Creative Aurvana Ace 3 im Test

In der dritten Generation der Aurvana Ace setzt Creative erneut auf die Kombination aus dynamischen Treibern und xMEMS-Solid-State-Treibern und der Mimi-Klangpersonalisierung. Ergänzt wird dies bei den Ace 3 um eine Trageerkennung und ein breites Codec-Angebot. Wir konnten die In-Ears testen und teilen folgend unsere Eindrücke.

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Technischen Daten

Gewicht (einzeln)4.75 g
Gewicht Case43 g
Größe (einzeln)35 x 23,7 x 26,1 mm
Größe Case64,7 x 49 x 27 mm
Frequenzumfang5-40.000 Hz
Laufzeit pro Ladungbis zu 7 Stunden
Laufzeit insgesamtbis zu 26 Stunden
Bluetooth5.4
CodecsSBC
AAC
LC3
LDAC
AptX adaptive
AptX Lossless
Sonstiges-ANC
-anpassbar via App
-Mimi Sound-Personalisierung
-xMEMS-Treiber
-IPX5
-Trageerkennung
Herstellerlinkcreative.com

Creative Aurvana Ace 3 im Detail

Verpackung, Design und Tragekomfort

Der Lieferumfang entspricht dem der Ace Mimi. Heißt, man bekommt zu den In-Ears im Case noch ein Ladekabel und Aufsätze in vier verschiedenen Größen. Außerdem gibt es noch eine Anleitung und ein kleines Täschchen. Das Foto dazu werden wir noch ergänzen. Sicherlich hätte man auf die ein oder andere Plastiktüte verzichten können.

Creative bleibt bei der Form seinem Design treu und setzt wie bei den Ace 2 auf ein teiltransparentes aber dieses mal blaues Ladecase, sodass man Teile der internen Komponenten sehen kann. Auch die In-Ears sind blau, auf der Rückseite gibt es Hochglanzflächen.

Der Deckel des Ladecase hat zumindest im Neuzustand kein Spiel und er schließt zuverlässig. An der Unterseite ist der USB-C-Anschluss zum Aufladen platziert, außerdem wird kabelloses Laden unterstützt, wenn man eine entsprechende Station hat.

Die In-Ears haben eine bewährte Form und wagen dahingehend keine Experimente. Sie lassen sich für uns recht gut entnehmen, wobei die runde Form und glatte Oberfläche das Greifen je nach Finger oder motorischen Eigenschaften etwas erschweren kann. Sie finden schnell die richtige Position im Ohr. Im konkreten Fall war kein Austausch des Aufsatzes erforderlich. Alles sitzt schnell, bequem und auch nach längerer Tragezeit kam es nicht zu Druck oder Schmerzen.

Die Ohrhörer sind nach IPX5 gegen „Strahlwasser aus allen Richtungen“ geschützt. Outdoor-Aktivitäten oder schweißtreibender Sport sollten den Ace 3 also nichts anhaben können. Der Schutz bezieht sich wie so oft nicht auf das Case.

Bedienung und Creative App

Die Touch-Bedienflächen befinden sich im oberen Bereich der Ohrhörer bzw. des Steges. Sie haben aber keinerlei Struktur oder irgendwas, was die Position haptisch erkennbar macht. Zunächst kann das also etwas Übung für eine gezielte Bedienung erfordern. Wir hatten in der Testphase immer mal das Problem, dass das dreifache Antippen nur als zweifaches registriert wurde.

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Die Creative Aurvana Ace 3 unterscheiden zwischen drei Gesten. Einfaches Tippen gibt es nicht, das reduziert ungewollte Betätigungen:

  • Zweimal Tippen
  • Dreimal Tippen
  • Gedrückt halten (2 Sekunden)

Gedrückt halten ist unveränderlich der Lautstärke-Kontrolle zugewiesen. Die anderen beiden Gesten können in der Creative App verändert werden. Diese bietet eigentlich alle wichtigen Optionen wie Trackwechsel, Play/Pause, ANC etc. an. Vermissen könnte man vlt. den Low-Latency-Modus und de(aktivieren) von Mimi, das geht nur über die App.

Weiterhin können die In-Ears durch besonders langes Drücken und Halten von 6 Sekunden manuell ein- und ausgeschaltet werden, was sehr praktisch ist, wenn das Case nicht griffbereit ist.

Eine Neuerung gegenüber den Ace 2 und Ace Mimi ist eine Trageerkennung, die automatisch die Wiedergabe stoppt oder fortführt. Sehr schön, dass Creative diese Funktion endlich implementiert hat. In unserer Testzeit funktionierte die Funktion in Bezug auf die Wiedergabe/Pause zwar zu einem Großteil wie gewünscht, es kam aber auch vor, dass die Wiedergabe einfach weiterlief, trotz mehrmaligem Einsetzen und Entfernen. Die App war in diesem Zusammenhang auch mal etwas zickig und sperrte ab und zu den Zugriff auf den Umgebungsmodus (der nur bei beiden eingesetzten In-Ears aktiv ist), obwohl die Hörer im Ohr waren. Allerdings hatte die App ohnehin sporadisch Erkennungsprobleme und musste neu gestartet werden.

Creative App

Folgend kurz noch ein Blick auf die Creative App. Mit dieser kann beispielsweise das Bedienschema angepasst werden.

Ein Equalizer kann manuell erstellt werden, oder man wählt aus den vielen unterschiedlichen Presets.

Im Punkt „Personalisierung“ findet man die Mimi-Technologie. Für Mimi ist aber eine Registrierung erforderlich.

Für die Personalisierung muss man in ruhiger Umgebung einen Hörtest machen. Hier werden unterschiedliche Töne vorgespielt und man teilt der App mit, was man hört und was man nicht hört. Am Ende wird daraus ein Klangprofil erstellt, wo beispielsweise die Höhen angehoben werden. Die Intensität der Anpassung lässt sich justieren.

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In den weiteren Optionen kann LDAC aktiviert werden, die Trageerkennung lässt sich ausschalten und auch Firmware-Updates führt man dort durch. Die Sprachansagen lassen sich ebenfalls ausschalten, was aufgrund der etwas hohen Lautstärke durchaus eine Überlegung wert sein kann.

Akkulaufzeit und Codecs

Creative gibt für die Aurvana Ace 3 eine Akkulaufzeit von insgesamt 26 Stunden an, wobei die Laufzeit einer Ladung bei 7 Stunden bei mittlerer Lautstärke liegen soll. Wie immer hängt das von der jeweiligen Nutzung wie Lautstärke, ANC oder dem verwenden Codec ab.

Wir haben für unseren Test den LDAC Codec verwendet und kamen ohne ANC auf eine Laufzeit von unter 5 Stunden (genauen Zeitpunkt verpasst) bei kontinuierlicher Wiedergabe bei mittlerer Lautstärke. Das reicht in den meisten Fällen natürlich aus, man sollte sich aber im Klaren sein, dass mit der Verwendung von LDAC und/oder ANC von den 7 Stunden nur noch ein Teil übrig bleibt.

Die Codec Unterstützung ist wirklich vorbildlich. Neben AAC, SBC wird mit LC3, AptX Adaptive, AptX Lossless und LDAC eigentlich alles geboten, was man sich wünscht. Hier verbindet Creative die LDAC-Unterstützung der Ace Mimi mit den aptX-Codecs der Ace 2 und bietet damit ein breites Angebot aus beiden Welten.

Klang

Klangeinschätzungen sind wie immer subjektiv!

Für den Klang ist bei den Aurvana Ace 3 erneut die Kombination aus 10-mm-Dynamiktreibern und xMEMS-Solid-State-Treibern zuständig und das klingt richtig gut. Grundlegend folgen die Ace 3 nach unserer Meinung bei der Abstimmung ab Werk der der Ace Mimi. So ergibt sich für unser Empfinden eine etwas spaßigere, wärmere Abstimmung mit Druck und Fülle im Bass und für uns ab und an etwas viel Dicke im oberen Basssegment. Stimmen klingen sehr gut, Instrumente/Geräuschquellen trennen sich, die Mitten klingen sauber. Je nach Track sind die zurückgenommen Mitten den tieferen Frequenzen etwas zu unterlegen.

Die Höhen haben da wieder mehr Präsenz, bleiben aber gezügelt. Hier liefern die xMEMS-Treiber Klarheit und Brillanz ohne Harsch zu werden. Dort schlummert aber auch noch mehr Potenzial, da der Höhenbereich in der Standardabstimmung noch etwas gezähmt ist. Mit Mimi oder manuell im EQ lässt sich nochmal was rausholen und dann zeigen die Ace 3 besser, was sie können.
Bei Mimi sollte man mit der Intensität aber aufpassen, dann kann man gute Ergebnisse erzielen. Zieht man den Regler zu weit nach oben, wird der Klang recht aggressiv und gerade in den Höhen auch scharf und bissig. Wohldosiert kann es den Klang aber bereichern. Der Detailgrad und die Klarheit erhöhten sich in unserem Fall und auch die Räumlichkeit in der Tiefe der Darstellung steigerte sich.

ANC und Umgebungsmodus

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Die Creative Aurvana Ace 3 bieten ausschließlich ein adaptives ANC. Die Einstellung von festen Stufen gibt es leider nicht mehr, was auch die genaue Beurteilung etwas schwerer macht, da das adaptive ANC dynamisch ist. Insgesamt würden wir die ANC-Leistung als OK, aber nicht herausragend beurteilen. Vor allem sind es wieder tiefe Töne, optimal mit gewisser Konstanz, die gefiltert werden. Hohe Frequenzen werden so gut wie gar nicht gefiltert. Ein Staubsauger beispielsweise ist immer noch laut, klingt nur heller. Das adaptive ANC passt sich mit leichter Verzögerung an. Ein leichtes Grundrauschen ist hörbar.

Der Umgebungsmodus arbeitet effektiver, aber rauscht auch stärker. Die Umgebung klingt zudem wie so häufig unnatürlich und blechern, seinen Zweck erfüllt es allerdings. Auch hier gibt es keine Möglichkeit die Intensität zu steuern.

Fazit

Nach den Aurvana Ace 2 und den Ace Mimi hat Creative mit den Aurvana Ace 3 durch kleine Ergänzungen das bisher rundeste Gesamtpaket geschnürt, das das Codec-Angebot beider Produkte vereint, die Mimi-Technologie mitbringt und endlich um eine Trageerkennung erweitert wurde.
Die Kombination aus dynamischen Treibern und den xMEMS-Solid-State-Treibern hat uns klanglich sehr gut gefallen und kann mit der Mimi-Personalisierung (oder manueller Anpassung) das Potenzial entfalten. Gerade die Personalisierung ist, sofern man sie nicht übertreibt, gelungen.
Die Akkulaufzeit ist ausreichend, geht mit dem hochauflösenden LDAC-Codec aber natürlich merklich zurück. Hat man das Case dabei, kommt man aber locker durch einen langen Tag.
Weniger gut gefallen haben uns das ANC und der Umgebungsmodus sowie leichte Bedienschwächen. So gesehen steht bei den Ace 3 der Klang im Mittelpunkt. In dieser Hinsicht haben sie uns gefallen, im Gesamtpaket vergeben wir unseren Silberaward.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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