Deepcool MC310 Gaming-Maus im Test

Deepcool ist in den Markt der Gaming-Peripherie eingestiegen und schickt mit der Deepcool MC310 einen weiterer Vertreter der gelochten Gaming-Mäuse in den Ring. In diesem Review der MC310 schauen wir, ob das Erstlingswerk gelungen ist, oder in der Masse untergeht.

 

Technische Daten

Deepcool MC310
Maße (L x B x H)68x38x126 mm
Gewicht75 g
Sensoroptisch, 12.800 DPI
Tasten6 + Mausrad
Layoutsyymetrisch + rechtshänder
AnschlussUSB
max. Polling-Rate1000 Hz
Besonderheiten– Gehäuse mit Wabenstruktur
– RGB-Beleuchtung
Preis
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Deepcool MC310 im Detail

Design und Verarbeitung

Zu der Maus haben wir auch noch das Deepcool GM820 Mauspad beigelegt bekommen. Das 900x340x3mm große Textilpad ist ausreichend groß, um zusätzlich die Tastatur darauf abzustellen. Der gestickte Rahmen ist im passenden Deepcool Grün-Türkis. Ansonsten gibt es hier nicht viel zu sagen. Die Verarbeitung ist sauber ausgeführt, aber wir werden an dieser Steller jetzt nicht von besonderen Coatings oder dergleichen schwärmen. Es ist halt ein Mauspad.

Beim Auspacken der Deepcool MC310 gibt es leider ebenfalls nicht sonderlich viel zu entdecken. In dem hellen Karton liegt die Maus in einer Plastikform ohne weiteren Lieferumfang, wenn man von dem kleinen Quickstart-Zettel absieht. Das ist kein Beinbruch aber auch bei dem niedrigen Preis etwas schade. Natürlich ergibt sich automatisch der Vergleich zu der Light² 200 von Sharkoon, die hier üppiger gestaltet ist.

Das Design offenbart zunächst keine außergewöhnlichen Merkmale und wir haben erneut eine, mit 38 mm recht flache, Gaming-Maus mit Löchern vor uns. Die symmetrische Form kommt im Prinzip auch Linkshändern entgegen, allerdings befinden sich nur links Daumentasten. Die gefälligen Maße dürften den meisten Handgrößen schmeicheln, nur sehr große Hände werden nicht bedient. Die matte Oberfläche fühlt sich angenehm an und gibt bei trockenen und feuchten Händen ausreichend halt.

Deepcool MC310 Test

Deepcool hat am Mausrücken bis in die hinteren Bereich der Hauptasten eine Wabenstruktur ausgestanzt. Auch im Boden findet man diese Löcher zur Gewichtsreduktion. Man übersäht die Maus also nicht wie bei der Sharkoon mit Löchern, sondern hält es ähnlich reduziert wie Glorious bei der Model D. Dennoch erreicht man nicht dessen niedriges Gewicht. Trotz „ultralight“ Attribut, ist die Maus mit 75g nicht leichter als viele ungelochte Konkurrenten.

Der Boden der Maus ist im peppigen Deepcool-Grün gestalte. Der Übergang zum Gehäuse wird von einem transluzenten Streifen unterbrochen, der über die integrierte digitalen RGB-LEDs beleuchtet wird. Die Beleuchtung ist auch durch die Löcher im Rücken zu sehen, ebenso wird das Mausrad ausgeleuchtet.

Deepcool MC310 Review

Zur Auswahl stehen eine respektable Menge an Beleuchtungsprofilen, die sich über die Software (siehe unten) auswählen lassen. Es gibt einfarbige Beleuchtung, Animationen und auch reaktive Effekte, die auf einen Mausklick reagieren (aber dann ohnehin von der Hand verdeckt werden). Auch eine mehrfarbige Beleuchtung ist möglich. Es gibt jedoch nur eine Zone, das heißt, die Einstellung gilt für die gesamte Maus

Deepcool MC310 RGB

Bei dem Streifen ist die Ausleuchtung hervorragend gelungen und wird durch das helle Funkeln der LED durch die Löcher verstärkt. Leider gilt das nicht für das Mausrad. Die Beleuchtung ist recht schwach und nur im Zentrum, wo die LED sitzt, akzeptabel. Die Produktfotos des Hersteller entsprechen hier nicht der Realität.

Deepcool Gaming-Maus

Die Spaltmaße der Maus sind einwandfrei, ebenso die Stabilität des Chassis ist nicht zu bemängeln. Ein Kleiner Wermutstropfen ist ein hörbares Klappern bei schnellen horizontalen Bewegung aus dem Bereich das Mausrads.

Sensor, Gleiteigenschaften und Tasten

Zu dem Zentral am Mausboden positionierten Sensor fanden wir keine Modellbezeichnung. Wir wissen lediglich, dass er mit bis 12800 DPI spezifiziert ist. Auffällig ist das rote Leuchten, das sich bei Inaktivität abdunkelt. Das kennt man so noch von früher und haben wir zuletzt auch bei der Sharkoon Shark Force II gesehen.

Bei der Präzision erlaubt sich der Sensor nach unserem Empfinden keine Aussetzer. Der Mauszeiger erreicht stehts die von uns angezielte Position, zu keiner Zeit kam es zu Abweichungen. Auch schnelle Reaktionen in Shootern überforderten den Sensor nicht und sie werden akkurat umgesetzt.

Deepcool MC310 Sensor

Die Lift-Off-Distance (LoD) lässt sich nicht einstellen und fällt leider recht hoch aus. Mit dem typischen CD-Test verzeichnen wir auch bei 2.4mm noch vereinzelte Zeigerbewegungen. Beim Anheben und Absetzen der Maus springt und zittert der Mauszeiger daher stärker als bei aktuellen Top-Sensoren. Dies könnte für Low-Sense-Spieler möglicherweise relevant sein.

Die Gleiteigenschafen sind, nach dem Entfernen der nahezu unsichtbaren Schutzfolien auf den PTFE-Füßen, tadellos. Die MC310 gleitet geschmeidig über das Textil-Pad, der Widerstand ist gering und es gibt kein Kratzen zu beklagen. Das steife Kabel schmälert den Eindruck jedoch ein bisschen. Vor allem wenn die raue Textiloberfläche am Stoffpad reibt. Hier könnte ein „Mouse-Bungee“ helfen.

Kabel

Unter den Haupttasten sind Huano 10M Schalter verbaut. Die Switches klingen Huano typisch etwas tiefer und knackiger als die verbreiteten Omrons. Das taktile Feedback ist markant. Das vermittelt einerseits einen sehr kontrolliertes und direktes Gefühl, kann sich aber zunächst etwas grob anfühlen. Mit einer spezifizierten Haltbarkeit von 10 Millionen Klicks bekommt man hier eher die Einsteigerklasse geboten.

Deepcool MC310

Die Haupttasten sitzen sehr gut und die Kappen stramm auf den Switches. Es gibt nur einen minimal Vorlauf (Pre-Travel). Die Seitentasten sitzen perfekt und drücken sich präzise, sind aber leider außergewöhnlich laut. Bei den DPI Tasten zeigt sich ein minimales Spiel, aber hier gibt es wenig zu meckern.

Das Mausrad ist fast schon zu leichtgängig, aber zu keinem Zeitpunkt kam es dortigen Klick zu einem ungewollten Scrollen. Der spürbare Grip wird durch eine angenehme und gut gewählte Rasterung ergänzt. Es dreht sich zudem angenehm leise, ein ganz leichtes Rattern ist zu vernehmen.

Software

Der Download der Software misst nur etwas 25 MB. Die übersichtliche Oberfläche unterteilt sich in die vier selbsterklärendem Menüs „Button“, „Makro“, „Performance“ und „Backlight“. Die Software lässt auch auf Deutsch umstellen – zu spät gemerkt!

Deepcool MC310 Software

Im ersten Punkt lassen sich die Tasten programmieren. Dabei stehen auch komplexe Funktionen und Multimediabefehle zur Verfügung. Auch ein vollwertiger Makro-Editor steht bereit.

Unter dem Punkt „Leistung“ konfiguriert man DPI-Stufen, die Zeigerempfindlichkeit oder die Polling-Rate (max. 1000 HZ). Den DPI-Stufen lassen sich außerdem Farben zuweisen, die man dann anhand der RGB-Beleuchtung erkennen kann.

Eben jene wird dann unter „Hintergrundbeleuchtung“ konfiguriert. Die angebotenen Effekte lassen anhand der Helligkeit, Farbe oder Geschwindigkeit anpassen. Die Einstellungen werden auf dem 32kb Onboard-Speicher festgehalten. Zudem können in der Software verschiedene Profile gespeichert und Importiert/Exportiert werden.

Fazit

Deepcool‘s erste Gaming-Maus mit dem unscheinbaren Namen MC310 hat einen souveränen Auftritt hingelegt. Grobe Patzer erlaubt sich der gelöcherter Nager nicht, tut sich aber auch nicht durch Highlights hervor. Das Gewicht ist niedrig, aber nicht rekordverdächtig, das Kabel ist hochwertig, aber nicht maximale flexibel. Die RGB-Beleuchtung sieht großartig aus, ist beim Mausrad aber nicht optimal. So ist die Deepcool MC310 eben einfach „nur“ eine gute Maus.

Das Bessere ist aber nun mal auch Feind des Guten. Besonders die Sharkoon Light² 200 macht es der MC310 schwer. Sie ist leichter, hat des flexiblere Kabel, den stärkeren Sensor ist aber eben symmetrisch. Auch Modelle wie die Corsair Katar Pro XT werden zwischen 30 und 40€ angeboten, die ohne Löcher auskommt. Die Sharkoon Light² S ist symmetrisch, leichter und auch für Linkshänder, kommt dafür aber nicht an die DPI-Werte der Deepcool MC310 heran.

Somit hat die MC310 schon ihre Daseinsberechtigung und das Gesamtpaket aus geringen Gewicht, hohen DPI und RGB-Beleuchtung ist für unter 30€ preislich schon attraktiv.

Hardware-Helden PreisLeistung

Positiv

  • akkurater Sensor
  • ordentliche Verarbeitung
  • gute Gleiteigenschaften
  • schlanke, intuitive Software
  • präzise, knackige Tasten
  • fairer Preis

Negativ

  • hohe LoD
  • Ausleuchtung des Mausrads
  • etwas steifes Kabel
  • leichtes klappern bei schnellen Bewegungen
DEEPCOOL MC310 Ultraleicht-Gaming-Maus,Hochpräzise optische Sensor mit 12800 DPI
DEEPCOOL MC310
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