Creative Sound Blaster G8 im Test

Die Sound Blaster G8 ist der Nachfolger der beliebten G6 und präsentiert sich mit einer umfangreichen Anschlussausstattung und der Möglichkeit zwei Audioquellen simultan anzuschließen. Wir haben für euch den Soundcheck gemacht.

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Verpackung und Lieferumfang

Die Sound Blaster G8 wird in einem schwarz-orange gestalteten Karton ausgeliefert. Im Inneren findet sich neben der Soundkarte noch Zubehör, in Form von zwei USB-C Kabeln sowie einer Bedienungsanleitung.

Technische Daten

Creative Sound Blaster G8
TypD/​A-Wandler, Kopfhörerverstärker
Abmessungen 125.7 x 90.7 x 52.4 mm
Kanäle2
D/A-WandlerPCM 32Bit/384KHz, DSD128
Rauschabstand114dB
Dynamikumfang130dB
Klirrfaktor0.0017%
Eingänge2x USB-C, Digital Audio In (optisch), AUX In (3.5mm Klinke), Mic In (3.5mm Klinke)
AusgängeDigital Audio Out (optisch), Stereo Line Out (3.5mm Klinke), Kopfhörer (3.5mm Klinke)
StromversorgungUSB-C
BesonderheitenHDMI ARC Anschluss, zwei Audioquellen simultan
Preis133 €

Creative Sound Blaster G8 im Detail

Das grau-schwarze Gehäuse der G8 präsentiert alle wichtigen Bedienelemente auf einem leicht angeschrägten Plateau.  Hier finden sich neben zwei in dunklem Chrome gehaltenen Drehreglern (einer Für Balance zwischen Game/Voice und einer zur Lautstärkeregelung) noch drei Buttons: SBX, MODE und HP/SPK. Mit der SBX Taste lässt sich durch verschiedene SoundModi schalten und so beispielsweise die Einstellungen von der Acoustic Engine Nutzen oder den Scout Modus aktivieren. MODE aktiviert den direct Sound Modus, wodurch jegliche Klangverbesserer deaktiviert werden. Zuguterletzt kann mit dem  HP/SPK schnell zwischen Lautsprechern und Boxen hin- und herschalten.

Das Gehäuse der externe Audiolösung besteht übrigens komplett aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist sehr sauber ausgeführt. Zwei Gummifüße an der Unterseite sollen für einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch sorgen, was leider in der Praxis nur bedingt funktioniert da die Gummis zu glatt sind.

Leider gibt es von Creative keinerlei hardwarespezifischen Information zu den verbauten DAC und ADC. Die Sound Blaster G8 schafft es aber auf eine DNR von 130dB bei einer maximalen Sampling Rate von 32-Bit / 384 kHz.

An der Front gibt es zwei vergoldete 3,5mm Klinkenanschlüsse für Kopfhörer/Mikrofon. Rückseitig gibt es einen Line In und Line Out als auch Opt in und Opt Out Anschluss sowie einen HDMI ARC Anschluss. Zwischen den digitalen Ausgabemöglichkeiten muss man sich jedoch via Schalter entscheiden. Ebenfalls über Schalter wird die Impedanz für angeschlossene Kopfhörer geregelt. High Gain kann Hörer mit bis zu 600 Ohm befeuern.

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Die G8 kann gleichzeitig zwei Audioquellen über USB-C anschließen und diese über den kleineren der beiden Drehregler mixen. Dabei ist jedoch zu beachten dass lediglich über UCB-C 1 die Stromversorgung erfolgt. Hier sollte man also das Gerät anschließen was vermeintlich immer läuft.

Über Bluetooth verfügt die Sound Blaster G8 nicht, dabei hätte das sehr gut zur flexiblen Anschlussausstattung gepasst. Die Soundkarte ist übrigens mit allen gängigen Konsolen wie PS4, PS5, Xbox Series S und X sowie Nintendo Switch 1 & 2 kompatibel.

Creative App

Die Creative App bietet Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen der Soundkarte.

Unter dem Reiter „Gerät“ bekommt man Zugriff auf die wichtigsten „Klangverbesserer“. Unter Acoustic Engine versteckt sich beispielsweise Creatives Crystalizer Funktion aber auch Regler für eine Surround Simulation oder eine Bassverstärkung. Die Einstellungen können dabei unabhängig für Kopfhörer und Lautsprecher vorgenommen werden.

Zudem kann bei Bedarf auch der DirectSound Modus für eine unverfälschte Wiedergabe aktiviert werden. Dabei werden alle Klangverbesserer abgeschaltet. Unter CrystalVoice finden sich alle Einstellungen für das Mikrofon. Neben einer Noise Reduction oder Echo Cancelation gibt es hier auch noch einige durchaus lustige Stimmverzerrer.

Unter dem Reiter „Wiedergabe“ lässt sich die Audioqualität bis zu 32 Bit / 384 kHz hochregeln. Das macht natürlich nur sinn wenn das Ausgangsmaterial eine entsprechende Qualität liefert. Zudem lassen sich noch zusätzliche Einstellungen für Headset und Lautsprecher vornehmen, wie etwa eine Lautsprecherkonfiguration.

Unter „Aufnahme“ lässt sich die Qualität der verschiedenen Eingänge einstellen.

Abschließend finden sich unter „Einstellungen“ noch Möglichkeiten Software, Treiber und Firmware der Soundkarte zu aktualisieren bzw. die Soundkarte auf Werkseinstellung zurückzusetzen.

Sound- und Praxischeck

Wir haben die Sound Blaster G8 mit einer Sound Blaster X5 verglichen und das sowohl über ein Beyerdynamic MMX300 Headset als auch ein Set Wavemaster Two Pro Lautsprecher samt Subwoofer.

Klanglich nehmen sich beide Soundkarten kaum was und liefern eine hochauflösende Ausgabe mit ordentlicher Dynamik.

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Das Headset klingt an der Sound Blaster X5 einen Tick klarer, mit etwas mehr Dynamicumfang. Zudem bietet die X5 mit dem balanced Ausgang eine zusätzliche, hochwertige Anschlussmöglichkeit. Beim Betrieb von Lautsprechern sind wenn überhaupt nur extrem geringe Unterschiede ausmachbar gewesen. Was jedoch positiv aufgefallen ist – die G8 neigt deutlich wenig zu Grundrauschen.

Bei der Qualität der Mikrofonübertragung hat die X5 wieder die Nase vorn. Die übertragene Stimme hat sich hier natürlicher und weniger dumpf angehört.

Nicht so gut gefallen hat uns der Laustärkeregler der G8. Der Regler hat keine Rasterung und fühlt sich dadurch schwammig an. Dadurch kann es wirklich fummelig werden, wenn man die Lautstärke beispielsweise in 1er Schritten regeln möchte – das kann die X5 deutlich besser.

Darüber hinaus hat die G8 während des Testzeitraums dazu geneigt gerne mal die Einstellungen im Acoustic Engine Reiter selbstständig zu verändern. Hier wurde dann zufällig Surround, Bass oder Crystalizer aktiviert oder deaktiviert. Auch nach mehreren Treiber und Firmwareupdates war das Verhalten vorhanden, wenn auch mit den neusten Updates weniger häufig.

Im Gegensatz zur X5 ist es bei der Sound Blaster G8 zudem auch nicht mögliche diese auszuschalten, denn es gibt dafür keinen Netzschalter. Anfangs hatte die G8 Soundkarte zudem das Problem das durchgehend die LED geleuchtet hat. Das wurde aber nach wenigen Wochen durch ein Firmwareupdate behoben und mittlerweile  kann die Logo-LED an der Front über den Treiber aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Fazit

Bei der Creative Sound Blaster G8 handelt es sich um eine hochwertige und vielseitig einsetzbare externe Audiolösung. Durch die Möglichkeit zwei Audioquellen gleichzeitig anzuschließen und zu mixen sowie die umfangreiche Ausstattung u.a. mit HDMI ARC und breite Konsolenkompatibilität ist die Soundkarte sehr flexibel nutzbar.

Nicht so gut gefallen hat uns der schwammige Lautstärkeregler. Am PC hatten wir außerdem gelegentlich mit der störrischen Creative App zu kämpfen, welche selbstständig Einstellungen aktiviert oder deaktiviert oder sich manchmal komplett bei Start aufgehangen hat. Zudem gibt es keinen Netzschalter um die Soundkarte bei Bedarf komplett abzuschalten – hier bleibt dann nur das Kabel zu ziehen.

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Preislich rangiert die Sound Blaster G8, vor allem aufgrund der hohen Flexibilität in einem angemessen Segment. Aufgrund der im Test aufgedeckten Mängel haben wir uns aber knapp doch für einen silber Award entschieden.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Das Produkt wurde uns vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Test, die Wertung oder die Veröffentlichung hat nicht stattgefunden.

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