Corsair 6500D Airflow mit unterschiedlichen Lüfter-Setups im Test

Das Corsair 6500D Airflow ist ein Zweikammer-Gehäuse, das mit seiner Meshfront zusätzlichen Platz für Lüfter bietet. Wir haben das Gehäuse mit unterschiedlichen Lüfterkonstellationen getestet.

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CORSAIR 6500D Airflow Mid-Tower ATX PC-Gehäuse - Ohne Lüfter - Zweikammer-Design - Große Kühlungsflexibilität - Kompatibel mit Reverse Connection Motherboards - Schwarz
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Technische Daten

Maße (LxBxH)481 x 328 x 496 mm
MaterialStahl, Glas, Kunststoff
Gewicht16,9 kg
Mainboard-FormatE-ATX, ATX, M-ATX, Mini-ITX
Anschlüsse Front1x USB 3.2 Gen. 2 Type C
4 x USB 3.0 Typ A
1x Audio
CPU-Kühler-Höhemax. 190 mm
Grafikkarten-Längemax. 400 mm
max. Laufwerke2x 2.5″/3.5″
2x 2.5″
Vorinstallierte Lüfter (mm) / (U/min)
Maximale Lüfterinstallation (mm)Front: 2x 140 / 3x 120 mm
Deckel: 3x 140 / 3x 120 mm
Seite: 3x 120 mm
Rückseite: 1x 140 / 120 mm
Optionale Radiatoren (mm)Front: 120 / 140 / 240 / 280 / 360
Deckel: 120 / 140 / 240 / 280 / 360
Rückseite: 120 / 140
Boden: 120 / 140 / 240 / 280 / 360
RGB-Beleuchtungnein
Lüftersteuerungnein
Preis
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Corsair 6500D im Detail

Schauen wir zunächst auf das übersichtliche Zubehör. Wir sehen Schrauben und einen Adapter für die Gehäuseanschlüsse. Bei den Lüfterschrauben gibt es Lob für die Corsair Quickturn-Schrauben, die schon den Corsair RX120 beilagen. Mit diesen Schrauben ist nur eine Umdrehungen nötig, um Lüfter zu befestigen. Ansonsten ist der Lieferumfang eher mau.

Das 6500D Airflow ist groß und schwer, richtig schwer. Über 16 kg bringt das gute Stück auf die Waage und mit gut 33cm Breite muss man dafür erstmal einen Platz finden. Das Design ist nicht übermäßig spannend. Wir haben ein Zweikammer-Gehäuse mit dem typischen Aufbau vor uns. Mit der Meshfront setzt Corsair auf eine dreigeteilte Vorderseite aus Stahl-Mesh-Stahl. Die schwarzen Stahlelemente (3mm stark und recht schwer) an Front und Deckel können – natürlich gegen Aufpreis – durch Aluminium- oder Holzabdeckungen ersetzt werden. Diese „Elite Abdeckungskits“ schlagen allerdings mit ca. 100 bis 120€ zu Buche und schon das Gehäuse an sich ist mit fast 200€ wirklich teuer, zumal nicht mal Lüfter enthalten sind.

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Bei einem großen Teil der Front handelt es sich beim 6500D Airflow um ein Meshgitter mit integriertem Staubfilter. Das Element lässt sich einfach abziehen, was auch für den Deckel gilt. Dort ist allerdings kein Staubfilter integriert. Beide Bauteile könnten etwas formstabiler sein. Ihr Rahmen ist lediglich eine dünnes Kunststoffkonstrukt, das sich schnell biegt.

Unter/hinter den Abdeckungen sind natürlich Plätze für Lüfter in beiden Größen. Vorne für drei 120-mm-Lüfter oder zweimal 140 mm. Im Deckel passen jeweils max. drei Lüfter. 420-mm-Radiatoren kann das Gehäuse jedoch nicht aufnehmen. Das I/O-Panel ist mit vier USB-A und einem USB-C-Anschluss gut aufgestellt, man bedarf entsprechend zwei USB 3.0 Header. Power, Reset und ein Audio-Anschluss sind ebenfalls vorhanden. Der Powerbutton wird weiß beleuchtet.

Eine Besonderheit findet sich bei den Seitenteilen. Das Linke ist eine als praktische Tür umgesetzte Glasscheibe mit ca. 4mm Stärke, was für die Zugänglichkeit sehr gut ist. Rechts hingegen sehen wir ein komplettes Mesh-Seitenteil.

Dass nicht nur die seitlichen Lüfterplätze (3x120mm bzw. 360mm) und das Netzteil, sondern die gesamte Seite als Gitter umgesetzt ist ist ungewöhnlich. Da das mit einem Staubfilter ergänzte Mesh keinerlei Verstrebungen besitzt, ist die Seite sehr labil und verbiegt sich bei Berührung.

Auch der Boden ist mit einem Staubfilter versehen, der sich einfach nach vorne ziehen lässt. Das Gehäuse steht auf dicken Stahlfüßen.

Im Innenraum des Corsair 6500D sehen wir viel Platz und viele Kabeldurchführungen. Hier gibt es zusätzliche Öffnungen für BTF- bzw. Projekt Zero Mainboards sowie gummierte Durchführungen für Standardsysteme. Die Seitlichen sind um 90 Grad abgewinkelt, dahinter sieht man die Montageplätze für Lüfter/Radiatoren. Der Abstand zu den Durchführungen beträgt ca. 55mm. Der Abstand von Mainboard zu Deckel beträgt über 6cm und auch unten hat man gut 55mm Raum bis zu der ersten Slotblende, womit das 6500D auch gut für Custom-Wasserkühlungen gerüstet ist.

Die unteren Slotblenden können komplett herausgenommen werden und gegen das vertikale GPU Kit getauscht werden, das weitere 100€ verlangt. Eine GPU-Stütze hat Corsair nicht integriert. Die Lüfterrahmen lassen sich zur leichteren Wartung ebenfalls nicht ausbauen. Lediglich die seitliche Halterung lässt sich entnehmen. Möchte man also Lüfter am Boden montieren, muss das Gehäuse hingelegt werden. Modularität und maximaler Funktionsumfang werden hier nicht geboten, dafür viel Platz und Stabilität.

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In der hinteren Kammer hat man gemäß den Gehäusemaßen sehr viel Platz und auch ein Laufwerkskäfig ist vorhanden. Auf diesem können zu dem zwei 2.5“ Laufwerke verschraubt werden. Zwei Schlitten aus Plastik für bis zu 3.5“ Laufwerke sind vorhanden, die sich von der Rückseite her entnehmen lassen.

Das Netzteil wir darunter montiert und es liegt auf einem Blech auf. Fürs Kabelmanagement gibt es Haken und Durchführung, wo auch die Corsair iCUE Link Kabel hindurch passen. Leider gibt es im Lieferumfang nur Einwegkabelbinder. Auch hier kostet das RapidRoute-Zubehör extra, schade.

Es zeigten sich keine Probleme beim Einbau der Hardware, was bei dem Platzangebot auch nicht anders zu erwarten war. Die Schrauben der Slotblenden saßen bei der ersten Verwendung sehr fest, aber alles machbar.

Da das Gehäuse ohne Lüfter kommt, verbauen wir Lüfter vom Typ Corsair iCUE Link RX120 und QX120, welche Corsair uns ebenfalls hat zukommen lassen.

Daher nutzen wir die Gelegenheit und testen im Folgenden unterschiedliche Lüfter-Setups im 6500D.

Temperaturen und Kühlleistung im Corsair 6500D mit unterschiedlichen Lüftersetups

Testsystem und Ablauf

  • AMD Ryzen 5800X @ 100W
  • be quiet! Dark Rock Slim
  • MSI B550 Gaming-Plus
  • Zotac GeForce RTX 3080 12 GB Trinity OC
  • 16 GB DDR4-RAM Corsair Vengeance RGB
  • be quiet! Straight Power 12 750W

Als Software dienen prime95 (12k ohne AVX) und MSI Kombustor. Jeder Testlauf ging 10-Minuten nach einer Aufwärmzeit von 30 Minuten. Die Werte sind der jeweilige Durchschnittswert, normiert auf 20 Grad. Die Gehäuselüfter werden auf 36 dB(A) reguliert (30 cm Abstand schräg von vorn). Grafikkartenlüfter und CPU-Lüfter werden ebenfalls fixiert.

An dieser Stelle wie immer der Hinweis, dass solche Messungen immer Toleranzen und Ungenauigkeiten unterliegen und nicht 1:1 auf anderen Systeme übertragbar sind!

Boden und Deckellüfter – Luftstrom von unten nach oben

Im ersten Setup testen wir den vertikalen Luftstrom von unten nach oben, gerne auch als Kamin bezeichnet. Dazu kommen drei Lüfter in den Boden, drei in den Deckel. Die Drehzahl für 36 dB(A) beträgt ca. 960 U/Min.

Corsair 6500D Airflow
(3x Boden+ 3x Deckel)
CPU-Temperatur79 °C
GPU-Temperatur66,6 °C
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Die erste Erwartung wird in Form einer sehr guten GPU-Temperatur bestätigt. Mit ~67 Grad ist die Grafikkarte sehr kühl. Die CPU hingegen hat eine leicht überdurchschnittliche Temperatur. Auch das war erwartbar, da die warme Abluft der Grafikkarte nach oben gefördert wird.

Boden und Frontlüfter – Überdruck

Im zweiten Setup versorgen wir die GPU weiter mit Bodenlüftern, setzen die drei RX120 vom Deckel jedoch in die Front für maximale Frischluft. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das Fractal Torrent. Die Lüfter rotieren mit 920 U/min minimal langsamer um wieder 36 dB(A) zu erreichen.

Corsair 6500D Airflow
(3x Boden+ 3x Front)
CPU-Temperatur78,7 °C
GPU-Temperatur67,3 °C

Tatsächlich haben sich die Temperaturen jedoch so gut wie nicht verändert und bleiben auf einem ordentlichen Level.

Front und Hecklüfter – klassischer Airflow

Im dritten Lüftersetup folgen wir dem klassischen Aufbau von der Front (3x120mm) zu einem Hecklüfter (120mm). Wir verwenden also lediglich vier Lüfter. Die Drehzahl beträgt hier dafür knapp 1030 U/min, auch da die Bodenlüfter ein etwas höhere Laufgeräusch erzeugen und nun wegfallen.

Corsair 6500D Airflow
(3x Front + 1 Heck)
CPU-Temperatur77,9 °C
GPU-Temperatur70,5 °C

Hier sehen wir die bisher niedrigste CPU-Temperatur, aber die Grafikkarte wird nun um fast drei Grad wärmer.

Airflow mit 10 Lüftern

Nun erhöhen wir die Anzahl der Lüfter auf zehn. So montieren wir jeweils drei Lüfter in Boden, Front und Deckel sowie einen Hecklüfter. Da wir nicht genügend RX120 Lüfter haben, kommen in den Deckel die QX120 RGB.

Corsair 6500D Airflow
(10 Lüfter)
CPU-Temperatur77,9 °C
GPU-Temperatur65,7 °C

Die Grafikkarte wird vorbildlich gekühlt. Die CPU bleibt weiterhin im Bereich um 78 Grad.

Zusammenfassung und Vergleich

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich eine sehr gute Temperatur bei der Grafikkarte erreichen lässt. Der Prozessor wird tendenziell etwas wärmer. Das Fractal North XL Mesh erreichte bei uns ähnliche Temperaturen, die CPU war hier aber etwas kühler und es waren nur drei Lüfter verbaut. Airflowspezialisten wie das Fractal Torrent halten beiden Komponenten gleichermaßen auf Temperatur. Hier lagen die Werte eher im Bereich von 74 und 65 Grad. Da wir das Testverfahren minimal angepasst haben, müssen wir dieses nochmal nachtesten.

CPUGPU
Corsair 6500D
(3x Boden+ 3x Deckel)
79 °C66,6 °C
Corsair 6500D
(3x Boden+ 3x Front)
78,7 °C67,3 °C
Corsair 6500D
(3x Front + 1 Heck)
77,9 °C70,5 °C
Corsair 6500D
(10 Lüfter)
77,9 °C65,7 °C
Fractal Design North XL
(3x Front)
76,269,5

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Fazit

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Nun hat auch Corsair wieder ein aktuelles Zweikammer-Gehäuse im Angebot, das in Form des 6500D Airflow viel Platz bietet, viel Platz braucht und wahrlich kein Leichtgewicht ist. Bevor wir zum abschließenden Urteil kommen muss man vorher einmal über den Preis sprechen. Mit ~200€ hat der es wirklich in sich und Lüfter sind nicht enthalten. Mit dem optionalen Zubehör (Vertikale GPU und Abdeckungen) landet man im mittleren dreistelligen Bereich. Letztlich muss natürlich jeder selber wissen, wie viel Geld er wofür ausgeben möchte.

Abseits des Preises bietet Corsair ein typisches Zweikammer-Gehäuse, das mit den entsprechenden Lüftern in der Airflow-Version auch eine ordentliche Kühlleistung bieten kann. Platz für Lüfter und Radiatoren gibt es reichlich, auch wenn keine 420-mm-Modelle verbaut werden können und sich die entsprechenden Halterungen mit Ausnahme der Seite nicht entnehmen lassen. Ohnehin bietet das Gehäuse innerlich keine großen Anpassungsmöglichkeiten und Sonderausstattungen, äußerlich durch die optionalen Paneele hingegen schon. Trotzdem ist die Benutzerfreundlichkeit groß, wozu der Platz, aber auch Dinge wie die Glastür und die angesteckten Teile beitragen. Außerdem ist das 6500D kompatiblen zu ASUS BTF- und MSI Project Zero-Mainboards und ist stabil gefertigt. Lediglich das Meshteil ist etwas sehr labil, allerdings wiegt das Gehäuse ohnehin schon genug.

Letztlich ist das Corsair 6500D Airflow eine großzügige, robuste Behausung mit der sich ambitionierte Systeme ansprechend in Szene setzen lassen.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

CORSAIR 6500D Airflow
Angebote

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