Corsair Hydro Series H100i RGB Platinum im Test

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Corsair H100i RGB Platinum Review

Die neuste Ausführung von Corsair bewährten H100i trägt den Zusatz RGB Platinum und bohrt die AiO um komplexe RGB-Features auf. Pünktlich zum Start haben wir Corsairs neuste AiO für euch getestet.

Corsair Hydro Series H100i RGB Platinum im Überblick

Verpackung und Lieferumfang

Die eingeschweißte Corsair-typische Verpackung gibt reichlich Hinweise auf die Features der neuen Platinum Ausführung der H100i. Corsair versteht es dabei wie immer nützliche Infos mit einer ansprechenden Präsentation zu verbinden, die neugierig auf den Inhalt macht. Dieser besteht aus der AIO, den Lüftern und dem Montagematerial. Corsair ist dabei gewohnt großzügig was die Schrauben angeht und legt gleich 16 der längeren Schrauben bei um bei Bedarf auf eine Push/Pull-Konfiguration aufzurüsten. Das mehrsprachige Handbuch ist von toller Qualität und sollte alle anfallenden Fragen klären.

Corsair Hydro Series H100i RGB Platinum im Detail

Die namensähnliche H100i Pro hatten wir bereits zu dessen Release ausführlich getestet, zu dieser gibt aber auch Abseits von RGB Effekten im Detail einige Unterschiede zu entdecken. Das Pumpengehäuse fällt nun etwas höher aus und kommt auf ungefähr 35 mm. Von der runden Grundplatte hat man sich nun ebenfalls verabschiedet, stattdessen ist sie nun größer und eckig, mit abgeschrägten Kanten. Die vorapplizierte Wärmeleitpaste ist nun ebenfalls großflächiger und quadratisch. Wir sind gespannt ob sich Unterschiede bei der Leistung auftun werden.

Ein Highlight der H100i RGB Platinum ist die aufgebohrte RGB-Beleuchtung des Pumpengehäuses. Bei der H100i Pro war RGB zwar auch schon ein Thema, jedoch konnte zu jeder Zeit nur eine Farbe leuchten. Die Platinum bietet jetzt 16 unabhängig adressierbare LEDs. Nun können also mehrere Farben gleichzeitig, Farbverläufe und unzählige Effekte dargestellt werden. Man wird aber nicht von der erleuchten Erschlagen, Corsair versteht es wie immer diese ansprechend dezent einzusetzen. Ein entsprechendes Mainboard wird bei Corsair selbstredend nicht benötigt, alles wird per USB und die iCue Software gesteuert.

Im Inneren werkelt dieses Mal zu Überraschung eine Pumpe von CoolIT, bei der H100i Pro setzen man noch auf eine Asetek Gen 6. Corsair spendiert ihr wieder eine umfassende Steuerung. Laut unseren Informationen – und so war es auch bei der H100i Pro – sollte sich die Pumpe in den Stufen Extreme, Balanced und Quiet steuern lassen. Die Software ermöglicht uns jedoch lediglich die beiden Modi Extreme und Quiet, Balanced lässt sich nicht einstellen. Auch die Drehzahlen des Quiet-Modus entsprechen eher des Balanced-Moud der H100i, fallen also mit fast 2400 U/Min recht hoch aus. Ob sich das mit einem Update noch ändert, oder die neue Pumpe nicht ganz so regelfreudig ist, werden wir sehen. Sollte sich dahingehend noch etwas tun, werde wir das natürlich ergänzen.
Da alles über den internen Controller und die iCue Software läuft, muss sich der User keine Gedanken über Dinge wie Anlaufspannung, erlaubten Regelbereich etc. machen. Der Einfluss auf die Lautstärke ist dabei enorm, von der Leistung müssen dabei kaum Einbußen gemacht werden.

Auch die Lüfter und dessen Beleuchtung werden über die Software gesteuert, darauf gehen wir etwas später ein. Der Nachteil, wenn die Pumpeneinheit als komplexe Steuerzentrale dient, liegt in der Anzahl der Kabel. USB, Strom, 3-Pin und RGB-Anschlüsse gehen von dieser ab und wollen verstaut werden. Zumindest die Lüfter Kabel könnte man unserer Meinung nach besser durch den Sleeve zum Radiator führen, wie es z.b. Fractal Design bei der Celsius S24 macht, damit wäre zumindest ein Teil der vielen Kabel schon beseitigt.

Beim Radiator wird wie üblich ein 240mm Aluminiumkühlkörper eingesetzt, der mit 20FPI ein respektable Dichte vorweisen kann. Die Maße liegen wie üblich bei 276mm x 120mm x 27mm. Wie üblich ist auch die Verarbeitung, nämlich großartig. Sauber lackiert, so gut wie keine unregelmäßigen Lamellen und der Corsair Schriftzug rundet den Eindruck ab. Auch die Schläuche sind wie immer knickfest gesleevt, aber flexibel genug. Die Länge beträgt gute 35 cm, also auch hier kein Grund zur Kritik.

Die Lüfter sind schließlich die nächste große Neuerung. Nicht nur gegenüber der H100i, sondern allgemein, da es diese mit diesem Drehzahlbereich so bisher nicht zu kaufen gibt. Corsair liefert wieder Exemplare der ML Serie mit Magnetlagerung, also dem Besten was Corsair aktuell im Angebot hat. Konkret handelt es sich um in der Geschwindigkeit etwas veränderte ML120 Pro RGB. Dabei sei erwähnt, dass bereits einer dieser Lüfter mit einer UVP von 25€ daherkommt, der Straßenpreis ist nur unwesentlich geringer. Man bekommt hier also schon was Hochpreisiges und nicht irgendeinen 0815 Lüfter. Die ML120 überzeugen mit einer sehr wertigen und robusten Verarbeitung und Hartgummiecken sorgen für die Entkopplung.

Die niedrige Minimaldrehzahl von 400 U/Min hat man erfreulicherweise unangetastet gelassen, die maximale Drehzahl hingegen von 1600 U/Min auf ganze 2400 U/min angehoben. So möchte man auch sehr hohe Abwärme wie etwa von TR-Systemen gerecht werden, ohne das Silent-Fans Abstriche hinnehmen müssen. Die Flexibilität ist durch den hohen Drehzahlbereich in jedem Fall vorbildlich.
Zu dem bietet die Corsair H100i Platinum einen Zero-RPM Modus, bei dem die Lüfter bis zu einer Flüssigkeitstemperatur von 45 Grad stillstehen. Eine Überhitzung oder verringerte Lebensdauer muss dabei also nicht befürchtet werden.

Kurz zur Beleuchtung. Durch vier RGB- LEDs in der Nabe können die Lüfter ansprechend beleuchtet werde. Das Licht verteilt sich dabei schön weich über die Flügel. Natürlich sind auch hier eine Multicolor-Beleuchtung, sowie diverse Effekte möglich. Eine so extreme Varianz wie etwa bei den Corsair LL oder HD Lüftern ist zwar nicht möglich, dafür verliert man durch den dünnen Rahmen der ML120 keine Leistung, was beim Einsatz auf einem Radiator unserer Meinung der richtige Weg ist!

Montage

Montageablauf auf einem Sockel 2011(-3) System

  • Radiatormontage
  • eindrehen der Doppelgewindebolzen
  • Kühler aufsetzen
  • mit Muttern fixieren
  • Kabel anschließen

Als erstes werden die Lüfter auf den Radiator geschraubt. Wie mittlerweile gewohnt sind die Schrauben etwas zu lang und müssen schmerzlos in die Lamellen gedrückt werden. Das macht überhaupt nichts, da dort kein Wasser geführt wird, kann Neulinge aber erstmal abschrecken. Mit den kurzen Schrauben und Unterlegscheiben wird dann der Radiator am Gehäuse montiert.
Die Installation der Pumpeneinheit ist dann denkbar einfach. Auf Sockel 2011-3 müssen nur die Abstandsbolzen eingedreht werden, die Pumpe darauf platziert und mit Muttern festgezogen werden, fertig. Die Kabel für Strom, Lüfter und RGB lassen sich je nach Gehäuse noch gut verstecken, das USB Kabel ist hingegen ein Preis, der für die digitalen Features gezahlt werden muss.

Temperaturen

Serienlüfter

Auf maximaler Drehzahl knackt die H100i Platinum die magische Grenze von 30k, was bisher nur wenigen gelungen ist. Das haben bisher nur AiOs mit Push/Pull, dickerem Radiator, oder noch höheren Drehzahlen geschafft.

Auf 50% PWM bleiben ca 1100-1200 U/Min übrig und hier gibt es dann keine großen Überraschungen. Die H100i Platinum positioniert sich genau dort, wo wir sie erwartet haben –  eine gute Leistung.

max U/Min50% PWM
Aio Wakü benchmark vergleich intel
Aio 50% PWM Benchmark vergleich

Referenzlüfter

Mit den Referenzlüftern verhält sich die H100i Platinum genau wie ihr Vorgänger die H100i Pro. Die leichten Leistungsverluste im unteren Drehzahlbereich bringen nur ein mäßige Platzierung im Ranking, weil dieses extrem dicht gestaffelt ist. In der Summe erlaubt die H100i Platinum sich keine Patzer und kühlt auf derm erhofften Niveau.

1500 U/Min1000 U/Min
aio referenz max
aio benchmark 1000

Lautstärke

Die enormen Drehzahlen sorgen für die entsprechende Geräuschkulisse. Das macht im Alltag natürlichen keinen Spaß mehr, ist aber auch überhaupt nicht notwendig. Trotz über 50 dB(A) lässt sich aber auch gutes Berichten: Einzig das Luftgeräusch ist vernehmbar, also kein Rattern, Heulen oder Brummen.

max U/Min50% PWM
aio lautstärke max drehzahl
aio lautstärke max drehzahl

Lautstärke der Pumpe

aio pumpen lautstärke

Auf voller Geschwindikeit ist die Pumpe vergleichsweise ruhig und leiser als der Vorgänger. In ruhiger Umgebung ist sie durch ein Summen auszumachen. Der Quiet* Modus drosselt das Geräusch merkbar.

Fazit

Corsair rundet seine AiOs weiter ab und macht die H100i in der Platinum Ausführung noch stimmiger. Auch wenn es sich unterm Strich nur um etwas Feintuning handelt, ist das Update doch gerade für RGB-Fans sehr willkommen. Das Corsair RGB beherrscht haben sie mit ihren Produkten schon oft unter Beweis gestellt und diesem Anspruch wird auch die H100i Platinum gerecht. Dennoch wird Design hier nicht über Funktion gestellt, so haben die Lüfter also „nur“ LEDs in der Nabe, verschenken aber auch keine Leistung durch einen breiten Leichtrahmen. Die Beleuchtung der Pumpe selbst dürfte aber jeden RGB-Liebhaber glücklich stimmen – geschmackvoll und vielfältig in perfekter Mischung.

Bei der reinen Leistung gibt es keine Überraschungen. Die AiO kühlt so gut wie man es von ihr erwartet. Die Pumpe ist durch den Wechsel leider nicht mehr so herausragend leise wie bei der „Pro“ aber auch einem guten Niveau. Die Lüfter sind richtig gut, haben eine ordentliche Effizienz und begeistern durch ihr leises Lager.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

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