Test: Smarte WLAN-Steckdosen mit Verbrauchsmessung im Vergleich

Smart soll das eigene Heim werden und da müssen natürlich smarte Steckdosen her. Dazu beschäftigt man sich derzeit aufgrund der Energiepreise ohnehin damit, wie man den Verbrauch daheim beobachten und vielleicht sogar optimieren kann. Aus der unendlichen Auswahl Produkten habe wurde eine kleine Auswahl bestellt. In diesem Test vergleichen wir smarte WLAN-Steckdosen mit Stromverbrauchmessung von TP-Link Tapo, Hama und Shelly. Mit dem Stecker von Bosch wagen wir auch den Einblick in ein Smart Home System.

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Überprüft werden die Produkte aus Anwendersicht. Wie einfach ist die Handhabung, die Einrichtung, was bietet der Funktionsumfang und wie sind die jeweiligen Apps gestaltet. Im Anschluss vergleichen wir noch die Verbrauchsanzeige und werfen einen Blick auf den Eigenverbrauch der WLAN-Steckdosen

Die Testkandidaten im Überblick

Bosch
Zwischenstecker kompakt
Hama
WiFi-Steckdose
Shelly
Plug S
TP-Link
Tapo P110
TP-Link
Tapa P115
Größe Gehäuse ohne Stecker
(BxHxT)
ca. 61 x 61 x 48 mmca. 54x54x50 mmca. 46x46x34 mmca. 52x73x42 mmca. 49x49x43 mm
Gewicht128 g85 g60 g103 g81 g
WLAN2.4 GHz
(Bosch Smart Home Controller)
2.4 GHz2.4 GHz2.4 GHz2.4 GHz
Maximallast3680W3680W2500W3680W3680W
App erforderlichJa
Ja mit Registrierungoptional
Ja mit RegistrierungJa mit Registrierung
SonstigesPower Button
Status LED
Berührungsschutz
Reichweitenverstärkung
Power Button
Status LED
Berührungsschutz
Power Button
Status LED
Berührungsschutz
Power Button
Status LED
Berührungsschutz
Power Button
Status LED
Berührungsschutz
Preis
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Preis nicht verfügbar
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Bei der Größe und Form gibt es Unterschiede. In der Regel sollten jedoch alle Steckdosen an Wandsteckdosen nutzbar sein, ohne die benachbarte Dose zu blockieren. Wichtige Unterschiede gibt es auch bei der maximalen Belastung. Während die Shelly Plug S laut Hersteller bis 2500 W bewältigt, sind es bei den TP-Link Tapo P110, P115, der Bosch und der Hama mit bis zu 3680 Watt eine ganze Ecke mehr. Alle getesteten Steckdosen haben im Übrigen einen Berührungsschutz, der verhindern soll, dass Kinder/Tiere in Berührung mit den Kontakten kommen.

P110,P115, Shelly, Hama, Bosch (v.l.n.r)

Man sieht die einzelnen Geräte sind sich relativ ähnlich. Auch im Preis ähnelt man sich mit. Für die TP-Link Tapo-Geräte und die Hama lagen zum Stand des Kaufs im ~20€ Bereich. Die Shelly etwas darüber und der Bosch Zwischenstecker kompakt deutlich teurer. Allerdings ist er auch etwas außerhalb der Konkurrenz, da er das Bosch Ökosystem eingebunden wird und dort auch als Reichweitenverstärker dient. Wir starten die Vorstellung, einfach dem Alphabet nach.

Bosch Zwischenstecker kompakt

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Zugegeben direkt der erste Kandidat ist in gewisser Weise ein Außenseiter und schwer vergleichbar. Der Zwischenstecker ist teurer und gehört zum Bosch Smart Home System mit entsprechendem Smart Home Controller als Voraussetzung. Dort wird er auch eingesetzt, um die Reichweite des Smart Home Bereichs zu erhöhen, fungiert also als eine Art Repeater.

Der Stecker ist stabil gefertigt und mit 128 Gramm recht schwer. Ein leichtes Klappern beim Schütteln kommt von dem Berührungsschutz. Der weiße Teil des Gehäuses ist ~41mm tief, zusammen mit dem silbernen Gehäuseteil steht der Stecker ~48mm aus der Dose. Die Breite liegt in beide Richtung bei ca. 61 mm an den breitesten Stelle. An den Wanddosen im Haushalt blieb die benachbarte Dose frei, an der Steckerleiste mit diagonalen Steckern jedoch nicht. In der Anleitung wird aber auch erwähnt, dass man ihn nicht an solche anschließen soll.

Der Stecker ist mit 3680W / 16 A belastbar. An der Vorderseite gibt es eine kleine Status LED, die im aktiven Zustand grün leuchtet und sich nicht abschalten lässt. Der Button drückt sich recht laut, aber präzise. Das Umschalten wird von einem federnden Geräusch begleitet.

Eingebunden wird der Zwischenstecker kompakt über die Bosch Smart Home App, was durch Scannen des Codes einfach ist. Hier gibt man den Geräten einen passenden Namen und ordnet sie erstellten Räumen zu. Die Verbrauchsmessung zeigt die aktuelle Leistungsaufnahme und den Gesamtverbrauch seit der letzten Rücksetzung. Ein detailliertes Protokoll gibt es leider nicht.

Verbrauchsanzeige
Zeitschaltung

Dafür ist die Einrichtung der Automatisierungen sehr gelungen, bei der sich unter anderem auch die Leistungsaufnahme als „wenn“-Bedingungen und der Gerätezustand nutzen lässt. Benachrichtigungen können mit mit eigenen Texten erstellt werden.

Automatisierung
Optionen

Natürlich sind auch zeitliche Bedingungen und eine simple Zeitschaltuhr vorhanden. Die Navigation in der App ist gelungen.

Hama WiFi-Steckdose

Die Hama Steckdose wurde als spontaner Baumarkt-Kauf mit in den Vergleich aufgenommen und wurde dort für knapp 20€ angeboten. Der WiFi-Stecker ist mit ca. 5cm (zuzüglich Stecker) recht tief, aber 53mm in den Breiten kompakt genug, um benachbarte Wandsteckdosen nicht zu blockieren. Bei einer Steckerleiste mit diagonalen Steckern sieht das anders aus. Die Verpackung ist so unnötig groß, dass auch zwei der Stecker reingepasst hätten.

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An der Seite finden sich ein grauer und gut reagierender AN/Aus Schalter, eine LED zeigt den Status (rot=an, aus=aus) und lässt sich nicht abschalten. Der Hama Stecker wirkt stabil. Ein Berührungsschutz ist vorhanden und die maximale Schaltleistung mit 3680 W hoch. Das Schalten der Steckdose wird von einem hörbaren Klick begleitet. Das vorliegende Exemplar hat ein leichtes Spulenfiepen, das jedoch im Alltagsgebrauch nicht auffiel.

Zur Einbindung in das Netzwerk wird 2.4 GHz WLAN genutzt, die Einrichtung und Steuerung geschieht über die Hama Smart Home-App, in der eine Registrierung mit Mail-Adresse notwendig ist. Zur Verbindung muss die Steckdose in den Kopplungsmodus versetzt werden, was über ein 5 Sekunden langes drücken des Knopfes geschieht und von einem roten Blinken der LED angezeigt wird. Der Link in der App zur Erklärung des Kopplungsmodus führt zu einer (zum Zeitpunkt des Tests nicht funktionierenden) Adresse von tuya, was – neben der Oberfläche – die Basis der App zeigt und vermuten lässt, das es eine Anbindung an die China-Cloud gibt.

Dann sucht die App, nach Erteilung der Standort-Freigabe, die Steckdose. Leider klappte die Suche zunächst nicht. Nach erneutem Versuch über das Menü „manuell hinzufügen“ funktionierte es, wo noch WLAN-Netzwerk und Passwort eingegeben werden müssen. Wichtig ist, dass 2.4 GHz Netz zu nutzen. Im Anschluss kann die Steckdose zuhause und von unterwegs gesteuert werden.

Hauptmenü
Leistungsaufnahme und Protokoll

Die App ist grundsätzlich nicht verkehrt und leicht zu verstehen. Es lassen sich Räume anlegen und Geräten diesen zuordnen. In den allgemeinen Gerätefunktionen lässt sich ein Zeitplan erstellen, ein Countdown und der Energieverbrauch einsehen. Der Energieverbrauch wird Monatsweise unterteilt in Tage protokolliert.

Steuerung der Steckdose
Automatisierung „wenn-dann“

Wirklich spannend wird es mit Szenen und Automatisierung , womit komplexe Szenarien möglich sind. Praktisch beispielsweise, wenn man sich beim Unterschreiten eines bestimmten Verbrauches eine Push-Benachrichtigung schicken lässt und gleichzeitig die Steckdose abschaltet. Auch Erkennung der Anwesenheit anhand der Standortfreigabe ist möglich.

Shelly Plug S

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Die Shelly Plug S Steckdose ist die kompakteste und optisch durch den beleuchteten Ring auf Wunsch auffälligste WiFi-Steckdose in diesem Test. Der aus der Steckdose herausschauende Teil misst gerade einmal 34 mm in der Tiefe. Der Durchmesser beträgt ungefähr 47mm und das Gewicht liegt bei nur 60 g.

Die Verarbeitung ist gefühlt auch nicht so massiv wie beispielweise bei der tapo P115 im ähnlichen Format. Der Kunststoff ist eher dünn und beim Schütteln klappert etwas im Inneren. Die Shelly Plug S gibt im Betrieb ein leichtes Geräusch von sich. Man hörte es jedoch nur aus nächster Nähe. Gleichzeitig ist die Shelly Steckdose mit 2500 Watt auch weniger belastbar als die anderen Kandidaten. Die 2500 Watt sind im Übrigen auch als Abschaltpunkt in der Firmware hinterlegt. Nach dem Update auf die neuste Version ändert sich der eingestellte Wert auf 1800 Watt, was rein aus Anwendersicht das Vertrauen nicht unbedingt hebt. Die Abschaltung funktionierte beim Test mit einem Wasserkocher (2100 Watt) wie gewünscht. Das Anheben der Schwelle klappte ebenfalls.

Auch die Shelly Plug S hat einen physischen Knopf. Der Durchsichtige Kunststoffring besitzt blaue LEDs, die den WLAN-Status zeigen und eine rote LED die den Powerzustand (AN/AUS) anzeigt. Auf Wunsch lassen sich die Anzeigen getrennt deaktivieren, wenn sie z.B. im Schlafzimmer verwendet wird. (Außer man mag sie als Nachtlicht verwenden)

Die Einrichtung der Wifi-Steckdose ist mit rudimentären Netzwerkkenntnissen einfach und die Verwendung der Shelly App/Cloud mit Registrierung im Prinzip optional, da sich die Steckdose auch einfach über ein Webinterface im Browser steuern lässt. Steckt man die Steckdose ein, taucht sie am Smartphone unter den WLAN-Netzwerken auf und ist dann mittels IP-Adresse erreichbar.

Web-Interface ohne App
Hauptmenü der App

In dem Menü kann man sie über Eingabe der WLAN-Daten in das eigene Netzwerk einbinden (die IP-Adresse ändert sich entsprechend) und die Oberfläche zu dem mit einem Passwort schützen. Die Cloud-Anbindung kann hier gezielt aktiviert und deaktiviert werden, z.B. um die Firmware zu aktualisieren. Das im Verbrauchsprotokoll liegt ebenfalls in der Cloud.

Protokoll
Automatisierung
Anzeige

Die App, für die man sich registrieren muss, bietet eine hübschere Oberfläche, in der sich die Geräte in erstellen Räumen einordnen lassen. Außerdem ist die Verbrauchsanzeige etwas schneller und genauer, da Nachkommastellen angezeigt werden. Im Webbrowser wird der aktuelle Verbrauch gerundet. Vierstellige Werte werden jedoch auch in der App als KW mit einer Kommastelle angezeigt.

Zeitschaltung

Die App ist nach kurzer Orientierung leicht zu bedienen, stellenweise etwas verschachtelt und etwas technischer als die Konkurrenz. Das Hinzufügen eigener Bilder zu den Räumen wertet die Optik auf. Der Timer kann neben Tagen und Uhrzeiten auch den Sonnenauf- und Untergang als Auslösepunkt nutzen.

In den Szenen lassen sich Aktionen bei bestimmten Vorrausetzungen (zeitbasiert und Gerätezustand wie Verbrauch). Auch hier sind Benachrichtigungen möglich. Das Gruppieren der Geräte ermöglicht es mehrere gleichzeitig anzusprechen.

TP-Link tapo P110 und P115

Von den TP-Link tapo Steckdosen wurden direkt zwei gekauft. Die tapo P110 und die kompaktere tapo P115. Technisch und von Funktionsumfang scheinen sie identisch und unterscheiden sich durch ihre Größe. Die P110 Steckdose ist im größeren rechteckigen Format. Die P115 hingegen im enorm kompakten Rundformat, wenn auch nicht ganz so flach und schmal wie die Shelly Plug S.

In beiden Fällen kann man aber von einer sehr robust wirkenden Fertigung sprechen. Das Material ist laut Hersteller flammenhemmend. Der runde Stecker steht ~43mm aus der Dose heraus, während der eckige P110 41mm herausschaut.

Beide tapo Modelle können mit 3680 Watt belastet werden und bieten eine Verbrauchsmessung. Wer diese nicht benötigt, kann auch auf das P100 Modell zurückgreifen, das etwas günstiger ist, aber auch eine geringe Lastgrenze hat. Die Umschaltung wird durch einen klaren Klick begleitet. Beim Abschalten hört man aus unmittelbarer Nähe ein kurzes Fiepen, das nach einigen Sekunden abklingt. Beide Modelle besitzen eine Taste und eine LED (deaktivierbar und Nacht-Modus), die den Zustand anzeigt. Über den Button kann auch der Werkszustand wiederhergestellt werden.

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Für die Inbetriebnahme ist die Tapo App erforderlich, in der eine Benutzerkonto angelegt werden muss. Die App führt einen durch die Einrichtung und sowohl bei de P110 als auch bei P115 wurden die Steckdosen direkt erkannt.

Hauptmenü
Steuerung

Die App ist übersichtlich und ansprechend. Die Steckdosen lassen sich benennen und erstellten Räumen zuweisen. Etwas enttäuschend war allerdings die Verbrauchsanzeige. Der aktuelle Verbrauch, der sich einsehen lässt, wenn man auf das Gerät geht, aktualisiert sich leider nicht permanent, sondern beim erneuten Aufruf der Unterseite. Auch lässt sich der Verbrauch offenbar nicht in den Smarten Aktionen als Auslöser nutzen, oder wir haben diese Funktion übersehen. Eine Benachrichtigung, wenn die z.B. Waschmaschine fertig ist, war so nicht möglich. Wir lassen uns da gerne korrigieren. Das Protokoll ermöglicht es den Verbrauch nach Monat und Jahren einzusehen. Die letzten 24 Stunden werden mit 30-minütigen Stichproben angezeigt.

Verbrauchsanzeige
Erstellung einer Automatisierung

Die Zeitschaltuhr unterstützt neben Uhrzeiten auch den Sonnenaufgang und Untergang, man kann einen Countdown einstellen oder mittels Unterwegs-Modus per Schaltung die Anwesenheit einer Person simulieren. In den Geräteeinstellungen selbst lassen sich die LEDs oder der Standardzustand festlegen.

Szenen
Zeitschaltung

Etwas umfangreicher wird es mit den „Smarten Aktionen“, mit denen sich „Wenn-dann-Aktionen“ festlegen lassen. Allerdings lässt sich ohne „Auslösevorrichtung“ nur die Zeit als Auslöser einstellen, also auch nicht Verbrauch oder Standort. Vordefiniert sind gängige Routinen, die sich bearbeiten und als Verknüpfung festhalten lassen.

Verbrauchsmessung

Wir wollen nun die angezeigten Verbrauchswerte vergleichen. Als Gegencheck haben ein Brennstuhl PM 231 E Energiekostenmessgeräte als „Referenz“ bzw. Orientierung hinzugenommen. Mangels hochwertiger Messtechnik können wir den exakten Wert nicht bestimmen, sondern schauen vorrangig, ob es große Abweichung bei den Adaptern gibt.

Wir nutzen dazu folgende Verbraucher, da bei diesen die angezeigten Werte stabil waren, was die Dokumentation erleichtert: Eine Deko-LED-Lichterkette, eine 11 Watt LED-Leuchte und eine 46 Watt Halogen-Leuchte. Ergänzt durch sehr hohen Werte mittels Wasserkocher, die etwas schwankend sind.

Brennstuhl
PM 231 E
Bosch
Zwischenstecker kompakt
Hama
Wifi-Steckdose
Shelly
Plug S
Tapo
P115/P110
LED-Lichterkette1.2 W0 W0 W1,2 W1,3 W
11 Watt LED-Leuchte10,8 W11,0 W12,5 W10,9 W11,1/11,2 W
46 Watt Halogen49,1 W50,0 W46,2 W48,1 W49,9/50,1 W
Wasserkocherca. 2160 Wca 2200 W2050 W2,1 KWca. 2200 W
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Die beiden TP-Link tapo zeigen wir zu erwarten einen sehr ähnlichen Wert an, der dicht am Wert des Brennstuhl Messgerätes liegt. Die Hama Steckdose zeigt bei allen Stichproben die größten Abweichungen vom Durchschnitt, während das Shelly Gerät nah zum PM 231 E bzw. etwas darunter misst. Bei dem kleinsten Verbraucher registrierten die Hama und Bosch Steckdosen keinen Wert.

Vierstellige Werte werden von der Shelly Plug S als Kilowatt mit einer Kommastelle angezeigt. Die anderen Steckdosen zeigen diese weiterhin als vierstellige Watt-Zahl.

Eigenverbrauch der WLAN-Steckdosen

Folgend schauen wir, was die smarten WLAN-Steckdosen selbst an Strom verbrauchen sowohl in aktivem und inaktivem Zustand. Auch hier der Hinweis, dass dies lediglich mit dem Energiemessgerät von Brennstuhl gemessen wurde und daher nur dem Vergleich untereinander gilt.

Bosch
Zwischenstecker kompakt
Hama
WiFi-Steckdose
Shelly
Plug S
Tapo
P115/P110
Aus/Standby0,4 W0,5 W0,2 W0,5 W
An1,1 W1,1 W0,6 W0,9/0,8 W

Die Shelly Plug S zeigt sich mit 0.3 Watt und 0.6 Watt als sehr sparsam. Tapo P115 und P110 liegen bei 0,5 bis 0.9 Watt. Die Hama Steckdose verbraucht laut unseren Beobachtungen 0.4 bis 0,5 Watt im Standby und 1.1 Watt im Betrieb. Der Bosch Zwischenstecker kompakt schwankte laut Anzeige zwischen 1.0 und 1.1 Watt, Tendenz zu letztem.

Fazit

Im Grunde sind sich die WLAN-Steckdosen beim Funktionsumfang und der Handhabung sehr ähnlich. Im Detail gibt es jedoch Unterschiede, die mitunter andere Nutzerbedürfnisse abdecken. Probleme gab es in dem Nutzungszeitraum nicht.

Die Shelly Plug S (amazon.de)* hat uns funktional sehr gut gefallen. Sie ist ideal, wenn die App und Cloud-Anbindung optional sein sollen. Dank Weboberfläche kommt man hier ohne Registrierung aus, wenn auch mit Kompromissen. Durch die funktionsreiche, aber leicht verschachtelte und etwas technische App kann man die Bedienung aufwerten. Wer nur minimale Kenntnisse von Netzwerken hat, wird mit der Einrichtung keine Probleme haben. Gleichzeitig punktet die Steckdose mit einer extrem kompakten Bauform. Allerdings ist sie auf der anderen Seite mit 2500 Watt bzw. 1800 Watt in den Standardsettings weniger belastbar und auch haptisch steht sie den anderen Produkten etwas nach. Es gab während der Testphase jedoch keine Problem oder Aussetzer – Langzeiterfahrung fehlt natürlich.

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Die TP-Link tapo Steckdosen punkten mit robust wirkender Haptik und einer leichten Einrichtung über die aufgeräumte App, die bei der Steckdose von Hama im ersten Anlauf nicht ganz reibungslos ablief. Gerade die tapo P115 (amazon.de)* ist zudem sehr kompakt und beide Steckdosen bewältigen bis zu 3680 W. Die Verbrauchsmessung lässt Potenzial liegen. Zwar scheinen die Werte plausibel, werden aber nur bei erneutem Aufruf aktualisiert und da sie sich nicht zur Steuerung verwenden ließen, ist der Mehrwert etwas eingeschränkt. Da kann sich ein Blick auf die günstigere tapo P100 (amazon.de)* ohne Verbrauchsmessung lohnen, die aber auch eine geringere Maximallast bietet.

Besitzt man bereits das System von Bosch, das für den Betrieb nötig ist, bekommt man hier mit dem Zwischenstecker kompakt (amazon.de)* einen funktionsreichen Stecker mit guter Bedienung und guten Steuerungsmöglichkeiten. Vermisst haben wir ein detailliertes Verbrauchsprotokoll und die LED dürfte sich gern auch ganz abschalten lassen.

Die Produkte wurden im Handel erworben. Eine Einflussaufnahme auf den Artikel fand nicht statt.

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