Corsair Force MP600 1TB im Test

Corsair Force MP600 Review

Die Corsair Force MP600 setzt auf den aktuellen PCIe-4.0 Standard und wartet mit gigantischen Leistungsdaten auf. Wir haben die High-Speed-SSD auf einem X570 System getestet und mit älteren Generationen vergleichen!

Corsair Force MP600 im Detail

Einen gesonderten Lieferumfang bietet die MP600 von Corsair nicht. Die kleine SSD mit 1TB Kapazität ist in einem Schaumstoffpolster eingebettet und in einem schön gestaltetem Karton verpackt. Auf der kleinen Platine ist ein voluminöser und attraktiver Kühlkörper aufgebracht, der die pfeilschnelle Platine auf Temperatur halten soll.

Corsair MP600 Verpackung

Bei Datenraten bis 4.950 MB/s lesend und einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von bis zu 4.250 MB/s übertrifft die MP600 die PCIe-3.0 Specs und setzt auf den neusten 4.0 Standard. Zwar ist sie auch abwärtskompatibel und kann beispielsweise auf aktuellen Intel-System mit 3.0 Anbindung problemlos betrieben werden, die volle Performance wird bis dato aber nur auf AMD X570 Systemen mit entsprechender CPU erreicht.

Corsair Force MP600

Um die Leistung zu realisieren wird ein Phison-Controller (PS5016-E16) eingesetzt, der über 8 Kanäle verfügt. Zusammen mit dem NVMe 1.3 Protokoll und Toshiba 3D-NAND TLC Flashspeicher soll höchste Performance geboten werden. Tatsächlich werden die großzügig angegebenen 4K IOPS von 680k/​600k (lesen/schreiben) in der Praxis auch erreicht!

Corsair MP600 Montage

Die Montage der 1TB SSD ist schnell erledigt, wir wollen also direkt einen Blick auf die Benchmarks werfen.

MP600 Rückseite

Zuvor nochmal alle Daten im Überblick

Technische Daten

KapazitätLesenSchreibenIOPS LesenIOPS SchreibenTBW
500 GB4950 MB/s2500 MB/s420k550k900 TB
1 TB4950 MB/s4250 MB/s680k600k1,8 PB
2 TB4950 MB/s4250 MB/s680k600k3,6 PB

Die Garantiezeit liegt unabhängig vom Modell bei 5 Jahren.

  • NAND-Typ: Toshiba 3D TLC NAND
  • MTBF: 1,8 Mio. Stunden
  • Controller: Phison PS5016-E16
  • Protokoll: NVME 1.3
  • Formfaktor: M.2 2280 (PCIe 4.0 x4)

Corsair MP600 Benchmarks

Testsystem

  • Gigabyte X570 Aorus Master
  • AMD Ryzen 9 3900X
  • 32GB Ballistix Tactical Tracer RGB

Als Vergleichskandidaten dienen eine Samsung 960 Pro 1 TB und eine 1 TB Crucial M550 SATA SSD.

Anvil’s Storage Utilities

Corsair MP600 Anvil
Corsair Force MP600
Samsung 960 Pro Anvil
Samsung 960 Pro
Crucial M550 Anvil
Crucial M550

Unschwer zu erkennen, wie die Corsair MP600 die anderen beiden Kandidaten deklassiert. Mit einer Wertung von 18.8K übetrifft sie die Samsung 960 Pro um 50% Man sollte aber auch berücksichtigen, das die SSD 960 Pro schon seit dem Erscheinungstag stabil in unseren Systemem arbeitet.

Atto Disk Benchmark

Corsair MP600 Atto
Corsair Force MP600
Samsung 960 Pro ATTO
Samsung 960 Pro
Crucial M550 Atto
Crucial M550

Crystal Disk Benchmark

SSD Crystal Disk MP600

Unter optimalen Bedingungen erreicht die Corsair Force MP600 ihre angegebenen Werte und liefert auch sonst atemberaubende Ergebnisse.

Der Kühler sorgt bei leichtem Airflow bereits für gute Temperaturen. Die Force MP600 kam unter maximaler Belastung auf ~63 Grad und hält im Alltag ihre Performance aufrecht. Erst bei dauerhafter, maximaler Belastung bricht die Datenrate ein.

Fazit

Bei der PCIe 4.0 Premiere im SSD-Sektor lässt Corsair die Muskeln spielen. Die Corsair Force MP600* ist pfeilschnell und durchbricht die PCIe 3.0 Specs, die an sich schon üppig dimensioniert sind. Das Design überzeugt dabei optisch als auch funktional, denn der große Kühlkörper sieht so gut aus wie er kühlt. Für Notebooks ist die dadurch sehr große SSDs natürlich nicht mehr geeignet.

Der Test dient als Basis für kommende Vergleiche und zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der aktuellen Technik.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung
Corsair Force MP600

Fazit

PCIe 4.0 SSD mit sehr hoher Leistung und durchdachtem Kühler.

Wertung
8.5/10
8.5/10

Vorteile

  • extrem schnell
  • hohe Haltbarkeit (TBW)
  • Kühler leicht entfernbar
  • 5 Jahre Garantie

Nachteile

  • im Alltag keine spürbaren Vorteile zu einer PCIe 3.0 SSD
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