Glorious PC Gaming Race Model D im Test

Glorious Model D Review

Nach Model O und O- wird die löchrige Leichtgewichtsmaus nun ergonomisch. Die Glorious Model D richtet sich an Rechtshänder und bleibt den Grundsätzen treu: Perfekte Gleiteigenschaften, minimales Gewicht, RGB-Features und aktuelle Technik.

Glorious PC Gaming Race Model D im Detail

Verpackung und Lieferumfang

Das Model D kommt in einem stabilen, stilvollem Karton mit Deckel. Beim Lieferumfang geht direkt ein Appell an viele andere Hersteller: So muss Zubehör aussehen! Die Infozettel und der Quickstartguide sind hochwertig gemacht, außerdem gibt es zwei ergänzende Skates aus PTFE. Zwei Aufkleber runden das Paket ab. So hat der Käufer einfach mehr das Gefühl geschätzt zu werden als mit einem schnöden Zettel oder Werbeblättern.

Üppiger Lieferumfang

Technische Daten

Glorious Model D
Maße 128 x 67 x 42 mm (L x B x H)
Gewicht68 g
Sensor PMW-3360 12.000 DPI
Tasten6
Layoutergonomisch rechts
AnschlussUSB 2m
Besonderheiten– RGB Beleuchtung
– Löchergehäuse
– Paracord Kabel

Impressionen

Auf den ersten Blick erhält man das gewohnte Bild, denn am grundlegenden Design der Model O hat sich auch beim D-Modell nicht viel verändert. Matt schwarz, seitliche RGB-Streifen und das aufgebrachte Logo. Selbstredend ist auch das Model D zur Gewichtsreduktion wieder großflächig mit einem Wabenmuster perforiert, was das Gewicht auf 68g reduziert. Damit liegt sie 1 g über dem Model O, was außer Zahlenfreaks wohl niemanden weiter interessiert.

glorious model d

Dass sich das Gewicht nicht nennenswert verändert hat ist in dem Sinne beachtlich, da die Maus in der Höhe um fast 5 mm zugelegt hat. Mit dem hohen Buckel und der nun ergonomischen Form richtet sich das Model D nur an rechte Hände, die zudem nicht zu klein ausfallen – 18 cm sollten es unserem Empfinden nach schon sein. Davon abgesehen macht die Maus haptisch aber vieles richtig. Die matte Oberfläche ist relativ unempfindlich gegen Schweiß und Schmutz und bietet auch bei feuchten Händen eine guten Haftung. Es gibt zudem eine glänzende Variante, die bei trockenen Händen noch mehr Grip liefert, bei feuchten Händen aber dementsprechend unsicherer wird.

glorious model d
Seitenansicht mit hohem Buckel

In Sachen Verarbeitung kann man nur wieder den Hut ziehen. Das Chassis ist trotz Löcher stabil, die Spaltmaße hervorragend und der Klick auf allen Tasten knackig, ohne Wackeln oder Federn. Es ist zwar möglich den Rücken der Maus mit viel Kraft etwas zum Ächzen zu bringen, aber das ist weit weg von jeder Alltagsbelastung.

glorious model d
Löcher über den gesamten Rücken

Trotz Löcher zur Gewichtsreduktion verzichtet man auf der anderen Seite nicht auf eine RGB-Beleuchtung. Im Gegenteil: Das Licht der beiden seitlichen RGB-Streifen strahlt auch nach Innen und scheint durch die Waben heraus und auch das Mausrad ist beleuchtet. Leider gibts es aber nur eine zusammenhängende RGB-Zone.

Relativ sinnlos, oder zumindest umständlich, ist der DPI-Indikator auf Unterseite der Maus. Mit dem Button auf der Oberseite kann in den vier Stufen 400 (gelb), 800 (blau), 1600 (rot), 3200 (grün) geswitched werden.

Beim Sensor setzt GPGR weiterhin auf den erstklassigen PMW-3360, der zwar rein von den Zahlen her nicht mehr High-End ist, aber zu den besten Sensoren am Markt gehört und absolut zuverlässig arbeitet. In der Spitze sind 12000 DPI möglich, die wohl kaum jemand wirklich nutzen wird. Die LoD ist mit 0,7 mm angegeben, wir können unter 1.3 mm auf einem schwarzen Pad bestätigen. Weniger können wir nicht überprüfen, wobei wir dann schon bei den Praxiseindrücken wären.

Glorious PC Gaming Race Model D Praxischeck

Was die Glorious Model D in der Praxis so genial macht, sind die überragenden Gleiteigenschaften. Dabei ist es gar nicht nur das geringe Gewicht, sondern der geringe Widerstand durch das Kabel. Die mit Paracord ummantelte Strippe ist so flexibel, dass sich fast das Gefühl einer kabellosen Maus einstellt. Die kleinen, schnellen PTFE Pads tun ihr Übriges, können bei Bedarf auch großflächiger aufgebracht werden. So schnell und widerstandslos gleiten nur die wenigsten Nager.
Das Feedback der Tasten ist ebenfalls anstandslos. Ein knackiger, direkter Klick, ein gut gummiertes und strukturiertes Mausrad. Die Seitentasten sind wie so oft etwas im Hintertreff, aber auch noch sehr gut.

Die ergonomische Leistung ist stark subjektiv. Während die Oberfläche überaus angenehm ist könnte insbesondere die Höhe der Maus nicht jedem gefallen. Hat man eine entsprechend dimensionierte Hand, schmiegt sich die Model D perfekt an. Gamer mit kleinen Händen würden sich sicher über ein D- Modell freuen. Die Löcher spürt man nach wenigen Stunden bereits nicht mehr, lediglich der hereinrieselnde Staub sollte ab und am mal rausgepustet werden.

Software

Die Software kommt auf gerade Mal 2 MB und ist optional zur erweiterten Konfiguration nutzbar. Sie ist dementsprechend schlank und nicht ganz so mächtig wie beispielsweise iCUE oder Swarm, aber auch einfacher und intuitiver
So können Profile, DPI-Stufen und auch Tastenbelegungen angelegt werden. Ein Makro-Editor befindet sich ebenfalls mit an Bord.

Neben der LoD lässt sich die Polling-Rate und die Debounce-Time einstellen. Erstere ist in der Software mit minimal 2 mm und maximal 3 mm angegeben, was angesichts der spezifizierten 0.7 verwirrend ist. Wie erwähnt haben auch wir deutlich unter 2 mm bestätigen können. Bei Letzterer kann die Auslöseverzögerung der Tasten verkürzt werden jedoch mit der erhöhten Neigung zu ungewollten Doppel-Klicks. In unserem Test konnten wir die Auslösezeit auf 5 ms absenken ohne dass wir Doppel-Klicks bemerkt haben. Auf der anderen Seite stellen wir aber auch keinen Unterschied zum Standardwert fest, daher würden wir Hobbygamern im Zweifel raten die Settings einfach auf dem Standardwert zu belassen.

Die Beleuchtung lässt sich ebenfalls recht umfangreich Einstellen. Einzelfarben, Wellen, atmen, Regenbogen usw. werden geboten. Leider hat die Maus nur eine RGB-Zone, so dass man im Endeffekt dann doch etwas eingeschränkt ist und das volle Potential durch den offenen Aufbau wird leider nicht genutzt. Viele andere Mäuse bieten zwei, drei oder gar vier Zonen an.

Der interne Speicher der Maus hat Platz für ein Profil. Die Software ist also kein Muss und kann nach Bedarf wieder deinstalliert werden.

Glorious PC Gaming Race Model D Fazit

Die Model D von Glorious PC Gaming Race ist wie zu erwarten eine fantastische Maus. Das war nach der Leistung der Model O bereits zu erwarten. Das Model D macht alles, was das Model O so gut macht, ebenso gut. Herausragende Gleiteigenschaften, gute Verarbeitung und eine starke Sensorik machen die Model D zu einer absoluten Gamingempfehlung, insbesondere im Shooterbereich.

Die neue Form ist natürlich stark subjektiv zu bewerten. Hat man die passende Hand, schmiegt sich das Model D noch besser in diese. Haptisch hat man alles richtig gemacht, wagt aber auch keine Experimente.

Kritik haben wir bei der Model D nur wenig Kritik zu äußern. So ist bei der umfangreichen Beleuchtung mehr als 1 Zone zu erwarten und der DPI Indikator sitzt etwas ungünstig.

Preislich bewegt man sich bei 55€ für die matte Variante. Das ist nicht unbedingt günstig, aber am derzeitigen Markt voll im Rahmen.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

weiterführende Links

Herstellerlink
Distributor
Preisvergleich

Glorious PC Gaming Race Model D

Fazit

Schnelles und robustes Leichtgewicht zu einem fairen Preis.

Overall
8.5/10
8.5/10
  • Performance - 9/10
    9/10
  • Verarbeitung - 9/10
    9/10
  • Ausstattung - 8/10
    8/10
  • Preis/Leistung - 8/10
    8/10

Pros

  • leicht
  • stabil
  • toller Sensor
  • Ergonomie
  • RGB-Beleuchtung

Cons

  • nur eine RGB-Zone
  • Löchergehäuse nicht jedermanns Sache

1 Kommentar

3 Trackbacks / Pingbacks

  1. Sharkoon Light² 200: Löchermaus mit austauschbarem Deckel - Hardware-Helden
  2. Sharkoon Light² 200 im Test - Hardware-Helden
  3. Glorious Model D- Kleine ergonomische Maus zeigt sich - Hardware-Helden

Kommentar hinterlassen