be quiet! Light Mount TKL im Test

Die Light Mount von be quiet! hatte uns im damaligen Test aufgrund des sehr leisen Tippgeräuschs und der Konfigurationsmöglichkeiten überzeugt. Heute schauen wir uns die Light Mount TKL an, die den Nummernblock einspart, aber dafür Optimierungen und neue Funktionen bietet.

Anzeige

Technische Daten

Maße (LxBxH)-358.0 x 213 x 43.6 mm (mit Handballenauflage)
-358.0 x 132 x 43.6 mm (ohne Handballenauflage
Gewicht0,77 kg (ohne Handballenauflage)
MaterialKunststoff, Aluminum
TastenkappenPBT double Shot
Switchesbe quiet! Silent Tactile (schwarz)
– taktil
– 55g
– Auslöseweg 2mm
– geschmiert

Variante:
be quiet! Silent linear (orange)
-linear
– 45g
– Auslöseweg 2mm
-geschmiert
Hot-Swapja
Anschluss– USB
weitere Merkmale-Dämmung
-Beleuchtung
-Drehregler
-Handballenauflage
-Quick Tap
-Konfiguration mit Webcenter und Software
Preis
Amazon.de: € 119,90*
*Affiliate-Link: Wenn du über so einen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop eine Provision. Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 18. September 2026 um 03:31 Uhr. Hier angezeigte Preise können sich inzwischen geändert haben - weitere Infos

be quiet! Light Mount TKL im Detail samt Praxiseindruck

Der Lieferumfang setzt sich aus der Tastatur, der Handballenauflage, Kabel, Switchwerkzeug und einem Handbuch zusammen. Vieles in Tüten verpackt.

be quiet! wagt beim Design erstmal keine Experimente bei der kleineren Version. Die Light Mount TKL sieht fast so aus als habe man den Nummernblock einfach abgeschnitten. Somit ist das Design grundlegend schlicht: Schwarze Tasten auf schwarzem Gehäuse mit einer schönen Platte aus gebürstetem Aluminium. Diese sorgt für ein schönes Finish und gleichzeitig auch für einen stabilen Eindruck.

Anzeige

Wie die große Version hat auch die TKL-Variante der Light Mount einen Drehregler aus Metall in der linken Ecke samt Button. Mit diesem ändert man die Lautstärke, umprogrammieren ist möglich. Er sitzt etwas nah an den anderen Tasten, uns stört das aber nicht.
Was neben dem Nummernblock auch fehlt, sind die Makrotasten auf der linken Seite. Stattdessen wurden drei davon über den Funktionsblock neben die F-Tasten gesetzt. Somit fehlen die Tasten „Druck“, „Rollen“ und „Pause“.
Weitere Sonderfunktionen wie etwa Medienfunktionen sind über die FN-Ebene realisierbar, aber nicht als Standardbelegung programmiert und auch nicht auf den Tasten aufgedruckt.

Die Light Mount TKL verfügt natürlich auch über eine umfangreiche ARGB-Beleuchtung. Dabei hat man eine LED unter jeder Taste, einzeln steuerbar und auch wieder die große Lichtleiste hinten, sowie die dezente Beleuchtung am Rand. Die Lichtleiste fällt auch hier recht hell und großflächig aus. Schon bei dem großen Modell konnte das dafür sorgen dass die Lichtleiste entweder allgemein zu dominant ist, oder im Bildschirm reflektiert. Eine Deaktivierung oder auch das Dimmen per Software ist möglich, was sich nun auch speichern lässt.

Die Ausleuchtung der Tasten wäre prinzipiell im Norden stärker, da dort die LEDs sitzen. Entsprechend hat be quiet! die Tastenbeschriftungen konsequent oben platziert und einen Diffusor auf den LEDs verbaut, sodass ungleiches Ausleuchten nicht auffällt und sämtliche Zeichen sind auch im Dunkeln gut lesbar.

Für angenehmen Komfort sorgt eine gepolsterte Handballenauflage, die magnetisch an der Tastatur hält. Zudem ist die Light Mount TKL wie üblich in zwei Stufen aufstellbar über die Standfüße am Boden.

Anzeige

Bei den Tastenkappen setzt be quiet! auf Bewährtes. Solide PBT-Tastenkappen (Doubleshot) sitzen auf den sehr leisen be quiet!-Schaltern, die nun in der V2 verbaut sind. Erneut gibt es die Wahl zwischen taktilen, schwarzen Schaltern und linearen, orangen Schaltern. Wir haben hier die schwarzen Schalter vorliegen. Die V2 der Schalter soll stärkere Kontakte und eine optimierte Schmierung bieten und zukünftig in allen Dark Mount und Light Mount-Tastaturen verbaut werden.

Wie bereits im Test der Light Mount erwähnt haben die schwarzen Schalter ein eher sanft taktiles Tippgefühl und die Dämpfung macht den Anschlag recht weich. Dieses sanfte Tippgefühl ist nicht so klar, wie man es bei einem harten, definierteren Anschlag kennt und könnte beim Wechsel davon etwas schammig wirken. Dafür ist das Geräusch aber sehr leise, woran maßgeblich die Schalter beteiligt sind. Die Dämpfung (3 Schichten) im Gehäuse schluckt noch etwas Körperschall und Hall, letztlich sind es aber die Switches, die für das leise Tippgeräusch sorgen. Wie mittlerweile üblich sind die Switches dank Hotswap einfach zu ersetzen. Ein Unterschied zu der V1 ist beim Tippen für uns schwer auszumachen und zu benennen. Im direkten Vergleich scheint die neue Version etwas agiler und eine Spur klarer auszufallen. Die Leertaste und die Backspace-Taste waren insgesamt aber deutlich leiser, wirken noch eine Spur stabiler mit noch weniger Stabilisatorengeräusch. Allerdings ist unser Vergleichsmodell seit längerem im täglichen Einsatz, so dass der Vergleich mit einem frischen Modell schwierig ist.

Auch die großen Tasten fallen bei der Akustik kaum auf. Die Leertaste ist mit Schaumstoff ausgefüllt und klingt auffallend unauffällig. Die Stabilisatoren der großen Tasten sind geschmiert. Es fiel allerdings ein leicht matschiges Tippgefühl dieser Tasten auf. Auf Basis der ersten Light Mount können wir sagen, dass sich dieses wohl noch legt und etwas „eingetippt“ werden muss, solange hatten wir die TKL aber nicht in Gebrauch. Gerade die Leertaste wirkte bei unserem Modell schon recht teigig und bewegte sich gefühlt etwas behäbiger. Wie gesagt vermuten wir, dass das noch besser wird, wenn sich das Schmiermittel etwas verteilt hat. Glauben ist aber nicht Wissen!

Anzeige

IO Center Software

be quiet! bietet zwei Optionen zur Konfiguration an: Das IO Center als installierte Software und das IO Center als Webanwendung im Browser, ohne Installation. Damit sind ein paar Funktionen weniger verfügbar.
Das IO Center bietet viele Optionen und hat sich seit dem Release erweitert. So zeigt die Software nun auch Systeminfos an und kann zur Steuerung von be quiet!s IO-Produkten wie der Light Loop IO LCD und dem Dark Power Pro 14 IO genutzt werden.

Tastenbelegungen können auch in einer zweiten Ebene (FN-Kombi) nahezu vollkommen frei konfiguriert werden, was die Tastatur sehr flexibel macht. Bei den Makros können nun bis zu 999 Ereignisse definiert werden, wo die original Light Mount noch auf 58 kam.

Beleuchtung kann in zwei Zonen eingestellt werden

Auch die Beleuchtungseinstellungen sind umfangreich und hier gibt es eine gute Nachricht für Softwaremuffel, die sich von der Lichtleiste der Light Mount gestört fühlten. Die Beleuchtungseinstellungen im Punkt „Allgemein“, die auf der Tastatur gespeichert werden, ermöglichen es jetzt über „Zonen“ die Lichtleiste getrennt vom Tastenfeld zu konfigurieren, sprich auch zu deaktivieren während die Tastenbeleuchtung aktiv bleibt. Auch ohne Software bleibt diese Einstellung aktiv und kann auch über das Webcenter vorgenommen werden.

Komplexere Settings mit bis zu 10 Layern erfordern die Software im Hintergrund

Die detaillierteste Konfiguration der Beleuchtung ist in „benutzerdefiniert“ in der Software verfügbar wo jede Taste oder festgelegte Bereiche über einzelne Schichten (bis zu 10) getrennt eingestellt werden können. Diese Settings sind jedoch nur aktiv, wenn die Software läuft. Neu ist der reaktive „Ripple“-Effekt und eine LED-Farbkalibrierung.

Anzeige

Auch neu ist bei der Light Mount TKL die Quick-Tap-Funktion (SOCD). Mit dieser Funktion, die sich im IO-Center oder per Tastendruck aktivieren lässt, wird bei gleichzeitiger Eingabe zweier definierter Tasten die letzte priorisiert, was in Spielen schnellere Richtungswechsel ermöglicht. Fünf Paare können definiert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Funktion ggf. als „Cheat“ bzw. als Sperrgrund gelten kann. be quiet! prüft noch, ob die Funktion auch auf die Full-Size-Tastaturen kommen kann.

Fazit

Die Light Mount TKL knüpft nahtlos an die Light Mount an, ist durch den Verzicht auf den Nummernblock und eine Tastenreihe für die Makros aber eben deutlich kompakter. Dennoch haben es drei Makrotasten auf die Tastatur geschafft und per konfigurierbarer Doppelbelegung kann man sich zahllose Funktionen auf das reduzierte Tastenfeld legen. Zudem gibt es ein paar Verbesserungen.

Die alten Stärken bleiben erhalten: Saubere Verarbeitung, solide PBT-Tastenkappen, hervorragend leise Schalter in neuer Generation mit dem gewohnten eher weichen Tippgefühl – möchte man ein möglichst klares, definiertes Tippgefühl, sind die gedämpften be quiet!-Schalter jedoch nicht die ideale Wahl. Alles ist vereint in einem dezenten Design mit einer Platte aus Aluminium. Auf Wunsch wird es deutlich bunter und auffälliger, wenn man die Beleuchtung nutzt. Die etwas zu dominante Lichtleiste bekommt man nun auch ohne laufende Software dauerhaft getrennt vom übrigen Tastenfeld in den Griff. Für die komplexeren, individuellen Beleuchtungsettings ist die Software weiterhin erforderlich.
Neu ist außerdem die SOCD-Unterstützung, die je nach Spiel kritisch bewertet werden kann, was aber eine generelle Eigenschaft dieser Funktion ist und nichts, was man be quiet! ankreiden kann. Es gibt im Vergleich zum FullSize-Modell außerdem mehr Ebenen für die Beleuchtung und umfangreichere Makros sind möglich.
Die Handballenauflage sorgt neben der geringen Lautstärke für weiteren Komfort bei der Nutzung. Sie ist war nicht besonders tief, reichte uns aber vollkommen.

Der Preis von 139€ (UVP, Marktpreis zum Testzeitpunkt schon darunter) ist im Vergleich zur Fullsize-Variante auch in Ordnung, zumal es eben einige Optimierungen gibt. Wir vergeben für die Light Mount TKL den Gold-Award.

Anzeige
Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

* Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du über so einen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop eine Provision. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Hier angezeigte Preise entsprechen dem angegebenen Stand (Datum/Uhrzeit) und können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Es gelten die Angaben, die zum Kaufzeitpunkt auf der jeweiligen Händler-Website angezeigt werden.
Anzeige
0 Kommentare
Älteste
Neuste