
Schon vor einiger Zeit hat Glorious mit der Model O Eternal eine Neuauflage der Model O mit geringerem Gewicht zu einem sehr niedrigen Preis (~35 € UVP) herausgebracht. Wir konnten die Model O Eternal ausprobieren und schauen, ob es sich um eine Preis-Leistungsempfehlung handelt oder ob doch zu viel gespart wurde.
Technische Daten
| Maße (L x B x H) | 128 x 67 x 38 mm |
| Gewicht | 55 g |
| Sensor | 12K Optical, 300 IPS, 35 g |
| Polling-Rate | 1000 Hz |
| Schalter | Glorious Switches, 80 Mio. Klicks |
| Gleitfüsse | UPE |
| Anschluss | USB (2 M, fest) |
| Besonderheit | – RGB-Beleuchtung – Onboard-Speicher für 3 Profile |
| Preis | Amazon.de: € 34,90* |
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Glorious Model O Eternal im Detail und Praxiseindruck
Die Verpackung nennt einige der technischen Daten und Features. Löblich ist der Verzicht auf Plastikfolien. Beim Lieferumfang wurde gespart, denn außer der Maus gibt es nur die knappe Anleitung und Aufkleber.

Die Glorious Model O Eternal besitzt wie das ursprüngliche Modell ein Wabengehäuse, weicht beim Design in Details aber von der ursprünglichen Model O ab. Das Glorious Logo an der Seite gibt es nicht mehr, der LED Streifen ist kleiner und das Mausrad ist nicht mehr beleuchtet. Dafür ziert ein kleines Logo die Oberseite der Maus.

Die Model O Eternal bringt fünf Tasten zuzüglich Mausrad mit. Sie kommt auf Maße von 128*67*38 mm und wiegt dabei nur 55 g. Das ist weniger als die original Model O, inzwischen gibt es natürlich viele Gaming-Mäuse, die ein ähnliches oder geringeres Gewicht haben.
Der Gehäuseboden ist großflächig gelocht, um den Sensor herum befindet sich ein Aufkleber, aber kein Gleitpad.

Die symmetrisch geformte Rechtshändermaus (Seitentasten nur links) liegt hervorragend in der Hand. Nach unserer Einschätzung ist sie mit 38 mm in der Höhe nicht zu markant und überfordert kleinere Hände damit nicht, gleichzeitig bietet sie mit 128 mm Länge aber auch mittleren bis größeren Händen, natürlich auch je nach Grifftyp, genug Platz. Die Seitentasten waren in unserem Fall auch mit kürzerem Daumen gut erreichbar, lediglich deren Trennung könnte etwas klarer sein. Die Oberfläche bietet auch bei schwitzigen Händen ausreichend Grip.
Die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei, wobei man natürlich erwähnen darf, dass sich der Rücken der Maus durch das Wabenmuster punktuell doch eindrücken lässt. Davon abgesehen zeigte sich das Gehäuse in der normalen Benutzung als stabil und es gab kein Knarzen.

Die Switches von Glorious mit einer Haltbarkeit von 80 Millionen Klicks in den Haupttasten klicken sich angenehm knackig. Das bei genauer Beobachtung feststellbare leichte Pretravel schränkte dies nach unserem Empfinden nicht ein. Der Klick ist vom Klang eher hoch und unauffällig. Die seitlichen Tasten haben in alle Richtungen etwas mehr Spiel, lösen aber ebenfalls kontrolliert aus und haben einen hohleren Klick. Das Mausrad hingegen könnte für uns etwas strammer und stärker gerastert sein, da es sich etwas weich und damit leicht schwammig anfühlt. In hastigen Situationen fehlt uns hier ein wenig die Kontrolle. Es bewegt sich dafür aber recht leise und der knackige Druckpunkt überzeugt.

Ihre Gleiteigenschaften erhält die Glorious Model O Eternal über kleine Gleitfüße in den Ecken, die aus UPE und nicht wie mitterweile gewohnt aus PTFE bestehen. Ob es am Material liegt können wir nicht sagen, doch die Model O Eternal gleitet im Detail nicht ganz so geschmeidig über unser Pad wie man es sich wünscht. Es ist kein riesiger Unterschied zu den Mäusen mit PTFE, die wir haben, aber die Model O Eternal zeigt hier etwas mehr Reibung.
Auf der Produktseite steht, dass die Maus mit den G-Skates aus PTFE kompatibel ist und damit etwas besser gleiten soll, was unseren Eindruck bestätigt.


Weiterhin nicht optimal für die Gleiteigenschaften ist das PVC-Kabel. Dieses ist bis zu einem gewissen Grad zwar durchaus flexibel, bei stärkerer Biegung bietet es aber mehr Widerstand als die sehr flexiblen Textil ummantelten Kabel, die man von einigen Gaming-Mäusen kennt. Die gummiartige Oberfläche sorgt außerdem für zusätzliche Reibung auf dem Tisch. Dazu wirkt es auch weniger ansprechend als ein Kabel mit Textilsleeve, um nicht „billig“ zu sagen. Hier hätte man vielleicht eher die bei Benutzung kaum sichtbare Beleuchtung einsparen und dafür ein besseres Kabel bieten können.

Der Sensor bietet 12.000 DPI, 300 IPS und eine max. Beschleunigung von 35 g, demnach dürfte es sich um einen PAW3311 handeln. Hier hat Glorious – auf die technischen Daten im Vergleich zu teureren Mäusen bezogen – also auf die Sparbremse getreten und bietet hier einen Sensor aus dem Einsteigersegment. Ein Problem ist das aber nicht. Die Maus arbeitet tadellos und setzt die Bewegungen ohne Auffälligkeiten um. Wir können an dieser Stelle nicht behaupten, etwas von dem „Nicht-High-End“-Sensor zu merken. Etwas bemerkbar macht sich hingegen, dass die Polling-Rate auf 1000 Hz begrenzt ist. Auch die Lift-off Distance von 2 mm lässt sich leider nicht niedriger einstellen.
Glorious Core Software

Die Glorious Model O Eternal kann mit der Glorious Core Software angepasst und die Settings in drei Profilen gespeichert werden. Die Software unterteilt sich in fünf Unterseiten.

Es gibt eine Seite auf der die Polling Rate eingestellt wird. Auf einer weiteren können die DPI-Stufen konfiguriert werden, die sich in der Standardeinstellung mit der mittleren Taste durchschalten lassen. Die RGB-Beleuchtung zeigt dann kurz die Farbe der Stufe an.

Die Beleuchtung hat ebenfalls eine eigene Seite bekommen, wo es unterschiedliche Effekte gibt, deren Geschwindigkeit eingestellt werden kann, sowie die Helligkeit.
Die letzte Seite befasst sich mit der Tastenbelegung. Es können beispielsweise Multimediafunktionen oder auch Makros zugeteilt werden, was eine umfangreiche Anpassung ermöglicht.
Fazit
Die Model O Eternal von Glorious hat für den Preis ihren Reiz, leistet gute Arbeit, hat uns aber auch etwas zwiegespalten zurückgelassen. Eigentlich ist es eine sehr solide Maus, mit der man ohne Zweifel gut zocken und arbeiten kann. Gut gefallen haben uns dabei die sehr gute Ergonomie, sowie das Bediengefühl mit Ausnahme des etwas wenig markanten Mausrads. Auch die Verarbeitung und die Konfigurationsmöglichkeit über die Software erwiesen sich als gelungen.
Kompromisse aufgrund des Preises sind mal offensichtlich, mal eher auf dem Papier zu finden. Offensichtlich ist das unelegante Kabel, das zu den nicht absolut geschmeidigen Gleiteigenschaften beiträgt. Da hätten wir eher bei der RGB-Beleuchtung gespart, die aber ohne Zweifel recht hübsch aussieht. Auf dem Papier ist auch der Sensor nicht State-of-the-Art, das dürfte für viele aber gar nicht so eine große Rolle spielen.
Die UVP liegt gerade mal bei ~35 €, das ist OK. Allerdings ist die Model O Eternal auch immer mal wieder (auch zum Zeitpunkt des Tests) für um die 25 € erhältlich (Quelle: geizhals), was dann schon ein attraktives Angebot ist.
Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.









