
Der Commander Duo von Corsair steuert PWM-Lüfter- und ARGB-Komponenten via iCUE-Software und lässt sich mit dem iCUE-Link-System verbinden. Damit können iCUE-Link-Komponenten und Standardlüfter einheitlich konfiguriert werden. Wir haben uns den Commander Duo angesehen.
Technische Daten des Corsair Commander Duo
| Maße | ca. 92x53x18 mm |
| Lüfteranschlüsse | 2x 4-Pin PWM (12 V, 1,5 A) |
| ARGB-Anschlüsse | 2x (5 V, 1,8 A) |
| weitere Anschlüsse | 2x iCUE Link 2x Temperatursensor 1x USB 1x SATA-Strom |
| Preis | Amazon.de: € 39,90* |
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Corsair Commander Duo im Detail

Der Commander Duo kommt in einem flachen Karton, der sogar noch etwas kleiner hätte ausfallen können. Zum Lieferumfang gehört alles, was man für den (Stand-Alone-)Betrieb benötigt. Ein Kabel für die USB-Verbindung, außerdem zwei Temperatursensoren und die Steckverbinder für den iCUE-Link-Hub. Auch zwei Klebepads sind dabei, wobei der Commander Duo auch magnetisch haftet.

Ein Warnhinweis gibt an, dass man den Commander Duo nicht gleichzeitig im ARGB-Modus und als iCUE-Link-Modul betreiben soll.

Der Commander Duo misst ca. 10x5x2 cm. Das Design ist schlicht und passt zum iCUE-Link Hub. Auf einer Seite ist der Commander Duo mit einem Stromanschluss (SATA) ausgestattet, sowie dem Anschluss für die Anbindung an das System mittels internem USB-Anschluss auf dem Mainboard.

Auf der anderen Seite findet man die Anschlüsse für Lüfter und ARGB-Komponenten. Es gibt zwei PWM-Anschlüsse und zwei ARGB-Anschlüsse. Corsair selbst spricht von der Unterstützung von bis zu sechs PWM-Lüftern pro Anschluss, also 12 insgesamt. Diese können natürlich nicht alle einzeln, sondern nur gebündelt pro Kanal angesteuert werden. Um mehrere Lüfter an einen Anschluss zu hängen, müssen diese entweder über eine integrierte Verkettung verfügen, oder man muss auf Verteilerkabel zurückgreifen, die nicht Teil des Lieferumfangs sind. Die Ausgangsleistung pro Lüfteranschluss liegt bei 12V, 1,5A. 3-Pin-Lüfter können allerdings nicht gesteuert werden. Der Commander Duo bietet nur PWM und keine Steuerung über die Spannung.

Die danebenliegenden ARGB-Anschlüsse (5V, 1,8A) sollen jeweils bis zu 50 LEDs versorgen können. Wir haben testweise drei be quiet! Light Wings LX Lüfter mit je 16 ARGB-LEDs und einen Corsair RS-Lüfter mit 8 LEDs in Betrieb genommen. Mehrere ARGB-Komponenten an einem Anschluss sollten allerdings optimalerweise die gleiche Anzahl an LEDs haben, da in der Software das Gerät mit der höchsten LED-Anzahl erkannt wird und es dann zu Komplikationen mit der Konfiguration kommen kann.

Ergänzend dazu findet man noch zwei Anschlüsse für die beiliegenden Temperatursensoren. Diese können flexibel – bzw. so weit das Kabel reicht – im System platziert werden. Damit kann man die Temperaturen einerseits überwachen, aber auch zur Konfiguration der Lüfterkurven nutzen.

An den Seiten gibt es links wie rechts einen Anschluss für iCUE Link. Der Commander Duo kann darüber direkt an einen iCUE-Link-Systemhub (optional erhältlich) angeschlossen werden. Je nachdem ob man das macht oder ihn allein nutzt, muss der Schalter links gesetzt werden. Auf ARGB für den selbstständigen Betrieb oder auf LINK für den Betrieb im iCUE-Link-System.
Wählt man den Betrieb innerhalb von iCUE Link wird der Commander Duo nicht mehr per SATA-Stromversorgung angeschlossen und auch das interne USB-Kabel ist für den Duo nicht mehr notwendig. Stattdessen wird er direkt über den iCUE-Link-Hub versorgt und es werden keine zusätzlichen Kabel benötigt. Das ist auch in dem Sinne praktisch, dass man nur einen internen USB-Anschluss auf dem Mainboard benötigt.
Nun können sowohl iCUE-Link-Komponenten als auch PWM-/ARGB-Komponenten eingebunden werden.
An dieser Stelle ist schon klar, dass der Reiz des Commander Duo vor allem in der Kombination mit einem iCUE-Link-System liegt. Zwar kann er allein genutzt werden und PWM-Lüfter sowie ARGB dann per iCUE-Software gesteuert werden (gerade praktisch wenn man ohnehin noch andere Hardware mit iCUE nutzt), aber an sich bietet er damit eine Lüftersteuerung wie viele Mainboards auch. Seinen ganzen Wert zeigt er, wenn man iCUE-Link verwendet, aber auch normale PWM-Lüfter und/oder ARGB integrieren möchte, um nicht mehrere Programme installieren und konfigurieren zu müssen.
Corsair iCUE Software
In der iCUE-Software tauchen die Lüfter wie gesagt nicht einzeln, sondern gebündelt als PWM- oder ARGB-Kanal auf. Bei den ARGB-Anschlüssen erkennt iCUE die Anzahl der LEDs der Komponenten mit den meisten LEDs automatisch. Sollte das nicht klappen, kann man die Anzahl der LEDs und den Typ auch selbst einstellen.

Pro Kanal kann ein Beleuchtungssetup festgelegt werden, das dann für alle Lüfter an diesem Anschluss gilt. Wie gewohnt bietet iCUE hier sehr viele Optionen und schöne Effekte. Auch die Möglichkeit die Farbe der Beleuchtung anhand der Temperatur einzustellen gibt es. Die iCUE-Link-Lüfter werden natürlich komplett getrennt angezeigt.
Die Lüftersteuerung bezieht sich auch immer auf einen gesamten Kanal. Die Drehzahl wird nur von einem Lüfter in der Kette angezeigt und für alle Lüfter gilt die gleiche Ansteuerung – sie sollten also möglichst identisch sein. Wer es bequem mag, wählt aus den drei Einstellungen Leise, Balanciert und Intensiv aus. Man kann auch feste PWM %-Werte oder direkt die gewünschten RPM festlegen. Settings lassen sich auch in der Hardware speichern.
Natürlich kann auch eine eigene Lüfterkurve erstellt werden. Hier zeigt sich Corsair iCUE flexibel. Als Quelle für die Kurve können verschiedene Temperatursensoren im System (CPU, GPU und mehr) ausgewählt werden und auch die externen Sensoren am Commander Duo stehen zur Auswahl.

Alternativ kann die Lüfterkurve auch nach Auslastung einer Komponente festgelegt werden.

Es gibt auch eine Alarmfunktion. Bei Erreichen einer bestimmten Temperatur können Aktionen ausgeführt werden. Beispielsweise werden die Lüfter auf 100% gesetzt, oder im Notfall der PC heruntergefahren.
Fazit
Als Stand-Alone-Produkt ist der Corsair Commander Duo zwar eine solide Lüftersteuerung und die Möglichkeiten über iCUE vielfältig, aber an sich kann man vieles auch mit einigermaßen modernen Mainboards umsetzen und hat dort mehr getrennte Anschlussmöglichkeiten.
Seine Vorzüge hat der Commander Duo durch die iCUE-Link-Konnektivität. Wer bereits ein iCUE-Link-Produkt hat oder kaufen will, aber nicht vollständig auf das System umsteigen möchte – sei es aus Kostengründen, weil man bereits gute Komponenten hat oder weil man im Corsair-Portfolio nicht fündig wird, kann nun seine vorhandenen oder Wunschlüfter einfach integrieren. Alles wird dann in einer gemeinsamen Oberfläche gebündelt und neben iCUE ist keine weitere Software zur Lüfter-/ARGB-Steuerung erforderlich. Da der Commander Duo komplett vom iCUE-Link-Systemhub versorgt wird, entfällt auch eine zusätzliche Verkabelung.
Mit ~40€ ist der Commander Duo recht erschwinglich und für iCUE-Link-Nutzer eine gute Möglichkeit andere PWM-/ARGB-Lüfter in das System zu integrieren.
Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.







