Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 32GB 5200MHz im Test

Kaum zu glauben aber die Einführung des DDR4 Standards ist nun schon mehr als 7 Jahre her. Mit DDR5 wurde nun Anfang November ein neues Zeitalter eingeläutet, wenn auch noch ein eher düsteres, denn entsprechende Speichermodule sind aktuell nirgends verfügbar. Wir schauen uns mit dem Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 gleich eins der absoluten Premium Kits an, welches mit einem Takt von 5200MHz CL38 an den Start geht.

Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 im Detail

Verpackung und Lieferumfang

Die Speichermodule werden in einer ansprechenden, achteckigen Verpackung ausgeliefert. Auf der Vorderseite gibt es Infos zu den wichtigsten technischen Eckdaten.

Dominator Platinum RGB DDR5 Verpackungsdesign

Im Inneren werden die einzelnen Riegel sicher durch Schaumstoffeinlagen fixiert. Zubehör gibt es abgesehen von zwei kleinen Zetteln mit Garantiebestimmungen keines.

Technische Daten

ModelnummerCMT32GX5M2B5200C38
Kapazität2x 16GB
Takt5200MHz
Latenzen38-38-38-84
Spannung1,25V
Besonderheiten12 RGB LEDs, DHX Kühlung
Preis359,99€
Corsair Dominator Platinum RGB DDR5
ansprechende Optik

Das uns vorliegende Dominator Platinum RGB DDR5 DDR5 Kit besteht aus zwei Riegeln zu jeweils 16GB und hört auf die kryptische Modelnummer CMT32GX5M2B5200C38. Hieraus lassen sich bereits einigen Daten ableiten, wie etwa der Takt von 5200MHz und eine 38er Latenz. Im Detail wurden die Chips mit CL38-38-38-84 von Corsair vorselektiert. Im SPD wurden leicht schwächere Timings als XMP hinterlegt, nämlich CL38-40-40-78. Für die maximale Performance ist es also nötig manuell Hand anzulegen, dass wird aber auch so auf der Homepage beschrieben.

technische Spezifikationen

Spannungstechnisch sieht Corsair für die Module 1,25V vor. Der JEDEC Standard liegt bei 1,1V. Zu den genauen technischen Spezifikationen des neuen Standards und einen umfangreichen Vergleich zu DDR4 haben wir bereits einen Artikel in Vorbereitung.

Hinterlegte SPD Profile

Würde auf dem neuen Dominator Platinum RGB nicht der kleine DDR5 Schriftzug zu finden sein, dann wären die Speicherriegel rein optisch kaum von den 2019 eingeführten Dominator RGB zu unterscheiden. Corsair ist der charakteristischen Optik also treu geblieben, lediglich die Decals haben eine andere Farbe und wurden dem Design des aktuellen Produktportfolios angepasst.

DDR5 vs. DDR4 Vergleich
Vergleich zu den DDR4 Modulen

Auch die DDR5 Ausführung des Dominator RGB verfügt über Corsair‘s DHX Kühltechnologie, welche durch einen direkt ins PCB eingearbeiteten Heatspreader  besonders effizient arbeiten soll.

Kleine, optische Details

Auf der Oberseite sorgen 12 farbintensive LEDs für die nötige RGB Dröhnung. Mit 56mm bauen die Module allerdings auch ganz schön hoch, was unter Umständen zu Kompatibilitätsproblemen mit großen Luftkühlern führen kann.

RGB-Beleuchtung
Beleuchtung

Die Verarbeitungsqualität und Haptik der Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 ist gewohnt erstklassig und in Kombination mit dem vergleichsweise hohen Eigengewicht hinterlassen die Riegel einen sehr hochwertigen Eindruck.

Corsair IQUE Software

Die RGB Beleuchtung lässt sich über CORSAIRs iCUE Software umfangreich konfigurieren und an die persönlichen Vorlieben anpassen. Für den Betrieb ist mindestens Version 4.17.244 nötig, diese gibt es auf der Herstellerseite zum Download: https://www.corsair.com/de/de/icue

DDR5 iCUE
IQUE Übersicht

Tipp: Falls die Dominator Module bei Nutzung eines aktuellen ASUS Z690 Mainboards nicht in der Software auftauchen, dann sollte im UEFI unter AI Tweaker/Tweakers Paradise die Option „SPD Write Disable“ auf Disabled gesetzt werden.

Beleuchtungseffekte

Über die Software lassen sich wie gewohnt unzählige Beleuchtungseffekte realisieren. Darüber hinaus kann auch der Temperatur Sensor ausgelesen und mit temperaturabhängigen Warnungen konfiguriert werden.

Sensoren

Testsystem und Testablauf

Da aktuell lediglich Intel’s neue Alder Lake Plattform mit DDR5 Speicher umgehen kann haben wir ein neues Testsystem auf die Beine gestellt.

Alder Lake DDR5 Testsystem
CPUIntel i7 12700k
MainboardASUS STRIX Z690-I Gaming WiFi
DatenträgerCrucial P5Plus 500GB
KühlerCorsair H150i Pro XT
Netzteilbequiet! Dark Power 12 750W

Ablauf

Wir prüfen den Arbeitsspeicher in unterschiedlichen Testszenarien auf Leistungsfähigkeit und Overclockingreserven. Unser Testparcours besteht aus dem AIDA RAM und Cache Benchmark sowie GeekBench 5, Winrar 6 und Cinebench R23 und diversen 3D Mark Benchmarks als Simulation von alltäglichen Lasten.

Im Overclocking-Abschnitt, gehen wir auf die Möglichkeiten außerhalb der Herstellerspezifikationen ein und loten den maximal möglichen Takt des vorliegenden Speicherkits aus.

Overclocking

Die Fertigung von DDR5 Chips ist noch nicht ansatzweise so ausgereift wie von DDR4, entsprechend niedrig sind aktuell auch noch die maximal möglichen Taktraten. Unter diesen Umständen war es kaum verwunderlich, dass unser Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 Kit bereits mit 5400MHz Cl38-40-40-78 das Ende erreicht hatte. Auch mit mehr Spannung und entspannteren Latenzen war nicht mehr Takt möglich.

OC

Eine kleine Anmerkung: Die von uns erreichten Ergebnisse beim Übertakten hängen sowohl von der Güte der auf den Modulen verbauten Speicherchips, als auch vom Rest des Systems ab. Dadurch sind die Werte nicht unbedingt auf andere Systeme übertragbar.

Durchsatz und Zugriffszeit

Der Durchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren wird mit dem integrierten Benchmark von AIDA64 gemessen.

Praxisnahe Benchmarks

Geekbench 5

Der GeekBench simuliert im CPU Benchmark verschiedene Alltagsaufgaben bei der sowohl CPU als auch Arbeitsspeicher gefordert werden.

Cinebench R23

Der Cinebench Benchmarkt testet anhand eines Renderverfahrens die CPU Geschwindigkeit. Seit Version R20 spielt auch der RAM eine Rolle.

WINRAR 6

Der integrierte Benchmark von WinRar ermittelt den Datendurchsatz. Arbeitsspeicher und CPU Geschwindigkeit spielen hier eine entscheidende Rolle.

3DMARK Nightraid

Der DX12 Benchmark stellt nicht so hohe Anforderungen an die GPU, ist aber mit seiner Physikberechnung sehr CPU lastig.

3DMark CPU

AIDA Photoworxx

Fazit

Die Dominator Platinum RGB DDR5 überzeugen mit einer ansprechenden Optik sowie einer sehr hochwertigen Verarbeitung und gehören ohne Zweifel zu den edelsten Modulen am Markt. Die Farbintensiven und umfangreich konfigurierbaren LEDs sehen nicht nur gut aus, sondern sorgen mit unzähligen Möglichkeiten für Effekte für einen gehörige Portion Individualisierbarkeit.

Das getestete Kit liefert eine solide Performance und stellt mit einem Takt von 5200MHz bei CL38 aktuell noch das technisch maximal machbare dar. Entsprechend mau sieht es auch noch beim Overclocking aus. Hier war bereits ab 5400MHz CL38 Schluss. Auch mit entschärften Latenzen und mehr Spannung ließen sich die Chips nicht zu mehr bewegen.

Hier werden die nächsten Monate sicherlich sehr Interessant und wir sind schon gespannt in welche Richtung die Reise gehen wird. Erste Hersteller haben bereits Module mit 6000MHz und mehr angekündigt.

Eine preisliche Beurteilung des Corsair Dominator Platinum RGB DDR5 Kits ist aktuell schwierig, da stand heute nicht ein DDR5 Kit lieferbar ist. Corsair richtet sich mit seiner Dominator Serie aber sowieso eher an Enthusiasten, weswegen der Preispunkt eigentlich zweitrangig ist. Für preisbewusste Käuferschichten gibt es die Vengeance DDR5 Serie. Wir verleihen daher unseren Gold Award.

positiv

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Edle Optik
  • Farbintensive LEDs
  • Umfangreiche Beleuchtungseffekte und Temperatur Sensoren)

negativ

  • Aktuell nirgends lieferbar
  • Geschwindgkeitsvorteile gegenüber schnellen DDR4 Modulen noch begrenzt
  • Riegel sind mit 56mm sehr hoch
Hardware-Helden Gold Auszeichnung

Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

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