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*HBA*DIY*Holz+Kunstharz*Tagebuch*  

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Einleitung

In diesem Tagebuch, kleinem „DIY“, möchte ich euch zeigen wie man sich eine Handballenauflage(HBA) für die bequemere Benutzung einer Tastatur selbst herstellen kann.

Ein bisschen Theorie, paar Bilder und vermutlich viele Warnungen und aufgezeigte Fehler. Am Ende hoffe ich natürlich, dass eine einigermaßen schöne HBA dabei herauskommt.

 

Vor- und Frühgeschichte

Vor einigen Jahren wurde auch ich mit dem „Mecha-Virus“ infiziert. Unterschiedliche Tastaturen, Schalter, Tastenkappen austauschen und individualisieren. Das finde ich super.

Anfangs habe ich noch keine HBA benutzt, ich war da ein wenig skeptisch ob ich das überhaupt benötige. Irgendwann habe ich mir dann doch mal eine besorgt und gemerkt, dass das doch ganz angenehm ist.

Bis ich dann eines Tages gesehen habe:„Ui, es gibt Handballenauflagen aus Holz, schick! Will ich haben!“ Da ich ein teils fauler Mensch bin, der nicht drölfzig Accounts haben möchte, habe ich mir halt eine HBA gekauft, die es hier in Deutschland problemlos gab.

Man hätte sich auch in entsprechenden Shops, meist in China/Taiwan, eine schöne HBA bestellen können. Abgesehen von der Wartezeit eigentlich kein Problem.

Ende des Jahres 2019 habe ich dann auf einer großen Verkaufsplattform eine HBA gesehen und mich „verliebt“. Dunkles Holz mit einer metallicschwarzen Verzierung aus Epoxidharz(engl.:Resin).

Super. Bestellt. Fast vier Wochen gewartet. HBA kam an,-alles schick.

Anfang 2020 gab es in weiten Teilen Chinas schon Coronabeschränkungen, was mich aber nicht davon abhielt eine Weitere zu bestellen. Voraussichtliche Wartezeit (Produktion+Versand) ca. sechs bis acht Wochen...nun gut.

Leider ging Diese in den Coronawirren irgendwo auf dem Weg verloren und der Verkäufer konnte mir keinen Ersatz garantieren bzw. ob dieser überhaupt ankommt…also Geld zurück bekommen, aber nun hatte ich auch keine HBA.

Bei uns war jetzt auch Corona und ich saß anfangs „freigestellt“ zuhause rum. „Also bau ich mir so ein Teil selbst, hab‘ ja grad nichts zu tun…“ dachte ich.

Ich muss dazu sagen, dass diese Art von HBA im Schnitt, je nach Größe, zwischen etwa 65€ bis 120€ kostet, plus Porto(sehr unterschiedlich!) und ein bis zwei Monate Wartezeit. Einerseits viel Geld für eine „Handballenauflage“, andererseits kann ich mittlerweile den Preis nachvollziehen!

(Ich werde noch eine gute Adresse mit reichlich Auswahl der angesprochenen HBA verlinken, aber für verplempertes Geld durch DIY oder zig Bestellungen übernehme ich keine Gewähr😉)

Viele Filmchen bei YouTube später, gelesen, gezögert, es sein gelassen und doch angefangen.

 

Voraussetzungen

Ich habe zwei linke Hände. Ist einfach so. Ich kann nicht handwerkern, ich habe bis auf einen Akkuschrauber und eine Bohrmaschine keinerlei Werkzeug (ok, bisschen schon, aber im Großen und Ganzen war’s das).

Somit habe ich auch keinen Bastelkeller oder eine passende Garage. Wozu auch, habe ja eh kein Werkzeug…und ungeduldig bin ich teils auch. Keine guten Voraussetzungen zum „Basteln“. Meine Probleme bestanden somit aus:

1.Wo bekomme ich Holz her, dass ich nicht großartig ohne nicht vorhandenem Werkzeug bearbeiten kann? 2. Wo bekomme ich Epoxidharz und Farben her? 3.Wo kann ich das bearbeiten/herstellen? 4. Ist Resin wirklich so leicht zu bearbeiten wie es in den YouTube Filmchen immer aussieht?

 

Kleine HBA-Kunde

Im deutschen sprechen wir meistens von „Handballenauflage(HBA)“ bzw. von „Handgelenksauflage“. Je nachdem, wo man die HBA vor der Tastatur positioniert ist sie halt mal hier, mal dort. Je nachdem was einem bequemer ist. Unter dem Handballen oder dem Handgelenk.

Im Englischen wird immer von „wrist rest“ gesprochen. Also Handgelenk (wrist) und der Auflage bzw. „rest“ für ausruhen.

Somit ergeben sich unterschiedliche Profile, Breiten und Höhen. Wie gesagt, je nachdem, wo man die HBA positioniert.

 

Diese häufigsten Profile kann ich ohne Werkzeug nicht realisieren (Hobel, Bandschleifer etc.). Eine rechteckige Form erschien mir am leichtesten realisierbar.

 

 

Start

Für mich ist eine HBA am angenehmsten, wenn sie ca. 1,5cm bis 1,8cm hoch ist. Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach Holz(-brettchen), die zum einen die gewünschte Höhe haben, aber auch eine Länge und Breite, welche ich nicht unendlich zurecht sägen muss. Ach ja, schönes Holz soll es auch noch sein.

Meine gewünschte Höhe konnte ich fast vergessen, es sei denn ich hole mir irgendwelche Latten aus dem Baumarkt. Ist jetzt aber nicht immer gerade das Holz was man sich auf den Schreibtisch packen möchte.

Spezielle Holzhändler gibt es zwar, aber…dass bestimmte Holzsorten sehr teuer sein können weiß ich ja. Das sie für die kleinen Teile so teuer sind, damit hatte ich nicht gerechnet. Also doch wieder mehr nach Brettern, weniger exotisch, geguckt.

Noch mal zur Erinnerung: ich habe keine Werkstatt. Z.B. Pflaumenholz, schön. Aber wie soll ich das bezahlbare Brett (fiktive 60cm x 35cm x 5cm) bearbeiten???

Also weiter suchen, diesmal mehr in Richtung „Holz zum Basteln“. Naja, man findet schon einiges. Wesentlich günstiger, nicht immer das schönste Holz, aber ZU DÜNN!

Zwischenzeitlich habe ich ernsthaft überlegt Schneidebretter aus Holz zu kaufen und zu spalten etc. Schneidebretter haben oft meine gesuchte Höhe und Länge gehabt. Aber auch hier: will ich wirklich ein 30€ Schneidebrett zerkloppen? Was soll das ganze denn dann insgesamt kosten? Und was ist, wenn es schiefläuft? Doch lieber eine HBA bestellen und sechs Wochen warten oder dem Basteldrang nachgeben? Fragen über Fragen.

 

Wo ein Bastelwille ist, ist auch ein Bastelweg!

Dieses Tagebuch mache ich nach schon zwei missglückten Versuchen. Und da ich vor dem Schreiben schon ein wenig vorgearbeitet habe, kann ich sagen: mir sind wieder Fehler unterlaufen. Ich werde euch schreiben und zeigen wo die Fehlerquellen liegen.

Hier an dieser Stelle möchte ich mich mal beim nachbarschafft e.V. - Startseite bedanken. Diese bieten hier nämlich an, dass man deren kleine Holzwerkstatt kostenfrei benutzen darf. Und das hat mir bei vielen Schleifarbeiten oder zurechtschneiden wirklich geholfen, danke!

Den Tipp habe ich durch eine Bekannte erhalten, da ich schon nach „Mietwerkstätten“ gesucht habe, aber in Coronazeiten ist halt leider vieles zu…

Um jetzt endlich mal zu beginnen: ich habe günstig Brettchen aus Zirbenholz kauft. Zirbe ist ein wirklich schönes Holz. Duftet gut, ist sehr antibakteriell, ist leicht, lässt sich leicht bearbeiten (auch mit fehlendem Holzwerkzeug😉), ist eigentlich ganz stabil/formstabil, solange man nicht ständig gegen schrammt bzw. bei einer HBA seine Fingernägel ins Holz drückt. Maserung finde ich ok. Eigentlich viel zu schade das Holz um es in Resin zu ertränken.

Aber die Länge der, zugeschnittenen! Brettchen hat mich überzeugt (29cm-30cm) sowie die Höhe von einem Zentimeter. Die fehlende Höhe kann man durch das Harz oder Antirutschpinöppl kompensieren.

 

Warnung: „Resin is science!“

So habe ich das einen amerikanischenTischler-YouTuber sagen hören. Und es stimmt. Ja, es gibt eine Menge Resin-DIY Filme von irgendwelchen „Dekorations DIY-Resin Basteltipps-Wohnungsverschönerung“. Aber die hantieren mit ganz anderen Mengen.

Und auch bei wunderschönen „Resin River Table“, wo das Zeug literweise vergossen wird…sieht immer toll aus. Aber leicht ist es dann oft, leider, nicht.

- Achtet unbedingt! auf das vom Hersteller vorgeschriebene Mischungsverhältniss von Harz und Härter.

- Achtet unbedingt auf die von Hersteller vorgeschriebene Gießhöhe! Nehmt lieber die niedrigerere Höhe, welche vom Hersteller vorgeschlagen wird

- Berechnet es genau, mit Küchenwaage, nicht Pi mal Daumen

Hier ist ein ganz guter Rechner, da der auch Millimeter zuläßt: https://www.kunstharz-giessen.de/kunstharzrechner/

Im besten Falle verhunzt ihr euer Projekt nur. Material und Geld sind futsch, da das Resin nicht aushärtet. Oder ihr habt zu wenig angemischt und müsst Schichten gießen, was bei farbigem Resin doof sein kann, da man dieselbe Farbmischung nicht wieder hinbekommt.

Im schlimmsten Falle, wenn falsch angemischt, härtet das Resin zu schnell aus. Dann verzieht es sich und kann reißen und verformen. Oder, das Zeug fängt an zu kochen! Vorsicht!

 

Deshalb, wenn der Hersteller sagt, dass die Gießhöhe 2cm ist, dann macht da nicht 5cm draus. Dann gießt mehrmals.

Es ist immer eine exothermische Reaktion, d.h. Wärme wird abgegeben. Je nach Hersteller und Gießhöhe und Menge, mal mehr oder weniger.

Ich empfehle deshalb lieber mit dem teureren Resin zu beginnen, welches vielleicht auch dreimal so lange braucht um vollständig auszuhärten als das teils sehr günstige Zeug. Dieses kann man dann nutzen, wenn man ein wenig Erfahrung hat meine ich.

Bitte lest euch ein wenig ein, guckt YT Filmchen, aber kippt das nicht einfach so zusammen.

 

So, verzeihung, viel Text, jetzt geht's los. 😉

Für Fragen, Anregungen, Kritik bin ich dankbar.

Zitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 14:10
Duc gefällt das

Die ersten Arbeitsschritte

 

Materialien:

Nitrilhandschuhe, Acrylglas, Plastikbecher, Holzstäbchen (Eisstiele oder im Bastelbedarf, oder Schaschlikspieße), Küchenwaage, Harz und Härter, Feuerzeug bereit legen

Ich habe aus 1mm dicken Acrylglas Wände für ein Verschalung geschnitten, in welche dann das Holz gelegt/geklebt wird um es anschließend mit dem Resin aufzufüllen.

Meine Idee war es, das Holz oben an der Fläche auf welche die Hand später liegt nicht mit Resin zu übergießen, da ich die Haptik von glattem Holz eigentlich mag. Und die Zirbe „Luft zum Atmen“ hat.

Wenn man Holz und Resin zusammen verarbeitet, sollte man alle Stellen des Holzes welche in Kontakt mit dem Resin kommen, mit Resin „versiegeln“. Man kann auch Lack nehmen, aber warum das Ganze dazu später mehr.

Ich habe die Holzteile auf Eisstäbchen bzw. Teelichterhüllen gestellt und eingepinselt. Nach ca. 16 Stunden trocknen konnte man die Nasen noch ganz gut mit dem Cuttermesser entfernen. Rest wird dann abgeschliffen.

Anschließend wird das Holz auf eine glatte Fläche geklebt. Auch hier wieder das Acrylglas. Einfach auf die Unterseite zwei bis drei Punkte Sekundenkleber. Dann werden die Wände angeklebt bzw. ein Rahmen zusammengeklebt. Ein wenig Sekundenkleber auf die Unterseite und Ecken; macht nicht zu viel. Sollten die Wände krumm und schief werden könnt ihr das so leichter lösen und neu justieren.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 14:20

Jetzt wird der Rahmen zugeklebt bis zum geht nicht mehr damit nichts ausläuft. Und Resin ist wie Wasser, es findet seinen Weg…leider. Ich habe eine Heißklebepistole zur Hilfe genommen, Andere nehmen eher Silikon und verschmieren das in die Ecken. Nach diversen Lecks, sollte ich das auch mal versuchen…Ärgerlich ist halt, dass das entschwundene Resin zum Einen eine Riesensauerei ist und zum Anderen müsst ihr, wenn alles geflickt ist, das Resin nachgießen. (Schichten gießen ist an sich kein Problem und man sieht die Schichten eigentlich auch nicht, nur mit angemischter Farbe wird es ggf. schwierig bzw. unstimmig)

Jetzt wird die Menge des benötigten Resins berechnet, angerührt und langsam in die Verschalung gegossen.

Wenn ihr beständig gut drei bis vier Minuten rührt, auch zwischendurch mal eine kleine Pause, dann werdet ihr sehen, dass dort kleine Luftblasen aufsteigen. Diese kann man quasi wegrühren. Wenn sich Bläschen auf der Oberfläche des Harzes bilden kann man die mit einem Feuerzeug leicht, und vorsichtig, wegbekommen.

Je besser ihr rührt, je nach Güte des Harzes, und bei Holz wie gut dieses vorbereitet ist, um so weniger Blasen bilden sich. Deshalb habe ich das Holz vorbehandelt, quasi versiegelt. Da so sonst Luft austreten würde > Bläschen. Und je nach Holz saugt dieses auch gern Resin auf wie ein Schwamm.

Jetzt heißt es warten…

..und nach ca. 16 Stunden später sehe ich erst was ich vergessen habe. Resin schrumpft etwas zusammen. Ich habe gut 2 Millimeter zu wenig berechnet. (nicht abgebildet)

Damit die unbehandelten Stellen nicht alles Resin aufsaugen macht man oft eine Barriere (rote Linie, nächstes Bild) aus Kleber/Silikon aufs Holz. So kann man großzügiger gießen. Das Resin läuft nur bis zur Barriere. Beim Trocknen zieht sich dieses zurück und das Resin auf der Oberfläche kann man ggf. wegschleifen.

Ich habe mich dazu entschlossen noch ein wenig Resin anzumischen und auf zu gießen….mal sehen ob es klappt.

 

Jetzt heißt es einfach warten. Ich werde nebenbei noch eine weitere HBA "ansetzen", hoffentlich ohne Fehler und Lecks.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 14:25
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Narbennarr
Admin

Wow also morgen früh lese ich mir das mal genau durch. Dickes Danke schonmal für diesen Worklog :O

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 15:58
Caduzzz gefällt das

Danke dir 🙂

Bis dahin kann ich dann auch noch ein paar Fehler oder Formulierungen korrigieren. Nach dem Aushärten steht dann das Ausschälen an, eigentlich kein Problem, und anschließend schleifen.

Da kann man, ich, auch so einiges falsch machen. Aber dann habt ihr mal gesehen wie so etwas grob geht bzw. was das dann doch für ein Arbeitsaufwand ist, hier auf meinem Couchtisch im Arbeitszimmer. Oder wenn man zweifelt ob man 60€plus für eine HBA "verballern" möchte.

Über Amazon oder Aliexpress konnte/kann man sich natürlich auch solche HBA bestellen (Versandzeit beachten). 

ABER: ich denke Corona bedingt gibt es z.B. bei Amazon die meisten HBA momentan nicht. Ob sie wieder kommen..? Bei Aliexpress gibt's teilweise auch die Gleichen (die Selben?) HBA, aber oft wesentlich teurer. Warum auch immer.

Was mir bei beiden Anbietern teils dubios vorkommt (auch wenn sie "nur" den Marketplace bieten), bei den Verkäufern gibt es -teilweise- extrem verwackelte, unscharfe Bilder, so gut wie keine Infos. 

Da möchte man nicht wirklich Geld überweisen...

Deshalb ist mein Tipp: Etsy. Eine Plattform, die sich selber als sehr fair umschreibt, auf welcher Produzenten sich direkt vermarkten können. Dort gibt's wesentlich mehr Infos zu den HBA, von der größeren Auswahl ganz zu schweigen.

Hier habt ihr einen Link bei Interesse (schon mit den passenden Suchbegriffen) 😉

https://www.etsy.com/de/search?q=wrist+rest+resin&ref=pagination

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 16:26

Ich bin echt ein Trottel! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Habe ja gesagt, ich werde euch Fehler aufzeigen. Also, ab und an kann die YouTube AI ja doch ein "Segen" sein. Gerade ein Resin-Deko-Dings-DIY gesehen. Die haben dort, natürlich, auch die Innenseite der Verschalung mit Resin dünn ausgepinselt/ausgegossen um die Ecken und Kanten zu versiegeln.

Das mache ich morgen auch so! Selbst im dem initialen Video hat der das gemacht...100 Mal gesehen, 100 Mal übersehen. Hätte mir 'ne Menge Arbeit erspart. WAAAH 🙁 

Ich verlinke das Video unten mal. Man sieht recht viel und gut -bis auf die Wartezeiten bis das Resin aushärtet-, das Ergebnis ist jetzt nicht so mein Fall. Selbst bei YT gibt es nur ganz wenige Videos zum Thema HBA selber bauen, und dann meistens aus Holz (von Tischlern, oder zumindest erfahrenen Handwerkern mit Werkstatt). Und deutschsprachige Tagebücher, zu Holz HBA, hab ich auch nur zwei oder drei gefunden; teils zehn Jahre alt von Usern in Foren gepostet.

Also morgen dann hoffentlich ein Update.

P.S.: die Grüne HBA, welche ich nochmals nachgefüllt habe(vor 6,7 Stunden) sieht bisher ganz gut aus, läßt mich hoffen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=_wRD5zY7tXU

 

UPDATE Dienstag 9Uhr 

Das nachgegossene Resin bei der Grünen hat bisher gut funktioniert, trotz fehlender Barriere. Präzisionsarbeit *hust* 😉

Seht ihr, dass das Resin leicht erhaben ist im Gegensatz zum Holz? Das kann man dann weg schleifen. Ist auch schon ziemlich hart; fühl sich wie ein Hartgummi an. Wie gesagt, jetzt ist Dienstag. Sonntag Nachmittag wurde das erste Mal gegossen...

 

Bei der Anderen sieht man leider, dass sich Harz und Härter nicht richtig vermischt haben, es haben sich kleine Knubbel gegildet. Ich habe keine Ahnung warum. Dachte eigentlich ich hätte ordentlich gerührt, aber vielleicht habe ich zu viel Farbpigmente beigemischt, so das sich das dann doch nicht richtig verbinden konnte? Aber Konsistenz/Härte ist OK, vielleicht kann ich das weg schleifen...(besser als wenn es nach knapp zwei Tagen immer noch klebrig wäre und Fäden zieht. Dann kann man es eigentlich weg hauen, das wird dann nix mehr)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juli 2020 23:03
Narbennarr
Admin

Das ist richtig spannend. Freu mich wenn das Teil das erste mal aus der Form kommt. Womit wird geschliffen?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juli 2020 11:52
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Schleifen werde ich das ganz einfach mit einem Schleifblock (aus Kork, wie früher in der Schule 😉). Ist ja nur ein kleines Stück.

Bei der Grünen wird erstmal das Holz abgeklebt und die groben Sachen mit 80er/120er Schleifpapier bearbeitet. Geht dann weiter über 400, 800, 1000/1200, 2000, 3000. So ab 1000 würde ich anfangen nass zu schleifen. 

Je nach dem wie ich den Übergang von Holz und dem Harz hinbekomme entscheide ich dann ob ich das Holz so lasse, bis auf "ölen" oder ob ich es doch mit einer Schicht Klarlack verschließe.

Man könnte die Rohlinge bestimmt schon rausnehmen, aber ich versuche zu warten. Heute Abend oder morgen früh vielleicht. Heute Vormittag habe ich noch eine Verschalung gebastelt, aber hier diesmal zusätzlich die Innenseiten mit Resin ausgepinselt. Trocknet gerade und macht erstmal einen guten Eindruck.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juli 2020 14:22

Jut, das ausschälen beginnt 🙂

Zuerst mit dem Cuttermesser die Ecken eingeritzt bzw. den Kleber entfernt.

Im Idealfall läßt sich die Verschalung einfach und leicht abtrennen.

Notfalls mit einem Spachtel nachhelfen...Tipp des Tages an mich selbst: Geduld!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juli 2020 10:30

Das Harz ist noch "weich" genug, so dass ich mit dem Cutter noch ein wenig die Ränder entgraten und begradigen kann.

Auf der Rückseite sieht man doch leider ein paar Luftblasen und das die Folie, welche auf dem Acyrlglass ist, etwas Wellen geworfen hat. Zum Glück aber weniger krumm und schief als es aussieht, der Metalliceffekt verstärkt es aber. (Wenn die Folie auf der Verschalung bleibt läßt sich der Rohling besser lösen, den Nachteil seht ihr ja. Man hätte auch ein entsprechendes Trennspay vorher benutzen können und damit die Verschalung einsprühen...)

Leider ist mehr Harz unter die HBA gekommen als gewollt, oder es hat sich leicht verzogen, mein Tisch steht schiefer als gedacht...keine Ahnung. Auf alle Fälle muss ich unten mehr schleifen um den Boden wieder planer zu bekommen.

 

Aber insgesamt bin ich erst einmal zufrieden. Alles gut ausgehärtet. Jetzt kann ich mir überlegen wie ich wo was weg schleife, lackiere etc. Die Rote ist jetzt nicht so meins, ist eher Teil dieser "Machbarkeitsstudie".

Nachher werde ich mal zu Werkstatt rüber gehen und fragen ob und wann ich wieder rein kann, es geht also weiter 🙂

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juli 2020 10:40
Narbennarr gefällt das

So, jut.

Also morgen Nachmittag kann ich in die Werkstatt und bisschen schleifen. Ich denke ich werde erstmal nur die groben Sachen schleifen. Die feineren Schleifarbeiten, bzs. das Nassschleifen kann ich auch hier auf'm Balkon machen. Mal sehen wie ich es zeitlich schaffe.

Ich habe da aber noch was vorbereitet 😉

Noch eine Verschalung mit Holz, aber diesmal habe ich die Verschalung am Vortag innen mit Resin ausgepinselt bzw. die Ecken und Kanten. Außerdem habe ich Barrieren gezogen um großzügiger Resin gießen zu können. 

Resin angemischt und eingefüllt. Bisher scheint die Variante, wesentlich, besser zu klappen, wenn man vorher die Innenseiten mit Resin versiegelt....*hüstel* ich sag ja...ich zeige euch auch die Fehler.

Die Farbe bzw. das Muster wird sich noch ändern. Ja nach Harz, also die Aushärtezeit, macht es keinen Sinn sofort ein "Muster" hinein zu malen. Man sollte gut 30min oder länger warten, da dann das Resin langsam härter wird und die Farbpigmente dann nicht mehr nach unten sinken. Das "Muster" hat dann auch immer ein wenig mit Zufall zu tun. Oder um es mal positiv zu sagen: jede HBA wird somit individuell.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juli 2020 16:19
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Duc
 Duc

So langsam steigt ich durch und bekomme mehr und mehr Interesse. Wenn es nur nicht soviel Geduld fordern würde 😬 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juli 2020 16:23
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Oh ja, ich tu mich da auch sehr schwer. Stündchen basteln, 16 Stunden warten.....so ungefähr 😴 

 

edit: was ich total vergessen habe zu sagen: man kann sich natürlich auch eine Silikonform selber herstellen. Trennspray/Salatöl rein, ausgießen. Erspart man sich eine Menge Schleiferei...theoretisch. 

Eine Silikonform selber machen macht dann vielleicht mehr Sinn, wenn man mehrere HBA herstellen möchte. Ich denke nach dem Urlaub versuch ich das mal 🙂 

 

Update: mittlerweile Donnerstag

Schleifpapiere: 80, 120,160, 320, 400, 800, 1200, 2000 und 2500. 

Mit dem Klebeband werde ich anfangs das Holz abkleben, wenn ich erst einmal die groben Sachen entferne. Wasser falls ich wirklich heute noch die feineren Papiere benutze. Atemschutzmaske gegen den Staub. Man arbeitet sich von grob zu fein hoch um immer weiter Kratzer und Schleifspuren zu entfernen. Mal sehen wie weit ich heute komme; ob das alles so klappt wie ich mir das vorstelle...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juli 2020 16:32

Stundenlang geschliffen, total frustriert, aber dann kam zufällig kompetente Hilfe, Danke nochmals! 🙂

Hier und da muss noch geschliffen werden. Andere Stellen wie die Unterseite sind mir komplett egal. Teilweise sidn im Holz mehr Kratzer als beabsichtigt, oder irgendwelche Stellen gingen nicht weg...naja.

Demnächst noch bißchen nach schleifen, lackieren oder ölen, Antirutschpads runter.

Nach der Blauen ist erstmal Schluss bzw. Konzept überdenken.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23. Juli 2020 18:51
Narbennarr
Admin

Woran sind deine eigenen Schleifversuche gescheitert?

Von der Form sieht auf jeden Fall schon sehr gut aus, bequem?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Juli 2020 07:04
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