Glorious GHS Eternal im Test

Mit dem GHS Eternal und GHS Eternal RGB hat Glorious den Einstieg in den Markt der Gaming-Headsets gewagt. Preislich startet der Hersteller mit ~60€ im Falle des folgend getesteten GHS Eternal in einem stark umgekämpften Bereich.

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Die Unterschiede der beiden Varianten GHS Eternal und GHS Eternal RGB liegen einerseits in der Beleuchtung des Eternal RGB, es bietet aber zudem noch die Möglichkeit es per USB anzuschließen, wo das GHS Eternal ausschließlich einen 3.5 mm Klinkenstecker bietet. Somit bietet das GHS Eternal auch keine Software-Unterstützung und weniger Bedienelemente. Die UVP des GHS Eternal RGB ist mit ~90€ deutlich höher.

Technische Daten

Maße175x200x80 mm
Gewicht255g
Verbindung3.5mm
Treiber40 mm
Frequenzumfang20-20 000 Hz
Mikrofone1x entfernbar, Omnidirektional
70–10 000 Hz
BedienelementeVolume, Play/Pause
Preis
Amazon.de: € 57,59*
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Glorious GHS Eternal im Detail

Verpackung und Lieferumfang

Der Lieferumfang des in Pappe und Papier verpackten Headsets besteht aus dem modularen Anschlusskabel, dem Mikrofon und einer generisch geschriebenen Anleitung. Als kleines Extra gibt es den typischen Glorious-Aufkleber.

Design und Verarbeitung

Das Design der nicht RGB-Variante ist ohne Zweifel schlicht: Dezente Formen, die Farbe Schwarz in Schwarz. Lediglich die Innenseiten der Hörer sind in dem von Glorious bekannten knalligen Orange gehalten. Auf der Außenseite findet man jeweils dezent ein kleines gräuliches Glorious-Logo, noch dezenter der schwarze Glorious-Schriftzug auf dem Kopfband.

Das GHS Eternal ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und wirkt haptisch erstmal sehr einfach, was auch von den sehr leichtgängigen, drehbaren und damit etwas labil wirkenden Ohrmuscheln unterstrichen wird. Im Detail konnten wir aber keine Verarbeitungsmängel ausmachen, das geht also in Ordnung. Es knarzte zumindest im Neuzustand in der Testphase nichts, die Mechaniken arbeiten gleichmäßig und es gab keine groben Fehlstellen.

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Die mattschwarze Oberfläche zieht allerdings Fingerabdrücke und andere Spuren an: Ein paar Mal angefasst sieht man erste Schlieren, je nach Lichteinfall. Das gilt leider auch für oberflächliche Kratzer. Schon nach der ersten Benutzung hatten wir Kratzer, die je nach Licht deutlich sichtbar waren. Diese Spuren lassen sich zum Teil nur mit dem Fingernagel provozieren und kommen spätestens wenn man es mal achtlos ablegt.

Die Polster bestehen sowohl bei den Hörern als auch bei dem Bügel aus einem dicken und sehr weichen Schaumstoff. Umhüllt ist er von einem Stoff, der rein haptisch etwas hochwertiger sein dürfte und beim darüberstreichen leicht rau wirkt.

Anschluss und Bedienung

Angeschlossen wird das Headset ausschließlich über ein 3.5 mm Klinkenstecker, löblich ist die modulare Ausführung des Kabels. Glorious legt allerdings ausschließlich ein kombiniertes 4-Pol Kabel bei. Wer das Headset getrennt an einen Mikrofon- und Audio-Anschluss anschließen möchte, muss sich ein Splitterkabel besorgen was Extrakosten bedeutet. Das beigelegte Kabel ist im knalligem Orange, erscheint uns aber etwas fragil bzw. nicht unbedingt hochwertig. Es ist 1.5 m lang.

Es gibt zwei Bedienelemente: Eine Taste (die man erst für einen Schalter halten könnte) mit der das modulare Mikrofon stumm geschaltet werden kann und einen strukturierten Drehregler/Knopf aus Metall. Dieser fasst sich gut an, wirkt hochwertig und dreht sich auch mit einem angenehm kontrollierten Widerstand.

Wenn das Endgerät es unterstützt, können über den Druck auf den Regler Anrufe angenommenen, Tracks übersprungen oder Pausiert werden. Wir konnten die Funktion mittels einer Sound Blaster X1 nutzen, am vorliegenden Smartphone funktionierte es nicht. Seine Drehfunktion regelt die Lautstärke, unabhängig von der Systemlautstärke. Mann kann/muss also doppelt justieren.

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Tragekomfort

Die Ohrpolster sowie den Anpressdruck empfanden wir als angenehm. Der Druck um die Ohren war im konkreten Fall ausreichend fest, um eine Abdichtung sowie einen ausreichend sicheren Sitz zu bekommen, aber nicht ermüdend stramm. Einzelne ruckartige Bewegungen des Kopfes führten zum Nachrutschen, aber ohne dass der Sitz auf dem Kopf wirklich in Gefahr war. Provozierten wir es durch mehr Bewegung, rutschte das Headset aber relativ einfach stets nach hinten vom Kopf, es ist also wirklich nur was fürs Gaming im Sitzen.

Der Bügel lässt sich stufenlos um ca. 24 mm an jeder Seite ausziehen, eine Rasterung für eine feste Einstellung gibt es nicht. Die Hörer drehen sich wie gesagt sehr leicht und passen sich samt der Polster gut an den Kopf an. Abgenommen wirken sie aufgrund der Leichtgängigkeit fast schon labberig.
Der Bezug könnte gerne etwas samtiger sein, aber das ist nur eine Kritik am Rande. Letztlich spürt man davon auf Dauer nichts. Die Wärmeentwicklung war natürlich da, die Polster führen aber nicht zu stark übermäßigem bzw. unangenehmen Schwitzen, ganz verhindern lässt es sich natürlich nicht, schon gar nicht jetzt im Sommer.

Die Isolierung ist eher schwach. Die Umgebung wird dumpfer, vorrangig hohe Geräuschanteile werden etwas gedämpft. Man kann sich aber problemlos unterhalten, stärkes Lüfterrauschen bleibt hörbar und je nach Lautstärke hört die Umgebung auch schnell mit.

Klang

Für den Klang sind zwei 40-mm-Treiber verantwortlich, deren Frequenzumfang der Hersteller mit den üblichen 20 bis 20000 Hz angibt. Das Glorious GHS Eternal kann eine ordentliche maximale Lautstärke vorweisen, wenn man beide Regler auf Anschlag stellt. Dafür braucht es auch keine besonders starke Quelle, schon am Smartphone oder Office-Laptop kann es durchaus laut spielen. Nicht zu laut, aber es geht in Ordnung. Mit einer leistungsstärkeren Quelle kann man dann sehr hohe Pegel erreichen.

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Folgende Klangeindrücke sind subjektiv!

Der erste Klangeindruck war eigentlich fast wie erwartet: Das Gaming-Headset klingt füllig, für unseren Geschmack im Mittel/Oberbass zu dick und damit letztlich etwas belegt. Der Sound wirkt damit im ersten Moment durchaus eindrucksvoll, im Zweiten aber fällt der Bass zu dominant aus und legt sich über das Klangbild, zum Nachteil von Klarheit und Details. Stimmen geraten in den Hintergrund und es fehlt ihnen etwas an Präsenz und Substanz. Zum unteren Bassbereich wird die Intensität wieder etwas weniger. Nicht, dass es dort keinen Bass hat, aber der dicke Oberbass lässt es kräftiger wirken als es ist.

Die Mitten haben daher aber eben etwas Schwierigkeiten sich zu behaupten und spielen unaufgeregt, was auch für den Hochton gilt. Tatsächlich kommt dieser nach unserem Empfinden in Teilen etwas gezügelt daher, Zischlaute sind nicht penetrant. Mitten und Höhen können nach unserer Ansicht kein Gegengewicht zum angedickten Oberbass bilden und somit ist die Wirkung trotz des fetten Klangs nicht energetisch und mitreißend. Detailreichtum und Ortung fallen eher schwächer aus. Bei hohen Pegeln werden die Höhe dann schärfer und können letztlich etwas verzerren.
Die Abstimmung kann am PC per Equalizer angepasst werden (dafür braucht es aber eine Drittlösung, das GHS Eternal bietet selbst keine Möglichkeit). An einer Konsole muss man mit dem Klangbild also leben. Die räumliche Darstellung beim Gaming ist etwas enger, aber man kann Quellen ausmachen, auch wenn die Ortung nicht maximal präzise ausfällt. In Actiontiteln erzielt die Abstimmung die entsprechend wuchtige Wirkung, voluminöse Geräusche machen es aber schwerer die Feinheiten oder höhere Geräusche zu orten.

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Die Qualität des Mikrofons war zufriedenstellend. Die Kommunikation war verständlich, es klang noch natürlich, wenn auch komprimiert. Atem- und sonstige Nebengeräusche werden ohne Abschwächung übertragen, was am fehlenden Windschutz liegen könnte und für den Zuhörer natürlich auf Dauer störend sein kann. Plosiv und Zischlaute sind etwas harsch. Wir hatten zudem mit zwei verschiedenen Soundkarten ein hochfrequentes Hintergrundgeräusch.

Fazit

Das Glorious GHS Eternal ist das was man erwartet. Ein typisches Gaming-Headset, das mit ~60 € in einem Preisbereich mit sehr viel Konkurrenz spielt und entsprechend weniger üppig ausgestattet ist, als teurere Modelle. Das Design ist unaufgeregt, beinahe etwas generisch, wenn da nicht das markante Orange des Herstellers auf den Innenseiten und beim Kabel zu finden wäre. Auch beim Klang gibt es typisches: Der betonte (obere) Bass macht das Klangbild in der Standardabstimmung eindrucksvoll, aber nicht sonderlich detailreich und klar. Da diese Variante des Headsets nicht über eine Software verfügt, benötigt man eine eigene Lösung, falls man den Klang anpassen möchte. Für anspruchsvollen Musikgenuss schaut man sich woanders um, das dürfte aber eh nicht der primäre Anspruch des GHS Eternal sein. Apropos Anschluss: Mit dem 3.5 mm Anschluss können flexibel unterschiedlichste Quellen genutzt werden, für einen getrennten Anschluss von Kopfhörer und Mikrofon muss aber ein Splitter separat erworben werden.

Das Tragegefühl ist dank der Polster recht bequem und das auch über einen langen Zeitraum. Es ist aber nichts für viel Bewegung. Die geringe Dämpfung lässt viel Klang rein und raus. Die Lautstärkeregelung findet unabhängig und zusätzlich zu der vom Endgerät statt. Auch die Verarbeitung ist üblich der Preisklasse im Gamingsektor, wobei ausschließlich Kunststoff mit leider empfindlicher Oberfläche zum Einsatz kommt.

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Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

GLORIOUS GHS Eternal
Angebote

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