Phanteks P400A im Test

Nach fast 3.5 Jahren bekommt das Phanteks P400 ein Update mit Airflowfront spendiert. Mit dem Eclipse P400A ist die geschlossene und damit sehr restriktive Front durch ein vollflächiges Meshgitter ersetzt worden. Dies soll für einen ungehinderten Airflow und maximale Kühlleistung sorgen. Wir haben das Eclipse P400A auf die Probe gestellt.

Phanteks P400A Details

Lieferumfang und Verpackung

Phanteks verschickt das P400A in braun bedrucktem Karton und Styroporeinlage. Das Glasteil ist mit Schutzfolie und Warnaufkleber versehen. Der Lieferumfang befindet sich in einem kleinen Karton im Laufwerksschacht und besteht aus einem Handzettel, Schrauben und Kabelbindern. Weitere Extras bietet das günstige Case nicht.

P400A Verpackung
Verpackung

Technische Daten

Maße 210 × 480 x 440 mm
Material Stahl, Kunststoff, Glas
Gewicht7.6 kg
Format ATX, mATX, mini-ITX
Einschübe– 2x 3.5″
– 2-4x 2.5″
Kartenslos7
I/O-Panel– 1x USB 3.0
– 2x USB 2.0
– Mikro- und Kopfhöreranschluss
– Powerbutton
– Resetbutton
– RGB-Button
Fensterja (Glas)
Dämmungnein
Lüftersteuerungnein (nur Beleichtung)
externe Schlauchdurchführungnein
Preis 75€

Platzangebot

RadiatorenGrößeTiefe
Front120/140/240/360 mmbis 43mm
Deckel120-280 mm50mm inkl Lüfter
Heck120 mm
Lüftermöglichvorinstalliert
Front3x 120mm/2x 140mm3x 120mm RGB
Deckel2x 120mm/2x 140mm
Heck1x 120mm
max. Kühlerhöhe168 mm (165mm gemessen)
max. GPU-Länge370 mm
Platz hinter Tray23 mm

Phanteks P400A Impressionen

Innen

Der kleine, kompakte Miditower gleicht dem ursprünglichen P400 weitestgehend. Die schräge Kunststofffront ist in der A(irflow)-Variante einem Meshgitter aus Metall gewichen, das sich nahezu über die komplette Front erstreckt. Auf einen separaten Staubfilter verzichtet Phanteks. Groben Schmutz wird das Meshgitter aufhalten, feinerer Staub gelangt jedoch schnell ins Innere.
Da die Front nur angesteckt ist, lässt sie sich auch beim älteren P400 nachrüsten, allerdings sitzen die Lüfter dann nicht absolut mittig hinter dem Meshgitter. Beim P400A wurden sie der Optik halber leicht umgesetzt. Ab Werk ist dort ein 120mm Lüfter mit auffällig geschwungenen Flügeln vormontiert. Drei 120mm oder zwei 140mm Lüfter stellen dort das Maximum dar. Gleiches gilt für Radiatoren

Phanteks P400A
Phanteks P400A


Der gepulverte Stahldeckel steht vorn leicht über. Unter dem Überstand sind der Resetbutton sowie die Lüftersteuerung versteckt. Letztere verfügt über drei Stufen, die jedoch nicht visuell dargestellt werden. Mittig auf dem Deckel ist der beleuchtete, große Powerbutton eingelassen. An der rechten Kante sind zwei USB 3.0 Port platziert und die Audioanschlüsse wurden schön in den Deckel integriert.
Ansonsten ist verfügt der Deckel über ein großes Lüftergitter samt magnetischem Staubfilter. Dort können sowohl zwei 120mm als auch 140mm Lüfter installiert werden. Radiatoren fallen aufgrund des geringen Abstandes zum Mainboard jedoch raus.


Für den Abtransport der Wärme sorgt ein 120mm Hecklüfter, der auch das Maximum an dieser Stelle darstellt. An den Slotblenden liefert Phanteks erfreulicherweise Thumbscrews mit und keine normalen Schrauben, geschweige den Rausbrechblenden. Vertikale Slotblenden gibt es zwar nicht, doch können diese mit einem optional erhältlichem Bracket nachgerüstet werden. Dies ist wohl der Grund weshalb die einzelnen Slot nicht durch Streben getrennt sind.
Der Staubfilter für das Netzteil wird nach hinten ausgezogen und ist damit leicht zu reinigen. Mehr bietet der Boden jedoch nicht.

P400A Boden
Boden


Das Glasseitenteil ist ordentlich an das Chassis angebunden und sauber integriert. Montiert wird es mit den üblichen Rändelschrauben. Die Stärke liegt bei geringen 3mm, während das Stahlblechteil rechts auf 0,7 mm kommt. Bedingt durch die geringen Maße ist eine ausreichende Stabilität vorhanden.

Phanteks P400A

Außen

Der Innenraum des P400A ist übersichtlich und aufgeräumt. Es fällt auf, dass der Stahl hier glatt lackiert ist und nicht rau gepulvert wurde wie die Außenteile. Dieser Unterschied wirkt etwas unstimmig.

Innenraum P400A
Innenraum

Lob hingegen hat der Netzteiltunnel verdient, der dank Lochung auch passive Netzteile ermöglicht und mit breiten Kabeldurchführungen jedem Mainboardlayout gerecht wird. Eine entfernbare Blende macht zudem Platz für Radiatoren. Mit montierter Blende reicht der Ausschnitt weiterhin für 25mm Lüfter und gleichzeitig stellt sie mehrere Montagebohrungen für AGBs/Pumpen bereit. Im Deckel ist aufgrund der geringen Abstände kein Radiator möglich

Netzteilabtrennung
Netzteilabtrennung


Die seitlichen Kabelöffnungen verfügen über gut sitzende Manschetten, die Ausschnitte über dem Mainboard fallen jedoch etwas klein aus und sind gerade noch ausreichend. Benötigt man noch weitere Öffnungen im Tray können die vier Blenden mit den Phantekslogo herausgenommen werden – eine schöne Lösung. Gleichzeitig stellen sie die vier Montagepunkte für 3.5“ Käfige da, die jedoch ebenfalls separat erworben werden müssen. Extrakosten sind natürlich immer etwas ärgerlich, allerdings benötigt nicht jeder mehr als zwei 3.5“ Brackets, die den Gehäusepreis sicher erhöht hätten.

P400A Decken Innen


Hinter dem Tray können zwei kleine 2.5 Datenträger montiert werden. Bedingt durch die üppigen 25 mm Platz zwischen Tray und Seitenteil geht das sehr komfortabel. Das gilt auch für das restliche Kabelmanagement, das mit den vorhanden Klettkabelbindern noch optimiert wird

Rückseite


Weitere Datenspeicher kann der Nutzer im HDD-Käfig unterhalb der Abdeckung montieren, alternativ auch zwei 3.5“ Festplatten. Der Käfig besteht dabei im Prinzip nur aus zwei Seitenteilen, die entnommen werden können und Platz für Kabel, Radiatoren etc. machen.

Phnateks P400A HDD Slots
HDD-Käfig

Die Montage war, aufgrund des guten Platzangebotes, problemlos möglich und das P400A gibt sich in dieser Hinsicht keine Blöße.

Phanteks P400A Messungen:

Wie unsere Messungen im Detail ablaufen ist auf der Unterseite „So testen wir Gehäuse“ nachzulesen.

Temperaturen

Lautstärke

Phanteks P400A: Fazit

Das bekannte und damals schon solide Grundgerüst des P400 leistet sich auch beim P400A kaum Schnitzer. Der Innenraum strotzt zwar nicht vor Features, bildet aber eine gute Basis für moderne Systeme. Das Case ist relativ geräumig, aufgeräumt und flexibel einsetzbar. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten bietet der Midi-Tower viel Platz für Kabel, auch wenn dadurch die CPU-Kühlerhöhe mit 160 mm minimal ausfällt.

Namensgebendes Highlight ist die Airflowfront, die dem P400A richtig gut Temperaturen beschert. So fühlen sich auch Gamingsysteme mit sehr hoher Verlustleistung im P400A pudelwohl. Die ordentliche Verarbeitung, von den Lackunterschieden mal abgesehen, und die integrierte Lüftersteuerung runden das Paket ab.

Mit knapp unter 70€ ist das Phanteks P400A zwar nicht konkurrenzlos günstig, erlaubt sich aber auch keine Einsparmaßnahmen, so dass wir den Silberaward vergeben. Wer nicht ohne RGB-Beleuchtung auskommt wird beim P400A_D gegen einen Aufpreis von 20€ fündig.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Abschließend wollen wir uns bei Phanteks für die Bereitstellung der Samples und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

weiterführende links:
Preisvergleich
Herstellerseite

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