Corsair M75 Wireless im Test

Die Corsair M75 Air war voll auf ein geringes Gewicht getrimmt, richtete sich trotz symmetrischer Form aber nur an Rechtshänder. Die neue Corsair M75 Wireless bringt Seitentasten mit austauschbaren Kappen auf beiden Seiten, eine längere Laufzeit und eine RGB-Beleuchtung, wiegt dafür aber mehr. Wir haben sie testen dürfen.

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Technische Daten

Maße128 x 65 x 42 mm (L x B x H)
Gewicht89 g (ohne Kabel)
SensorCorsair Marksman 26.000 DPI
Tasten7 + 2 Buttons am Boden
Layoutsymmetrisch (Daumentasten auf beiden Seiten)
AnschlussWireless Slipstream / Bluetooth / USB
Akkulaufzeit
(Herstellerangabe)
bis zu 210 Stunden (Bluetooth ohne Beleuchtung)
bis zu 105 Stunden (Slipstream ohne Beleuchtung)
bis zu 65 Stunden (Slipstream mit max. Beleuchtung)
Besonderheiten– Wireless Slipstream
– für Links- und Rechtshänder
– austauschbare Tastenkappen an den Seiten
– Bluetooth
– integrierter Akku
– optische Schalter
– Beleuchtung
Preis129,99 € (UVP)

Corsair M75 Wireless im Detail samt Praxiseindruck

Zum Lieferumfang gehören die Maus, USB-Empfänger, Ladekabel (180cm) sowie vier Kappen für die Seitentasten.

Maße und Form der M75 Wireless entsprechen der leichten M75 Air und auch das Design wurde beinahe 1:1 übernommen. Bei der neuen Corsair M75 Wireless ist jedoch rückseitig (in den beiden Streifen und dem Logo) sowie am Boden des Hecks eine RGB-Beleuchtung integriert, die sich durch zwei Zonen unabhängig konfigurieren lässt. Bei Benutzung ist sie aber nicht sichtbar. Die Streifen werden im vorderen Teil eher schwach ausgeleuchtet, die Bodenbeleuchtung ist so gut wie nicht erkennbar.

Im Gegenzug hat man das Mausrad nun komplett schwarz gestaltet. Die M75 Wireless bringt außerdem Seitentasten auf beiden Seiten mit, womit sie sich an Rechtshänder und Linkshänder gleichermaßen richtet. Die Tastenkappen lassen sich dank Magnete und Vertiefungen an den Innenseiten einfach heraus hebeln und schnell einsetzen.

Damit kann nach Bedarf auf beiden Seiten von einer erhabenen auf eine ebene Variante und umgekehrt gewechselt werden, je nachdem was man benötigt.

Flache Tasten
Erhabene Taste (hinten)

Die Tasten sind aber auch in der hervorstehenden Variante eher dezent und könnten haptisch durchaus markanter sein bzw. ein drittes etwas auffälligeres Paar wäre schön gewesen, um dieses Feature mehr herauszustellen. Per iCUE wird die Maus vom Rechtshändermodus auf Linkshändermodus umgestellt. Wer will, kann auch alle Seitentasten der Maus aktivieren!

Auf der Unterseite hat Corsair neben dem bekannten 26.000 DPI MARKSMAN-Sensor einen DPI-Button hinzugefügt. Somit ist das Durchschalten von 5 DPI Stufen grundsätzlich ohne Bedienung per Software möglich, aber nicht in hitzigen Situationen. Die DPI-Stufen lassen sich mit dem Button auch ohne Software in 50er Schritten verändern, indem der Button zusammen mit einer der Seitentasten gedrückt wird. Die Änderung werden im Onboard-Profil gespeichert, wenn iCUE nicht läuft. Die M75 Wireless hat Platz für ein Profil. Ein Fach für den USB-Empfänger gibt es ebenfalls.

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Daneben ist der leider noch immer eher unkomfortable Button für An/Aus und die Wahl der Verbindungsart. Ein simpler dreistufiger Schalter wäre schlichtweg bequemer und intuitiver. Der Wechsel von Slipstream auf Bluetooth wird aber schnell umgesetzt, so kann man beispielweise schnell vom Hauptsystem auf einen Laptop wechseln. Das beleuchtete Corsair-Logo kann per Farbe die DPI-Stufen und Verbindungsart anzeigen sowie Hinweise zum Akkustand geben.

Neben dem höheren Gewicht (89 g ohne Kabel) ist auch die Akkulaufzeit erhöht worden. Hier muss man aber einerseits die Laufzeitunterschiede von Bluetooth und Slipstream und die Auswirkung durch die RGB-Beleuchtung beachten.
Auf der Verpackung steht eine Laufzeit von bis zu 80 Stunden. Laut Datenblatt beträgt sie mit ausgeschalteter Beleuchtung 105 bzw. 210 Stunden (Slipstream/Bluetooth) und mit Beleuchtung 65 (Worst Case mit maximaler Beleuchtung) per Slipstream bzw. 120 Stunden via Bluetooth.

Die Maus wurde voll geladen und 12.5 Stunden mit Slipstream-Verbindung genutzt (grob protokolliert). Die RGB-Beleuchtung (Farbwechsel, halbe Helligkeit) und alles andere wurde in den Standardsettings belassen, ebenso der automatische Sleep-Timer von 15 Minuten. Bei Nichtbenutzung wurde die Maus nicht manuell ausgeschaltet, sondern einfach beiseite gelegt.

iCUE bietet keine Möglichkeiten den Akkustand detailliert abzurufen und gab nach den 12.5 Stunden den Status „Hoch“ aus. Auch bei der Bluetooth-Anzeige wurde eine Restkapazität von 100% ausgegeben, sodass wir die Laufzeit leider noch nicht absehen konnten. Es sollte aber sicher eine Steigerung zur M75 Air und auch im Vergleich (auf Basis der Herstellerangaben) zu den direkten symmetrischen beidhändigen Mitbewerbern ordentliche Werte geben.

Trotz vergleichsweise deutlich höherem Gewicht zur Air ist die Ergonomie tadellos. Die Maus greift sich auch ohne Gripflächen gut und gleitet leichtgängig. Sicher spürt man im direkten Vergleich aufgrund der fast 30 Gramm mehr einen Unterschied, aber die M75 Wireless trifft unseren Geschmack. Das Chassis erwies sich in der bisherigen Nutzungszeit als stabil. Im Unterschied zu der M75 Air hatten die Seiten des Gehäuses kein Spiel. Allerdings lässt sich bei diesem Sample der Rücken der Maus im Bereich über dem Logo etwas eindrückten, was man vor allem hört. Hier muss man sagen, dass es bei der tatsächlichen Handhabung nicht aufgefallen ist, sondern eher beim gezielten Drucktest. Erneut könnte das Ladekabel flexibler sein, es sollte jedoch ohnehin nur zum Laden zum Einsatz kommen.

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Die Seitentasten haben bedingt durch ihr modulares Layout etwas Spiel. Die knackigen Quickstrike-Buttons der Haupttasten überzeugen erneut. Gerade die linke Taste klingt im Vergleich zu M75 Air weniger hohl und wirkt dadurch auch etwas leiser, leise Klicken sie sich aber nicht. Unter den Buttons befinden sich optische Schalter mit einer Haltbarkeit von 100 Mio. Klicks, was man unter beidhändigen, kabellosen Mäusen unseres Wissens bisher selten findet.

Das Mausrad bietet eine klar spürbare Rasterung für kontrolliertes Scrollen. Ein nicht so schönes Rattern bzw. Klackern ist aber durchaus zu vernehmen. Aber auch hier Scrollt es sich im Vergleich zu M75 Air dezenter, da der Klang auch hier nicht so hohl ist und etwas gedämpfter wirkt. Hier kommt der M75 Wireless möglicherweise das höhere Gewicht zu Gute. Der bewährte Corsair MARKSMAN-Sensor gibt sich keine Blöße und setzt die Mausbewegungen jederzeit präzise ohne Auffälligkeiten um. Die Polling-Rate liegt bei bis zu 1000 Hz. Die DPI lassen sich per iCUE in 1er-Schritten anpassen.

Fazit

Ob eine Maus einem zusagt ist natürlich immer sehr individuell. Uns hat die Bedienung und Handhabung der Corsair M75 Wireless sehr gefallen. Das im Vergleich höhere Gewicht zu M75 Air wird mit längerer Laufzeit und einer ARGB-Beleuchtung aufgewogen, sofern man letztere denn benötigt. Im Falle des Logos dient sie aber auch zur Statusanzeige. Ihre wahre Stärke hat sie natürlich in der Flexibilität durch beidseitige Seitentasten, die sie für Rechts- und Linkshänder tauglich macht. Die austauschbaren Buttons sind eine interessante Sache. Hier hätten wir uns noch einen weiteren Satz mit etwas markanteren Seitentasten gewünscht, wenn man schon so ein Feature bietet. Auch bei der Anbindung zeigt sich die M75 Wireless flexibel und mit Bluetooth steigt die Akkulaufzeit nochmal deutlich. Der Button an der Unterseite ist etwas umständlich, wurde aber um einen DPI-Button ergänzt, der die DPI-Stufen sogar direkt anpassen kann.
Etwas Bauchschmerzen macht, wie so oft derzeit, der Preis. Berücksichtigen muss man hier sicher das beidhändige Design, wo es in Kombination mit den technischen Eigenschaften wie dem Sensor und optischen Schaltern nach unserem Wissen wenig Vergleichsmodelle gibt. Hier liegt sicher der Vergleich mit der Logitech G Pro Wireless nahe, die ein ähnliches Gewicht hat, aber eine laut Papier kürzere Laufzeit und keine optischen Schalter bietet. Diese findet man bei der Razer Viper Ultimate, die noch etwas leichter aber wohl ebenfalls nicht ganz so ausdauernd ist. Beide Modelle sind uns jedoch nicht bekannt. So oder so sind auch die Mitbewerber nicht gerade günstig.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung
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Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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