
In diesem Test schauen wir uns die unauffällige PNY GeForce RTX 5060 Ti OC mit 8GB VRAM an und gucken besonders auf die Lautstärke und Kühlung der Grafikkarte mit Dual Fan Kühler.
Technische Daten
| Maße | ~245 x 120 x 40 mm, 2 Slots |
| TDP | 180 W |
| Speicher | 8 GB GDDR7 |
| Speicherbandbreite | 448 GB/s |
| Basistakt | 2407 MHz |
| Boosttakt | 2692 MHz |
| Interface | PCIe 5.0 x8 |
| Anschlüsse | DisplayPort 2.1b (x3), HDMI 2.1b |
| Preis | Proshop.de: € 428,66* |
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PNY GeForce RTX 5060 Ti OC 8GB Dual Fan im Detail
Die PNY 5060 Ti kommt in einem schlichten Karton, der keinen weiteren nennenswerten Lieferumfang beherbergt, lediglich ein Info-Zettel liegt bei. Auf der Verpackung gibt es noch die Angabe, dass man das OC-Modell vor sich hat und auf der Rückseite findet man noch einen Hinweis auf die VelocityX Software.

Die PNY GeForce RTX 5060 Ti OC ist überaus schlicht gehalten. Abdeckungen und Backplate sind Schwarz, was auch für die beiden Lüfter gilt, auf dessen Naben ein weißer PNY-Schriftzug ist.

Auch an der Seite sowie auf der Backplate sieht man im zu Schwarz kontraststarken Weiß die Beschriftung GeForce RTX 5060 Ti samt PNY-Logo. Eine ARGB-Beleuchtung gibt es nicht, das Ganze ist also eher unauffällig. Schwarz mit etwas Weiß fügt sich gut in viele Systeme ein. Die Bauweise wirkt solide, frei von Mängeln, man muss aber zunächst recht viel Schutzfolie abziehen.

Mit 9.65″ x 4.72″ x1.57″ (~245 x 120 x 40 mm ) ist die Karte kompakt und damit auch SFF ready. Auch optisch wird die flache Karte nicht viel Raum einnehmen.
Einen wesentlichen Teil nimmt das Dual-Fan-Kühlsystem ein, dessen Kühlkörper deutlich größer ist als die eigentliche Platine, die nur etwas über die Hälfte einnimmt. Im überstehenden Teil des Kühlkörpers, durch den sich kupferne Heatpipes ziehen, ist die Backplate luftdurchlässig, so dass ein Teil der Abwärme nach oben entweichen kann.

Der Stromanschluss, wobei die Karte mit einem 8-Pin-PCIe auskommt, befindet sich allerdings sehr weit vorn an der Platine und damit insgesamt sehr nah an der Slotblende. Je nach Gehäuse und dessen Kabeldurchführungen muss das Kabel möglicherweise von vorn nach hinten gelegt werden. Im Falle des von uns verwendeten Antec Flux Pro Noctua war die Position des Stromanschlusses hingegen sogar vorteilhaft, weil dort 1. Durchführungen sind und 2. dort kein Lüfter unterhalb der Grafikkarte montiert ist.

Anschlussseitig bietet die Karte einen HDMI-Port und drei DisplayPorts. Zur Anbindung an das System verfügt die Grafikkarte wie für die 5060 Ti üblich PCI Express 5.0 x8.

Es handelt sich hier um eine OC-Variante der GeForce RTX 5060 Ti 8GB, also eine mit einem leichten Taktplus ab Werk. Konkret hat die PNY GeForce RTX 5060 Ti OC einen spezifizierten Boost von 2692 MHz statt 2572 MHz. Anhand einer kurzen Stichprobe durch die Modelle dürfte die PNY damit eine der am flottesten ab Werk getakteten 5060 Ti sein. Die TDP bleibt bei den üblichen 180 Watt.

Auf Basis der aktuellen Blackwell-Architektur punktet die GeForce 5060 Ti GPU mit aktuellen Technologien für Spiele, nicht zuletzt besonders mit DLSS 4 und Multi Frame Generation, mit denen die Framerate deutlich gesteigert werden kann. Damit sind im Optimalfall im Vergleich zur letzten Mittelklassengeneration deutliche Framerate-Steigerungen möglich, wo man FPS erreicht, die sonst nur mit stärkeren und deutlich teureren Modellen möglich wären.
Der Zusatz im „Optimalfall“ ist wichtig, da trotz hoher erreichter FPS mit (Multi)Framegeneration auch die native Framerate hoch genug sein sollte, sonst leidet das Spielgefühl trotz hoher FPS. Es ergibt sich also ein besseres Spielgefühl wenn man native 60 FPS steigert, als native 30 FPS.

Die Spreu vom Weizen trennt sich bei der 5060 Ti sicherlich bei der VRAM-Ausstattung. Es gibt das Modell mit 16 GB oder wie hier mit 8GB GDDR7. Mit dem Interface von 128 Bit ergibt sich eine Bandbreite von 448 GB/s .
Die VRAM-Ausstattung bei dem Modell ist wohl DAS Thema. Einerseits ist VRAM aktuell sehr teuer, so dass hier ein echter Preisvorteil des 8GB bzw. viel mehr ein deutlicher Preisnachteil des 16 GB-Modell entsteht. Zum Zeitpunkt des Tests lag die Differenz bei 270€. Mit 430€ ist das 8GB-Modell für die eigentliche Leistung bezahlbar, während knapp 700€ deutlich mehr schmerzen und das Preis-Leistungsverhältnis schwierig machen.
Auf der anderen Seite können 8GB VRAM durchaus ein ziemlicher Einschnitt sein. So reicht die Leistung der 5060 Ti GPU prinzipiell für viele Spiele in FullHD und auch WQHD, der VRAM kann hingegen je nach Spiel zu knapp sein. Das kann sich entweder in geringeren FPS oder Nachladerucklern äußern, es gibt aber auch Spiele (oder Anwendungen), die mit 8GB VRAM nicht starten/abstürzen. Wir haben nicht die Möglichkeit das einzeln aufwändig zu Untersuchen und verweisen an dieser Stelle auf einen sehr ausführlichen Artikel zu der 5060 Ti mit 8GB auf computerbase.de
Neben Spielen ist die halbierte Speicherausstattung z.B. auch für KI-Aufgaben sehr bzw. zu knapp bemessen.
VelocityX Software und Overclocking
Die VelocityX-Software bietet zwei wesentliche Optionen: Manuelle Lüftersteuerung und Overclocking. Etwas versteckt findet man noch die Option das Powerlimit auf 110% zu erhöhen. Im Extremfall (Kombustor/Furmark) steigt damit der Verbrauch auf ca. 190Watt und bringt nur wenige MHz mehr. Die Temperaturen steigen ebenfalls.

Die Software bringt außerdem noch ein automatisches Overclocking mit. In einem nicht näher erkennbaren Verfahren sucht die Software automatisch nach Übertaktungssettings. Der Vorgang dauert bei uns ~ 50 Minuten und wir wurden mit +178 MHz bei der GPU und +200 MHz bei dem VRAM belohnt.
Ob diese Settings wirklich fehlerfrei sind, konnten wir nicht verifizieren, haben damit aber die Benchmarks mehrfach ohne Probleme wiederholt. Das Leistungsplus ist messbar hält sich allerdings im Rahmen.
Benchmarks
Testsystem
- AMD Ryzen 7700X
- NZXT N7 B650E
- 32 GB DDR5-Ram
- Antec Flux Pro Noctua Edition
- be quiet! Dark Power 14 1000W
Wie schon erwähnt haben wir keinen aufwändigen Testparcours zur Verfügung, möchten aber folgend ein paar Benchmarks der 5060 Ti, die natürlich bereits zu genüge getestet wurde, nicht vorenthalten:
3DMark

Im 3DMark haben wir jeweils die Standardsettings und das Overclocking verglichen.
| Standard | Overclocking | |
| Speed Way | 4180 | 4341 |
| Steel Nomad | 3753 | 3888 |
| Port Royal | 10585 | 11034 |
| Firestrike Extreme | 20253 | 21040 |
Shadow of the Tomb Raider
2560 x 1140 – Ultra
| Standard | Overclocking |
|---|---|
| 144 FPS | 150 FPS |
Black Myth: Wukong – Benchmark Tool
| 1920×1080, Kino, 100% | 55 fps |
| 1920×1080, Kino, 75% | 64 fps |
| 1920×1080, Kino, 100%, RT | 41 fps |
| 2560×1440, Kino, 55% | 52 fps |
| 2560×1440, Kino, 75% | 47 fps |
| 2560×1440, Kino, 75%, RT | 33 fps |
Procyon Benchmark-Suite
In Procyon haben wir sowohl die AI Image Generation als auch den Text Generation Benchmark durchlaufen lassen. Der Benchmark warnt bei 8GB VRAM bei einigen Tests davor, dass der VRAM zu knapp ist. Es kam sowohl bei StableDiffusionXL zum Absturz (ein zweiter Durchlauf klappte) als auch beim LAMA2 Test
| Stable Diffusion 1.5 | Stable Diffusion 1.5 Light | Stable Diffusion XL | |
|---|---|---|---|
| Punkte | 2241 | 28114 | 1695 |
| PHI 3.5 | Mistral 7B | LLAMA 31. | LLAMA 2 | |
|---|---|---|---|---|
| Punkte | 3067 | 3006 | 2098 | – |
Temperaturen, Lautstärke und Lüftergeschwindigkeit
Die Temperaturen und das Lüfterverhalten haben wir bei Last mit dem Kombustor beobachtet, mit dem wir die maximal möglichen 180 Watt abrufen konnten.
Im Leerlauf bzw. unter einer bestimmten Temperatur (ca. 58 Grad) stehen die Lüfter still und die Karte arbeitet dahingehend lautlos. Der Lüfter läuft dann mit einem dezenten Startboost von ca. 1300 U/min an, d.h. er beschleunigt ganz kurz und nicht störend über die eigentliche erste Drehzahl von gut 1000 U/min hinaus, die im Anschluss erreicht wird. Man hört ein kurzes dezentes Anlaufsurren.

Es folgt dann ein Anstieg, abhängig von der Temperatur. Bei der hohen Belastung des Benchmarks mit maximaler Leistungsaufnahme erreichte unser Modell im gut belüfteten Antec Flux Pro Noctua (Gehäuselüfter allerdings auf 700 rpm gedrosselt) zwischen 1400 und 1600 U/min. Im Bereich um 1500 U/min wurde die Karte hörbarer, aber nicht unangenehm und dürfte im Alltag kaum zwischen anderen Lüftern im System auffallen, weswegen wir die Kühlung der Karte doch als dezent/leise einordnen würden.

Die Temperatur lag bei ~72 Grad, bei 22.5 Grad Raumtemperatur und voller Auslastung. Die Lüfter haben dabei nicht ganz die Hälfte ihres Bereich ausgeschöpft (44%). Da ist noch viel Spielraum und teilweise lief die Karte auch noch etwas kühler und mit 100 bis 200 U/min weniger, je nach Einsatzgebiet.
Mit Erhöhung des Powerlimits und damit 190W folgten ~100RPM und 2 Grad mehr. Sprich konkret um die 1650 U/min und ~74 Grad. Im Kombustor führte dies zu ~30 MHz mehr, die sich also kaum lohnen. Im 3DMark war kein Unterschied eindeutig erkennbar.
Spulenfiepen war beim vorliegenden Modell/System durchaus ein Thema. So hört man, unabhängig der FPS, durch das typische Summen wenn die Karte belastet wird. Dies war bei ansonsten leisen Lüftern aus dem geschlossenen System, das auf dem Tisch stand, wahrnehmbar. Mit höherer Drehzahl der GPU und Gehäuselüfter war dieses Grundsummen nicht übermäßig störend.
Bei höheren FPS wird es stärker. Im dreistelligen Bereich kann man einen schwanken FPS Verlauf akustisch verfolgen. Das höhere Summen bei maximaler Leistungsaufnahme und hohen FPS war teilweise auffälliger als das eigentliche Rauschen der Lüfter und getrennt von dieses wahrnehmbar.
Fazit
PNY hat mit der PNY GeForce RTX 5060 Ti OC 8GB Dual Fan eine dezente, kompakte Interpretation einer RTX 5060 Ti im Angebot. Die Karte nimmt mit 2 Slots und nur 245 mm Länge nicht viel Platz im System ein und fügt sich aufgrund der Größe und des schlichten Designs auch unauffällig ein. RGB und auffällige Designmerkmale sind hier kein Thema.
Das Kühlsystem mit zwei Lüftern, das deutlich über die eigentliche Karte hinausragt, bewältigt die maximal 180-190Watt zuverlässig und arbeitet dabei auch recht unauffällig. Mit 0 RPM im Idle, einem unauffälligen Anlaufen und einer moderaten Zieldrehzahl (abhängig der Temperatur/ Gehäusebelüftung) arbeitete sie auch unter Last in Bezug auf die Lüfter zurückhaltend. Spulenfiepen war beim vorliegenden Exemplar klar wahrnehmbar, das ist allerdings ein individuelles Thema, was auch für den sehr weit vorn platzierten Stromanschluss gilt.
Mit 2.692 MHz (+- je nach Last) gehört die PNY 5060 Ti OC ab Werk zu den flotteren RTX 5060 Ti und machte auch die zusätzliche mit der VelocityX Software ermittelte Takterhöhung in den Stichproben ohne Probleme mit. Problematisch bleibt, unabhängig von diesem Modell, die Speicherausstattung von lediglich 8GB VRAM bzgl. einiger Spiele und KI-Workloads.
Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.







