Sharkoon Shark Force II im Test

Die Sharkoon Shark Force II ist der Nachfolger einer der beliebtesten Gaming-Mäuse von Sharkoon. Die zweiten Version der ergonomischen Maus erhält einen aktuellen Sensor und will nicht nur über den Preis punkten. Kann eine Maus mit einer UVP um die 10€ auch in der Praxis überzeugen?

Sharkoon Shark Force II Lieferumfang und technische Daten

Zunächst erwartet den Käufer eine attraktive Verpackung. Die Maus ist daran in einer Form aus Pappe und in einer weiteren Schutzhülle untergebracht. Neben der kurzen Anleitung haben hat es ein Set mit Mausfüßen in den Lieferumfang geschafft. Bei dem von Sharkoon aufgerufenen Preis ist das beachtlich und mehr als bei einigen teuren Konkurrenten.

sharkoon shark force ii verpackung
Verpackung der Shark Force II
sharkoon shark force i lieferumfang
Lieferumfang mit Gleitern

Ebenfalls fällt das hochwertig gesleevte Anschlusskabel auf. Dies ist zwar nicht so flexibel wie die Paracord-Kabel der hochpreisigen Light² Mäuse, aber sehr ansprechend.

Sharkoon Shark Force II
Maße122 x 74 x 40 mm (L x B x H)
Gewicht120 g
SensorPixArt PAW3519 400 bis 4200 DPI
Tasten6
Layoutergonomisch rechts
AnschlussUSB 1,8 m, Sleeve
Besonderheiten– RGB-Beleuchtung (DPI)
– Maus-Skates im Lieferumfang
– Daumenablage
Preis€ 9,89*Zum Angebot*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2021 um 09:45 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.    

Sharkoon Shark Force II im Detail

Das kantige, schnittige Design der Shark Force II passt prima zum Namen und Gaming-Motto. Auf den ersten Blick merkt man der Sharkoon Maus den günstigen Preis nicht an. Die Maus ist solide und stabil gefertigt. Erst im Detail sieht man insbesondere am umtaufenden schwarzen Streifen die ein oder andere Unregelmäßigkeit. Haptisch waren diese bei unserem Sample nicht auffällig.

sharkoon shark force ii

Die Sharkoon Shark Force II richtet sich ausschließlich an Rechtshänder, wie durch die Form und die Daumenablage unschwer zu erkennen ist. Für diese bietet die Maus jedoch eine – für unsere Hände – ausgezeichnet Ergonomie. Die Hand liegt entspannt auf der Maus, wozu auch die niedrige Höhe von 40 mm beiträgt. Ein Leichtgewicht ist die Maus mit 120 g aber nicht und greift sich entsprechend solide. Die Auflagefläche hat eine matte, sich sanfte anfühlende Beschichtung. Insgesamt ist die Ergonomie hervorragend für Palm- und Clawgrip und eine bequemsten Mäuse die durch unsere Finger gegangen ist.

sharkoon shark force ii seite

Die Shark Force II verfügt zu den Hauptasten mit Scrollrad über mit zwei Seitentasten und einen Button hinter dem Mausrad. Die Lebensdauer ist mit „nur“ mit 10 Mio. Klicks angegeben.
Die Hauptasten klicken sich knackig, die linke klingt etwas höher und dezenter als die rechte. Beide Tasten haben kaum Spiel. Auch die Seitentasten haben ein schön knackigen Klick, sitzen aber etwas locker. Das gilt auch für DPI-Taste auf dem Rücken. Auch hier kann man mit Blick auf hochpreisige Mäuse nicht von einer schlechteren Vorstellung rechnen, diese Eigenschaften finden sich auch dort.

sharkoon shark force ii

Nicht ganz so überzeugen kann uns das Mausrad. Haptisch ist es griffig und gut strukturiert. Die deutliche Rasterung sorgt für Kontrolle. So weit so gut! Das Scrollen klingt jedoch etwas kratzig, manchmal klapprig und ist etwas schwergängig. Beim Klick fühlt es sich dagegen etwas schwammig an. Dies ist der bislang einige größere Kritikpunkt an der Verarbeitung.

Sensor und Praxiseindruck

Sowohl die obere Maustaste als auch der das Shark Force Logo werden im Betrieb beleuchtet. Die Farbe richtet klassisch sich nach der gewählten DPI Stufe zwischen 400 und 4200 DPI, die über die Zusatztaste durchgeschaltet werden.

Eine manuelle Anpassung der Farbe ist nicht möglich. Es gibt auch keine Software oder andere Konfigurationsmöglichkeiten für Maus. Irgendwo muss man halt sparen.

Die Dpi Stufen sind

  • 400 DPI: Rot
  • 800 DPI: Blau
  • 1,600 DPI: Grün
  • 2,400 DPI: Pink
  • 3,200 DPI: Orange
  • 4,200 DPI: helles Blau
Sharkoon Shark Force II RGB

Da wären wir auch schon beim Sensor. In der Sharkoon Shark Force II wird der optische Einsteigersensor PixArt PAW3519 verbaut mit maximal 4200 DPI. Auffällig ist die helle rotleuchtende LED des Sensors, wie man es von „früher“ kennt. Der große Aufkleber an der Unterseite erweist sich leider als Flusenfänger.

Die Polling-Rate der Shark Force II liegt bei 1.000 Hz. Die Lift-Off-Distanz (Lod) befindet sich bei unter 2,4mm auf dunklem Textilpad, aber über 1.5 mm, wie der „CD-Test“ offenbart. Beim Abheben und Absetzen ist der Mauszeiger etwas unruhig, was für High-Sense Spieler relevant sein könnte.

Abseits davon macht der Sensor der Shark Force II einen guten Job. Im direkten Vergleich mit dem 3398 Top-Sensor der Sharkoon Light² 200 oder dem Mittelklasse-Sensor der ebenfalls sehr günstigen Sharkoon Light² 100 verzeichnet man hin und wieder kleine Ungenauigkeiten, die sich für uns jedoch vor allem im direkten Vergleich gezeigt haben. Die bessere Sensoren sind hier direkter und akkurater.

Die Gleiteigenschaften der günstigen Sharkoon Maus sind als durchschnittlich gut zu bewerten. Das hohe Gewicht und die einfach Mausfüße erzeugen auf einem Textilpad schon einen etwas höheren Widerstand, geben aber ein Gefühl von Kontrolle. Positiv: Nichts kratzt, scheuert oder stört. Nicht überragend, aber eben auch nicht zu beanstanden.

Fazit

Gut und Spottbillig. Bei der Sharkoon Shark Force II ist es schon bemerkenswert für wie wenig Geld man eine ordentliche Gaming-Maus bekommen kann. Neben dem sehr niedrigen Preis kann die Shark Force II über die extrem gute Ergonomie überzeugen. Die Maus ist einfach superbequem und so gesehen genau das richtige für den Alltag.

Die Funktionen sind auf den Punkt reduziert und die Sensor-Performance für den Hobby-Zocker mehr als ausreichend. Erst gehobene Ansprüche wird sie nicht gerecht. Bei der Verarbeitung gibt es Kritik beim Mausrad und kleinen optischen Unzulänglichkeiten am Zierstreifen. Ansonsten ist das Chassis der Maus tadellos.

Wie gesagt, es ist erstaunlich was man für das Geld bekommen kann. Ein „No-Brainer“ ist die Shark Force II aber aufgrund der hauseigenen Konkurrenz nicht automatisch. Die von getestete Sharkoon Light² 100* ist ein paar Euro teurer, bietet technisch aber das klar bessere Paket, ist leichter, aber nicht ganz so bequem.
Allerdings sind ein paar Euro hier auch schnell 60% und mehr – alles eine Frage der Perspektive.

Hardware-Helden PreisLeistung
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