be quiet! Dark Rock Slim im Test

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dark rock slim slider

Mit dem Dark Rock Slim hat be quiet! eine schlanke Variante des Dark Rock Premiumkühlers herausgebracht. Diese gewährleistet maximale RAM-Kompatibilität, ein Thema, bei dem die großen Dark Rock Varianten durchaus ihre Probleme haben. Dank Silent Wings 3 und schwarzer Keramikbeschichtung soll der be quiet! Dark Rock Slim auch über eine hohe Kühlleistung verfügen.

be quiet! Dark Rock Slim Details

Technische Daten

be quiet! Dark Rock Slim
Maße ohne Lüfter (H x B x T)159 x 127 x 50mm
Maße mit Lüfter (H x B x T)159 x 127 x 72 mm
MaterialKupfer, Aluminium
Gewicht625 g (mit Lüfter)
Heatpipes4 x 6 mm – Bodenplatte vernickelt
Kompatibilität Intel1156/1155/1150/1151/2011-3/2066
Kompatibilität AMDAM4/AM3+/AM3/AM2+/AM2/FM2+/FM2/FM1
Derzeitiger Preisab ca. 49€

Silent Wings 3
Maße120 x 120 x 25 mm
Bohrungen120er
Anschluss4 Pin (PWM)
Regelbereich (angegeben)1500 U/Min
Regelbereich (gemessen)180 – 1450 U/Min
Lautstärke
Luftdurchsatz
statischer Druck
LagerFDB

Verpackung und Lieferumfang

lieferumfang
Lieferumfang

Die ansprechend gestaltete Verpackung schützt den Kühler mithilfe einer Schaumstoffhülle selbst bei ruppigem Transport. Der Lieferumfang ist auf das Montagematerial zzgl. Wärmeleipaste und ein zweites Paar Lüfterklammern beschränkt. Der gelobte Schraubendreher des Dark Rock (Pro) 4 ist dieses Mal nicht dabei. Das Montagematerial der anderen Dark Rocks wurde eins zu eins übernommen. Beim Handbuch beschränkt be quiet! sich nun jedoch auf die Deutsch/Englische Ausführung, man hat nun nicht mehr einen ganzen Stapel in diversen Sprachen dabei.

Impressionen


Ohne Frage ist auch der be quiet! Dark Rock Slim eine Schönheit und greift das Design seiner großen Brüder auf. Der gesamte Kühler ist mit einer schwarzen Keramikbeschichtung überzogen, die auch einen Performancevorteil bringen soll.Optisch ist sie zumindest grandios, allerdings auch etwas empfindlich im Bezug auf die Lüfterklammern. Sollte man sich an den kleinen Kratzer stören, die unweigerlich auftreten werden, hat sich bei uns ein kleiner Tupfen mit einem Edding bewiesen, der dies unsichtbar korrigiert.

Wie immer hat be quiet! den Kühler auch mit einem gebürstetem Aluminiumdeckel ausgestattet und die Heatpipes mit Kappen versehen. Hier wird wirklich was fürs Auge geboten, dagegen wirkt die Konkurrenz aus Österreich dann doch etwas karg.

be quiet! Dark Rock Slim
be quiet! Dark Rock Slim

Einer der größten Kritikpunkte von Dark Rock 4 und Dark Rock Pro 4 war die RAM-Kompatibilität. Während der Doppelturmkühler nahezu alle Ram-Slots überragte, versperrte auch der kleinere Singletower mindestens einen Slot. Hier soll nun also der schlankere Dark Rock Slim ansetzen. Mit 72 x 127 x 159.4 (T x B X H) ist er deutlich kompakter als der Dark Rock 4, insbesondere in der Tiefe. be quiet! geht hier also nicht den Weg eines asynchronen Designs, lässt damit aber auch linksseitigen RAM auf LGA 2011/2066 frei. Egal welchen noch so extravaganten Arbeitsspeicher man links oder rechts vom Sockel verbaut, der Dark Rock Slim steht dem nicht im Weg.

be quiet! Dark Rock Slim
be quiet! Dark Rock Slim

Dennoch ist der Dark Rock Slim kein Zwerg, sondern ein ausgewachsener 120er Tower im Stil von U12S, Ben Nevis Advanced, Kotetsu und Co. Insbesondere die Höhe von knapp unter 160mm ist bezüglich des Gehäuses zu beachten. Mit dem Lamellenkörper wurde auch die Zahl der Heatpipes reduziert und zwar auf lediglich 4 (von 6 beim Dark Rock 4). Damit bewegt man sich quantitativ im Durchschnitt der Mittbewerber. Wir hätten uns angesichts von Preis- und Qualitätsklasse eine fünfte gewünscht, die weiterhin dem U12S vorenthalten bleibt – wir sind gespannt auf den Vergleich!

dark rock slim Heatpipes
4x 6mm Heatpipes

Der Preisklasse angemessen verfügt der Dark Rock Slim über eine polierte und vernickelte Bodenplatte und setzt nicht auf das zweifelhafte direct-touch Prinzip. Der Lamellenabstand liegt bei ca 2mm, durch die Abstufung an der Austrittsseite soll sowohl die Kühlleistung als auch die Geräuschentwicklung optimiert werden, Stichwort turbulente Strömung. Auf der Lüfterseite ist die Oberfläche konkav und vermindert damit den Totpunkt direkt hinter Lüfternabe – alle Register wurden gezogen.

Die Verarbeitung des Dark Rock Slims ist schichtweg hervorragend. Die Lamellen stehen absolut parallel, sind perfekt entgratet und die Beschichtung ohne jede Fehlstelle. Auch die Bodenplatte ist makellos poliert und beschichtet. Selbst wenn gezielt nach Makeln geschaut wird, wird man kaum fündig, was eben den Unterschied zur niedrigen Preisklasse ausmacht. Den Mehrwert muss letzlich jeder für sich bestimmen.

Heatpipekappen


Um die Luftzufuhr kümmert sich ein Silent Wings 3, also das Top-Modell von be quiet!. Mit 1500 rpm weicht der Lüfter minimal von der Retail-Variante mit 1450rpm ab und auch die Ecken unterscheiden sich etwas. be quiet! bleibt weiterhin bei Bohrungen auf halber Lüfterstärke und macht den Dark Rock Slim inkompatibel zu anderen Lüftern, von der Saugseite abgesehen. Wir würden uns hier in Zukunft die Verwendung eines Standardlüfters wünschen.

be quiet Dark Rock Slim

Mittels PWM erreicht der Silent Wings 3 Geschwindigkeiten von 180 bis 1480 und gibt diese, trotz 6Pol Motors, auch korrekt aus. Der Drehzahlbereich ist also enorm und erlaubt einen lautlosen Betrieb. Das FDB Lager sorgt für einen sehr ruhigen Lauf, selbst bei niedrigsten Drehzahlen wo insbesondere viele günstige Konkurrenten patzen.

Montage

Montageablauf auf einem Sockel 2011(-3) System

  • einschrauben Doppelgewindebolzen
  • Montagerahmen mit Schrauben fixieren
  • WLP auftragen
  • Montagebrücke auflegen und Kühler mit Schrauben fixieren
  • Lüfter montieren

Die Montage des Dark Rock Slims ist insgesamt sehr gelungen und gut gelöst. Der Lüfter muss für die Montage vom Kühler entfernt werden. Bei LGA2011/2066 entfällt die Backplate und auch AM4-User können bzw. müssen die mitgelieferte Backplate das Mainboards nutzen. Es müssen lediglich die Gewindebolzen in den Sockel/Backplate geschraubt werden und darauf die Montagestege mit Kreuzschlitzschrauben befestigt werden.

be quiet Dark Rock Slim
be quiet Dark Rock Slim

Nachdem die Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen wurde, wird der Bügel über den Kühler gelegt und den Prozessor aufgesetzt. Auch wenn der Bügel leider nicht fest ist, hält er dank Einkerbungen an seiner Position. Das System muss dafür jedoch hingelegt werden. Auch gibt es keine fixen Federschrauben, sondern lediglich lose Kreuzschlitzschrauben. Beim Festziehen sollte man im Wechsel arbeiten, bis der Kühler handfest ist.

Im Gegensatz zu unseren damaligen Samples vom Dark Rock 4 (Pro) hat der Dark Rock Slim kein Spiel mehr.

be quiet! Dark Rock Slim Temperaturen

Serienlüfter

Bei der Standardausstattung gilt es zu beachten, dass die Drehzahlen der unterschiedlichen Lüfter stark voneinander abweichen können.

Referenzlüfter

be quiet! Dark Rock Slim Lautstärke

Die Umgebungslautstärke beträgt 33.5 dB(A) die es bei den Messungen zu berücksichtigen gilt.

be quiet! Dark Rock Slim Fazit

Insgesamt hat der Dark Rock Slim von be quiet! bei uns einen ganz hervorragenden Eindruck gemacht. Die eigentlich einzige Schwäche ist sein derzeit hoher Preis von 49€. Den Mehrwert zu ähnlich leistungsfähigen, aber günstigen Kühlern kann man zum Teil noch mit dem tollen Lüfter und der erstklassigen Verarbeitung rechtfertigen, gerade im Hinblick auf die hauseigene Konkurrenz wird es aber schwer. Der Dark Rock 4 kostet zum Teil kaum 5€ mehr. Er lässt die Ram-Slots zwar nicht so konsequent frei, sollte aber in den meisten Systemen dennoch Platz finden.

Unabhängig davon ist der schmale Tower aber nahezu perfekt. Die Verarbeitungsqualität lässt keinen Raum für Kritik, was auch für das optische Finish gilt. Wir sehen perfekte Lamellen, eine sauber gearbeitete Bodenplatte, einen gebürsteten Aludeckel und die Heatpipekappen runden das Gesamtbild ab. Soviel Optik und Qualität bekommt man nirgends und hier hebt man sich eben von der günstigeren Konkurrenz ab.

Die Kühlleistung liegt auf seinem sehr guten Niveau, ohne Ausreißer. Die Stärke ist dabei natürlich das sehr leise Betriebsgeräusch, sogar auf maximaler Lüftergeschwindigkeit agiert der Dark Rock Slim leise. Die Laufruhe des Silent Wings 3 tut ihr übriges.

Sucht man einen kompakten 120er Tower ohne Kompromisse, ist der Dark Rock Slim eine sehr gute Wahl!

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Abschließend wollen wir uns noch bei be quiet! für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

weiterführende Links

Herstellerlink
Preisvergleich

be quiet! Dark Rock Slim

Fazit

Schön, leise und recht leistungsstark. Der Dark Rock ist auch in „Slim“ eine Empfehlung – nur etwas teuer

Overall
8.2/10
8.2/10
  • Kühlleistung (40%) - 7.5/10
    7.5/10
  • Lautstärke (30% - 9/10
    9/10
  • Montage (20%) - 8.5/10
    8.5/10
  • Preis/Leistung (10%) - 7.5/10
    7.5/10

Pros

  • guten Kühlleistung
  • sehr leiser Lüfter
  • Optik
  • Verarbeitung

Cons

  • etwas teuer

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