Lian Li UNI FAN TL LCD Lüfter im Test

Displays haben auf AiOs schon lange Einzug gehalten. Bei den UNI FAN TL LCD stattet Lian Li nun auch Lüfter mit kleinen Bildschirmen aus. Wir haben die Lüfter ausprobiert und die Leistung verglichen.

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Lian Li UNI FAN TL LCD Series Lüfter, Dreierpack, Inklusive Controller, Standard Blade, Daisy-Chaining, Fluid Dynamic Bearing, 120mm, Schwarz
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Technische Daten

Maße125x125x28 mm
Drehzahlbereich0, 350-1900 rpm
Fördervolumen62 CFM
statischer Druck2.9 mmH2O
Lautstärke27 dBA
LagerFDB
Beleuchtung– ARGB-Beleuchtung
– Daisy-Chain
– integriertes Display
Preis
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Lian Li UNI FAN TL LCD im Detail

Lieferumfang

Im dem Paket sind drei UNI FAN TL LCD enthalten, sowie der Uni-Hub Controller und ein Verbindungskabel von Controller zu Lüfter. Davon liegt jedoch leider nur eines bei. Das heißt, man muss die drei Lüfter direkt aneinander gesteckt betreiben. Hier wäre ein zweites Kabel sinnvoll gewesen, um einen unabhängigen Betrieb zu ermöglichen. Zur Montage liegen Schrauben und ein Klebepad bei. Die Lüfter werden auch einzeln verkauft, allerdings ist der Controller zwingend notwendig!

Design und Anschluss

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Vom grundlegenden Design hat Lian Li die TL LCD in Richtung der SL-INF gehalten, was einen hohen Wiedererkennungswert bietet. Auch die UNI FAN TL LCD haben die „Infinity Mirror“-Beleuchtung an zwei Seiten. Die Fläche wurde dabei nun bis zu den Rändern geführt und geht ineinander über, wenn man die Lüfter im Daisy-Chain betreibt.

Ergänzend wird eine Beleuchtung über Lichtleisten am Rand und vorn geboten. Schon allein von der Beleuchtung her ist das wirklich gelungen. Angesteckt im Daisy-Chain gehen nicht nur die Spiegelflächen ineinander über, sondern auch die RGB-Akzente auf den Flächen.

SL-INF (hinten) und TL LCD (vorn)

Die Lüfter können ausschließlich mit dem Controller genutzt werden, der wie bei Corsair iCUE-Link einen PCIe-Stecker zur Stromversorgung benötigt. Der Controller kann bis zu 7 TL LCD Lüfter versorgen, maximal drei an einem Port.

Für mehr LCD-Lüfter ist ein weiterer Controller notwendig, bei 13 soll das Limit erreicht sein. Auf der Webseite von Lian Li steht weiterhin der Hinweis, dass die TL LCD nur an den Ports 2, 3 und 4 angeschlossen werden sollen, in der Anleitung jedoch nicht. Etwas verwirrend. Ohnehin sollte Lian Li nach unserer Ansicht allmählich mal über einen universellen Controller für alle Produkte nachdenken. Die aktuellen TL LCD und TL RGB teilen sich zwar einen Controller, können aber nicht per Daisy-Chain miteinander verbunden werden.

Die Flächen der Ecken und damit auch sichtbare Schrauben werden von Gummielementen abgedeckt, ein schönes Detail.

Display auf den Lüftern

Das Feature schlechthin befindet sich natürlich auf der Nabe in Form eines 1,6“ großen LCD. Der Bildschirm kann wie bei AiOs für Logos, Animationen, Videos und Systeminformationen genutzt werden. Technisch überzeugt er. Die Darstellung ist mit 400×400 Pixeln angenehm scharf und auch schön hell. Natürlich muss man bei dem kleinen Format darauf achten, dass die Inhalte auch vernünftig aussehen. Der Screen befindet sich nur auf einer Seite. Wer ihn z.B. bei einsaugenden Bodenlüftern sehen möchte kann auf das „Reverse“-Modell mit umgekehrtem Luftstrom zurückgreifen.

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Selbst wenn man nicht unbedingt Fan von solchen Spielereien ist, muss man doch zugeben, dass der Screen eine gewisse Faszination hat und cool aussieht. Rein zu dekorativen Zwecken kann man beispielsweise Logos anzeigen, bei Videos/Animationen die in Dauerschleife laufen, sieht das schnell recht wild aus.

Besonders spannend sind natürlich Systemdaten und hier bietet die L-Connect 3 Software nach unserer Ansicht etwas wenig Möglichkeiten. Im Prinzip gibt es lediglich fünf Optionen: Temperatur und Auslastung von CPU und GPU und die Lüfterdrehzahl, die bei mittels Daisy-Chain gesteckten Lüftern immer gleich ist (eine einzelne Ansteuerung ist nur über getrennte Ports möglich).

Hier wären ein paar weitere Sensoren wünschenswert, da man die Möglichkeiten so nach 3-5 Lüftern bereits ausgereizt hat, wenn man von den unterschiedlichen Designvorlagen mal absieht. Die Farben der Vorlagen kann man anpassen. Toll wäre es gewesen, wenn die Lüfter beispielsweise eigene Temperatursensoren hätten wie die QX120.

Lian Li erwähnt auf der Produktseite, dass die CPU-Last bei der Anzeige von Sensordaten erhöht wird und empfiehlt maximal 3. Tatsächlich kann sich die Sensoranzeige doch sehr deutlich auf die Leistungsaufnahme der CPU auswirken:

Laut Software läuft ein 13600K bei 3 Logos auf den LCDs bei 13 Watt im Leerlauf. Ein Sensor und zwei Logos führen bereits zu 20W. Sind 3 Sensordaten aktiviert sind es allerdings 32 Watt. Bei einem zweiten System mit 5800X stieg die ausgelesene Leistungsaufnahme der CPU von 22W (Logos) auf 29W (1Sensor) bzw. 42 Watt mit drei Sensoren. Ein Mehrverbrauch wurde auch mittels Stromkostenmessgerät bestätigt. Dazu kommt der ja ohnehin erhöhte Verbrauch durch die Bildschirme. Die erhöhte Last führt natürlich auch zu einer höheren CPU-Temperatur. Der 5800X klettert im Idle von 35 Grad auf 50 Grad, die man sich dann auf dem Display ansehen darf.

Beim Thema RGB wartet L-Connect 3 mit vielen Effekten und eigenen Anpassungsmöglichkeiten auf. Gerade die Effekte die von Lüfter zu Lüfter wandern sehen stark aus. Dabei lassen sich zwei Zonen konfigurieren.

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Die Lüfter sind mit 28 mm dicker als Standardlüfter, was beim Platzbedarf beachtet werden muss.

Kommen wir kurz noch auf die inneren Werte zu sprechen. Die maximale Drehzahl liegt bei 1900 U/min. Sie kann auf niedrige 350 RPM reguliert werden und dabei sind die Lüfter angenehm leise. Aus der Nähe kann man ein leichtes Sirren hören, das im Bereich von 600-700 U/min auch mal etwas stärker hervortritt. Eine Stoppfunktion erlaubt es sogar die Lüfter abzuschalten.

L-Connect 3 bietet Steuerungsoptionen durch eine Lüfterkurve anhand der CPU und GPU-Temperatur. Auch hier wären weitere Sensoren wünschenswert. Es gibt auch vordefinierte Profile.

Durch die Sync-Funktion kann aber auch ein PWM-Anschluss zur Steuerung verwendet werden, um den Controller kommt man aber nicht herum.

Nun schauen wir was die Lüfter leisten!

Temperatur und Lautstärke der UNI FAN TL LCD

Wir untersuchten die Leistung mit einer 240-mm-AiO auf einem i5-13600K bei 181Watt und protokollieren die durchschnittliche Kerntemperatur über einen Zeitraum von 10 Minuten nachdem das System eine halbe Stunde mittels prime95 aufgeheizt wurde. Die Werte sind auf 20 Grad normiert.

Bei maximaler Drehzahl von 1900 U/min erreichen wir ~45 dB(A), was etwas lauter als die Noctua NF-A12x25 ist, aber wesentlich leiser als die Corsair iCUE-Link Lüfter und auch leiser als die SL-INF. Mit 69 Grad bildet man aber auch knapp das Schlusslicht. Die UNI FAN TL ohne Screen haben mit 2600 U/min eine höhere Drehzahl und können hier sicher stärker/lauter performen.

Temperatur
(avg Core)
Schalldruck
Corsair RX12067,3 °C52,5 dB(A)
Corsair QX120 RGB68 °C52,7 dB(A)
Noctua NF-A12x25 PWM68,4 °C44,3 dB(A)
Lian Li UNI FAN TL LCD69,3 °C45,3 dB(A)
Lian Li UNI FAN SL-INF69,1 °C47 dB(A)

Bei einheitlicher Lautstärke sieht das hingegen anders aus. Zwar bleibt die Referenz außer Reichweite, doch die QX120 werden geschlagen und die Uni Fan TL LCD performten auf dem Radiator so gut wie die RX120. Im Vergleich zu den SL-INF konnten wir keinen Unterschied feststellen.

Temperatur
(avg Core)
Schalldruck
Corsair RX12071,5 °C40 dB(A)
Corsair QX120 RGB72,5 °C40 dB(A)
Noctua NF-A12x25 PWM69,9 °C40 dB(A)
Lian Li UNI FAN TL LCD71,640 dB(A)
Lian Li UNI FAN SL-INF71,340 dB(A)
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Ergänzend haben wie die UNI FAN TL LCD und SL-INF noch in einem Fractal Design North XL als Gehäuselüfter (drei in der Front) verglichen. Verbaut ist ein 5800X und eine RTX 3080, die mit prime und Kombuster ausgelastet wurden.

CPUGPUSchalldruck
Lian Li UNI FAN TL LCD71,167,249,8
Lian Li UNI FAN SL-INF71,467,149,2

Bei maximaler Geschwindigkeit gibt es hier keinen gemessenen Lautstärkevorteil. Die Front des Gehäuses erhöht bei beiden Lüftern die subjektive Lautstärke deutlich, die SL-INF neigen etwas mehr zum Dröhnen, aber die Lüfter werden ähnlich laut gemessen. Die Temperaturen unterscheiden sich so gut wie nicht.

CPUGPUSchalldruck
Lian Li UNI FAN TL LCD73,567,940 dB(A)
Lian Li UNI FAN SL-INF73,868,540 dB(A)

Reguliert auf 40 dB(A) sehen wir ebenfalls eine ähnliche Leistung. Mit minimalen „Vorteilen“ für die TL LCD.

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Fazit

Die Lian Li UNI FAN TL LCD sind außergewöhnliche Lüfter. Was hier optisch geboten wird ist schon stark. Selbst ohne LCD machen die Lüfter mit ihrer Beleuchtung, gerade im nahtlosen Daisy-Chain, eine tolle Figur. Aber der Screen ist natürlich was Besonderes, lädt zum Spielen ein und bietet ganz neue Optionen das System zu gestalten. Wir hätten uns hier in der Software aber noch mehr Sensordaten gewünscht. Außerdem geht das Anzeigen der Sensordaten mit einer recht deutlich erhöhten Leistungsaufnahme der CPU einher, was den Eindruck schmälert. Beim Lieferumfang des Dreierpacks sollte optimalerweise ein weiteres Kabel beiliegen, damit die Lüfter auch unabhängig voneinander betrieben werden können.

In Sachen Lüfterperformance können wir auf Basis der Stichproben Positives berichten. Leistung/Lautstärke passen und der Drehzahlbereich gibt genug Raum für einen leisen bis gar lautlosen Betrieb, dank Lüfterstopp. Beinahe zu erwarten: Die Lüfter sind sehr teuer. Rund 150€ für den Dreierpack samt Controller bzw. 47€ pro Stück werden fällig, wenn man den extravaganten Auftritt wünscht.

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Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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