Praxiseindruck: Creative Sound Blaster Audigy Fx Pro ausprobiert

Heute schauen wir uns ein Produkt an, das fast schon wie ein Relikt aus einer „längst vergangenen“ Zeit wirkt. Die Creative Sound Blaster Audigy Fx Pro ist eine kleine interne PCIe-Soundkarte mit 7.1 Unterstützung.

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Technische Daten

Abmessungen117.3 x 121 x 21.6 mm
Half-Height Bracket: 80 x 21.6 mm
SchnittstellePCIe 1x 
WiedergabeauflösungPCM 32-bit / 384kHz
SNR120dB
THD+N:0.003%
Anschlüsse-Mikrofon oder Line-In
-Kopfhörer oder Front (L/R)
-Rear (L/R)
-Center/Sub
-Seite (L/R) oder S/PDIF-Ausgang
Kopfhörerverstärker-32–300 ohm
-Ausgangsimpedanz 4.7 ohm
SoftwareCreative Nexus App
Preis
Amazon.de: € 69,99*
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Creative Sound Blaster Audigy Fx Pro im Detail

Die Karte ist schnell ausgepackt, der Lieferumfang übersichtlich. Außer der Karte und dem üblichen Quick Start Guide findet man eine verkürzte Low-Profile-PCI-Blende für den Einsatz in kompakteren Systemen.

Die Sound Blaster Audigy FX Pro ist eine kompakte interne Soundkarte mit einer Platinenlänge von 10,5 cm ohne optische Highlights oder einen besonders inszenierten Auftritt. Man hat also eine vollkommen nackte Platine vor sich, die unauffällig dunkel, aber nicht sonderlich „hübsch“ ist. Ein Cover oder gar eine Beleuchtung gibt es nicht.

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Außer dem obligatorischen PCIe x1-Steckplatz findet man hinten an der Karte noch einen HD-Audio-Anschluss an dem die Frontanschlüsse eines Gehäuses angeschlossen werden können.

Auf der Slotblenden-Seite bietet die Sound Blaster Audigy FX Pro fünf 3,5 mm-Anschlüsse und unterstützt damit bis 7.1-Soundsysteme, was in Anbetracht der inzwischen wenig bis kaum noch zu findenden 5.1/7.1-PC-Soundsysteme fast schon wie ein Relikt der Vergangenheit wirkt.

Folgend teilen sich die Anschlüsse auf:

  • Mikrofon oder Line-In
  • Kopfhörer oder Front (L/R)
  • Rear (L/R)
  • Center/Sub
  • Seite (L/R) oder S/PDIF-Ausgang

Zur Orientierung sind die Anschlüsse beschriftet, aber nicht farblich markiert. Über den optischen S/PDIF-Ausgang könnte man via Mini-Toslink einen DAC bzw. ein Soundsystem mit integriertem DAC anschließen.

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Ein kurzer Blick auf die Platine offenbart dann auch schnell den zuständigen Audiochip: Ein Realtek ALC4082 kommt hier zum Einsatz: Folgende technischen Daten nennt Creative:

  • 32-bit / 384kHz Wiedergabe
  • Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) von 120 dB
  • THD+N: 0.003%

Der verbaute Kopfhörerverstärker bietet folgende Daten:

  • 32 ~ 300 ohm
  • Maximale Ausgangsleistung: 50mW @ 32ohm
  • Maximale Ausgangsspannung: 1.8V @ 300ohm

Die FX V2 unterstützte laut Specs noch bis 600 Ohm.

Creative Nexus App Praxiseindruck

Die Features und vielleicht im wesentlichen den Grund für die Soundkarte stellt die Nexus App dar, die eine umfassende Konfiguration und Klangoptimierungen mitbringt.
Treiber- und Firmware-Aktualisierungen werden ebenfalls von der App durchgeführt, was die Einrichtung insgesamt sehr simpel macht. Es lässt sich zwischen Kopfhörer und Lautsprecher umschalten, was im Detail andere Features zur Folge hat.

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Puristen wählen den „Direct Mode“, bei dem sämtliche Klanganpassungen deaktiviert werden und ein möglichst unverfälschter Klang ausgeben wird. Nach unserer Auffassung trifft das auch zu und die Karte hat kein auffälliges „Sounding“. Qualitativ können wir keinen Unterschied zu einigermaßen aktuellen Onboard-Lösungen feststellen.
Wir haben per simpler Verbindung von Ein- und Ausgang den Frequenzgang einmal mittels REW-Software angesehen und haben eine flache Linie mit minimaler Abweichung im Tiefbass erhalten, die auch am Setup liegen kann, so dass der Eindruck, dass es kein grobes Sounding gibt, bestätigt wird.

Ganz klassisch können mit einem 10-Band-Equalizer Tiefen, Mitten und Höhen angepasst werden. Außerdem gibt es sehr viele und damit eine schon unübersichtliche Zahl an vordefinierten EQ-Settings, z.B. Bass-Boost, Filme oder für bestimmte Spiele.

Interessant aber zunächst etwas ungreifbar: Für Kopfhörer gibt es „AutoEQ“ mit dem man aus einer ganzen Datenbank an Kopfhörer-Messungen auswählen kann, für die dann Equalizer-Settings für eine bestimmte Zielkurve geladen werden z.B. Flat oder die Harman-Kurve.

Im Punkt Acoustic Engine findet man mehrere erweiterte Optionen den Klang noch mehr anzupassen. Die Features Umgeben, Crystalizer, Bass, Intelligente Lautstärke und Dialog+ können dabei in ihrer Intensität kleinschrittig angepasst werden, was nützlich ist, da sie ansonsten auch schnell den Klang übermäßig beeinflussen können. Ihr Effekt hängt auch stark vom Quellmaterial ab, so dass er sich schwer beschreiben lässt.

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„Umgeben“ erhöht beispielsweise etwas die räumliche Tiefe des Klangs in Richtung Mehrkanalsystem, was je nach Material subtil aber durchaus ansprechend sein kann. Die Dosis macht das Gift. Der Crystalizer soll Klangdetails wiederherstellen, die durch Komprimierung verloren gingen, was natürlich etwas großspurig klingt. Im direkten Vergleich wird der Klang mit der Funktion aber durchaus etwas detailreicher und klarer, man hört eine Anhebung der hohen Frequenzen, was sich ebenfalls mit REW gut nachvollziehen lässt. Man sollte mit der Intensität also aufpassen, da es durchaus scharf bis beißend werden kann.

Der Scout Mode soll die Ortung in Spielen optimieren indem typische Frequenzen die zur Ortung wichtig sind betont werden. Natürlich verfälscht auch das den Klang und die unteren Mitten werden dünner, während die oberen Mitten und Höhen prägnanter werden. Auch hier gilt: Einfach mal ausprobieren.

Für das Mikrofon stellt Creative ebenfalls Anpassungen bereit. Auch hier gibt es Equalizer-Profile und typisch Geräuschunterdrückung sowie eine Echoreduzierung und die intelligente Lautstärke. Sämtliche Features und ihre Qualität hängen wie immer etwas von den Gegebenheiten ab. Als Spaß-Feature gibt noch einen Sprachmorph.

Fazit

Die Creative Sound Blaster Audigy Fx Pro wirkt beinahe etwas aus der Zeit gefallen und muss sich sicher die Frage gefallen lassen, wer die Zielgruppe dafür ist. Qualitative Unterschiede zu Onboardlösungen bei einigermaßen aktuellen Mainboards gibt es nach unserem Empfinden nicht und externe USB-Lösungen sind eine starke Konkurrenz. Interessant dürfte die Sound Blaster Audigy Fx Pro sein wenn eine interne Lösung gewünscht ist, man einen schwachen Onboard-Sound hat und/oder man sich noch die analoge Anschlussvielfalt wünscht.
Punkte, die für die Sound Blaster Audigy Fx Pro sprechen, sind die leichte Einrichtung samt der umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten des Klangs über die Nexus App, wo man neben einem Equalizer mit gefühlt unendlicher Profilauswahl noch weitere Features findet.

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Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.

CREATIVE Sound Blaster Audigy Fx Pro
Angebote

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