Sharkoon Light² 200 im Test

Sharkoon Light 200 Review

Die Sharkoon Light² 200 ist, wie der Name es schon vermuten lässt, Sharkoons Interpretation einer besonders leichten Gamingmaus. Neben dem niedrigen Gewicht durch ein Löchergehäuse zeichnet sie sich durch einen High-End Sensor und auswechselbarer Oberschale aus!

Light² 200 im Überblick

Verpackung und Lieferumfang

In dem kompakten, bedruckten Karton befindet sich neben der Light² 200 Maus ein geschlossener Deckel zum Austausch, Ersatzmausfüße und farbige DPI-Buttons in Rot und Blau, die den schwarzen Standardbutton bei Bedarf ersetzen. Eine Anleitung gibt es ebenfalls und so kann man beim Lieferumfang wirklich nicht meckern.

Sharkoon Verpackung
Sharkoon Light2 Lieferumgang

Technische Daten

Sharkoon Light² 200
Maße120 x 66 x 42 mm (L x B x H)
Gewicht 62 g bis 66 g
Sensor PMW-3389 50 bis 16.000 DPI
Tasten6
Layoutergonomisch rechts
AnschlussUSB 1,8 m
Besonderheiten– RGB-Beleuchtung
– Löchergehäuse
– Deckel tauschbar
– DPI Taste tauschbar
– flexibles Kabel

Light² 200 im Detail

Mit knapp 50€ ist die Light² 200 Sharkoons bisher teuerste, aber auch ambitionierteste Maus. Dies zeigt schon der Pixart PMW 3389 Sensor, der mit 16.000 DPI und einer Beschleunigung von 490 m/s² in allen Bereichen Rekorde bricht. Damit zieht man sensortechnisch mit Modellen wie der XM1 von Endgame Gear oder der M4 von XTRFY und überholt die löchrige Konkurrenz von Glorious, die „nur“ den 3360er Sensor bieten. Dazu bietet die Sharkoon Maus einen Onboard-Speicher für 5 Profile!

Sharkoon Light 200

In Sachen Gewicht stapelt die Light² 200 besonders tief und unterbietet die genannten Konkurrenz um 6-7 g und kommt somit auf federleichte 62 g, zumindest wenn man bei der gelöcherten Oberschale bleibt. Die geschlossene ist nämlich 3 g schwerer, wobei das Endgewicht mit 65-66 Gramm immer noch beachtlich gering ist.

Sharkoon Light 200 geschlossen

Der Austausch und Halt wird neben kräftigen Magneten auch über kleine Kunststoffhaklen realisiert, die recht filigran wirken. Wir haben testweise die Abdeckung 10 aufgesetzt und wieder abgenommen, ohne dass es zu Abnutzungserscheinungen kam. Die starken Magnete halten die Oberschale zudem sehr fest, so dass die Light² 200 wie aus einem Guss wirkt. Neben dem Deckeltausch wird so auch eine einfache Reinigung ermöglicht, die bei offenen Gehäusen tendenziell öfter ansteht. Sogar im Inneren ist die Light² 200 durchdesignt.

Light 200 Innen

Während die Seiten gelöchert, sind die Hauptasten geschlossen und fühlen sich zusammen mit den Omron Switches (20. Mio Klicks) sehr vertraut an. Ergänzt werden die Hauptasten durch zwei Daumentasten und einen DPI-Taster hinter dem Mausrad. Letzteres ist angenehm leichtgängig, aber auch griffig und klar gerastert. Allenfalls die Seitentasten mit Hochglanzfinish stechen optisch negativ hervor und dürften gern etwas knackiger sein.

Die gummierte Taste des DPI-Schalter lässt sich gegen andersfarbige austauschen, was „nur“ der Optik dient. Einen separaten DPI-Indikator gibt es zwar nicht, jedoch leuchtet die Maus beim Betätigen kurz in der zur DPI-Stufe gehörenden Farbe. Die Farbe kann nicht verändert werden, die DPI Stufen jedoch schon.

Roter DPI Button

Ohnehin bietet die leichte Gamingmaus auch was für RGB-Fans. Das Mausrad wird durch einen mittigen Streifen beleuchtet und an der Rückseite der Maus wird die untere Rand durch eine mehrfarbige Beleuchtung in Szene gesetzt. Sogar das Sharkoon-Logo im Inneren wird durch LEDs auffällig präsentiert, was durch das Wabenmuster besonders cool aussieht.

Sharkoon Light 200 RGB

Auch an das Kabel hat Sharkoon beim Entwerfen der Maus gedacht. Es zeigt sich mit dem lockeren Sleeve außerordentlich flexibel und kommt fast an das Niveau der Model D von Glorious heran. Ein Schalter auf der Unterseite ermöglicht das Umschalten der Abtastrate.

In Sachen Verarbeitung muss sich die Light² 200 nicht verstecken, ist aber auch kein herausragendes Highlight. Die Spaltmaße überzeugen und nichts knarzt übermäßig. Eine leichte Verwindung ist aufgrund des Wabenmusters möglich, das liegt aber auch schlicht an der Fokussierung auf das geringe Gewicht. Dickes, solides Material wäre schlicht zu schwer.

Komfort und Praxiseindruck

Sowohl bei Form als auch Größe wagt Sharkoon keine großen Experimente. Die Light² 200 richtet sich ausschließlich an Rechtshänder und verfügt über die bekannte leicht geschwungene Form, die vielen direkt vertraut vorkommen dürfte. Mit 120 x 66 x 42 mm sind zudem alle Maße in einem angenehmen Mittelmaß. Mit eher kleineren Händen kommt man auf der Maus ebenso zurecht, wie mit größeren Pranken.
Die Tasten sind generell etwas weicher im Klick, die Seitentasten schon etwas zu soft. Aber allesamt präzise mit einem guten Druckpunkt.

Sharkoon Light 200

Über jeden Zweifel erhaben ist das Gleitverhalten. Die kleinen PTFE Füße machen die Maus zu einem wiederstandlosen Geschoss. Das Kabel ist dabei fast nicht zu spüren und der Verzicht auf Aufkleber rund um den Sensor vermeidet Fusselbildung an diesem. Die LoD lag auf dem verwendeten Sharkon Skiller Pad bei knapp unter 1.2 mm.

Die Haptik ist aufgrund der Waben gewöhnungsbedürftig, wenn man bisher keine Erfahrung damit gemacht hat und gerade an den Seitenbereichen durchgehend wahrnehmbar. Auf der anderen Seite bietet dies wiederum guten Grip und der größte Nutzen: Man schwitzt nicht! Noch nie waren meine Hände so trocken und gut belüftet. Die geschlossene Oberseite macht für mich keinen großen Unterschied, daher bevorzuge ich klar das offene Design, zumal die Reinigung  bei der Sharkoon Maus besonders einfach ist.

Software

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Die Software ist einerseits umfangreich, erschlägt aber nicht mit Optionen. Das tut der Übersicht gut. Da 5 Profile gespeichert werden können sind die Möglichkeiten groß und die Software nach der Konfiguration nicht unbedingt nötig.

Neben der Tastenbelegung sind auch weit technischere Dinge wie DPI, LoD usw. einstellbar. Bis zu 7 DPI Stufen können beispielweise auf den DPI-Switch gelegt werden, die Signalfarbe dazu ist jedoch nicht anpassbar. Ohnehin verfügt die Maus bei der Beleuchtung nur über eine Zone, aber das ist verschmerzbar.

Ein Makroeditor befindet sich ebenfalls mit an Bord!

Fazit

Die Sharkoon Light² 200 hat einen tollen Eindruck hinterlassen. Man erfindet das Rad im Kampf um leichte eSport-Mäuse nicht neu, aber Sharkoon hat sich von allem das Beste zusammengesammelt. Man hat den High-End Sensor einer XM1, die umfangreichen Waben einer M4 und Form/Haptik einer Model D. Dabei unterbietet man nicht nur deren Gewicht, sondern rundet das ganze mit dem Austauschdeckel ab. Dazu kommt ein wahnsinnig gutes Gleitverhalten, das durch das flexible Kabel untermauert wird – leuchten kann die Light² 200 auch noch schick.

Echte Schwächen hat die Maus nicht und sofern man den löchrigen Trend mag bekommt man mit der Light² 200 ein Rundumsorglospaket zum sehr guten Preis.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung
Sharkoon Light² 200

Fazit

Ultraleichte Gamingmaus mit starker Technik und gutem Preis. Ein echtes Rund-um-sorglos-Paket!

Overall
8.7/10
8.7/10
  • Ausstattung - 8.5/10
    8.5/10
  • Verarbeitung/Materialwahl - 7.5/10
    7.5/10
  • Sensorleistung - 9.5/10
    9.5/10
  • Komfort - 9/10
    9/10

Pros

  • sehr leicht
  • perfekte Gleiteigenschaften
  • High-End-Sensor
  • hoher Komfort
  • RGB
  • geschlossener Deckel möglich
  • flexibles Kabel
  • Onboard-Speicher für 5 Profile

Cons

  • Seitentasten etwas weich

10 Kommentare

  1. Schöner Test, sympathische Maus. Find’s bei der gut, dass man die Oberschale wechseln kann; schon cool was Sharkoon hier abliefert. Die mausern *kicher* sich bei einigen Sachen ganz schön zum Besseren. Leider ist sie mir, vermutlich, wie auch die Glorious Model D zu groß (bleib ich bei meiner gelöcherten Model 0-).

  2. Die Model D und die Sharkoon Light fassen sich in der Tat sehr ähnlich, da sie auch die selbe Höhe haben. Form ist auch recht nah beineinander. Die Sharkoon ist nur etwas kürzer, was mir gar nicht auffällt. Wenn dir die Model D zu groß ist, ist die Light 200 wohl auch eher nichts für dich.

  3. Ja leider :/ ansich mag ich die Form (kenn‘ ich noch von einer alten Zowie). Mit der Länge könnte ich noch leben, aber ich merke, dass ich total anfällig für „hohe“ Mäuse bin. Ab 39/40mm Höhe ist mir das auf Dauer echt unangenehm in der Hand/Handgelenk.

  4. Ich mag zwar diese zerlöcherte Optik nicht so, aber das Gesamtpaket macht hier echt einen guten Eindruck…denke ich werde mir den Nager Mal bestellen wenn es an der Zeit für eine neue Maus ist.

  5. Ist nicht mein Ding. Die Optik stört mich eigentlich weniger aber durch die Löcher können immerhin Schweiß, Hautschuppen und Staub eindringen. Ich würde es also aus hygienischen Gründen ablehnen.

  6. Also ich hab‘ meine Model 0- die letzten Monate unregelmäßig durchgepustet und, ich glaube 2x war’s, mit einem einfachen Brillenputztuch abgewischt.
    Da kam jetzt weder eine Staubwolke raus, noch sitzt da der Dreck in den Waben – zumindest nicht sichtbar! Naja, jeder wie er denkt 🙂 
    Ich bin zumindest so zufrieden, dass ich mir noch eine weiße 0- geholt habe.

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