Deepcool MG350 FPS Gaming-Maus im Test

Deepcool MG350 Mouse Review

Erst kürzlich feierte Deepcool den Einstand im Maus-Segment und hat mit der leichten, günstigen MC310 (Test) einen gelungenen Start hingelegt. Jetzt folgt mit der MG350 eine FPS-Maus mit spezieller Form im mittleren bis oberen Preissegment.

Deepcool MG350 im Detail

Technische Daten

Deepcool MG350
Maße106 × 73 × 43,5 mm (L x B x H)
Gewicht93 g
SensorPixart PAW 3335
optisch, 16.000 DPI
Tasten8 + Mausrad
Layoutergonomisch
AnschlussUSB-A
Besonderheiten– Beleuchtung (einfarbig)
– zusätzliche Seitentaste
– PTFE Skates
Preis59,99€ (UVP)

Verpackung und Lieferumfang

Die kleine MG350 wird ohne Zubehör, von einer kleinen Anleitung mal abgesehen, im überwiegend weißen Karton geliefert.

Design und Ausstattung

Beim ersten Blick fällt natürlich die ungewohnt gedrungene Form der „FPS Gaming Mouse“ auf. Die MG350 ist mit über 43mm recht hoch, gleichzeitig aber nur 106 mm lang. Zusammen mit dem Gewicht von ~93 Gramm hat man eine kleine Kanonenkugel in der Hand. Die Form ist etwas ungewohnt, nach einiger Gewöhnung aber nicht schlecht. Kleine Hände können die FPS Maus bequem im Palm-Grip nutzen, größere tendieren wohl eher zum Claw-Grip.

Deepcool MG350 Test

Die Oberfläche besteht aus einem matte Kunststoff. An der linken Daumenablage kommt ein aufgesetztes Hartplastik-Element mit rauer Oberfläche für mehr Grip zum Einsatz. In dieses ist eine zusätzlichen Daumentaste eingelassen. Sie dient ab Werk als Schnellfeuertaste. Das kleine Logo hinter den Tasten sowie das Mausrad in einfarbig (Türkis) beleuchtet, ebenso das Mausrad.

Deepcool MG350

Die beiden größere Seitentaste sitzt im Vergleich dazu weiter vorn und leicht vertieft. So erreicht Deepcool, dass man trotz der kurzen Bauweise ausreichend Platz hat den Daumen abzulegen, ohne ungewollt eine Taste zu betätigen. Gleichzeitig sind sie ohne Mühe zu erreichen.

Deepcool MG350

Die beiden Haupttasten sind mit stramm sitzenden Tastenkappen ohne Spiel abgedeckt. Unter den Tasten sind Schalter von Omron verbaut, was wir aufgrund des etwas lauteres Klickgeräusches nicht direkt vermutet hätten. Der Klick ist präzise, schaut man sie sich Maus analytisch an hört man ab und an ein leichtes Knarzen der linken Tastenkappe. Im Alltag dürfte das aber nicht auffallen. Die Haltbarkeit der Schalter ist mit 20 Millionen Klicks spezifiziert.

Die zwei Rückentasten, die ab Werk durch vier DPI-Stufen wechseln, klingen ähnlich wie zwei Daumentasten eher hohl, die zusätzliche Seitentaste wiederum höher als die Haupttasten. Auf alle Tasten sitzen die Kappen stabil für ein angenehm direkte Klickgefühl. Bedingt durch die stark abweichenden Klickgeräusche ergibt sich subjektiv aber ein etwas inkonsistentes Gefühl.

Scrollrad

Gleiches gilt in diese Sinne für das Mausrad. Haptisch haben wir ein konsistenten, tendenziell höheren Widerstand mit spürbarer Rasterung. Die Gummierung und Grip sind gerade noch ausreichend. Das Herunterscrollen (Downscroll) klingt geschmeidig, nach oben (Upscroll) rattert es aber deutlich. Der Mausradklick gelingt zuverlässig, das Klickgeräusch entspricht dem der Zusatztaste an der Seite, also eher hoch.

Sensor und Gleitpads

Bei den vier langen Gleitpads setzt Deepcool auf PTFE Skates, die der MG350 prinzipiell optimale Gleiteigenschaften bescheren sollten. Hier zeigt sich jedoch ein echter Kritikpunkt. Zumindest auf den von uns getesteten Standard-Textilpads ist die Reibung überdurchschnittlich hoch. Das minimale Kratzen in der Seitwärtsbewegung verschwand nach einiger Zeit, doch die vergleichsweise zähe Gleiteigenschaften zeigen sich in der Richtung besonders deutlich. Das änderte sich auch nicht nach längerer Benutzung. Auch ist das Kabel recht steif, was den etwas behäbigen Eindruck verstärkt.

Sensor und PFTE

Mit dem Pixart AW3335 (PDF) verbaut Deepcool in der MG350 einen optischen Sensor der Oberklasse, der sich mit 16.000 DPI und einer Beschleunigung von 40g nahtlos an andere Ober- und High-End Sensoren anschließt. Entsprechend akkurat, aber für uns in der Praxis nicht unterscheidbar zu ähnlichen Sensoren, ist seine Perfomance. Zu keiner Zeit gibt es Abweichungen oder ein ungenaues Verhalten zu beklagen. Bei der Lift-off-Distance lassen sich 1mm und 2mm als Wert einstellen. Allerdings reagiert der Sensor auf einem schwarzen Textilpad bei CD-Test mit 1.4mm noch, sodass wir die LoD eher bei 2mm sehen. Entsprechend gibt es beim Abheben ein leichtes Zittern.

Software

Zur Konfiguration der Deepcool MG350 steht eine mehrsprachige, übersichtliche Software bereit. Zwar ist das Schriftbild auf Deutsch optisch nicht so schön wie im Englischen, aber die Software leicht verständlich.

Im ersten Menüpunkt wird die Beleuchtung eingestellt. Da wir nur eine einfarbige LED haben gibt es hier lediglich AN, AUS und atmend, was sich auf beide Elemente auswirkt. Die Helligkeit kann ebenso reguliert werden, es flimmert gedimmt aber etwas. Im zweiten Menüpunkt wird die Tasten-Programmierung durchgeführt. Deepcool bietet hier viele Funktionen, wie etwa Multimedia-Tasten, oder Systemfunktionen an.

Im dritten Punkt „weitere Einstellungen“ konfiguriert man schließlich den Sensor. Es gibt vier DPI-Stufen, die sich in 100er Schritten festlegen lassen. Ebenso wählt man die bevorzugte LoD und die Polling-Rate. Doppelklick-Geschwindigkeit und die Zeigergeschwindigkeit lassen sich ebenfalls einstellen. Die Einstellungen werden im 32kb großen Speicher auf der Maus gesichert.

Sollte man die Software im Hintergrund laufen lassen, belegt sie ca. 27 MB im Arbeitsspeicher ohne sichtbare CPU-Auslastung.

Fazit

Allein durch ungewöhnliche Form und die geringe Länge hat die Deepcool MG350 ein gewisses Alleinstellungsmerkmal und entzieht sich damit auch ein wenig den Vergleichen mit zahlreichen Konkurrenten. Die Ergonomie ist zunächst ungewohnt, bewährte sich im Einsatz aber zunehmend. Kombiniert wird die gute Haptik, mit einem robuste Chassis und einem zuverlässigen und technisch aktuellen Sensor, der, wen überhaupt, bei der Lift-off-Distance ein wenig Raum zu Verbesserung hat.

Insbesondere mit dem Stempel einer FPS-Maus wünschen wir uns jedoch bessere in Zukunft Gleiteigenschaften und ein flexibleres Kabel für schnellere Bewegungen. Die stark voneinander abweichenden Tastengeräusche schmälern den ansonsten wertigen Eindruck etwas.

Zusammenfassend lässt sich über die MG350 sagen, dass Deepcool auch hier ein gute Maus mit interessanter Passform bietet, bei der zur Perfektion noch ein paar Schrauben justiert werden müssen.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung

Vorteile

  • stabiles Gehäuse
  • gute Ergonomie und Haptik
  • 8 gut erreichbare Tasten
  • gute Sensor
  • funktionale, schlanke Software

Nachteile

  • unterdurchschnittliche Gleiteigenschaften
  • starres Kabel
  • inkonsistente Tastengeräusche

Die Maus und das Mauspad wurden uns unverbindlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Test, die Wertung oder die Veröffentlichung fand nicht statt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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