Cougar CFV235 Mesh Vision im Test

Cougar hat mit dem CFV235 ein Case mit starkem Design in vier Varianten im Angebot: Das Gehäuse erzeugt mit einer Lücke zwischen den Kammern beinahe eine Schwebeeffekt und ermöglicht damit zusätzlichen Airflow.

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Das CFV235 gibt es in vier Varianten: Einmal mit zwei Seiten aus Glas und einmal mit Meshfront. Beide Versionen gibt es zudem als „Vision“-Variante mit Display. Getestet haben wir das CFV235 Mesh Vision mit Meshfront, Display und Lüftern unter der Grafikkarte.

Technische Daten

Maße (LxBxH)460 x 235 x 493  mm
MaterialStahl, Glas, Kunststoff
Mainboard-FormatMini ITX / Micro ATX / ATX / CEB
Anschlüsse Front2x USB 3.0 Typ A
1x Typ C
1x Audio
CPU-Kühler-Höhemax. 175 mm
Grafikkarten-Längemax. 430 mm
max. Laufwerke2x 3,5/2,5 Zoll (Käfig)
2x 2,5 Zoll (hinter MB)
Vorinstallierte Lüfter (mm) / (U/min)Vorne: 2x 160 mm
Heck: 1x 120 mm
Boden: 3×120 mm (Uniframe)
Maximale Lüfterinstallation (mm)Deckel: 3x 120/140 mm
Optionale Radiatoren (mm)Deckel: max. 280/360 mm
RGB-BeleuchtungLüfter
ARGB-Leiste
Sonstiges9.16″ Display
Preis
Amazon.de: € 196,71*
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Cougar CFV235 Mesh Vision im Detail

Das Designmerkmal ist natürlich die optische Trennung von Netzteil- und Hauptkammer durch den Spalt. Verbunden sind die beiden Kammern lediglich rechts. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick sehr stabil, es gibt dennoch einen Hinweise, dass man das Gehäuse nicht von oben belasten soll.

Die Mesh-Version hat eine Front aus Stahl hinter der zwei große 160-mm-Lüfter mit ARGB-Beleuchtung sitzen. Sie sind zusätzlich zum groben Mesh mit einem feinen Staubfilter auf der Innenseite ausgestattet. Die gesamte Front inklusive der Lüfter kann nach dem Lösen von zwei Schrauben abgenommen werden. Von hinten besteht sie aus Kunststoff, wo die Lüfter in einen Rahmen eingebaut sind. Dabei setzt Cougar auf ein kabelloses Kontaktsystem, was den Komfort deutlich erhöht, da die Front und das Case so nicht per Kabel aneinander hängen. Der Nachteil: Ein proprietärer Anschluss.

Auch der Deckel ist nahezu komplett luftdurchlässig. Das Top-Element aus Stahl kann ebenfalls abzogen werden, darunter findet man Platz für drei 120/140-mm-Lüfter und für einen 280/360-mm-Radiator. 420er kann das Case nicht aufnehmen. Der Abstand zum Mainboard beträgt etwa 5 cm. Man muss also etwas aufpassen und insbesondere bei 140/280er-Radiatoren kann es eng werden. Ein Zentimeter mehr hätte dem Gehäuse gut getan.
Die perforierten Teile sind robust gefertigt, die Verarbeitung stimmt. Unsere Glasseite sitzt recht stramm und lässt sich im vorderen Bereich nur mit etwas Kraft entnehmen/einsetzen.

Das I/O-Panel befindet sich unten an der Seite und besteht aus zwei orangefarbenen USB 3.0-A-Anschlüssen und einem USB-C-Anschluss. Einen Audio-Anschluss gibt es ebenfalls. Als Buttons gibt es einen für Power und einen für die ARGB-Steuerung. Durch die Platzierung unten muss das Case eigentlich auf dem Tisch stehen. Beim Design verständlich aber bei der Größe braucht man auch entsprechend Platz.

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Auf den Tisch gehört das Gehäuse aber schon allein wegen dem großen Display, das an der Seite hinter dem I/O-Panel integriert ist. Wer das nicht braucht, findet mit der Gehäusevariante ohne „Vision“ Zusatz eine günstigere Alternative.

Das Display misst 9.16 Zoll und bietet mit 1920×462 Pixeln sowie 60 Hz eine ansprechende Darstellung bei der die etwas schwachen Schwarzwerte des IPS-Panels auffallen, wenn ein dunkler Hintergrund verwendet wird. Mit zunehmendem Betrachtungswinkel fällt die Helligkeit und der Kontrast auch wahrnehmbar ab.

Angeschlossen wird das Display über einen internen USB 2.0 Header. Außerdem braucht man noch die Software von der Cougar-Homepage.

Die Cougar LCD Editor-Software punktet dabei mit vielen, vielen Möglichkeiten Sensoren zu platzieren und die Darstellung zu gestalten. Man braucht zwar zunächst etwas Orientierung, doch dann können detaillierte Konfigurationen vorgenommen werden.

Im Gegensatz zum ungewöhnlichen Äußeren ist der Innenraum vergleichsweise unaufgeregt. Ein Tray mit Öffnungen für Back-Connect wird hier von Kabeldurchführungen ohne gummierte Einsätze umrahmt. Rechts sieht man noch eine GPU-Stütze, die zwei Positionen hat und in der Höhe verstellbar ist.

Auf dem Boden sind drei Lüfter in einem Uniframe verbaut, die zudem noch im Reverse-Layout sind, was der Optik zuträglich ist. Auch diese bieten eine ARGB-Beleuchtung und sind bereits angeschlossen. Eine entsprechende Platine gibts auf der Rückseite, die noch drei weitere Anschlüssen für PWM und ARGB frei hat.

Der (Zwischen)Boden ist mit einem Staubfilter abgedeckt und man findet dort auch eine L-förmige ARGB-Leiste, sodass man im Zwischenraum noch einen schmalen beleuchteten Streifen hat.

Die Rückseite bietet Platz für Laufwerke und auch viel Platz für Kabel, samt einiger Befestigungsmöglichkeiten. Für Laufwerke gibt es eine Montageplatte hinter dem Mainboard (2x 2.5“) sowie einen Käfig unten für zwei 2.5“ oder 3.5“-Laufwerke.

Bei dem Netzteilschacht fällt auf, dass der Boden komplett geschlossen ist. Man muss ein Netzteil hier also mit dem Lüfter nach oben einbauen. Für den Staubschutz ist ein magnetischer Filter im Lieferumfang zuständig, der nicht sonderlich elegant ist. Er ist recht labil und wird einfach aufgelegt.

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Der Einbau der Hardware war recht unkompliziert. Es ist fast überall ausreichend Platz, sodass man gut arbeiten kann. Die Frontbuttons werden bequem mit einem einzigen Anschluss angeschlossen, wie es mittlerweile häufig umgesetzt wird.

Hier stört lediglich etwas, dass die Bodenlüfter vor das Mainboard ragen und sowohl die Schrauben als auch die dortigen Anschlüsse schwieriger zu erreichen sind.

Man benötigt für die Lüfter nur einen PWM-Anschluss und ggf. ARGB, falls man über das MB steuern möchte. Außerdem einen SATA-Stromanschluss, der den Lüfterhub versorgt.

Insgesamt ergibt sich eine schöne Optik, wenn man auf ARGB steht.

Temperaturen und Lautstärke im CFV235 Mesh Vision

Testsystem und Ablauf

  • AMD Ryzen 5800X @ 100W
  • be quiet! Dark Rock Slim
  • MSI B550 Gaming-Plus
  • Zotac GeForce RTX 3080 12 GB Trinity OC
  • 16 GB DDR4-RAM Corsair Vengeance RGB
  • be quiet! Straight Power 12 750W

Als Software dienen prime95 (12k ohne AVX) für die CPU und MSI Kombustor für die GPU. Jeder Testlauf ging 10-Minuten nach einer Aufwärmzeit von 30 Minuten. Die Werte sind der jeweilige Durchschnittswert dieser 10 Minuten, normiert auf 20 Grad Raumtemperatur. Für die Messung bei gleichem Schalldruck werden die Gehäuselüfter auf 36 dB(A) reguliert (30 cm Abstand schräg von vorn). CPU-Lüfter und Grafikkartenlüfter werden auf 36 und 40 dB(A) fixiert. Die Gehäuse wurden jeweils zweimal gemessen und der Durchschnittswert beider Durchgänge genommen.

Hinweis: Solche Temperaturbeobachtungen unterliegen natürlich Variablen und Toleranzen und lassen sich auch nicht 1:1 auf andere Systeme übertragen! Neben der erreichten Abwärme spielen auch die verwendeten Kühllösungen eine Rolle.

Die Lüfter haben je nach Größe Drehzahlen von maximal 1200, 1400 und 1600 U/min, was nicht extrem hoch, aber dennoch durchaus laut ist. Aber man kennt es ja von nahezu jedem Case, dass die Reserven nach oben lauter sind, als man es wirklich dauerhaft nutzen möchte. Zugutehalten kann man, dass das Gehäuse die Skala nicht absolut ausreizt. Dominantes Element sind klar die Frontlüfter. Die Regulierung funktionierte bei uns leider nicht wie gewünscht. Die Frontlüfter liefen bis runter auf ~23% PWM stets mit maximaler(?) Geschwindigkeit um dann schlagartig auf ihre (vermutliche) Minimaldrehzahl zu wechseln. Da wir nur diese zwei Stufen abrufen konnten, ist uns leider keine Messung bei angeglichener Lautstärke möglich. Ihre Drehzahl wird nicht ausgegeben.

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Die Lautstärke im Minimum ist gerade ok, dürfte aber gern leiser sein. Die Lüfter bewegen noch hörbar Luft, dazu kommen leise Lagergeräusche der Frontlüfter. Für Nutzer mit sehr hohen Ansprüchen an ein leises System dürfte das nicht leise genug sein.

Die Lüfterausstattung sorgt aber für respektable Temperaturen:

Die CPU erreichte einen sehr guten Wert, in ungewöhnlichem Kontrast dazu steht die etwas höhere RAM-Temperatur. Auch die Grafikkarte konnte dank Bodenlüfter gute Werte, wenn auch keine Spitzenwerte, erzielen.

Wir haben dann noch den vorderen Staubfilter entfernt. Damit sank die Temperatur der CPU marginal, der RAM wurde hingegen um die 2 Grad kühler. Die GPU veränderte es nicht. Hier muss man selbst abwägen, ob man den zusätzlichen Staubschutz haben möchte. Den Filter unter den Bodenlüfter zu entfernen würden wir aufgrund der großen Öffnungen im Boden nicht empfehlen. Wir konnten in einer kurzen Stichprobe auch keine großen Auswirkungen feststellen.

Fazit

Das Cougar CFV235 Mesh Vision bietet ein originelles Design und kombiniert dieses mit einer guten, stabilen Verarbeitung. Das Design wird aber nicht grundlegend über die Funktion gestellt: Das Platzangebot passt, es gibt Staubfilter, eine GPU-Stütze und im Allgemeinen wirkt das Case stimmig.
Auch die Kühlleistung passt. Die Komponenten werden zufriedenstellend gekühlt und konnten bei uns gute bis sehr gute Werte erreichen.

Kompromisse muss man bei der Lautstärke machen. Die Lüfter werden auch im Minimum nicht absolut flüsterleise und dürften für sensible Ohren damit wohl nicht leise genug sein. Theoretisch ist das weniger ein Problem, da man Lüfter tauschen kann – das gilt hier aber nicht für die Frontlüfter. Größe und Anschluss verhindern den Austausch. Nach dem kürzlich getesteten Lancool 217 Inf zeigt das erneut, dass Standards die bessere Wahl wären. Dazu kommt, dass wir an unserem System die Frontlüfter nicht wie gewohnt, sondern nur in zwei Stufen, steuern konnten – schade! Die Beleuchtung der Lüfter in Kombination mit dem ARGB-Streifen und dem Display sieht dafür aber immerhin gut aus.

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Der Preis ist dahingehend schwer zu beurteilen da das Display im vorliegenden CFV235 Mesh Vision diesen ziemlich hochtreibt. So liegt das Case bei ~200€ und darüber. Das CFV235 Mesh ohne Display und ohne die Bodenlüfter ist da preislich attraktiver.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

Cougar CFV235 Vision Mesh
Angebote

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