Mountain Everest Max Tastatur im Test

Mountain Everest Max Review

Immer wieder gibt es zwischen endlos vielen getesteten Produkten ganz besondere. Bei Tastaturen ist die Mountain Everest Max aufgrund ihres modularen Konzepts genau so eines. Hochwertig, funktional umfangreich, aber hier und da mit Optimierungsspielraum.

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Technische Daten

Maße461 x 265 x 43 mm
Gewicht1373 g
MaterialKunststoff, Alu, ABS Tastenkappen
Größevariabel
SwitchesCherry MX-Brown
Besonderheiten-magnetische Handballenauflage
-modulares Layout
-Hotswap
-Media Dock
Preis
Amazon.de: € 179,99*
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Verpackung und Lieferumfang

Schon die Gestaltung der Verpackung macht einen tollen Eindruck und bietet eine gelungene Präsentation. Der dicke Kartons zeigt schon, dass man darin mehr als nur die Tastatur finden wird und mit der Schublade will man einfach auf Entdeckungstour gehen. Etwas übertrieben ist es, das fast jedes Teil einzeln in Schaumstoff eingebettet ist. Man bekommt folgendes:

  • Tastatur
  • Nummerblock
  • Media Dock
  • zwei Kabel
  • Customizer Set (Switches, Werkzeug, Cap)
  • Handballenauflage
  • Riser-Feets
  • Anleitung

Was das alles ist, sehen wir gleich. Zunächst mal die Tastatur im Detail.

Mountain Everest Max im Detail und Praxiserfahrungen

Design und modularer Nummernblock

Ohne das modulare Numpad hat man quasi eine TKL-Tastatur vor sich. Hier liegt die Everest Max im Midnight Black vor. Die Tastatur ist im Design schlicht und edel. Abgedeckt wird die Tastatur von gebürstetem Aluminium mit abgerundete Ecken. Rund um das Tastenfeld wurde die Aluminiumplatte ausgefräst und die Rillen als dekoratives Muster erhalten.

Wer auf den Nummernblock nicht verzichten will, greift auf das modulare Numpad zurück. Es lässt sich einfach rechts wie auch links anstecken. Das ist keine gänzlich neue Idee, ich fühle mich an die Sidewinder X6 erinnert, trotzdem praktisch und bei der Everest Max deutlich aufwändiger. Auch der schwere Nummernblock ist in zwei Aluminiumplatten eingefasst und passt perfekt zur Tastatur. Die Seite mit den Anschlüssen bestimmt eine Schiebemechanismus an der Unterseite. Er sitzt gut, sollte aber zum Transport abgenommen werden.

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Ein Highlight sind die vier Buttons für Hotkeys/Makros dessen Icons sich dank kleiner Displays individuell konfigurieren lassen. Man sollte bei der Wahl eigener Grafiken aber auf eine ausreichende Helligkeit achten, sonst sind sie schräg von vorn kaum sichtbar.

Eine ARGB-Beleuchtung gibt es natürlich auch. Auf Wunsch jeder einzelnen Taste. Kennt man heutzutage kaum noch anders. Man kennt ebenfalls die nicht ganz perfekte Ausleuchtung durch die stirnseitigen LEDs. Da macht die Mountain Everest Max bei den Zweitbeschriftungen keine Ausnahme, was vor allem bei den Zahlen auffällt. Die Produktbilder flunkern hier ein wenig.

Am Rahmen der Tastatur gibt es außerdem einen LED-Streifen, der sich um die Tastatur zieht. Hier sind die Hotspots aber etwas grob und fallen entsprechend auf. Trotzdem stimmt die Optik der Everest Max.

Beim übrigen Design sticht allenfalls die silberne Escape-Taste hervor. Wem das das noch zu viel ist, kann sie gegen die Standardtaste im Lieferumfang tauschen.

Switches, Tastenkappen und Tippgefühl

Bleiben wir direkt bei den Tastenkappen/Caps so kommt man zu einem größeren Kritikpunkt. Sicher bietet die Tastatur einen gehörigen Funktionsumfang, trotzdem erwartet man bei über 200€ dann doch PBT-Caps und keine einfachen ABS-Tastenkappen wie sie hier vorliegen. Natürlich kann man PBT-Kappen nachkaufen und nicht jedem sind diese so wichtig, aber man hat ja schon ein ordentliches Sümmchen bezahlt.

Mountain bietet sogar eigene Switches an, auf die ich echt neugierig gewesen wäre, doch ab Werk kommt die Everest Max mit bekannten und bewährten Cherry MX-Switches. Angeboten werden rote, blaue, silent, silberne oder die vorliegenden braunen Schalter mit dem typischen taktilen Feedback.

Auch die größere Tasten sind gut stabilisiert und bedienen sich geschmeidig. Man hat ein eher hohes Tippgeräusch mit einem guten Tippgefühl. Leider, und damit wären wir bei zweiten wesentlichen Kritikpunkt, hat die vorliegende Tastatur in mehren Bereichen einen, subjektiv empfunden, deutlicheren „ping“, also metallisches Nachhallen nach dem Loslassen der Tasten. Auch ohne Provokation, beim normalen Tippen, fällt das bei den Pfeiltasten und mehreren Tasten im Buchstabenfeld leider recht deutlich auf und stört mich beim Schreiben von Texten. Beim Gaming mag es möglicherweise weniger auffallen.

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Positiv hingegen ist, dass man dank des Hotswap-Features nicht auf einen Schaltertyp beschränkt ist. So lassen sich diese bei Bedarf einfach austauschen.

Zum Testen liegen im Customizer-Set einige Schalter bei, inklusive Werkzeug zum Herausnehmen. Man zieht den Switch einfach heraus, drückt den neuen rein und schon ist das Tippgefühl ein anderes.

Ergonomie

Auf der Rückseite hat die Everest Max einen USB-A Port, die USB-C Anschlüsse daneben sind für das Media Dock/Add-Ons, das wir weiter unten thematisieren. Der USB-A-Anschluss kann genutzt werden, um USB-Geräte am System anzuschließen. Ein USB-Stick wurde erkannt, zwei externe SSDs funktionierten leider nicht. Das kurze USB-Kabel zum Anschluss des Nummernblock ist recht kurz und sehr steif.

Die Unterseite der Everest Max hat zentral den Anschluss des USB-Kabels, dass entweder mittig, oder versetzt aus der Tastatur geführt werden kann. Die Tastatur steht rutschfest auf Gummiflächen. Möchte man sie anwinkeln gibt es keine Standard-Aufsteller, sondern man greift zu den „Riser-Feets“. Diese magnetischen Elemente lassen sich flexibel positionieren und auch stapeln, um den Winkel zu erhöhen, was gut funktioniert.

Eine deutliche Komfortaufwertung bietet die bequeme, weiche Handballenauflage. Sie ist jetzt nicht extrem dick gepolstert, aber kein Vergleich zu den Standardplastikauflagen vieler Tastaturen. Sie hält mit Magneten an der Tastatur, zumindest in der Theorie.

Hier zeigt sich leider, dass sie an der linken Seiten und Mittig keinen Halt hat und links immer etwas absteht. Seltsam ist, dass beide Seiten der Handballenauflage am rechten Teil der Tastatur magnetisch halten, an der linken Seite jedoch nicht. Ohnehin könnte der Sitz fester sein.

Media Dock mit Display

Außer dem Numpad gibt es auch das Media Dock, das sich an zwei Positionen anstecken lässt. Es besteht nicht aus Aluminium, was jedoch nicht schlimm ist. Es bietet Medientasten wie Play, Vor, Zurück und ein großes Rad. Auch LED-Indikatoren werden mit dem Media Dock ergänzt.

Warum dieses im Einzelkauf 60€ kostet sieht man erst, wenn es mit Strom versorgt wird, da im Rad ein Display integriert ist. Auf dem Display lässt sich die Uhrzeit anzeigen, Systeminformationen, oder Helligkeitsoptionen umsetzen.

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Das Rad kann auch als Lautstärkerad genutzt werden. Über die Software können Funktionen (de)aktiviert werden, oder eine eigene Grafik hoch geladen werden.

Steuerung auf dem Display erfolgt durch drehen und dem Button neben dem Display. Ein witziges Feature, das sogar nützlich sein kann.

Etwas getrübt wird der Eindruck da der untere Teil abgeschnitten ist und so Elemente auf der Uhr fehlen.

Uns wurde außerdem das Mountain Nunatek XL Mauspad beigelegt, das mit stolzen 900×400 problemlos Maus und Tastatur beherbergt.

Es ist ebenfalls schlicht, mit weißem Rand und Logo. Viel zu sagen gibt es zu einem Mauspad nicht. Positiv ist die rutschfeste Unterseite zu erwähnen. Die wasserabweisenden Eigenschaften können wir in einer Stichprobe bestätigen. Die Gleiteigenschaften sind unauffällig gut.

Base Camp Software

Der Download der Base Camp Software wiegt ca. 250 MB, die Konfiguration wird in der Tastatur gespeichert. In der Software lassen sich Profile erstellen.

Die Software gibt diverse Optionen zur RGB-Steuerung. Es gibt verschiedene Effekte, die sich in Geschwindigkeit, Farbe und Richtung anpassen lassen. Auch die Einzeltastenbeleuchtung ist möglich.

Die Tasten lassen sich umprogrammieren, was natürlich gerade bei dem Numpad mit den Display-Buttons interessant ist. Auch Makros können erstellt werden.

Das Media Dock erlaubt ebenfalls Anpassungen. Nicht benötigte Funktionen lassen sich hier abschalten. Sie werden jedoch nicht ausgeblendet, sondern lediglich bei der Navigation übersprungen. Auch lässt sich die Standardgrafik austauschen.

Fazit

Wow, die Mountain Everest Max ist wirklich ambitioniert und bietet so einiges. Über die modularen Zusätze lässt sich die im Grunde schlichte Tastatur gehörig aufrüsten und bietet über Display-Buttons, Lautstärkeregler mit LCD und einer bequemen Handballenauflage fast alles, was man sich vorstellen kann. Auch die Verarbeitung mitsamt robuster Aluminiumplatten überzeugt und so löst die Mountain Everest Max erst mal Begeisterung aus. Garniert wird das mit einem Hotswap-PCB, womit dann auch Tastatur-Enthusiasten abgeholt werden. Gerade diese werden sich aber wohl an den ABS-Tastenkappen stören, die der Tastatur nicht gerecht werden. Sicher, man kann diese nachrüsten, aber wir bewegen uns immerhin schon bei über 200€. Aufgrund von Verarbeitung und Begeisterung ist das empfundene Nachhallen beim Tippen, das sich über mehrere Bereiche der Tastatur erstreckte, schade. Dass die Handballenauflage an einer Seite nicht gut sitzt, ist kein Weltuntergang, passt aber nicht zu den Premiumambitionen. Preis, die geweckten Ansprüche und die Faszination aufgrund der Features lassen hier möglicherweise besonders kritisch werden.

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Schön ist hingegen, dass man direkt unterschiedliche Switches zum Ausprobieren dazu bekommt und auch das Media Dock ist ein cooles Add-On. Wer sich an den Tastenkappen und dem möglichen Tippgeräusch nicht stört, bekommt mit der Everest Max ohne Zweifel eine sehr, sehr gute Tastatur.

Benötigt man die Zusätze nicht, findet man mit der Everest Core eine Alternative. Wem es hingegen mit der Max noch immer nicht genug ist, findet bei Mountain noch weitere Module wie das MacroPad oder das DisplayPad.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

Mountain Everest Max
Angebote

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