Cherry XTRFY K33 Compact Wireless im Test

Durch die „,mem-chanical“ Technologie will Cherry XTRFY mit der K33 Compact Wireless eine Tastatur bieten, die Eigenschaften von Membrantastaturen mit dem Tippgefühl von mechanischen Schaltern vereint. Das Ganze auch noch relativ günstig: Für ~60€ gibt es die kabellose Tastatur samt RGB-Beleuchtung.

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Technische Daten

Maße (LxBxH)310 x 125 x 35 mm
Gewichtca. 650 g
TastenkappenABS, Siebdruck
SwitchesRubberdome „mem-chanical“
Betätigungskraft 20 cN
Hot-Swap
Anschluss– USB
– 2,4 Ghz Funk
– Bluetooth
weitere Merkmale-Beleuchtung
-IP54
Preis
Amazon.de: € 59,90*
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Cherry XTRFY K33 Compact Wireless samt Praxiseindruck

Die Tastatur kommt eingeschlagen in Papier zusammen mit einem einfachen USB-Kabel und einem kleinen USB-Empfänger, der sich an der Unterseite der Tastatur befindet. Die Verpackung ist im typischen schwarz-rot gehalten.

Die Cherry XTRFY K33 Compact Wireless ist dank des typischen 75% Layout wirklich sehr kompakt und kommt gerade einmal auf 312 mm in der Breite. Das Gewicht von ~650 Gramm ist dennoch solide und zeigt sich auch an der robusten Fertigung. Auch wenn die Tastatur komplett aus Kunststoff besteht, wirkt sie stabil und ist beispielsweise deutlich stabiler als die GMBK, die wir zuletzt getestet hatten. Es gibt unter Druck nur leichtes Knarzen wenn man die Tastatur verbiegen will, wobei sie nur wenig nachgibt.

Das Format ist typischerweise recht gedrungen, die K33 macht hier keine Ausnahme. Das zeigt sich vor allem bei fehlenden Tastenabständen in der F-Reihe sowie durch das Einrücken diverser Funktionstasten und der Pfeiltasten. Man benötigt also etwas Eingewöhnungszeit, wenn man von einer Fullsize kommt.

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Auf der Unterseite gibt es Stellfüße mit einer Höhe und rückseitig findet man den Schalter für den Betriebsmodus (Bluetooth, Aus/Kabel, 2.4 GHz Funk), sowie den mit Gummieinsatz verschlossenen USB-Anschluss zum Aufladen und dem Kabelbetrieb. Kabel und 2.4 GHz Funk bieten eine Polling Rate von 1000 Hz. Bei Bluetooth kann mittels Tastenkombi aus 3 Verbindungen gewählt werden.
Somit stehen drei Betriebsmodi zur Verfügung und die K33 ist damit sehr flexibel. Eine Angabe zur Akkulaufzeit haben wir nicht gefunden und auch nicht ermittelt. Klar ist, dass sie von der Art der Verbindung als auch von der gewählten Beleuchtung abhängig ist. Die Aufladung darf laut Hersteller nicht über ein Schnellladeadapter erfolgen.

Cherry bietet bei den F-Tasten eine Doppelfunktion, die mit auf die Tasten aufgedruckt ist. Dabei gibt es typische Medienfunktionen und auch die RGB-Beleuchtung wird darüber gesteuert, eine Software gibt es nicht.

Die Tastenkappen sind einfach gehalten und lassen den Einstiegspreis erkennen. Sie bestehen aus ABS, sind mit 1.4 mm aber doch recht dickwandig. ABS-Kappen lassen zwar das Enthusiastenherz nicht höher schlagen und auch wenn PBT-Kappen im Preisbereich bis 60€ bei kabelgebunden Tastaturen bereits zu finden sind, geht das bei einer kabellosen Tastatur bei dem Preis noch in Ordnung. Man muss halt kurzfristig mit Glanz usw. rechnen.

Die Beschriftung auf den Tasten ist aufgedruckt (Siebdruck), das sieht man auch je nach Licht ganz gut. Während wir über die Haltbarkeit keine Vermutungen anstellen wollen, natürlich hat man aber gewissen Bedenken bzgl. Abnutzung, hat dies den Nachteil dass die Beschriftung nicht lichtdurchlässig ist. Die RGB-Beleuchtung erfüllt also einen rein dekorativen Zweck, in dem die Zwischenräume Beleuchtet werden und hilft nicht beim Erkennen bei wenig Umgebungslicht.

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Ohnehin hat man keine individuelle Beleuchtung je Taste, sondern 7 Effekte, die man durchschalten kann. Die Beleuchtung erscheint gleichmäßig, aber wie gesagt trägt sie nicht zur Lesbarkeit bei.

Kommen wir nun zu den Schaltern: Cherry hat die Rubberdome-Schalter „mem-chanical“ getauft, was eine Mischung aus Membran und mechanisch suggeriert. In Summe sollen sie das Tippgefühl einer mechanischen Tastatur bieten und dieses mit dem leisen Betriebsgeräusch und günstigen Preis einer Membran-Tastatur vereinen. Mit „nur“ 10 Mio. Anschlägen ist die Lebensdauer sehr viel geringer spezifiziert als die von mechanischen Schaltern.

Was der Lebensdauer der Tastatur hingegen zuträglich sein kann, ist der Schutz vor Staub und Spritzwasser nach IP54. Dazu wurde sogar eine Drainage eingelassen, damit Flüssigkeit abfließen kann. Sicher nicht verkehrt, wenn man beim Gaming mal etwas achtloser mit einem Getränk hantiert.

Bei der Lautstärke erinnert die K33 wirklich an eine Mischung. Der Anschlag ist quasi so leise wie bei einer Rubberdome und gerade bei sanften Betätigungen ist die Tastatur ohnehin recht leise. Beim alltäglichen Tippen kommt aber eine klackernde Kunststoffakustik auf, die die K33 dann letztlich nicht so leise macht wie z.B. die GMBK Rubberdome und auch hat sie einen hohleren, auffälligeren Klang als eine leise, gedämmte mechanische Tastatur. Bei den großen Tasten wie der Leertaste und besonders stark bei der Entertaste gibt es ein hörbares Klappern/Rasseln, was den Gesamteindruck nochmal etwas trübt und recht klapprig erscheinen lässt, gerade wenn man längere Texte tippt. Ein Blick darunter zeigt, dass es keine geschmierten Stabilisatoren gibt, sondern lediglich Drahtbügel.

Das Tippgefühl hat dann doch überrascht, weil es doch mehr von mechanischen Switches hat, als erwartet. Kein grober Widerstand/Auslösung wie bei Membranschaltern, sondern eher ein leichtgängigeres Durchgleiten mit taktiler Charakteristik und einem Auslösepunkt, der vor dem Erreichen der maximalen Bewegung der Taste erreicht wird. Je nach Tippstärke endet dieses in einem etwas undifferenzierten Anschlag, ähnlich dem eines gedämpften Silent-Schalters. Bewegt man die Taste sehr sanft ist der Anschlagspunkt haptisch etwas schwammig, bei festem Tippen spielt es keine Rolle und fühlt sich lediglich etwas weich an.
Mit dem sanften gleiten hochwertiger, geschmierter Schalter kann die Bewegung zwar im Detail nicht mithalten und auch sonst wird nicht das hochwertige Tippgefühl von guten mechanischen Schaltern erreicht, aber insgesamt ist es gelungen und durchaus ein gewisser Mittelweg.

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Im Gegensatz zu einer mechanischen Tastatur mit hot-swap gibt es hier aber keine Möglichkeit das Tippgefühl anzupassen. Die Schalter lassen sich nicht tauschen. Auch hat Cherry nicht die Gelegenheit genutzt und keine MX-Stempel verwendet, wie es beispielsweise die Glorious tut. Somit ist es auch nicht möglich die Tastenkappen gegen andere Modelle zu tauschen. Schade!

Fazit

Mit 60€ ist die K33 Compact Wireless von Cherry für eine kabellose Tastatur im 75%-Layout sicher nichts, was den Geldbeutel sehr strapaziert, dennoch fällt es ihr schwer so richtig über den Preis zu punkten. Das liegt vor allem daran, dass es in dem Preissegment langsam echte mechanische Tastaturen gibt, die dann doch mehr bieten und so manch Sparmaßnahme störte uns. Aber nochmal von vorn:
Das Tippgefühl ist trotz Rubberdome-Technologie überraschend gelungen. Zwar ersetzen die „mem-chanical“ keine echte „Mecha“, aber das Tippgefühl der K33 war für uns deutlich angenehmer als das holprige Rubberdome-Getippe. Die Anschläge der Tasten sind weitestgehend sehr leise, die klackernde allgemeine Akustik sowie die deutlicheren Geräuschen der großen Tasten machen aus der K33 aber keine besondere Silent-Tastatur. Insgesamt waren wir von dem „mem-chanical“ durchaus positiv überrascht, auch wenn es wie gesagt kein Ersatz für eine mechanische Tastatur ist oder gar eine Rückbesinnung bewirken kann. Die drei Verbindungsmodi machen die Tastatur zudem flexibel nutzbar, sie ist außerdem stabil gearbeitet. Soweit so gut.

Dennoch wurde uns dann an einigen Stellen etwas viel gespart und es gibt Nachteile, die den Nutzen teilweise einschränken. ABS-Tastenkappen, die zwar recht dick sind, sind noch OK, aber gedruckte, unbeleuchtete Tastenbeschriftungen sind schade. Das macht die RGB-Beleuchtung, die vergleichsweise wenig Anpassung ermöglicht, zu einem reinem Dekoobjekt. Schade ist zudem, dass man für die Tastenkappen keine MX-Aufnahme realisiert hat, um sie bei Bedarf tauschen zu können. Damit bietet die Tastatur keine Individualisierungsmöglichkeiten, auch nicht bei den Schaltern. Die Haltbarkeit lässt sich natürlich nicht vorhersehen: Der stabilen Konstruktion samt IP54 stehen „nur“ 10 Mio Anschläge und aufgedruckte Legenden gegenüber.

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Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

Cherry XTRFY K33 Compact Wireless
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