
Mit dem 8400MHz schnellen Kingston Fury Renegade RGB haben wir heute ein weiteres DDR5 CUDIMM Kit im Test. Welche Besonderheiten der Kingston Arbeitsspeicher bietet und wie es ums OC Potential bestellt ist, haben wir für euch getestet.
Inhaltsverzeichnis
Verpackung und Lieferumfang
Auf den ersten Blick ist das weiß-schwarz-rote Verpackungsdesign nicht von den herkömmlichen Fury Renegade zu unterscheiden und der Fakt das es sich um CUDIMMs handelt, wird lediglich nur einmal beiläufig auf der Rückseite erwähnt. Hier hätte Kingston die CUDIMMs in unseren Augen gerne prominenter bewerben dürfen.
Auf der Vorderseite lässt sich der Takt und die Kapazität ablesen, rückseitig findet man auf einem kleinen Typenaufkleber zusätzlich noch die Latenzen sowie die für den Betrieb vorgesehene Spannung.
Das Zubehör beschränkt sich auf einen Aufkleber.
Technische Daten
Modelnummer | KF584CU40RSAK2-48 |
Kapazität | 2x 24GB |
Takt | 8400 MT/s |
Latenzen | CL40-52-52-132 |
Spannung | 1,45V |
Besonderheiten | – Diverse alternative XMP3.0 Profile – Temperatursensoren – IR-LEDs zur Beleuchtungssynchronisation |
Preis | 323€ |
Kingston Fury Renegade RGB CUDIMM im Detail
Das 48GB große Fury Renegade RGB CUDIMM Kit wird unter der Bezeichnung KF584CU40RSAK2-48 bei Kingston geführt.
Wenn man weiß wie man die Produktnummer zu lesen hat, dann kann man hieraus schon einen Großteil der technischen Eckdaten ableiten. Im Detail ist der Speicher für einen Betrieb bei 8400 MT/s CL40-52-52-132 bei einer Spannung von 1,45V ausgelegt. Neben dem XMP Hauptprofil gibt es auch noch Profile mit 8000MHz und 7600MHz, allerdings nur mit leicht entschärften Latenzen von CL40-48-48-128 bzw. von CL40-46-46-105 und bei unveränderter Spannung.
Üblicherweise sind die Module nur einseitig mit Speicherchips bestückt. Wie beim kürzlich getesteten Corsair Vengeance RGB DDR5 CUDIMM kommen auch bei den uns vorliegenden Kingston Kit M-Die Speicherchips von SK Hynix zum Einsatz.
Die silber-schwarzen Kühlelemente bzw. deren Gestaltung unterscheidet sich nicht vom im letzten Jahr bereits getesteten, herkömmlichen Kingston Fury Renegade RGB. So findet sich ohne Verpackung der einzige Hinweis darauf, dass es sich CUDIMM handelt in der Produktnummer. Sonst gibt es auf dem Heatspreader keinerlei Indikator der auf diesen Fakt hindeutet.
Das Kit ist wie gewohnt sehr hochwertig verarbeitet. Mit einer Bauhöhe von 44mm sollte man, sofern man einen dicker Dualtower-Kühler im Einsatz hat, vorher aber mal nachmessen ob alles passt.
Die Module haben aber noch zwei Extras zu bieten. Da wäre zum einen die integrierten Temperatursensoren und eine IR-LED an den Seiten, welche für eine immer synchrone Beleuchtung sorgt (auch ohne das ständig eine extra Software laufen muss).
Beleuchtung
In der RGB Ausführung verfügen die Fury Renegade, wie der Name er vermutlich schon spoilert, über konfigurierbare RGB LEDs. Die LEDs sind sehr farbintensiv und animierte Beleuchtungen bzw. Farbwechseln laufen absolut flüssig ab. Lichthöfe sind nicht erkennbar. Die bereits erwähnten IR LEDs synchronisieren vor allem animierte Beleuchtungen zuverlässig.
Da sich an dieser Stelle nicht groß geändert hat verweisen wir auf unseren ersten Test zu den Kingston Fury Renegade RGB für mehr Details zur Konfiguration.
Testsystem und Testablauf
CPU | Intel Core Ultra 7 265K |
Mainboard | ASUS ROG STRIX Z890-E Gaming WiFi |
GPU | KFA2 RTX 4070 Ti EX |
Datenträger | Crucial T705 2TB |
Kühler | Corsair iCUE LINK TITAN 360 RX RGB |
Netzteil | bequiet! Dark Power 13 1000W |
Ablauf
Wir prüfen den Arbeitsspeicher in unterschiedlichen Testszenarien auf seine Leistungsfähigkeit. Da wir das Testsystem auf die aktuelle Intel Arrow Lake Plattform sowie Windows 11 24H2 aktualisiert haben sind frühere Benchmarkwerte nur bedingt vergleichbar. Unser Testparcours besteht aus dem AIDA 7.5 RAM und Cache Benchmark sowie GeekBench 6, Winrar 6, Cinebench 2024 und dem 3D Mark CPU Benchmark. Zudem kommt der integrierte Benchmark von Hitman 3 als Indikator für die Gaming Leistung zum Einsatz
Im Overclocking-Abschnitt, gehen wir auf die Möglichkeiten außerhalb der Herstellerspezifikationen ein und loten den maximal möglichen Takt des vorliegenden Speicherkits aus.
Overclocking
Leider hat sich das uns vorliegende Kit als ein wenig zickig beim Übertakten erwiesen und weder gut auf Spannungsanpassungen noch Latenzentschärfungen reagiert. Das hat nichts mit dem Kit per se zu tun, sondern wir hatten wohl einfach Pech bei der Chiplotterie.
Nach einigen Versuchen sind wir dann bei unveränderter Spannung von 1,45V mit Ach und Krach bei 8533MHz CL42-52-52-132 gelandet. Die dadurch erreichte Performancesteigerung war entsprechend minimal.
Während der Benchmarks haben wir maximal 54 Grad auf den Modulen ausgelesen. Damit bleibt das Kingston Kit einen Tick kühler als die bereits getesteten Corsair Vengeance CUDIMM Module. So oder so sollte man über einen leichten aktiven Luftstrom in Richtung des RAMs nachdenken!
Eine kleine Anmerkung: Die von uns erreichten Ergebnisse beim Übertakten hängen sowohl von der Güte der auf den Modulen verbauten Speicherchips, als auch vom Rest des Systems ab. Dadurch sind die Werte nicht unbedingt auf andere Systeme übertragbar.
Durchsatz und Zugriffszeit
Lese und Schreib Durchsatz
Der Durchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren wird mit dem integrierten Benchmark von AIDA64 gemessen.
Praxisnahe Benchmarks
Geekbench 6
Der GeekBench simuliert im CPU Benchmark verschiedene Alltagsaufgaben bei der sowohl CPU als auch Arbeitsspeicher gefordert werden.
Cinebench 2024
Der Cinebench Benchmark testet anhand eines Renderverfahrens die CPU Geschwindigkeit. Seit Version R20 spielt auch der RAM eine Rolle.
WINRAR 6
Der integrierte Benchmark von WinRar ermittelt den Datendurchsatz. Arbeitsspeicher und CPU Geschwindigkeit haben neben dem eingesetzten Laufwerk eine nicht unerheblichen Einfluss auf das Ergebnis.
3DMark CPU
AIDA Photoworxx
Hitman 3
Als praxisnahen Test setzen wir auf den integrierten Dubai Benchmark von Hitman 3. Mit den Vielen dargestellten Personen und Physikeffekten zeigt sich der Test als sehr CPU lastig. Um nahe ans CPU-Limit zu kommen, aber ein reelles Szenario zu schaffen, haben wir bei FullHD Auflösung mit maximal möglichen Details getestet.
Fazit
Der Kingston Fury Renegade RGB CUDIMM liefert mit einem Takt von 8400MHz eine hohe Performance, von welcher vor allem Intels Arrow Lake profitiert. Neben einer sehr wertigen Verarbeitungsqualität buhlen die Speichermodule aber auch noch mit einer umfangreichen Ausstattung um die Gunst der Käufer. Die farbintensive und flüssig animierte RGB Beleuchtung, synchronisiert die einzelnen Speichermodule via IR-LEDs und dank Temperatursensoren hat man die Chiptemperatur immer im Blick.
Preislich muss man bei CUDIMM Kits in der Taktregion aktuell im 300€ Bereich rechnen. Die Fury Renegade RGB Module platzieren sich hier im vorderen Mittelfeld. Wer auf RGB verzichten kann, kann nochmal knapp 10€ einsparen.
Aufgrund der hohen Performance, umfangreichen Ausstattung und des konkurrenzfähig Preises verliehen wir dem Kingston Fury Renegade RGB CUDIMM 8400MHz unseren Gold Award.
Wir haben das Produkt vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Test oder die Wertung fand nicht statt.