HyperX Cloud II im Test

HyperX Cloud II Review

Kingston hat bereits vor einiger Zeit seine Gamingsparte HyperX um das Cloud II erweitert. Da wir bereits den Vorgänger im Test hatten, haben wir es uns nicht nehmen lassen auch einen kritischen Blick auf das Cloud II zu werfen. Die wohl größte Neuerung ist dabei die integrierte Soundeinheit. Wie sich das Gamingheadset in der Praxis schlägt wurde auf den folgenden Seiten niedergeschrieben.

HyperX Cloud II im Überblick

Verpackung und Lieferumfang

Die in schwarz und rot gehaltene Verpackung hält viele Informationen zum HyperX Cloud II bereit und besticht mit einer detailgetreuen Abbildung des Headsets auf der Front. Auch auf der Rückseite werden vor allen Dingen Impressionen vom Produkt genutzt, um die wichtigsten Features zu erklären. Die Verpackung beherbergt einen extra Karton, in welchem man das Headset samt Zubehör eingebettet ich weichen Schaumstoff vorfindet.

Das Zubehör fällt sehr umfangreich aus und beinhaltet neben einer sehr ausführlichen Anleitung, einen extra Aufbewahrungsbeutel, einen Flugzeug-Adapter von einer auf zwei Klinken, eine Kabelfernbedienung sowie ein Paar Verlour-Ohrpolster.

Technische Daten

Kopfhörer

  • Typ geschlossen
  • Treiber 53 mm
  • Frequenzbereich 15 – 25.000 Hz
  • Impedanz 60 Ohm +/- 30%
  • Schalldruckpegel 98 +/- 3dB
  • Klirrfaktor 2%
  • Geräuschisolation 20 dB
  • Kopfbügelanpressdruck 5 N

Mikrofon

  • Richtcharakteristik Kardoid
  • Frequenzbereich 100 – 12.000 Hz
  • Impedanz 2.2 kOhm
  • Grenzschalldruckpegel 105 dB
  • Mikrofonarmlänge ca. 15 cm

Allgemein

  • Gewicht ohne Kabel 320 Gramm
  • Kabellänge 1 + 2m
  • Anschluss USB
  • Kabelfernbedienung
  • integrierte Soundlösung
  • modulares Mikrofon

HyperX Cloud II im Detail

Wie auch schon das erste Cloud vermittelt das HyperX Cloud II einen hervorragenden Qualitätseindruck. Hierfür ist nach wie vor die hochwertige Materialwahl verantwortlich. Denn anstatt auf große Mengen an Plastik zu setzen, bietet das HyperX Cloud II mit Softtouchlack veredelte Oberflächen, Leder und gebürstetes, rot bzw. schwarz eloxiertes Aluminium. Die optische Gestaltung ist man im Vergleich zum Vorgänger etwas agressiver angegangen. So wird das von Schwarz dominierte Erscheinungsbild durch mehrere, gekonnt platzierte rote Akzente ordentlich in Szene gesetzt. Das Cloud II gibt es übrigens auch in einer limitierten weiß-pinken Ausführung oder komplett schlicht in schwarz-grau.

Die Formgebung der Ohrmuschelgabeln erinnert auf den ersten Blick an einen Kopfhörer von Beyerdynamic. Für das Grundgerüst des HyperX Cloud II und auch das des bereits getesteten Qpad QH-90 zeichnet sich allerdings der hierzulande eher unbekannte Hersteller Takstar verantwortlich.

Das Headset wird mit zwei Paar Ohrpolstern ausgeliefert. Während die lederbezogene Variante bereits im Auslieferungszustand montiert wurde, muss das flauschige Pendant selber angebracht werden. Dank 2cm dicken, viskoelastischem Schaum bieten beiden Polstervarianten dabei einen hohen Tragekomfort. Die Velourpolster sorgen dabei für etwas weniger Druck im bassbereich, sodass das Klangbild etwas freier wirkt.

Mit einem Innendurchmesser von 70 x 45 mm findet das Cloud II auch auf größeren Ohren Platz, ohne Quetschungen zu verursachen. Der weich gepolsterte Kopfbügel wurde mit einer schwarzen Stickerei und einer imposanten roten Naht verziert. Der Federstahl-Kopfbügel kann beidseitig in sieben Rasterstufen maximal 35mm verlängert werden und lässt sich so individuell an verschiedene Kopfgrößen anpassen.

Das flexible Schwanenhalsmikrofon wird über einen 3,5mm Klinkenstecker an die linke Ohrmuschel des Headsets angesteckt. Wird das Mikrofon mal nicht benötigt, dann lässt es sich problemlos und schnell entfernen. Der Anschluss kann mit der beiliegenden Kappe verblendet werden.

Die simple und ebenfalls mit Softtouchlack beschichtete Kabelfernbedienung steuert die Lautstärke des Headsets und beherbergt gleichzeitig die Soundeinheit. Über entsprechende Buttons kann die Mikrofon- und Kopfhörerlautstärke angepasst werden. Zudem lässt sich auf Knopfdruck eine 7.1. Emulation aktivieren. Des Weiteren bietet die Fernbedienung die Möglichkeit das Mikrofon kurzzeitig über einen kleinen Schieberegler an der Seite stummzuschalten.

Das Anschlusskabel kommt mit angeschlossener Fernbedienung auf eine Länge von 2m und lässt sich bei Bedarf mit dem beiliegenden Adapter auf eine Gesamtkabellänge von 4m verlängern. Kingston hat dem Cloud II zudem einen Textilsleeve spendiert.

Praxis und Klangcheck

Im Praxischeck möchten wir zum einen die klangliche Komponente bewerten aber auch auf den Tragekomfort eingehen. Da wir keine professionellen Messgeräte für einen Soundcheck besitzen wird an dieser Stelle ein subjektiver Eindruck der Klangqualität wiedergegeben. Um die Kopfhörer mit entsprechend hochwertigen Signalen zu befeuern verwenden wir für den Hörtest am PC eine dedizierte Soundkarte. Eine Creative Sound Blaster Z dient dabei für die Signalverarbeitung. Für den Test werden im Treiber sämtliche Einstellungen zur Klangverbesserung deaktiviert, um die reine Leistung des Kopfhörers besser beurteilen zu können. Bei Kopfhörern mit eigener Soundlösung wird natürlich der Sound dieser bewertet.

Klangcharakteristik

Das HyperX Cloud II überzeugt, wie auch schon sein Vorgänger, durch eine hohe Dynamik sowie eine satte Klangfarbe. Gerade der Hochtonbereich besticht durch seine hohe Auflösung und punktet mit einer klaren und detailreichen Wiedergabe. Der Tieftonbereich präsentiert sich kraftvoll und überzeugt durch einem voluminösen Bass. Abgerundet wird der Gesamteindruck durch den präsenten Mitteltonbereich.

Dem Headset gelingt es eine angenehm breite Bühne abzubilden, was nicht nur für ein intensive Musikerlebnis sorgt, sondern auch beim Gaming eine gute rämliche Darstellung erzeugt. Per Knopfdruck lässt sich zusätzlich noch 7.1. emulieren, was hier nochmal für eine kleine Steigerung sorgt. Eine präzise Ortung der Gegner ist damit bei Spielen wie CS:GO jederzeit gut möglich. Das „Mittendrin-Gefühl“ war beim bereits getesteten Roccat Kave 5.1 allerdings noch einen Tick besser. Allerdings hat das Cloud II im direkten Vergleich die Nase bei der Qualität der Klangwiedergabe deutlich vorne, vor allen Dingen was die Authentizität betrifft.

Etwas vermisst haben wir eine Software mit der man die Soundwiedergabe mit einem Equalizer noch etwas an die eigenen Präferenzen anpassen kann.

Sprachqualität

Die Sprachqualität des Mikrofons wurde im mehren Teamspeak- und Skype-Sessions ausführlich analysiert. Das verwendete Kondensatormikrofon liefert eine natürlich klingende und sehr klare Qualität. Der Popschutz aus Schaumstoff erfüllt seine Aufgabe gut und unterdrückt Atemgeräusche weitestgehend.

Tragekomfort

Sowohl die flauschigen als auch die mit Leder überzogenen Ohrmuschelpolster sorgen, grade auch dank des dicken Polsterrings, für einen sehr hohen Tragekomfort. Der Lederbezug dichtet die Ohren etwas besser ab, was gefühlt in einer minimal besseren Tieftonleistung mündet. Dafür neigt man hier aber auch eher zur Schweißbildung. Mit den flauschigen Ohrpolstern wird die sehr gute Abschottung von Umgebungsgeräuschen etwas entschärft.

Der vergleichsweise starke Anpressdruck von 5 N kann sich in der Umgewöhnungsphase nach mehrstündiger Benutzung unter Umständen durch ein leichtes Druckgefühl bemerkbar machen. Dafür hält das Headset aber auch ruckartigen Bewegungen stand, ohne zu verrutschen.

Durch den verstellbaren Kopfbügel lässt das HyperX Cloud II problemlos an unterschiedliche Kopfgrößen anpassen.

Fazit

Das HyperX Cloud II liefert, wie schon das ursprüngliche Cloud, eine sehr gute Gesamtvorstellung ab und kann sowohl in Spielen als auch beim Musikhören mit einem kraftvollen Klangbild und einer hohen Dynamik überzeugen. Die Abstimmung wirkt allerdings hin und wieder etwas basslastig, weshalb wir uns gewünscht hätten im Treiber mittels Equalizer Einfluss nehmen zu können. Positiv zu erwähnen sei noch die sehr gute räumliche Darstellung und die gute 7.1 Emulation. Die dadurch erzeugte Spieltiefe, das brauchbare Mikrofon und die gute Abschottung von Umgebungsgeräuschen ergeben ein gelungenes Gesamtpaket, welches hervorragende Vorraussetzungen fürs Gaming bietet.

Auch bei der Verarbeitungsqualität und Materialwahl gibt es nichts auszusetzen, das HyperX Cloud II zeigt sich auch hier von seiner besten Seite. Der umfangreiche Lieferumfang sorgt darüber hinaus, unter anderem mit einer Transporttasche und einem Paar Wechselohrpolster, für das Tüpfelchen auf dem i. Wer das Headseit sein Eigen nennen möchte, der muss dafür aktuell ca. 86€ berappen, für das Gebotene ein durchaus akzeptabler Preis. Wer eine gute dedizierte Soundkarte sein Eigen nennt, der kann auch auf das mit nur 67€ günstigere HyperX Cloud ohne interne Soundeinheit zurückgreifen.

Die gebotene Leistung prämieren wir mit unserem Gold Award.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen