SilentiumPC Ventum VT4V EVO TG ARGB im Test

SilentiumPC Ventum VT4V Evo TG ARGB Test

SilentiumPC hatte mit dem Astrum AT6V bereits gezeigt, dass sie Gehäuse mit hervorragendem Airflow anbieten. Das Ventum VT4V EVO TG ARGB bietet ebenfalls wieder eine Mesh-Front, vier ARGB-Lüfter und ist dabei noch günstiger.

Technische Daten und Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich zu den benötigten Schrauben, vier Slotblenden und Kabelbinder. Die Blenden verraten dabei schon, dass die Verbauten rausgebrochen werden müssen.

Ebenfalls mitgeliefert wird ein kleiner RGB-Controller, der jedoch bereits im Gehäuse verbaut ist. Das Faltblatt gibt eine grobe Orientierung über die Features des Gehäuses.

SilentiumPC Ventum VT4V EVO TG ARGB
Maße (BxHxT)210 x 485 x 440 mm
MaterialStahl, Kunststoff, Glas
Gewicht6,5 kg
Mainboard-FormatATX, mATX, mini-ITX
Anschlüsse Front1x USB Typ-C
2x USB 3.0-A,
Audio In/Out
Powerbutton
Reset
CPU-Kühler-Höhemax. 159 mm
Grafikkarten-Länge345 mm (inkl. Frontlüfter)
Laufwerke2x 3.5″
3x 2.5″
Radiator Frontmax. 360 mm (25 mm)
Radiator Deckelmax. 240 mm (30 mm)
Radiator Heck120 mm
Lüfter Front3x 120 mm/2x 140 mm (3x 120mm vorinstalliert)
Lüfter Boden
Lüfter Deckel3x 120 mm/2x 140 mm
Lüfter Heck1x 120 mm
Dämmungnein
Lüftersteuerungja – (Fan Hub)
RGB-Beleuchtungja – (ARGB-Lüfter)

Außen

Ohne aktiven Beleuchtung ist der SilentiumPC Ventum VT4V EVO als schlicht zu bezeichnen und ist ein typischer Midi-Tower dieser Preisklasse. Heißt, dass an einem recht einfach Stahlkorpus eine formgebende Front angesteckt ist. Charakteristisch sind diesem Fall die abgerundeten Seiten des Mesh-Elementes.

Das Kunststoffbauteil lässt sich einfach abziehen. Dahinter verbaut der Hersteller gleich drei 120mm ARGB Lüfter die Luft durch das Gitter ziehen. Zusätzlich ist ein 120 mm ARGB Lüfter im Heckt verbaut, was bei dem Preis schon bemerkenswert ist. Auf einen gesonderten Staubfilter wird verzichtet, das das Mesh bereits recht feinporig ist und groben Schmutz draußen hält.

Der Übergang von Front auf den Stahlkorpus ist gleichmäßig, auch die angeschraubte Glasscheibe sitzt sehr gut. Zwar wird diese einfach mit sichtbaren Mutternbefestigt, die Passform und Spaltmaße sind jedoch einwandfrei, was für den Preis nicht selbstverständlich ist. Einen massiven Bunker sollte man aber nicht erwarten!

Auf dem Front-Element ist das einfache I/O-Panel mit Power, Reset und zwei USB-A-Ports sowie den Audioanschlüssen integriert. Der Reset-Button kann alternativ zum Durchschalten der RGB-Beleuchtung genutzt werden. Auch der Deckel ist einfacher Machart, besteht jedoch vollständig aus Stahl. Das ausgeschnittene Lüftergitter stellt Platz für zwei Lüfter mit 120/140mm zur Verfügung und ist mit einem einfachen magnetischen Staubfilter abgedeckt.

Noch einfacher ist der eingeklemmte Staubschutz am Gehäuseboden realisiert, der dann die geringe Preisklasse deutlicher zeigt. Das ist jetzt aber auch kein Deal-Breaker und geht in diesem Fall klar.

Innen

Der Innenraum des SilentiumPC Ventum VT4V EVO sieht auf den ersten Blick etwas zerklüftet aus. Zahlreiche Öffnungen, Ausschnitte und Streben durchziehen den an sich klassischen Aufbau mit zwei getrennten Bereichen. Manschetten für die Kabeldurchführungen gibt es nicht, dafür sind alle Positionen gut erreichbar.

Der Netzteiltunnel ist perforiert und ermöglich so nicht nur passive Netzteile, sondern bietet auch zwei Montagepunkte für 120 mm Lüfter, die die GPU Unterstützen. Da er durchgehend bis zur Front geht und hier kein Ausschnitt gemacht wurde, sind allenfalls nur sehr flache 360 mm Radiatoren kompatibel.

Wie bereits angesprochen sind die Slotblenden leider zum herausbrechen. Anders als bei einigen Kolink-Gehäusen ist das Material jedoch dick genug um nicht sofort zu verbiegen und SilentiumPC liefert vier Blenden zu verschließen mit. Daher ist das in Ordnung.

Im Deckel beträgt der Abstand zur Mainboard-Oberkante ca. 53 mm, hier dürfen Radiatoren maximal 240 bzw 280 mm groß sein. Gerade bei den 280er spielt die maximale Tiefe ein Rolle, mit 240er AiOs fährt man besser. Luftkühler werden bis lediglich 159 mm unterstützt, so dass unser Noctua NH-U12S so gerade passt. Hier hätten wir uns 1-2 mm mehr gewünscht, um über die kritische Größe von 160mm zu kommen.

Die Rückseite überrascht mit einem Lüfter und RGB-Hub. Auch hier wieder mit Blick auf die Preisklasse ein bemerkenswertes Extra. An der Steuerung können je fünf Lüfter und fünf ARGB-Stecker angeschlossen werden und werden gemeinsam gesteuert. Die Stromversorgung wird über SATA realisiert.
Dank des beiliegende Nano Reset ARGB Controllers lässt sich die Beleuchtung auch ohne passendes Mainboard steuern, in dem der Reset-Button des Gehäuses zu diesem Zweck umfunktioniert wird.

Hinter dem Tray lassen sich weiterhin drei SSD anschrauben und zwei HDDs kommen bei Bedarf in den sehr einfach und fest vernieteten HDD-Käfig. Es gibt keine Qualitätsmängel zu beanstanden, die Fertigung ist aber insgesamt nicht aufwändig und eher einfach.

Die Netzteilposition ist großzügig bemessen und auch mit einem längeren ATX-Netzteil bleibt Stauraum für anfallende Kabel

Die digitale RGB-Beleuchtung der Lüfter macht aus dem dezenten Gehäuse schließlich einen Hingucker für Freunde bunter LEDs. Die Ausleuchtung zeigt naturgemäß Hotspots in der Mitte, aber auch eine schöne Verteilung über die Flügel.

Temperaturen und Lautstärke

Wie schon das AT6V liefert auch das VT4V herausragend gute Temperaturen im Bereich der CPU. Die Grafikkarte wird in der Werkskonfiguration etwas wärmer, befindet sich aber auf einen guten Niveau.

Die Lautstärke ist bedingt durch die offene Front tendenziell etwas höher, hält sich aber im angenehmen Rahmen!

Fazit

So ziemlich alles an dem SilentiumPC Ventum VT4V EVO TG ARGB schreit nach einer Preis-Leistung-Empfehlung und dies kann das Gehäuses auch ohne radikale Abstriche erfüllen. Man erhält natürlich kein Materialmonster, Features und Platzangebot sind im Vergleich zu hochpreisigen Gehäusen beschränkt, aber für das Geld bietet SilentiumPC eine überdurchschnittliche Qualität an.

Die Optik kann über das einerseits dezente Design, aber auch mit vier ansprechenden ARGB-Lüftern überzeugen. Wieder einmal beweist SilentiumPC außerdem, dass sie den Airflow nicht vergessen und so liefert das Gehäuse erneut exzellente Temperaturen bei der CPU.

Zu beachten und beanstanden ist lediglich, dass das Platzangebot hier und da etwas knapp ist. Sowohl für AiO-Wasserkühlung und reine luftgekühlte Systeme gilt es hier genau aufzupassen.

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