Corsair Vengeance RGB DDR5 32GB 6000MHz im Test

Nachdem Corsair einige Monate nur den Dominator RGB DDR5 als beleuchteten DDR5 RAM im Sortiment hatte, rundet der Hersteller nun sein Portfolio nach unten hin ab und bietet mit dem Vengeance RGB DDR5 ab sofort auch seine Mainstream Produktreihe mit RGB Beleuchtung an. Wir haben uns die 6000MHz Variante der RGB Module genauer angeschaut.

Verpackung und Lieferumfang

Die Vengeance RGB Speichermodule werden in einer flachen gelb schwarzen Verpackung ausgeliefert. Spartenüblich gibt es, abgesehen von einem kleinen Heft mit Garantiebestimmungen, kein Zubehör.

Den Vengeance RGB Arbeitsspeicher bietet Corsair mit Taktraten zwischen 5200MHz und 6600MHz an: https://www.corsair.com/de/de/Kategorien/Produkte/Arbeitsspeicher/VENGEANCE-RGB-DDR5-%E2%80%93-Schwarz/p/CMH32GX5M2D6000C36

Technische Daten

ModelnummerCMH32GX5M2D6000C36
Kapazität2x 16GB
Takt6000MHz
Latenzen36-36-36-76
Spannung1,35V
Besonderheiten10 RGB LEDs
Preis269€

Corsair Vengeance RGB DDR5 im Detail

Das uns vorliegende Corsair Vengeance Kit mit der Bezeichnung CMH32GX5M2D6000C36 besteht aus 2 Riegel zu jeweils 16GB. Dabei läuft das Gespann mit einem Takt von 6000MHz bei verhältnismäßig scharfen Latenzen von CL36-36-36-76. Hierzu sieht Corsair eine Spannung von 1,35V vor.

Die Settings sind als XMP3.0 Profil im SPD des Arbeitsspeichers hinterlegt.

Eine kleine Revisionsnummer auf den Typenaufkleber weist auf die verwendeten Speicherchips hin. Version 4.43.02 impliziert das Chips von Samsung verbaut sind, während 4.43.01 auf Hynix Chips hindeutet.

Bei der optischen Gestaltung mit den vielen kleinen Dreiecken hat Corsair seine Produktsortiment übergreifende Designsprache aufgegriffen. Die Module fügen sich also nahtlos ins umfangreiche Portfolio des Herstellers ein. Alternativ zur uns vorliegenden schwarzen Ausführung gibt es die Speicherkits auch mit weißen Heatspreadern.

Der Vengeance RGB RAM hinterlässt einen wertigen Eindruck, wenngleich dieser nicht ganz so hochwertig ausfällt wie bei der Dominator Serie. Hier fallen als erstes die deutlich dünneren Aluminium Kühlelemente auf. Der Vengeance Schriftzug auf einer Platte aus gebürstetem Aluminium wirkt hingegen ansprechend und edel.

Für die Beleuchtung kommen 10, individuell ansteuerbare LEDs zum Einsatz. Diese erreichen eine hohe Helligkeit und damit eine gute Farb-Brillanz. Allerdings entstehen durch die hohe Helligkeit auch leichte Lichthöfe um die LEDs, was besonders im abgeflachten Randbereich zu sehen ist und hier vor allem bei statischen Farben ins Auge sticht. Bei einer dynamischen Beleuchtung fällt dieses kleine Manko nicht ins Gewicht.

Wir gewohnt ist über Corsairs IQU Software eine umfangreiche Konfiguration und Anpassung der Beleuchtung möglich. Damit hatten wir uns im Test der Dominator Module bereits beschäftigt: https://hardware-helden.de/corsair-dominator-platinum-rgb-ddr5-32gb-5200mhz-im-test/#Corsair_IQUE_Software

Die Vengeance RGB Module besitzen eine Höhe von 45mm und sind damit gute 11mm niedriger als die Dominator Riegel. Bei ausladenden Luftkühlern sollte man vorher dennoch lieber nachmessen, ob alles passt.

Testsystem und Testablauf

CPUIntel i7 12700k
MainboardASUS STRIX Z690-I Gaming WiFi
DatenträgerCrucial P5Plus 500GB
KühlerCorsair H150i Pro XT
Netzteilbequiet! Dark Power 12 750W

Ablauf

Wir prüfen den Arbeitsspeicher in unterschiedlichen Testszenarien auf Leistungsfähigkeit und Overclockingreserven. Unser Testparcours besteht aus dem AIDA RAM und Cache Benchmark sowie GeekBench 5, Winrar 6 und Cinebench R23 und diversen 3D Mark Benchmarks als Simulation von alltäglichen Lasten.

Im Overclocking-Abschnitt, gehen wir auf die Möglichkeiten außerhalb der Herstellerspezifikationen ein und loten den maximal möglichen Takt des vorliegenden Speicherkits aus.

Overclocking

Trotz Samsung Chips ließ sich unser Testsample halbwegs gut takten und hat ohne Spannungserhöhung 6400MHz bei nur minimal entschärften tertiären Timings erreicht. Aber selbst mit mehr Spannung war nicht mehr Takt machbar. Erfahrungsgemäß sind hier Hynix Chips deutlich potenter und wären für Overclocker erste Wahl.

Eine kleine Anmerkung: Die von uns erreichten Ergebnisse beim Übertakten hängen sowohl von der Güte der auf den Modulen verbauten Speicherchips, als auch vom Rest des Systems ab. Dadurch sind die Werte nicht unbedingt auf andere Systeme übertragbar.

Durchsatz und Zugriffszeit

Lese und Schreib Durchsatz

Der Durchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren wird mit dem integrierten Benchmark von AIDA64 gemessen.

Praxisnahe Benchmarks

Geekbench 5

Der GeekBench simuliert im CPU Benchmark verschiedene Alltagsaufgaben bei der sowohl CPU als auch Arbeitsspeicher gefordert werden.

Cinebench R23

Der Cinebench Benchmark testet anhand eines Renderverfahrens die CPU Geschwindigkeit. Seit Version R20 spielt auch der RAM eine Rolle.

WINRAR 6

Der integrierte Benchmark von WinRar ermittelt den Datendurchsatz. Arbeitsspeicher und CPU Geschwindigkeit spielen hier eine entscheidende Rolle.

3D MARK NIGHT RAID

Der DX12 Benchmark stellt nicht so hohe Anforderungen an die GPU, ist aber mit seiner Physikberechnung sehr CPU lastig.

3DMark CPU

AIDA Photoworxx

Fazit

Mittlerweile ist die Verfügbarkeit bei DDR5 Speicher kein Problem mehr und auch der hohe Einstiegspreis vom Jahresanfang hat sich aufgrund dessen inzwischen normalisiert und dürfte in den nächsten Monaten sogar noch weiter sinken. Grund hierfür ist unter anderem AMD – der Chipriese wird in den nächsten Wochen mit seiner AM5 Plattform auch auf den DDR5 Zug aufspringen und auch Intel wird seine 13. CPU Generation im Herbst vorstellen. Damit dürfte das Thema weiter Fahrt aufnehmen, kein Wunder also das immer schneller taktende Kits angekündigt werden.

Mit den Vengeance RGB hat Corsair einen soliden DDR5 RAM mit schicker RGB Beleuchtung ins Sortiment aufgenommen. Der Arbeitsspeicher kann optisch überzeugen und bietet pro Modul 10 RGB Leds, welche sich dank Corsairs IQUE Software gewohnt umfangreich konfigurieren lassen. Wer die Augen aufhält kann dank auf dem Heatspreader aufgedruckter Revisionsnummer gezielt nach Hynix Chips Ausschau halten.

Der Corsair Vengeance RGB DDR5 gehört zu den günstigsten 6000MHz schnellen Kits mit scharfen Latenzen und RGB Beleuchtung. Da sich der Arbeitsspeicher im Test, abgesehen von leichten Lichthöfen bei der Beleuchtung, keine nennenswerten Schwächen erlaubt hat verleihen unseren Gold Award.

Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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