Alpenföhn Matterhorn 2 Aurora Max im Test

Nachdem wir kürzlich den kleinen Alpenföhn Matterhorn 2 getestet haben, testen wir folgend den Matterhorn 2 Aurora Max , der mit zwei Kühltürmen und sechs Heatpipes ganz andere Erwartungen entstehen lässt.

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Technische Daten

Maße (L x B x H)ca. 135 x 126 x 160 mm
TypTower
Gewicht1150 g
Heatpipes6 x 6 mm
Kompatibilität IntelLGA 1954, 1700, 1200, 115X, 20XX
Kompatibilität AMDAM4/AM5
Lüfter2x 120 mm x 120 mm x 25 mm
500-1800 U/min
Drehzahl am Testsystemca. 560~2000 U/min
Preis
Alternate.de: € 54,90*
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Alpenföhn Matterhorn 2 Aurora Max im Detail

Der Lieferumfang beschränkt sich auch bei dem großen Modell auf Montagematerial und Wärmeleitpaste samt Spatel. Es kommt ähnliches aber nicht exakt das gleiche Montagematerial wie beim Matterhorn 2 zum Einsatz. Die Backplate besteht hier außerdem aus Metall.

Den Matterhorn 2 Aurora Max gibt es nur in der beleuchteten Aurora-Variante. Das heißt, dass es neben zwei beleuchteten Lüftern auch einen Deckel mit Beleuchtung gibt.

Der Deckel liegt magnetisch auf und deckt die beiden Kühltürme und damit auch den mittleren Lüfter ab. Der vordere Lüfter sorgt dank des geraden Rahmens für ein stimmiges Design. Für die RGB-Beleuchtung nutzt der Deckel ein Kontaktsystem, das Kabel wird durch den Lamellenkörper nach unten geführt und mit den Lüftern zusammengesteckt.

Der Kühler selbst besteht aus zwei Kühltürmen mit schwarz beschichteten Lamellen sowie Heatpipes. Inklusive Lüfter misst der Kühler 160x126x135 mm (HxBxT) und er wiegt fast 1.2 kg. Damit ist er sehr ähnlich dimensioniert wie der Phantom Spirit 120 SE von Thermalright, der aber eine Heatpipe mehr bietet oder wie der be quiet! Pure Rock Pro 3.

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Alpenföhn hat den Matterhorn 2 Max mit sechs Heatpipes ausgestattet, die durch eine vernickelte Bodenplatte aus Kupfer laufen. Der Kühler ist in Bezug auf die RAM-Slots nicht asymmetrisch, ist also nicht von diesen weggesetzt. Er besitzt Cut-Outs in den Lamellen, allerdings ist es vor allem der Lüfter, der über die Speichermodule ragt. Wir haben leider keine Information zur maximalen RAM-Höhe gefunden. Mit unseren Corsair Vengeance DDR5-6000 sind noch ein paar Millimeter Luft.

Als Lüfter kommen wie beim Matterhorn 2 Aurora beleuchtete 120-mm-Lüfter zum Einsatz. Vom mittleren sieht man im Betrieb allerdings nichts mehr. Die Lüfter drehen mit max. 1800 U/min, laut Datenblatt, wir kamen allerdings an unseren Systemen erneut auf bis knapp 2000 U/min bei einem der Lüfter, der andere lief mit 1860 U/min. Die minimale Drehzahl von ungefähr 560 U/min sorgt für einen leisen Betrieb. Nebengeräusche sind bei geschlossenem Gehäuse nicht aufgefallen.

Die Lüfter werden beim ARGB-Anschluss zusammengesteckt, für PWM gibt es ein Splitterkabel. Zudem muss auch das Kabel vom Deckel mit einem der Lüfter über einen kleinen Stecker verbunden werden. Das sorgt unter dem Kühler für etwas Kabelsalat, den man verstauen muss.

Die Montage ist prinzipiell simpel: Je nach System benötigt man die Backplate oder eben nicht, in beiden Fällen folgen dann Abstandshalter auf die die Montagebrücken geschraubt werden. Die Gewinde der Backplate könnten etwas länger sein, aber letztlich geht es gut von der Hand.

Der mittlere Lüfter und der Deckel müssen entfernt werden, damit man an die Montageschrauben kommt wozu ein Schraubdreher notwendig ist, der nicht enthalten ist. Uns ist aufgefallen, dass der Kühler etwas schief(verdreht) war. Er hat montiert minimales Spiel, was wohl an der Verbindung von Kühler an die Montagebrücke liegt.

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Im Anschluss wird der Lüfter mit den Klammern befestigt und dann der Deckel wieder aufgesetzt.

Die Beleuchtung ist gelungen und gibt dem Kühler einerseits ein präsentes aber nicht zu knalliges Aussehen.

Kühlleistung und Lautstärke des Alpenföhn Matterhorn 2 Aurora Max

Testsystem

  • Intel Core i5-13600K
  • MSI Z790 Tomahawk WiFi
  • 2x 16GB Corsair Vengeance DDR5-6000
  • be quiet! Shadow Base 800 DX (Zwei Frontlüfter + Hecklüfter)
  • be quiet! Straight Power 12 1000W

Ablauf:

Die Kühler werden bei einer möglichst konstanten CPU-Leistungsaufnahme getestet. Dazu kommt prime95 zum Einsatz mit fester FFT-Größe (12). Gemessen wurde nach einer Aufwärmphase von 30 Minuten die Differenz der Durchschnittstemperatur aller Kerne zur Raumtemperatur über einen Zeitraum von 10 Minuten. Die Ergebnisse wurden dann auf 20 Grad Raumtemperatur normiert. Das Ganze bei maximaler Drehzahl, bei 40 dB(A) und, falls möglich, bei 1000 U/min. Die Gehäuselüfter werden bei 1000 U/min betrieben.

Die Werte vom AMD-System, von dem auch die Bilder stammen, müssen wir vorerst schuldig bleiben. Wir ergänzen sie in einem Update in der kommenden Woche!

Maximale Drehzahl

Auch bei dem Matterhorn 2 Max messen wir die Lüfter relativ laut. Im Doppelpack unterscheiden sie sich kaum vom kleinen Matterhorn 2. Wir messen mit etwas über 52 db(A) mehr als bei den meisten auf diesem System getesteten Kühlern. Aber auch die Leistung ist respektabel! Der Matterhorn 2 Max lässt den leiseren Pure Rock Pro 3 recht deutlich hinter sich und bildet eine Brücke zu größeren, stärkeren Modellen.

Leistung bei 40 dB(A)

Genau wie beim kleineren Matterhorn 2 müssen wir entsprechend folgend stärker auf die Bremse treten. Nun liegt der Matterhorn 2 Max auf Augenhöhe mit dem ähnlich dimensionierten Pure Rock Pro 3 und liefert damit eine sehr solide Leistung.

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Wie viel Einfluss die Lüfter auf dieses Ergebnis haben können haben wir in einer kurzen Stichprobe mit den sehr teuren Noctua NF-A12x25 G2 ausprobiert. Während die maximale Leistung nicht stieg, die Lautstärke aber um 5 dB(A) sank, stieg die Leistung im 40 dB(A)-Test um ~2 Grad. Die Kombination macht wirtschaftlich kaum Sinn, da die Lüfter mehr kosten als der Kühler, zeigt aber, dass die Alpenföhn Lüfter nach unserem Testverfahren Potenzial liegen lassen.

Leistung bei 1000 U/min

Bei 1000 U/min muss er die größeren Kühler einerseits entgültig ziehen lassen, positioniert sicher aber wieder solide. Die Lautstärke ist etwas höher als beim Pure Rock Pro 3, er ist aber nicht übermäßig laut und die Temperatur „deutlich“ niedriger. Im Gegensatz zu einigen kleineren Kühlern führt er die 181 Watt mit dieser Drehzahl noch zuverlässig ab.

Fazit

Der Alpenföhn Matterhorn 2 Aurora Max ist im Grunde dank seiner zwei Kühltürme und zwei Lüfter ein leistungsstarker Kühler, der sich die finale Leistung nach unserer Beobachtung durchaus auch mit höherer Lautstärke sichert. Bei angepasster Lautstärke schneidet er ordentlich ab, muss sich dann aber einigen anderen der getesteten Kühler etwas deutlicher geschlagen geben bzw. kann sich nicht mehr absetzen. Kleinere Kühler kann er aber konsequent hinter sich lassen. Die Lüfter ermöglichen außerdem auch einen sehr leisen Betrieb, wenn man sie entsprechend drosselt.

Dabei bringt der Kühler, anders als einige Mitbewerber, ein schönes, einheitliches Design mit, das dank des Deckels sehr komplett wirkt. Die Beleuchtung an Lüfter und Deckel runden den optischen Eindruck ab und müssen bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden, die in der heutigen Zeit gar nicht mal so leicht zu bewerten ist. Eigentlich sind ~55€ für einen Dual-Tower mit ARGB-Beleuchtung gar nicht viel, zu mal der Leistungsabstand zu Modellen die deutlich mehr kosten können nicht groß ist bzw. gibt es teurere Kühler, die weniger leisten. Dann wiederum gibt es nicht zu Letzt mit Thermalright extrem günstige und starke Modelle, die eine preisliche Einordnung so schwer machen. Auch Scythe hat mit dem Magoroku einen ähnlichen aber weniger aufwendig gestalteten und dafür günstigeren Kühler, gleiches gilt auch für den Pure Rock Pro 3. Den Vergleich zu letzterem kann der Matterhorn 2 Max knapp für sich entscheiden, wenn es um die Leistung ungeachtet der Lautstärke geht, ansonsten sind sie auf Augenhöhe.

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Wer das Design des Alpenföhn Matterhorn 2 Aurora Max mag und mit den nach obenhin etwas lauteren Lüftern keine Probleme hat, bekommt einen schicken Kühler, der viele CPUs mehr als ausreichend kühlt! Letztlich haben wir uns knapp für den Silber-Award und gegen Gold entschieden, da andere Lüfter etwas mehr Potenzial aus dem Kühler hätten abrufen können.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

Matterhorn 2 Aurora Max black
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