TechN CPU Waterblock AM4 im Test

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TechN präsentiert mit dem Waterblock AM4 den ersten CPU-Kühler und legt die Messlatte in allen Bereichen weiter nach oben!

TechN CPU Waterblock im Überblick

Verpackung und Lieferumfang

TechN Lieferumfang

Der TechN CPU-Wasserkühler für AM4 kommt in einer auf das Wesentliche reduzierte Pappverpackung mit attraktivem weißen Umschlag. Im aufklappbaren Karton befindet sich, geschützt in Schaumstoff, zunächst der Kühler selbst. Darunter liegt Montagematerial, bestehend aus vier Edelstahlschrauben und Federn, sowie eine sehr hochwertige Backplate. Ein passender 3 mm Inbus liegt ebenfalls bei. Dazu gibt es ein Tütchen Arctic-MX2 Wärmeleitpaste für den sofortigen Start. Normalerweise bekommt man noch eine (gute) Anleitung, die lag uns jedoch nur digital vor. Die Montage ist allerdings so eindeutig und simpel, dass man als halbwegs erfahrener Bastler sofort weiß, was zu tun ist.

Technische Daten und Features

TechN
CPU Waterblock AM4
Maße110 x 74.3 x 20.8 mm
Gewicht340 g
MaterialAluminium (eloxiert), Plexiglas, Kupfer (vernickelt)
Kühlstrukturca. 41,4 x 29,8 mm
0.15 mm Finnen, 0.2 mm Kanäle
Gewindeabstand
(Mitte)
29 mm
Beleuchtung12V RGB (4-Pin)
Preis99€ (UVP)

TechN CPU Waterblock im Detail

Beim Auspacken wird sofort klar, der TechN Kühler ist eine Wucht. Allein das Gewicht von 340 g zeugt vom massiven Materialeinsatz. Das kantige Design ist gradlinig und modern und unterscheidet sich damit klar von den deutschen Kollegen aus dem Hause AC und WC. Auch vom ebenfalls kantigen EK Magnitude Quantum und Optimus hebt man sich positiv ab, da Halterungen und Kühler durch den großen Aluminium-Rahmen zu einer harmonischen Einheit verbunden wurden. Dies macht den Kühler optisch zwar sehr groß, sieht aber einfach klasse aus.

TechN CPU Wasserkühler AM4

Eingefasst in einen perfekt verarbeiteten massivem Aluminiumrahmen ist der TechN CPU Wasserkühler optisch wie auch haptisch schlichtweg überragend und setzt die Messlatte zukünftig noch ein Stück nach oben. „Made in Germany“ spielt hier mal wieder in einer eigenen Liga.
Die mattschwarze Beschichtung (eloxiert, alternativ auch in Silber) ist ebenfalls perfekt ausgeführt und über jeden Zweifel erhaben.

TechN CPU Wasserkühler AM4
TechN CPU Wasserkühler AM4 inlay

Im unteren Teil befindet sich ein magnetischen Inlay mit TechN-Logo, dass bei Bedarf gegen ein eigenes Ausgetauscht werden kann.

Der Deckel aus ebenfalls makellos gearbeitetem (original) Plexiglas gibt bereits erste Einblicke auf die feine Kühlstruktur, die wir uns später genauer ansehen werden. Gefüllt mit Flüssigkeit weicht die gleichmäßige Trübung und gibt einen klareren Blick ins Innere.
Die Anschlüsse liegen mit etwas über 29 mm auch für große Fittinge weit genug auseinander. Wie an der Wasserführung eindeutig zu erkennen, ist der untere Anschluss als Einlass vorgesehen, um die maximale Perfomance zu erhalten. Der spezielle Winkel soll den Widerstand möglichst gering halten.

Auch eine RGB-Beleuchtung bietet der TechN: Am oberen Innenrahmen sind drei RGB-LED (12V 4Pin) integriert, die ihr Licht in den Plexiglas-Block erstrahlen lassen. Die gut versteckten LEDs fallen nicht durch Hotspots auf, wie wir es beim Quantum kritisiert haben und obwohl sie nur einseitig angebracht sind, fällt die Ausleuchtung überraschend gleichmäßig aus.
Dafür muss man sich mit einer Farbe gleichzeitig aus 16 Mio Möglichkeiten zufriedengeben. Das Anschlusskabel ist mit einem festem Textil-Sleeve versehen und durch einen Ausschnitt seitlich aus dem Rahmen geführt worden.

TechN CPU Wasserkühler rgb
RGB-Modul im Rahmen
TechN CPU Wasserkühler AM4 rgb tor
RGB-Beleuchtung

Der Blick auf die großflächige Bodenplatte begeistert nicht weniger. Sie ist wunderschön gearbeitet mit perfekter Oberfläche, so wünscht man sich das! An den Ecken sind insgesamt vier Inbus-Schrauben versenkt worden, über die sich der Kühler öffnen lässt. Bei der Demontage sieht man, dass die Schrauben nicht in das Plexiglas geschraubt werden, sondern direkt in den Aluminiumdeckel.

Bei der Kühlplatte fällt die unglaublich feine Kühlstruktur auf. Mit einer Kanalbreite von 0.2mm und einer Finnenstärke von gar nur 0.15mm bewegt man sich gegenüber dem gröberen EK Magnitude (0.4 mm bzw. 0.26 mm) in einer anderen Dimension und spielt im Bereich des Optimus Foundation Kühlers, der auf 0.1 mm schmale Finnen kommt. Beim Vergleich fällt jedoch die saubere Ausführung des TechN auf, hier stehen die Finnen gleichmäßiger.

Techn Kühlfläche
Kühlstruktur des TechN (nach Benutzung)

Die Kühlstruktur deckt einen großen Bereich von ca. 41,4 x 29,8 mm ab und die Grundplatte aus vernickeltem Kupfer ist 3 mm stark, wobei die Restbodenstärke in den eingearbeiteten, tiefen Kanälen natürlich deutlich geringer ist.

Die Verbindung von dem massive Plexiglasblock zur Bodenplatte wird über eine EPDM-Dichtung gewährleistet. Ab Werk kommt der Kühler mit einer Dichtigkeitsgarantie. Auf eine Jetplate verzichtet TechN und setzt auf eine Wasserführung direkt am Einlass.

Montage

Für die Montage nimmt man die hochwertige 2.7 mm starke Stahlbackplate, die über eine kaum sichtbare isolierende Folie verfügt. In diese wird der Kühler mit den beigelegten Edelstahlschrauben und Federn direkt eingeschraubt. Dies ist selbsterklärend und an sich ein Kinderspiel. Die Federn gewährleisten den richtigen Anpressdruck und der definierte Anschlagspunkt gibt Sicherheit über die korrekte Montage. Die Schraubenköpfe verschwinden dabei bündig in dem Aluminiumrahmen und sorgen für ein demenentsprechend harmonisches Gesamtbild.

Messungen

Testsystem

Neben der Erweiterung des Round-Ups auf Basis des 3900X (siehe dort Beschreibung des System) mit 7 nm haben wir den Kühler zur Ergänzung auch auf einem 2700x mit 12 nm getestet, um auch Intel- und Zen1-Usern interessantere Daten zu liefern.

Wasserkühlungskomponenten und Reihenfolge beim 2700X-System:

Die Kühler wurden viermal verbaut und jedes Mal über 100 Minuten gemessen. Die CPU wurde auf 1.35V fixiert und mit prime95@12k belastet. Die Leistungsaufnahme lag bei ~160W für die CPU. Mittels eines Watercool-MO-RA3 wurde die Wassertemperatur bei 25 Grad stabilisiert.

  • AGB
  • Custom DDC 18W
  • MO-RA3 420 mit 9x Arctic P14
  • Aqua Computer High-Flow
  • Aqua Computer Temperatursensor
  • Alphacool Schnellverschluss
  • CPU-Kühler
  • Alphacool Schnellverschluss
  • Schlauch: Mayhems Ultra Clear
  • Flüssigkeit: Aqua Computer DP Ultra

Temperaturen

Ryzen 3900X 7nm (~170W)

Ryzen 2700X 12nm (~160W)

Um es kurz zu machen: Der TechN AM4 Kühler erklimmt bei beiden System die Spitzenposition und dies mit einem respektablen Abstand. Der Vorsprung zum 250€ teuren EK Magnitude Quantum liegt bei über 1.5k.

Durchfluss

In Sachen Durchfluss geht der TechN überraschend wenig restriktiv ans Werk. Mit 227 bzw. 166 l/Stunde liegt er knapp hinter dem Heatkiller und kryos next und somit auf einem Level mit den meisten Mitbewerbern.

Fazit

TechN hat mit dem Waterblock AM4 einen hochoptimierten Wasserkühler geschaffen, der alles richtig macht und tatsächlich nochmal einen Vorsprung aus dem eng gestaffelten Kühlerfeld herausholt. Die überragende Kühlleistung geht dabei kaum zu Lasten des Durchflusses, was zeigt, wie ausgeklügelt der TechN Kühler ist.
Passend zur kompromisslosen Leistung ist der hohe Materialaufwand, die superbe Verarbeitung und das durchdachte, einheitliche Design zu nennen, bei dem auch kleine Details bedacht wurden. Die Montage ist ebenso kritikfrei und selbsterklärend.
Wer sich an dieser Stelle sorgen um den Kontostand macht, den können wir etwas beruhigen. TechN ruft für den Kühler einen mehr als fairen Preis von 99€ aus.

Für Wasserkühlungs-Enthusiasten führt in Zukunft kein Weg am TechN vorbei, der wieder mal zeigt, dass Wasserkühler „Made in Germany“ nach wie vor die das Nonplusultra sind.

Herstellerlink

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1 Kommentar

  1. Ich wollte eigentlich über das dicke Logo meckern.
    Es ist aber austauschbar. 
    Verdammt …..
    Ich muss sagen das mir beide Varianten gut gefallen, die Performance ist auch da. Der Preis ist zwar eine Investition aber ich denke, wenn man einen kleinen guten Hersteller im Heimatland unterstützt, ist das verschmerzbar. Besonders erfreulich das der so furchtbar teure EK Quantum das nachsehen hat.
    Danke für den Test 

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