In diesem Roundup-Test widmen wir uns 8 aktuellen CPU-Wasserkühlern von Alphacool, Aqua Computer, Corsair, EK Waterblocks und Watercool. Wir haben die Kühler auf Intels neuem LGA 1700 Sockel mit einem i7 12700k hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Durchfluss verglichen, aber auch ein Augenmerk auf Materialwahl, Verarbeitungsqualität und Montage gelegt. Welcher der für euch passende Kühler ist erfahrt ihr auf den nachfolgenden Zeilen.
Inhaltsverzeichnis
Wasserkühler im Überblick
Alphacool Eisblock XPX Aurora Edge Plexi | Alphacool Eisblock XPX Aurora Pro | Aqua Computer cuplex kryos NEXT RGBpx | Corsair XC5 RGB Pro | |
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Größe (inkl Halter) | 92x92x33mm | 90x90x31mm | 94x94x22mm | 93x93x34mm |
Gewindeabstand (Mitte) | 32 mm | 35 mm | 27 mm | 25 mm |
Material | PMMA, Kupfer | PMMA, Kupfer | Kupfer, POM | Polymethylmethacrylat, Kupfer |
Preis (Stand 11.4.22) | 64€ | 83€ | 88€ | 69€ |
Corsair XC7 RGB Pro | EK Quantum Velocity² Nickel + Plexi | EK Quantum Velocity² Full-Nickel | Watercool Heatkiller IV PRO Copper Intel | |
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Größe (inkl Halter) | 93x93x34mm | 95x95x26mm | 95x95x26mm | 94x94x17mm |
Gewindeabstand (Mitte) | 32 mm | 37 mm | 29 mm | 25 mm |
Material | PMMA, Kupfer | Plexiglas, Kupfer, POM | Kupfer, POM | Kupfer, Edelstahl |
Preis (Stand 11.4.22) | 87€ | 120€ | 168€ | 90€ |
Alphacool Eisblock XPX Aurora Edge Plexi und Aurora Pro
Alphacool hat verschiedene Kühlerserien im Portfolio. Während die Eisblock XPX Aurora Pro Blöcke eher auf großflächige Server Chips abzielen ist der kompaktere Eisblock XPX Aurora Edge Plexi eher als der Mainstream Kühler zu sehen.
Verpackung und Lieferumfang
Der Lieferumfang ist bei beiden Kühlern ähnlich. Neben Montagerahmen für verschiedene Sockel finden sich die dazu passende Backplate und Schrauben im Lieferumfang. Auch eine kleine Spritze Wärmeleitpaste und ein RGB Adapterkabel haben ihren weg ins Zubehör gefunden.
Zusätzlich bietet Alphacool für LGA1700 noch massive Metall-Backplates an, welche für einen besseren Kontakt zur CPU und damit bessere Temperaturen sorgen sollen.
Alphacool Eisblock XPX Aurora Pro
Der Aurora Pro Kühler setzt ein schlichtes rechteckiges Design mit durchsichtigem Acryl Deckel. Ein dunkler Rahmen im Deckel versteckt die Schraubengewinde und präsentiert ein dezentes Herstellerlogo. Im unteren Rahmen des Gehäuses sitzen 14 RGB LEDs, welche den Innenbereich von allen Seiten beleuchten.
Dass der Kühler vor allem auf große Mehrkernmonster, wie AMDs Threadripper abzielt, zeigen wohl die großzügigen Dimensionen der Bodenplatte, welche mit 42 x 58,6 Millimetern die größte Kühlfläche im Test darstellt.
Durch ein besonderes Rampensystem will Alphacool für eine gleichmäßige Durchflutung der 147 Kühlfinnen sorgen und so die Kühlleistung auf die komplette fläche verteilen.
Alphacool Eisblock XPX Aurora Edge
Optisch schlägt der Eisblock XPX Aurora Edge in dieselbe Kerbe wie der Pro Kühler, lediglich die Maße sind etwas kompakter.
Durch den transparenten Deckel ist zu erkennen, dass der Kühler eine andere Anströmung verwendet. Aber auch hier verteilt Alphacool das Wasser durch eine Düsenplatte gleichmäßig auf die 81 Lamellen des 34 x 32 mm großen Kühlerbodens.
Im Inneren des Blocks sorgen 15 RGB LEDs für ein buntes Farbspiel.
Montage
Die Montage der beiden Alphacool Kühler ist identisch.
Im ersten Schritt wird der für den Sockel passende Montagerahmen am Kühler angebracht. Nun können bereits die Befestigungsschrauben samt Feder eingefädelt und mit einer Mutter leicht befestigt werden.
Im Anschluss wird die Backplate mittels Klebepad von hinten am Sockel montiert. Im letzten Schritt werden die Federn der Montageschrauben etwas komprimiert und anschließend die Schrauben bis zum Anschlag eingeschraubt.
Da die Schrauben recht lang sind und auch gerne mal in den Löchern verrutschen und man die Gewinde der Backplate auch teils recht leicht aus den Sockel-Bohrungen drückt gehört die Montage der Eisblock XPX Kühler neben der von Corsair zu den fummeligsten im ganzen Testfeld.
Beide Kühler haben übrigens eine jeweils am Gewinde gekennzeichneten Ein- bzw. Auslass. Mit 35mm Abstand beim Aurora Pro und 32mm beim Aurora Edge ist mehr als ausreichend Abstand zwischen den Gewinden vorhanden.
Aqua Computer cuplex kryos NEXT RGBpx
Den cuplex kryos NEXT von Aqua Computer gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Die High End Lösung stellt sicherlich das Model mit Vision Modul, welche über einen integrierten OLED Display Informationen ausgeben kann. Wir schauen uns die weiße RGBpx Variante an, welche über eine diffuse RGB Beleuchtung verfügt.
Verpackung und Lieferumfang
Geliefert wird der Kühler einem kompakten Karton in der typischen schwarz blauen Aquacomputer Farbgebung.
Der Lieferumfang beinhaltet eine LGA1700 Backplate, Montagematerial, ein modulares Kabel für die RGB Beleuchtung, eine Anleitung sowie eine kleine Tube Wärmeleitpaste samt Spatel.
Details
Der cuplex cryos NEXT gehört zu den kompaktesten Kühlern im Roundup. Der Deckel besteht aus einem weißen Acetal-Einsatz, welcher von einem hellen Metallrahmen eingefasst wird. Hier sind elf individuell adressierbare LEDs untergebracht.
Am oberen Rand wurde ein dezenter NEXT Schriftzug platziert. An der Kante darunter befinden sich die modularen Anschlüsse für die Beleuchtung.
Die Halterung aus Edelstahl fügt sich nahtlos in die Optik ein. Insgesamt wirkt der Kühler mit seiner hellen Farbgebung sehr stimmig und elegant.
Die Kupfer-Bodenplatte ist hochwertig gearbeitet und sauber vernickelt. Im Inneren drückt hier eine Flachdüse das Wasser mittig auf eine Mikrostruktur und wird anschließend von dort in zwei Richtungen abgeführt.
Montage
Für LGA1700 hat Aqua Computer extra eine neue Backplate entwickelt.
Diese wird mit Hilfe von Abstandsbolzen am Board fixiert.
Im Anschluss wird einfach der Kühler aufgesetzt, die Schrauben in die Vertiefungen eingelegt und das Ganze mit dem beiliegenden Inbus-Schlüssel bis zum Anschlag festgezogen. Die Federn definieren den Anpressdruck.
Auch wenn die Montage im Vergleich zu den anderen Kühlern im Roundup mit recht vielen Einzelteilen daher kommt ist das Ganze doch recht schnell, präzise und komfortable erledigt.
Eingang und Ausgang sind vorgegeben, wobei der Anschluss neben dem NEXT Schriftzug als Eingang genutzt werden sollte. Der Abstand der Gewinde beträgt 27 mm.
Da das Kabel einen (proprietären) RGBpx Anschluss für Aquacomputers hauseigene Lösung besitzt, ist zum Anschluss an einem Mainboard noch ein zusätzlicher Adapter notwendig.
Corsair HydroX XC7 RGB Pro und XC5 RGB Pro
Corsair mischt mit seinem HydroX Sortiment nun schon etwas länger in der Wasserkühlungsbranche mit. Die XC7 RGB Pro und XC5 RGB Pro Kühler wurden im Inneren leicht überarbeitet und Kühlen nun laut Hersteller bis zu 4 Grad besser als die vorherige Generation.
Verpackung und Lieferumfang
Beide Kühler werden in einer für Corsair typisch gelben Verpackung ausgeliefert. Darin befinden sich die Kühler jeweils sicher in einem Blister gebettet.
Die größere Verpackung des XC7 RGB Pro rührt daher das der Kühler neben LGA1700/1200 noch ein Montagerahmen für AMDs AM4 Sockel mitbringt, während sich der XC5 RGB Pro rein auf Intel beschränkt. Beiden Kühlern gemein ist das RGB Adapterkabel. Wärmeleitpaste ist bereits aufgetragen.
Details
Die beiden Corsair Kühler sind von der Form her komplett identisch. Das kantige 8-eckige Design setzt auf einen dunklen Rahmen. Dieser imitiert optisch zumindest beim XC7 RGB Pro gebürstetes Aluminium.
Darüber hinaus gewährt der durchsichtige Nylon Deckel bei dem CPU-Block einen guten Einblick ins Innere, während beim XC5 RGB Pro eine von milchigem Kunststoff eingefasste schwarze Hochglanzfläche zum Einsatz kommt. Dadurch besitzt der XC5 eine eher diffuse Lichtstreuung.
Bei beiden Kühlern kommen jeweils 16 individuell ansteuerbare LEDS zum Einsatz. Das Kabel zur Beleuchtung wird am unteren Rand herausgeführt und setzt auf den Corsair eigenen RGB-Anschluss. Dank Adapter ist aber auch der Anschluss direkt am Mainboard möglich.
Farbspielereien können komfortabel in Corsairs bekannter iCUE Software gemacht werden.
Der große runde Kühlerboden ist beim XC7 RGB Pro sorgfältig und gleichmäßig vernickelt. Beim XC5 RGB Pro kommt ein seidenmatt polierter Kupferboden zum Einsatz.
Corsair hat den Boden im Gegensatz zur vorherigen Generation leicht überarbeitet und will mit 110 Mikro Kanälen und einem optimierten Strömungskonzept die Temperaturen weiter reduziert haben.
Insgesamt ist der viele Kunststoff gut bearbeitet, wirkt aber eben nicht sonderlich hochwertig geschweige denn massiv. Beide Kühler gehören mit Abstand zu den leichtesten in der Aufstellung.
Montage
Die Montage der beiden Corsair Kühler ist in drei einfachen Schritten erledigt.
Die Intel Backplate wird von hinten an die Bohrungen geklebt. Leider ist der verwendete Kleber nicht der stärkste und hinzu kommt, dass die Backplate aus relativ dünnem Metall besteht nicht ganz plan ist. Dadurch war das Anbringen sehr fummelig, da die Backplate immer wieder verrutscht ist.
Ist das geschafft, muss der Kühler lediglich mit dem passenden Montagerahmen bestückt werden und kann anschließen aufgesetzt und verschraubt werden. Die Daumenschrauben sind an dieser Stelle zwar schön und gut, aber grade bei LGA1700 und den teils sehr ausladenden VRM Kühlern ist das Anziehen ohne Schraubenzieher etwas unhandlich.
Bei der Verschlauchung gilt es Eingang und Ausgang zu beachten, Laut Anleitung ist der Anschluss rechts neben dem kleinen beleuchteten Corsair Logo als Eingang zu verstehen. Der Abstand der symmetrisch positionierten G1/4 Anschlüsse beträgt 37 mm. Damit ist ausreichend Platz auf für breite Schläuche und Anschlüsse.
EKWB EK-Quantum Velocity² 1700 Nickel + Plexi und Full-Nickel
Mit dem Quantum Velocity² hat EK WaterBlocks Ende letzten Jahres den Nachfolger seines beliebten Velocity Kühlers ins Sortiment aufgenommen. Neben einer überarbeiteten Optik soll hier vor allem die Montage einzigartig sein. Abgesehen von den Acetal und Plexi Varianten gibt es auch wieder eine massive Full-Nickel Ausführung.
Verpackung und Lieferumfang
Der Velocity² Kühler wird in einem vergleichsweiße kompakten Karton, in typischer orange grauer Farbgestaltung ausgeliefert.
Der Lieferumfang fällt aufgrund der neuen Montagetechnik sehr überschaubar aus und besteht aus einer Backplate, 2 Inbus Schlüsseln sowie einer Tube Thermal Grizzly. Ein kleiner Zettel weißt zudem auf die digital verfügbare Montageanleitung hin.
Details
Aufgrund des im Deckel integrierten Montagerahmens haben die äußeren Abmessungen den CPU-Blocks deutlich zugelegt und reichen nun bis an den VRM Kühler des Mainboards ran. Die optische Gestaltung ist dabei angenehm unaufdringlich gehalten. Der Deckel wird im Unteren Drittel quasi durchbrochen und besteht im restlichen Teil aus Acetal. Hier ist auch noch ein dezenter Schriftzug untergebracht.
Die Full-Nickel Variante setzt auf einen massiven Nickel Deckel in seidenmatter Optik. Bei dem Plexi Ausführung sind Details des inneren Aufbaus und des LED Streifens sichtbar. Durch die sogenannte OptiFlow Cooling Engine soll der Kühler speziell auf den Intel LGA1700 Sockel zugeschnitten sein, um die bestmögliche Kühlleistung zu erreichen.
Außerdem kann man von der Seite einen Blick auf die zum Patent angemeldete Montagelösung werfen.
Bei dem vernickelte Kupferboden sind am Rand einige gröbere Fräsespuren zu erkennen. Die Mitte, also die aufliegende Fläche, ist aber sehr sauber gearbeitet. Ein kleiner Pfeil weißt zudem auf die optimale Ausrichtung des Kühlers hin.
Beide CPU-Blöcke verfügen zudem über eine unterschiedliche Beleuchtung. Während bei der Plexi Variante der komplette Deckel bunt erstrahlt, geht es beim Full-Nickel dezenter zu, hier ist nur ein Streifen beleuchtet. In beiden Fällen kommen 14 individuell adressierbare LEDs zum Einsatz. EK gibt an das die Beleuchtung mit allen gängigen RGB Standards der Board Hersteller funktioniert.
Die beiden Quantum Velocity² Blöcke gehören zu den größten im Testfeld. Die Full-Nickel Ausführung ist zudem mit Abstand der schwerste Kühler.
Montage
Das von EK Exact Mount getaufte Montagesystem sorgt für eine sehr einfache Installation. Da die Schrauben und Federn im Deckel integriert sind bieten die Velocity² Kühler eine cleane Optik ohne sichtbare Schrauben und Halterungen.
Zur Montage wird einfach nur der Block auf die CPU aufgelegt und anschließend das Board samt Kühler gewendet. Nun wird von Hinten die Backplate angeschraubt. Hierbei ist zu beachten das man in die entgegengesetzte Richtung schrauben muss,. In die man sonst Schrauben rein drehen würde.
Damit ist kein extra Montagezubehör notwendig, allerdings ist man so auch immer auf einen Sockel beschränkt. Zudem sollte man beachten dass das Board im Idealfall für die Montage ausgebaut sein sollte, ansonsten wird das ganze ziemlich fummelig.
Die Gewinde liegen 28 mm auseinander, bieten also Platz für große Anschlüsse. Der linke Anschluss (über dem silbernen EK Logo) ist als Eingang vorgesehen.
Watercool Heatkiller IV Pro
Watercool bietet seinen Heatkiller IV in der Basic und der Pro Ausführung an. Für jede Variante gibt es zudem eine Vielzahl verschiedener Deckel, von Acetal über durchsichtiges Acryl bis hin zu massivem Vollkupfer.
Verpackung und Lieferumfang
Watercool liefert den Heatkiller IV Pro in einem spartanisch bedruckten weißen Karton aus.
Zum Lieferumfang zählen eine Anleitung, Montagmaterial und ein Inbus Schlüssel. Als einziger Kühler im Testfeld gehört keine Wärmeleitpaste zum Zubehör. Die Intel LGA1700 Backplate muss zudem auch separat erworben werden.
Details
Beim Design setzt Watercool auf edles Understatement. Die Anschlüsse sind nochmal farblich eingefasst und wurden auf einer leichten Erhöhung platziert. Der restliche Kühlkörper ist dunkel eloxiert, was für einen schicken Kontrast sorgt. Alternativ gibt es den Kühler auch als reine Chrome Variante.
Durch die Aussparrungen am Halterahmen wirkt der Kühler nicht so klobig. Die separat erhältliche LGA1700 Backplate passt optisch mit ihrer Edelstahloptik perfekt zum Halterahmen und macht einen sehr stabilen Eindruck. Abstandshalter für die Rückseite des Boards sind bereits fest integriert.
Der Kupferboden wurde hochwertig mit Nickel beschichtet. Die Pro Variante verfügt über 70 parallele Microfinnen.
Der Heatkiller IV Pro ist übrigens der einzige Kühler im Test, welcher ohne RGB Beleuchtung daher kommt.
Neben dem Aqua Computer Block gehört der Heatkiller IV Pro darüber hinaus zu den kompaktesten Blöcken, die wir uns anschauen. Durch den massiven Einsatz von Metall und die sehr saubere Verarbeitung aber auch zu den wertigsten.
Montage
Die vielen Einzelteile zur Montage mögen anfangs eventuell kompliziert wirken, sind in der Praxis aber alles andere als das.
Die Backplate mithilfe von Abstandsbolzen am Board fixiert. Anschließend wird der Kühler ausgesetzt und mithilfe einer Unterlegscheibe, Feder und Schraube fixiert – fertig.
Dank der fixierten Backplate geht das alles absolut reibungslos vonstatten. Allerdings wird es, wie bei den Corsair Kühlern bereits angemerkt, im Bereich des VRM Kühlers etwas fummelig, die Schraube per Hand anzuziehen. Das betrifft aber vornehmlich Boards mit hohen VRM Kühlern.
Am Kühler sind Eingang und Ausgang direkt gekennzeichnet. Der Abstand der Gewinde beträgt 25 mm.
Testsystem und Ablauf
Für den Test kommt unser LGA1700 Alder Lake Testsystem zum Einsatz.
Folgende Hardware wurde verwendet:
Prozessor | Intel i7 12700k |
Mainboard | ASUS Strix Z690-A D4 |
Arbeitsspeicher | 32GB DDR4 Corsair Vengeance RGB RS 3600MHz |
Grafikkarte | Intel UHD 770 (iGPU) |
Datenträger | Crucial P5 Plus 1TB |
Netzteil | bequiet! Dark Power 12 750 Watt |
Wärmeleitpaste | Noctua NT-H2 |
Die CPU wurde auf eine feste LLC Stufe und auf 1,2V VCore unter Last fixiert, da verschiedene Mainboards im Auto Modus gerne mal die Spannung bei jedem Neustart minimal variieren.
Für alle Kühler wurde die gleiche Noctua NT-H2 Wärmeleitpaste genutzt! Das Mainboard wurde waagerecht liegend in einem offenen Aufbau verwendet.
Als Referenzkühlung wurde eine EK AIO 360 D-RGB mit 360mm Radiator genutzt.
Die AIO wurde mit Noctua NF-F12 Lüftern versehen und auch mit Noctua Wärmeleitpaste montiert.
Wasserkühlung
Ausgleichsbehälter | Watercool Heatkiller Tube 150 |
Temperatursensor/ Durchflussmesser | Aqua Computer High Flow NEXT |
Pumpe | Laing DDC 1T+ PWM |
Radiator | Watercool RAD 360S |
Lüfter | Noctua NF-12 |
Schlauch | Heatkiller EPDM 16/10 |
Liquid | Mayhems X1 Eco Green |
Ablauf
Mit Prime95 12k wurde die CPU eine halbe Stunde lang durchgängig zu 100% belastet, dabei standen knapp 200W Verbrauch auf dem Plan.
Am Ende des Tests wurde ein Mittelwert der Kerntemperaturen errechnet und anschließend um die Wassertemperatur bereinigt. Alle Messungen wurden in doppelter Ausführung durchgeführt.
Um ein möglichst realitätsnahes Szenario zu schaffen wurden die 3x 120mm Noctua NF-12 auf dem Radiator auf 850RPM fixiert.
Messungen
CPU Temperatur
Um ein Gefühl für die Temperaturgefilde der Intel i7 12700k CPU zu bekommen, haben wir an dieser Stelle die durchschnittliche Kerntemperatur über alle Kerne, die Kerntemperatur bereinigt um die effizienten und kühleren E-Core sowie die jeweils maximal erreichte Kerntemperatur aufgelistet.
Wie man sieht liegen alle Kühler in einem Rahmen von 5 Kelvin recht dicht beieinander. Die Abweichungen zwischen den Performance Cores lag je nach Kühler bei 5-6K. Also auch hier haben alle Kühler eine ähnlich gleichmäßige Leistung erbracht.
Die Spitze sichert sich EK, gefolgt von Aqua Computer und Watercool. Während alle Kühler unauffällig gelaufen sind ist der Alphacool Eisblock XPX Aurora Edge Plexi ist bei maximalem Durchfluss mit einem unschönen Rauschen aufgefallen.
Bereinigt man das Ganze noch um die Wassertemperatur dann rücken die Kühler auf 4,4 Kelvin zusammen. Die Reihenfolge bleibt identisch.
Durchfluss
Gemessen wurde der Durchfluss nach dem CPU Kühler.
Watercool kann sich mit dem Heatkiller Pro IV hinsichtlich des Volumenflusses ein wenig absetzen, das übliche Feld liegt mit einer Differenz von 30l/h dicht beisammen.
Messungen bei 100l/h
Regelt man alle Kühler auf einen identischen Durchfluss von 100l/h runter, dann rücken die CPU-Blöcke auf eine Differenz von lediglich 3 Kelvin zusammen.
Der Alphacool Aurora Pro kann hier ein Paar Plätze gutmachen. Im Spitzenfeld bleiben die Positionen gleich.
Abdruck
Wir haben die Kühler nach den Tests so vorsichtig wie möglich demontiert, um den Abdruck und damit die Gleichmäßigkeit der Auflage/Anpressdruck auf der CPU zu prüfen.
Die beiden Corsair Kühler hatten den geringsten Kontakt und haben nur auf dem oberen und unteren CPU Rand vernünftig aufgelegen. Eine stabilere Backplate würde hier vermutlich die Kühlleistung noch ein wenig steigern.
Auch die beiden Alphacool Blöcke hatten eher am Rand Kontakt mit der CPU.
Eine fast perfekte Auflage haben die EK Velocity² Blöcke sowie der Watercool Kühler erreicht.
Der AquaComputer hatte einen guten mittigen Sitz, mit leichter Abnahme zu den Rändern hin.
Fazit
Abhängig vom Durchfluss liegt das Testfeld zwischen 3 und 5 Kelvin ziemlich dicht beieinander. Dabei sind alle der getesteten LGA1700 Kühler problemlos in der Lage Intels Alder Lake CPUs im Zaum zu halten. Vom Prinzip her kann man also den Geldbeutel, die persönlichen Vorlieben hinsichtlich Optik und Beleuchtung oder Herstellerpräferenz entscheiden lassen.
EKWB
Die besten Temperaturen konnte sich EK mit seinem Quantum Velocity² sichern. Dabei hat die Full-Nickel Variante noch ein Paar Quäntchen mehr Leistung geliefert.
Die neuen EK Velocity² Kühler punkten mit einer innovativen Montagetechnik, auch wenn man sich dadurch leider auf einen Sockel beschränken muss. Die CPU-Blöcke wurden gut auf den Sockel optimiert, was ein sehr gleichmäßiger Abdruck verrät.
Trotz des hohen Preises verleihen wir dem EK-Quantum Velocity² Nickel + Plexi ….
und dem EK Quantum Velocity² Full-Nickel…
jeweils unseren Gold Award.
Aqua Computer
Der Cuplex Kryos NEXT RGBpx überzeugt mit einer edlen, hellen Optik. Die Kühlleistung liegt auf einem sehr guten Niveau, knapp hinter EK und im Bereich des Watercool Heatkiller IV.
Die diffuse Beleuchtung sieht schick aus, auch wenn die Lichthöfe teils deutlich sichtbar sind. Trotz vieler Einzelteile ging die Montage schnell und einfach von der Hand. Um die Beleuchtung übers Mainboard zu nutzen ist allerdings ein separater RGB Adapter nötig.
Den Preis sehen wir gerechtfertigt und verleihen unseren Gold Award.
Watercool
Der Heatkiller IV Pro überzeugt mit der wertigsten Verarbeitung und einem für einen Full-Copper Block fairen Preis. Der Kühler wirkt edel und massiv. Zudem liefert er den höchsten Durchfluss. Als einziger Kandidat im Testfeld verzichtet Watercool aber auf eine RGB Beleuchtung.
Leistungstechnisch platziert sich der Kühler im vorderen Feld. Die durchdachte Montage konnte trotz vieler Einzelteile vollkommen überzeugen.
Wir geben unseren Gold Award.
Corsair
Die zwei Kühler von Corsair kommen mit einem identischen Innenleben daher, unterschieden sich aber rein äußerlich vor allem hinsichtlich der Beleuchtung. Dank vieler LEDs lassen sich die Kühler individuell konfigurieren. Das geschieht komfortabel über Corsair’s iCUE Software.
Die Kühlleistung ist solide, allerdings hat das sehr kunststofflastige Gehäuse haptisch im Vergleich nicht ganz überzeugt. Auch der Anpressdruck könnte gleichmäßiger sein. Mit einer massiveren Backplate wäre Corsair sicher noch ein wenig Leistung raus zu kitzeln. Die fummelig anzubringende Backplate war der größte Kritikpunkt bei der Montage.
Dank seines günstigen Preises zeichnen wir den XC5 RGB Pro mit unserem Preis LeistungsAward aus.
Der XC7 RGB Pro ist aufgrund der Materialwahl in unseren Augen preislich etwas zu hoch angesetzt und bekommt daher unseren Silber Award.
Alphacool
Die beiden Eisblock XPX Auroa Kühler haben bei der Verarbeitungsqualität nicht ganz so viel Raffinesse wie Aqua Computer, EKWB oder Watercool gezeigt. Beleuchtet machen die XPX Aurora Blöcke aber durchaus was her.
Beide Alphacool CPU-Blöcke liefern eine solide Leistung. Allerdings gehört die Montage leider mit zu der fummeligsten im Testfeld.
Der Eisblock XPX Aurora Edge Plexi war der günstigste Kühler im Vergleich. Leider neigt der Block bei hohem Durchfluss zu einem unschönen Rauschen, welches aber bei niedriger Pumpenleistung nicht vorhanden ist.
Der Eisblock XPX Aurora Pro konnte vor allem bei geringem Durchfluss überzeugen. Wir verleihen Silber.