Alpenföhn Matterhorn 2 im Test

In diesem Test schauen wir uns den Alpenföhn Matterhorn 2 an. Den typischen Single-Tower mit 120-mm-Lüfter gibt es wahlweise mit und ohne ARGB-Beleuchtung, wobei sich beide im niedrigen Preissegment tummeln. Als größere Variante gibt es noch den Matterhorn 2 Max Dual-Tower, den wir uns in einem anderen Test ansehen werden.

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Technische Daten

Maße (L x B x H)ca. 71 x 120 x 158 mm
TypTower
Gewicht550 g
Heatpipes4 x 6 mm, direct touch
Kompatibilität IntelLGA 1851 / 1700 / 1200 / 115x / 1954
Kompatibilität AMDAM4/AM5
Lüfter1x 120 x 120 x 25 mm, PWM
500-1800 U/min
(ARGB-Variante erhältlich)
Drehzahl am Testsystemca. 590~2020 U/min
PreisOhne ARGB:
Alternate.de: € 24,90*

Mit ARGB:
Alternate.de: € 29,90*
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Matterhorn 2 black, CPU-Kühler*
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Matterhorn 2 AURORA black, CPU-Kühler*
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Alpenföhn Matterhorn 2 im Detail

Der Matterhorn 2 bringt fast alles mit, was man benötigt. Montagematerial, eine Anleitung und auch eine großzügige Menge Wärmeleitpaste, die für mehrere Montagen ausreicht, was in der Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Werkzeug gibt es nicht, ist bei dem Preis aber wiederum auch nicht zu erwarten.

Den Kühler gibt es in zwei, sich nur durch die Beleuchtung unterscheidenden Varianten: Der Matterhorn 2 Black ist maximal schlicht und einheitlich schwarz. Der Matterhorn 2 ARGB kommt für ~5€ mehr mit gleich doppelter ARGB-Beleuchtung. Neben dem ARGB-Lüfter ist auch der Kunststoffdeckel mit einer ARGB-Beleuchtung ausgestattet. In der Testphase lagen die Kühler bei ~25 und 30€, die wir als Basis unserer Einschätzung nehmen.

Es handelt sich bei dem Matterhorn 2 von den Dimensionen her um einen typischen, schlanken Single-Tower mit 120-mm-Lüfter. So kommt der Kühler gerade mal auf 120 mm x 71 mm x 158 mm bei 550 g (inkl. Lüfter), was ihm eine breite Kompatibilität beschert. Auch mit RAM kommt er sich nicht ins Gehege.

Der Kühler ist trotz seiner schmalen Maße noch asymmetrisch über seiner Grundfläche ausgerichtet. Das hat den Vorteil, dass auch die vordere Montageschraube selbst bei montiertem Lüfter erreichbar ist.

Während der Kühler mit seiner schwarzen Beschichtung schon recht ansprechend aussieht, sorgt ein Deckel aus Kunststoff für einen formschönen, geradlinigen Abschluss und für einen einheitlichen Übergang zum Lüfter, dessen Rahmen ebenfalls absolut geradlinig ist. Kühler und Lüfter wirken damit fast wie eine Einheit und sorgen für ein stimmiges Design.

Bei dem ARGB-Modell befindet sich das Kabel, das zum Deckel führt, diskret hinter dem Lüfter in einer Vertiefung des Lamellenkörpers und sorgt so für weniger Kabel im Blickfeld. Neben dem Rand leuchtet auch das kleine Logo und natürlich der Lüfter. Lüfter und Deckel sind miteinander verbunden so dass man nur einen ARGB-Anschluss benötigt.

Die Heatpipe-Ausstattung ist für die Größe und Preisklasse ebenfalls recht typisch. Vier 6-mm-Heatpipes mit direct-touch, also mit Verzicht auf eine Bodenplatte, sind verbaut. Die Heatpipes sind dicht an dicht angeordnet. Eine Ryzen CPU wird an den Seiten links und rechts also nicht gänzlich davon abgedeckt, was jedoch nicht ungewöhnlich ist.

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Der Lüfter verfügt wie bereits angesprochen über einen geradlinigen Rahmen, dessen Oberfläche mit einer Struktur versehen ist, die etwas an gebürstetes Alu erinnert. Es ist aber natürlich und offensichtlich nur Kunststoff. Leichte Unregelmäßigkeiten findet man den Kanten, ansonsten passt die Verarbeitung.

Auf dem Papier erreicht der Lüfter zwischen 500 bis 1800 U/min, an unserem Testsystem übersteigt er mit knapp über 2000 U/min diese deutlich, auch über die üblichen 10% hinaus. Im Minimum kamen wir auf 590 U/min, was ebenfalls deutlich über der Angabe liegt. Alpenföhn spezifiziert ihn mit maximal 120.34 m³/h und 2.43 H2O max. statischen Druck, was wir so stehen lassen müssen.

Montage

Die Montage folgt einem gewohnten Prinzip, wobei teilweise das gleiche Material für unterschiedliche Sockel genutzt wird. Die Abstandshalter von AMD und Intel 115X sind die selben, nur anders herum ausgerichtet. Dazu sind sie beschriftet, aber zumindest die Intel-Seite passt ohnehin nicht auf AMD. Für alle Sockel werden die gleichen Montagebrücken verwendet.

Ansonsten ist das Prinzip wie gesagt bekannt: Die Montagebrücken werden mit Schrauben durch die Abstandshalter befestigt. Für Intel-Systeme kommt noch eine Backplate, die hier aus Kunststoff besteht, zum Einsatz, die auf den jeweiligen Sockel schnell eingestellt ist.

Erleichtert wird die Montage etwas dadurch, dass man den Kühler samt Lüfter montieren kann und man ihn nicht im Gehäuse einsetzen muss.

Kühlleistung und Lautstärke des Alpenföhn Matterhorn 2

Ablauf:

Die Kühler werden bei einer möglichst konstanten CPU-Leistungsaufnahme getestet. Dazu kommt prime95 zum Einsatz mit fester FFT-Größe (12). Gemessen wurde nach einer Aufwärmphase von 30 Minuten die Differenz der Durchschnittstemperatur aller Kerne zur Raumtemperatur über einen Zeitraum von 10 Minuten. Die Ergebnisse wurden dann auf 20 Grad Raumtemperatur normiert. Das Ganze bei maximaler Drehzahl, bei 40 dB(A) und, falls möglich, bei 1000 U/min. Die Gehäuselüfter werden bei 1000 U/min betrieben.

Lautstärke

Der Lüfter gehört laut unserem Schalldruckgerät aber auch nach unseren Ohren eher zu den lauteren, wenn er auf maximaler Drehzahl läuft. Der große Regelbereich bis hinab auf 600 rpm und auch das Fernbleiben hörbarer Nebengeräusche, ermöglicht aber auch einen sehr leisen Betrieb. So kann der Lüfter bei niedrigen Temperaturen im Alltag nicht wahrnehmbar arbeiten. Auffälliger wird er im Bereich ab 1100 U/min und darüber hinaus sind deutliche Luftgeräusche hörbar.

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Temperaturen auf AMD AM5

Testsystem:

  • AMD Ryzen 9 7900X @ 120W und 175W
  • ASUS ROG Strix X670E-F Gaming Wifi
  • 2x 16GB DDR5-Ram G.Skill FlareX 5 6000 MT/s
  • Seasonic Focus PX-650
  • be quiet! Dark Base 901 (Meshfront, Gehäuselüfter ca. 1000 U/min)

Maximale Drehzahl

Bei der maximalen Leistung reiht sich der Matterhorn 2 innerhalb der Messtoleranz zwischen Kühler mit ähnlicher Größe ein. Das war zu erwarten, auch wenn er nur bedingt von der höheren Lautstärke profitiert. Insgesamt sind die Unterschiede bei der Leistung klein, erst größere Kühler können mehr erreichen, wie der Eintrag des NH-D15 G2 zeigt.

Leistung bei angepasster Lautstärke

Hier ist beim Matterhorn 2 eine deutlichere Drosselung notwendig. Das führt zu einem Abfall im Ranking, die Leistung ist im Endeffekt noch immer ausreichend für die Abwärme. Er ist zwar „Schlusslicht“ der Unterschied aber gering.

Leistung bei 1000 U/min

Bei 1000 U/min kann er wieder aufschließen und sich sogar recht „deutlich“ vor den Pure Rock 3 setzen. Damit ordnet er sich wieder unaufgeregt in das Ranking ein. Er wird gemessen nicht ganz so leise, bleibt aber auf einem durchschnittlichen Lautstärkeniveau.

Temperaturen auf Intel LGA1700

Testsystem

  • Intel Core i5-13600K
  • MSI Z790 Tomahawk WiFi
  • 2x 16GB Corsair Vengeance DDR5-6000
  • be quiet! Shadow Base 800 DX (Zwei Frontlüfter + Hecklüfter)
  • be quiet! Straight Power 12 1000W

Maximale Drehzahl

Auf LGA1700 kann man zunächst festhalten, dass er die 180 Watt bei maximaler Drehzahl bewältigt und noch Reserven hat: Die Angabe von 200 Watt ist also, je nach CPU, möglich. Hier liegt er um ein Grad hinter dem Pure Rock 3, der Endorfy Fera 5 wird hier klar geschlagen. Wir haben den Pure Rock 3 auch hier nochmal für eine Kontrolle verbaut und konnten die damaligen Ergebnisse bestätigen. Der NP5 fehlt hier im Diagramm, ist aber im Bereich des PR3 einzuordnen.

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Leistung bei angepasster Lautstärke

Für die angepasste Lautstärke müssen wir bei unserem Aufbau den Matterhorn 2 wieder sehr viel deutlicher drosseln, somit verliert er stärker an Boden und ist deutlicher hinter dem Pure Rock 3, aber weiter vor dem Fera 5.

Auf die Messung mit 1000 U/min haben wir aufgrund der hohen Temperatur verzichtet.

Ergänzend haben wir noch in einer einzelnen Stichprobe den Pure Wings 3 Lüfter vom Pure Rock 3 auf den Matterhorn 2 im LGA1700-System verbaut, um zu schauen, wie sich die Leistung verhält, wenn man dessen Einfluss und auch den unserer dB(A)-Messung herausnimmt.

Auf maximaler Drehzahl zeigte sich kein relevanter Unterschied, wir sparen uns die Grafik. Bei 40 dB(A) konnte der Matterhorn 2 nach unserer Messmethode 2-3 Grad gutmachen, was ihn näher an den Pure Rock 3 bringt.

Fazit

Alpenföhn hat mit dem Matterhorn 2 einen solide Einstiegskühler im Angebot, der mit Preisen von (zum Stand des Test) 25€ bzw. 30€ für die ARGB-Version, das Konto nicht zu sehr strapaziert. Dafür gibt es einen 120-mm-Single-Tower mit gewohnter Leistung: Abseits sehr hoher Leistungsaufnahme oder niedriger Drehzahl kühlt er CPUs ausreichend im Rahmen seiner Möglichkeiten. Er kann recht laut werden, wenn man ihn lässt, konnte die hohe Lautstärke in unseren Systemen aber nur allenfalls bedingt in zusätzliche Leistung ummünzen. Auch seine Effizienz ist nach unseren Beobachtungen nicht herausragend. Unterm Strich ist er aber in der Lage CPUs ohne extreme Abwärme mit moderater Lautstärke zu kühlen. Der Lüfter gibt einen großen Spielraum für einen sehr leisen Betrieb, sodass er flexibel auf die Anforderungen einstellbar ist, auch wenn seine Drehzahlen bei uns deutlich über den Angaben lagen.

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Der Kühler ist zudem recht ansehnlich gestaltet. Zwar gibt es lediglich eine Kunststoffabdeckung, diese ist aber von der Form her perfekt mit dem Lüfter abgestimmt und sorgt für einen einheitlichen Look. Für einen moderaten Aufpreis gibt es gleich eine doppelte Beleuchtung, nämlich bei Lüfter und Deckel. Die Montage ist ebenfalls einfach und selbst mit Lüfter sind die Schrauben erreichbar. Im Gegensatz zum, laut unseren Messungen effizienteren und leiseren Pure Rock 3 von be quiet!, gibt es beim Matterhorn 2 eine angemessene Menge an Wärmleitpaste für mehrere Montage zum gleichen bzw. minimal niedrigeren Preis (27 vs. 25 € ohne Beleuchtung zum Stand des Tests).

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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