark Power 14 mit 1000 Watt ansehen und wollen folgend unsere Eindrücke teilen.

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Anmerkung vorab:
Wir möchten an dieser Stelle direkt erwähnen, dass dies mangels Equipment zur Messung der elektrischen Eigenschaften kein vollwertiger Test ist, sondern eine Vorstellung des Produkts samt kurzem Praxiseindruck. Wir verweisen an dieser Stelle gerne auf die Ergebnisse von Cybenetics sowie die vielen anderen im Netz verfügbaren Tests.

Technische Daten des Dark Power 14 1000W

Maße175 x 150 x 86 mm
Ausgangsleistung 12V996 W
Ausgangsleistung 3.3V und 5V120 W
Max. Gesamtleistung 12V-2×6600 W
12V33 A (12V1)
33 A (12V2)
40 A (12V3)
40 A (12V4)
5V24 A
3.3V25 A
ATX 24-pin1
CPU1x 4+4 Pin
1x 8 Pin
12V-2×61x (600 W)
PCIe 6+2 Pin4x (2 Kabel)
SATA13x (4 Kabel)
PATA2x (1 Kabel)
Effizienz80 Plus Titanium
Cybenetics Titanium
Lautstärkemax. 18.2 dB(A)
Besonderheiten-vollmodular
-optionaler semi-passiver Modus
-optionaler Single-Rail-Modus
Garantie10 Jahre
Preis
Amazon.de: € 249,15*
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Dark Power 14 1000 Watt im Detail

Verpackung und Lieferumfang

Die Präsentation ist gelungen. Der schwarze Karton ist schlicht und wirbt mit der 80Plus Titanium Zertifizierung und der Titanium Zertifizierung von Cybenetics. Darüber hinaus trägt es das Cybenetics A++-Siegel bei der Lautstärke-Bewertung.

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Das Netzteil ist in Schaumstoff gebettet, die Kabel liegen in einer Schachtel daneben.

Zum weiteren Lieferumfang gehören Kabelbinder aus Klett, Einwegkabelbinder und Schrauben sowie eine ausführliche Anleitung.

Die Kabelausstattung fällt bei der 1000 W-Version wie folgt aus

  • 1x ATX-Kabel (60 cm)
  • 1x P4+4 (CPU): (70 cm)
  • 1x P8 (CPU): (70 cm)
  • 1x 12V-2×6 (GPU, 600W, (60 cm)):
  • 4x PCIe 6+2 (GPU) (zwei Kabel (60 cm))
  • SATA: 13x Anschlüsse verteilt auf vier Kabel (60-105 cm)
  • PATA: 2x (ein Kabel)

Bilder sagen hier aber mehr als tausend Worte:

Bildquelle: be quiet!
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Die 850 Watt-Version und das vorliegende 1000W-Modell sind dahingehend gleich ausgestattet. Bei dem 1200 Watt Modell liegt noch ein zweites 12V-2×6 Kabel bei.

Design und Ausstattung

Das Netzteil ist sehr ansprechend, stellenweise gar elegant gestaltet. Der silberne, reflektierende Dark Power-Schriftzug auf dem schwarzen Stahlgehäuse macht was her. Das gilt optisch auch für das große rechteckige Lüftergitter, durch das man den 135mm Silent Wings 4 Lüfter und den großen Kühlkörper erspähen kann.

Mit einer Länge von 175 mm ist das Netzteil eines der längeren, da muss man bei kompakten Gehäusen also etwas aufpassen.

Auf der anderen Seite sind die Daten aufgedruckt, auch hier hat man es sich nicht nehmen lassen den Dark-Power-Schriftzug glänzend in Szene zu setzen. Es gibt vier 12V-Schienen. Zwei mit 33A und zwei mit 40A, deren Zuordnung findet man direkt bei den Anschlüssen.

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Das Design ist so gestaltet, dass man im gängigen Betrieb mit dem Lüfter nach unten die ansehnlichere Seite zur Linken sieht, sofern das genutzte Gehäuse keinen geschlossenen Netzteilschacht hat. Zudem wurde darauf geachtet, dass die Schrift in dieser Ausrichtung richtig herum ist.

Bei den Anschlüssen des voll-modularen Netzteils hat be quiet! neben der Typenbeschriftung auch die vom jeweiligen Anschluss genutzte 12V-Schiene mit aufgedruckt. So weiß man direkt, welche der vier 12V-Schienen verwendet werden und kann diese zumindest bei Nutzung der PCIe-Anschlüsse wählen/verteilen, wenn man den Multi-Rail-Modus (Standard) aktiv lässt.

Die Menge der Kabel und Stecker dürfte weit mehr als ausreichend sein, außer man benötigt mehr als ein 12V-2×6-Kabel, dann muss man zur 1200W-Variante greifen. Bis zu 13 SATA-Geräte lassen sich mit Strom versorgen. Auch die Kabellänge ist ausreichend bemessen. Das CPU-Kabel kommt auf 70 cm, der letzte SATA-Stecker am Vierfachkabel sogar auf über einen Meter. Desto mehr Kabel angeschlossen werden, desto schwieriger sind natürlich einzelne Stecker erreichbar, da sie recht eng positioniert sind. Da man aber in der Regel entweder die PCIe- oder die PCIe 5.1-Buchse nutzen sollte, bleiben die Abstände recht angenehm in der Handhabung.

Spätestens aber bei den Anschlüssen der Laufwerke kann/wird es notwendig sein, das Netzteil aus dem Gehäuse zu holen, wenn neue Geräte angeschlossen werden sollen, da diese von der rechten Seite aus gesehen von den anderen Kabeln verdeckt werden.

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Die Kabel und Stecker sind dezent Schwarz in Schwarz und mit einem eher einfachen Sleeve eingehüllt. Am Ende wird das Netz samt der dortigen Kabelbinder mit einem Schrumpfschlauch verdeckt. Optisch ist beides kein elegantes Highlight, das geht durchaus hübscher und wir hätten uns hier für das Geld noch etwas mehr fürs Auge gewünscht. Die Kabel sind nach unserem Empfinden relativ steif, aber damit lässt sich noch umgehen.

Lüfter und Lautstärke

Auf der Rückseite findet man neben dem obligatorischen Netzschalter und Anschluss zwei Buttons. Mit dem einen aktiviert oder deaktiviert man den semi-passiven Betrieb. In diesem wird der Lüfter bei geringer Last ausgeschaltet und läuft erst an, wenn er benötigt wird. Wer auch im Leerlauf und bei geringen Lasten einen permanenten Luftstrom für eine kontinuierliche Kühlung vorzieht, kann den Modus deaktivieren, dann läuft der Lüfter mit seiner minimalen Geschwindigkeit bis mehr Leistung erforderlich ist. Die maximale Drehzahl des Lüfters liegt theoretisch bei 2100 U/min, schaut man sich Messungen aus unterschiedlichen Tests an, wird davon jedoch maximal die Hälfte abgerufen.

Der Lüfter ist bei seiner Minimaldrehzahl bis in den mittleren Lastbereich (mehr können wir mangels hungrigerer Hardware nicht abrufen) sehr sehr leise und man muss schon mit dem Ohr an das Netzteil gehen, um zu hören ob er läuft. Im Alltag macht es akustisch keinen Unterschied welchen Modus man nutzt, da der Lüfter selbst bei stiller Umgebung eigentlich nicht zu hören ist.

Nutzt man dennoch den semi-passiven Modus ist auch das Anlaufen des Lüfters sehr dezent. Hier hört man, ebenfalls vorrangig aus nächster Nähe, ein kurzes Surren und einen minimal stärkeren Luftstrom, ehe der Lüfter wieder in seinen absolut leisen Betrieb geht bzw. je nach Auslastung die Drehzahl steigert. be quiet! hat zudem einen Nachlauf implementiert, der häufiges Starten und Stoppen reduzieren soll.
Elektrische Geräusche waren bei unserem Gerät lediglich unter Last hörbar, aber auch das nur in der Nähe und bei leiser Umgebung. Dann hörte man ein leises Brummen/Surren, das mit etwas Abstand nicht mehr zuhören war bzw. von anderen Komponenten ohnehin übertönt wird. Im Idle waren keine Geräusche auszumachen.

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Der OCK-Schalter, der bei den älteren Modellen noch auf eine Slotblende ausgelagert war, ermöglicht es vom MultiRail-Modus mit getrennten 12V-Schienen mit 2x 33A und 2x 40A in den Single-Rail-Modus zu wechseln. Zwischen den Modi darf nur im ausgeschalteten Zustand gewechselt werden!

Fazit

Das be quiet! Dark Power 14-Netzteil überzeugt mit inneren Werten, teilweise auch bei den Äußeren und besonders bei der Lautstärke. Das Netzteil mit Titanium-Zertifizierung mit bis zu über 95 % Effizienz bietet einen flüsterleisen Lüfter, der im geringen wie mittleren Lastbereich so gut wie nicht zu hören ist. Sollte das noch zu viel sein, kann er per Knopfdruck ganz abgestellt werden, so lange er nicht erforderlich ist. So bietet das Netzteil die Wahl zwischen maximaler Laufruhe oder permanentem Luftstrom. Mit dem OCK-Schalter für den optionalen Single-Rail-Betrieb steht eine weitere Wahlmöglichkeit zur Verfügung.
Das Design des Gehäuses weiß zu gefallen, die Kabel hätten unserer Meinung nach aber ansprechender sein können.
Mit über 200 € ist das Dark Power 14 1000W sicherlich kein Schnäppchen, aber im Segment der (meist mit mehr Ausgangsleistung erhältlichen) Titanium-Netzteile sogar eines der günstigeren. Dafür bekommt man ein hochwertiges und sehr leises Netzteil mit 10 Jahren Garantie!

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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