Corsair H150i RGB Pro XT im Test

Corsair H150i Pro RGB XT Review

Corsair H150i RGB Pro XT im Überblick

Verpackung und Lieferumfang

Sicher verpackt übersteht die große AiO auch ruppige Reisen. Corsair liefert zu der AiO mit den drei ML120 Lüftern lediglich das Montagematerial und eine ordentliche Anleitung. Aufgrund der Radiatorgröße ist das Schraubentütchen prall gefüllt. 12 kurze Schrauben samt Unterlegscheiben und 24 lange Schrauben, falls man Push/Pull wünscht.

Corsair H150i Pro RGB XT Verpackung
Corsair H150i Pro RGB XT Lieferumfang

Technische Daten

Corsair H150i RGB Pro XT
Maße Radiator (L x B x H)397 x 120 x 27 mm
Material RadiatorAluminium
FPI20-22
Maße Pumpengehäuse (L x B x H)85 x 85 x 36 mm
Geschwindigkeit max2550 U/Min
Geschwindigkeit 7V1900 U/Min
Material KühlerbodenKupfer
Intel SockelLGA 20XX / 1366 / 1151
1150 / 1156 / 1155 / 775
AMD SockelAM4 / AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2
FM2+ / FM2 / FM1 / TR4
Derzeitiger Straßenpreisab ca. 175€

Lüfter

Corsair ML120
Anschluss4-Pin PWM, ADD-RGB
Regelbereich angegeben400 – 2400 U/Min
Regelbereich gemessen410 – 2450 U/Min
Fördervolumen128 m³/h
max. statischer Druck4,2 mmH2O
Lautstärke<37 dB(A)

Corsair H150i RGB Pro XT im Detail

Die H150i RGB Pro XT entspricht, bis auf die Radiatorgröße, der von uns getesteten H100i RGB Pro XT, ist aber eben ein Nummer größer. Das bedeutet, dass wir hier keines der unzähligen Asetek-Derivate vor uns haben, sondern ein von CoolIt entworfenes Design. Corsair integriert dabei in das schicke Pumpengehäuse wie üblich eine Menge Features und hebt sich somit nach wie vor von vielen Konkurrenten ab. Unter dem etwas empfindlichen Kunststoffdeckel mit ansprechendem RGB-Rahmen befindet sich nicht nur einer Wassertemperatursensor, sondern auch eine integrierte Steuerung für die drei PWM-Lüfter.

Corsair H150i Pro RGB XT

Die Features machen diverse Kabel unabdingbar. Hier benötigt es SATA für den Strom, drei Lüfteranschlusskabel, ein Lüfterkabel für die Tachosignalübertragung (wird von den Lüftern durchgeschleift) und ein USB Kabel für die digitale Kommunikation. Letzteres ist modular, die anderen festverbunden.
Abgesehen von dem etwas empfindlichen Hochglanzkunststoff auf dem Deckel ist die Verarbeitung bis hier her ordentlich, gerade was den fein geschliffenen Kupferboden angeht, der ab Werk mit Wärmeleitpaste ausgestattet ist.

Die verbaute Pumpe lässt sich in drei Geschwindigkeitsstufen ansteuern: „Intensiv“, „Balance“ und „Leise“. Diese Unterscheiden sich vor allem in der Frequenz des Geräusches. Während „Intensiv“ mit einem hohen leicht aggressivem Summen aufwartet, ist „leise“ deutlich tiefer, leiser aber auch etwas ratternd. „Balance“ befindet sich dazwischen und ist unserer Meinung nach am angenehmsten. Insgesamt lässt sich die Pumpe auf den unteren beiden Stufen als einigermaßen leise bezeichnen, jedoch bleibt sie in ruhiger Umgebung hörbar. Einen Leistungsunterschied zwischen den Stufen lässt sich kaum feststellen, daher empfehlen wir „Balance“.

Die 38 cm langen Schläuche sind fest und hochwertig gesleeved und bieten den perfekten Kompromiss zwischen Flexibilität und Knicksicherheit. Die Tüllen sind festverbunden, eine Wartung ist nicht vorgesehen. Der Radiator ist mit einer Länge vonn 397 mm natürlich eine Wucht und bietet eine enorme Kühlfläche mit hohen 22 FPI. Die Verarbeitung des Aluminium-Wärmetauschers ist sehr gut, lediglich auf der Rückseite sieht man im passenden Blickwinkel ein paar verbogene Lamellen, die keine negativen Auswirkungen haben. Der Rahmen ist einwandfrei lackiert mit dem Corsair-Logo ansprechend verziert. Auch die Gewinde sind fein geschnitten und die Schrauben ließen sich ohne Widerstand eindrehen!

Als Lüfter werden wie so oft die sehr starken Corsair ML120 mitgeliefert. Das Laufgeräusch ist zwar nicht erstklassig, der Regelbereich jedoch enorm. Von 400 bis 2400 U/Min ist alles möglich. Was von leisem Betrieb bis hin zu einem wahren Orkan führt, gerade in der Triple-Belüftung.

Nötig ist dies bei der Radiatorgröße natürlich nicht. Zwischen maximaler Drehzahl und deutlicher Reduzierung gibt es leistungstechnisch kaum einen Unterschied in unserer Messung.

Montage

Die Montage ist sehr simpel. AM4 Nutzer benötigen die AMD-Backplate mit dem montierten Befestigungsrahmen, mit denen die Boards ausgeliefert werden. Zudem muss man den an der Corsair AiO ab Werk montierten Intel-Rahmen entfernen, wobei kein Werkzeug notwendig ist. Einfach abziehen und fertig. Anschließend wird der AMD-Rahmen ebenso einfach angesteckt und mit den Halteklammern versehen. Hier ist zu beachten, dass sie nur ganz locker angeschraubt werden, ein paar Umdrehungen genügen.

Corsair H150i Pro RGB XT AM4 Montage

Hat man den großen Radiator im Gehäuse befestigt, wird die AiO-Einheit auf die CPU aufgesetzt und locker eingehakt. Hat man die Halteringe nur leicht abgeschraubt geht dies sehr einfach von der Hand. Nun gilt es im Wechsel die Schrauben anzuziehen und die Ringe greifen von selbst und ziehen sich fest. Gleichmäßig und handfest genügt!

Corsair H150i Pro RGB XT

Zuletzt muss man nur noch die zahlreichen Kabel verbinden. Nicht zu vergessen das intern USB-Kabel, damit iCue die RGB Pro XT ansteuern kann!

Software

iCUE übernimmt von der Lüftersteuerung, der Beleuchtung bis hin zur Firmwareverwaltung jede Funktion und ist ein dementsprechend mächtiges und großes Werkzeug, das mit Anzahl von genutzten Corsair-Produkten weiterwächst.

Für die Pro XT AiO sind natürlich die Beleuchtung und die Lüfter, wie auch Pumpensteuerung die wichtigsten Elemente. Für die Pumpe gibt es wie erwähnt drei Leistungsstufen und einen Sensor für die Wassertemperatur.

Bild: H100i

Für die Lüfter stehen ebenfalls die drei Profile und ein Zero-RPM Modus zur Verfügung, auch eine eigene Lüfterkurve lässt sich einrichten.
Die Beleuchtung ist Corsair typisch sehr umfangreich.

Neben diversen Effekten (mehr und einfarbig), kann die Beleuchtung auch reaktiv die Temperatur visualisieren – für jeden ist etwas dabei!

Temperaturen

Wie wir Kühler testen und unsere zahlreichen Messungen zustande kommen, kann auf der Unterseite „So testen wir CPU-Kühler“ nachgelesen werden.

Serienlüfter

Die AiO beschert der CPU aufgrund ihres riesigen Radiators Frostbeulen. Kein anderer Kühler kam bis dato in diesen Temperaturbereich. Auch die 240 mm AiO von Raijintek wird um Längen geschlagen. H150i Pro RGB XT hält diesen Abstand nahezu über die komplette Bandbreite, erst im extrem leisen Bereich steigen die Temperaturen, da die hörbare Pumpe ein starkes Herabregeln der Drehzahlen notwendig macht. Die Messung unterhalb 36 dB(A) fällt damit weg. Da die Lüfter leider ein deutliches rattern haben, wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.

Die Pumpe hatte kaum Auswirkung auf die Leistung zwischen „intensiv“ und „leise“ konnten wir 0.5-1k Differenz messen. Wir haben die Kühlung deshalb bis 39 db(A) auf intensiv getestet, bis dahin waren die Lüfter dominant und und übertönten die Pumpe. Bei 37 dB(A) wechselten wir auf „leise“.

Die Wassertemperatur lag ~25 Grad unter der CPU Temperatur.

Schaut man sich unabhänig der Lautstärke die reinen Drehzahlen an, brilliert die Corsair H150i Pro RGB XT noch deutlicher

Da eine Lautstärkemessung komplex ist und wir lediglich dBA-Werte abbilden können, folgt hier die gewohnte Darstellung nach festen Drehzahlen. Zu beachten ist, dass die Kühler trotz identischer Drehzahlen unterschiedlich laut sind!

max U/Min1000 U/Min650 U/Min
CPU Kühler Vergleich Luftkühler vs AiO
cpu luft vs aio 1000rpm
cpu kühler vergleich luft vs wasser

Referenzlüfter

Mit den Referenzlüftern Arctic P12 und P14 testen wir die Kühler auf ihrere Rohleistung unter gleichen Vorraussetzungen. Getestet wird auf 650, 1000 und 1700 (P14) bzw. 1800 (P12) U/Min.

1800 U/Min1000 U/Min650 U/Min
CPU Kühler vergleich Referenz
Kühler vergleich Referenz
Kühler vergleich Referenz

Lautstärke der Pumpe

Die Corsair Pro XT hat messtechnisch eine hohe Bandbreite von deutlich hörbar bis recht leise. Subjektiv macht sie sich durch ein hörbares Summen bemerkbar. Sie bleibt, je nach System und Umgebung, hörbar. Die CoolIT Pumpe neigt zum knistern im gedrosselten Betrieb.

AiO Pumpen Lautstärke Vergleich

Fazit

Die Corsair H150i RGB Pro XT kann allein aufgrund ihres mächtiges Radiators in Sachen Kühlleistung voll überzeugen und erfüllt damit ihre Hauptaufgabe wie es besser kaum sein könnte. Nahezu über die komplette Drehzahlbandbreite ist die Leistung schlicht hervorragend.

Garniert wird dies mit der Anbindung an die mächtige iCue Software und den Zusatzfunktionen. Insbesondere der Temperatursensor und die Lüftersteuerung ermöglichen volle Kontrolle ohne Drehzahlsprünge. In Sachen RGB geht es zurückhaltender zu, verzichten muss man jedoch auch hier nicht.

Etwas Kritik muss sich die Pumpe gefallen lassen, die sich zwar einigermaßen leise, aber nicht unhörbar betreiben lässt – das geht noch etwas besser.

Ansonsten ist die Corsair H150i RGB Pro XT ein sehr gutes Gesamtpaket das gerade im Sommer die CPU auf Tieftemperatur hält, allerdings auch den ein oder anderen Euro mehr kostet!

Hardware-Helden Gold Auszeichnung
Corsair H150i RGB Pro XT

Fazit

Enorme Leistungsstark mit tollen Zusatzfeatures. Die Corsair H150i RGB Pro XT ist ein gelungenes Gesamtpaket

Overall
8.9/10
8.9/10
  • Kühlleistung (40%) - 10/10
    10/10
  • Lautstärke (30%) - 8/10
    8/10
  • Montage (20%) - 9/10
    9/10
  • Preis/Leistung (10%) - 6.5/10
    6.5/10

Pros

  • extreme Kühlleistung
  • Lüfter mit hoher Bandbreite
  • ordentliche Verarbeitung
  • gute Montage
  • Sensor für Wassertemperatur
  • integrierte Lüftersteuerung
  • Pumpe mit drei Geschwindigkeitsmodi
  • 5 Jahre Garantie

Cons

  • Lieferumfang minimal
  • Pumpe in leiser Umgebung hörbar
  • recht teuer

3 Kommentare

  1. Bei meiner letzten AiO von Corsair hat die iCue-Software permanent die hinterlegten Profile „vergessen“, was laut den Beiträgen im Corsair-Forum auch kein Einzelfall war.

    Auch nach mehreren Updates hatte sich das leider nicht geändert und wenn ich mir die Beiträge zur aktuellen iCue-Version im Forum so anschaue, dann scheint mir die Software nach wie vor eine einzige Baustelle zu sein.

    Auf jeden Fall haben mich die permanenten Probleme mit iCue dann dazu gebracht von allen Corsair-Produkten, die iCue benötigen, bis auf weiteres Abstand zu wahren.

  2. Das ist ärgerlich und wenn man sich die ungeheure Komplexität von iCue mit allen Funktionen und Integrationen ansieht wunder mich das nicht. 

    Ich habe iCue mit Profilen langfristig bei Maus, Gehäuse/Lüfter und Headset verwendet und da gabs nie Probleme. Sowas nervt halt echt

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