Kolink Refine RGB im Test

Das Kolink Refine RGB macht mit echter Aluminiumfront, Echtglastür und indirekter RGB-Beleuchtung äußerlich dem Evolv X Konkurrenz. Können auch die inneren Werte überzeugen?

Kolink Refine RGB Details

Verpackung und Lieferumfang

Das Kolink Refine kommt gut verpackt beim Nutzer an. Wie alle Kolinks, die wir in Fingern hatten, aber nur mit minimalem Lieferumfang. So gibt es lediglich einen Satz Schrauben und eine Kunststoffslotblende. Das deutet im Vorfeld darauf hin, dass es wieder Einwegblenden am Gehäuse gibt.

Technische Daten

Maße 435 x 205 x 455 mm (B x H x T)
MaterialStahl, Kunststoff, Glas
Gewicht5,9 kg
Format(E-)ATX, mATX, mini-ITX
Einschübe– 2x 3.5″
– 2-4x 2.5″
Kartenslos7
I/O-Panel– USB 3.1 Gen2
– USB Type-C (USB3 elektrisch)
– Mikro- und Kopfhöreranschluss
– Powerbutton
– RGB-Button
Fensterja (Glas)
Dämmungnein
Lüftersteuerungnein (nur Beleuchtung)
externe Schlauchdurchführungnein
Preis 75€

Platzangebot

RadiatorenGrößeTiefe inkl Lüfter
Front120/140/240/280 mmbis 60mm
Deckel
Heck120 mm
Lüftermöglichvorinstalliert
Front2x 120mm/2x 140mm
Deckel2x 120mm/2x 140mm
Heck1x 120mm1x 120mm RGB
max. Kühlerhöhe160 mm
max. GPU-Länge380 mm
Platz hinter Tray20 mm

Kolink Refine RGB Impressionen

Außen

Das Refine zeigt sich im Design zwar nicht besonders originell, aber schlich und elegant. Hauptgrund dafür und auch Highlight ist die Frontplatte aus gebürstetem Aluminium, die auf einem Kunststoffrahmen an dem eher einfachen Korpus angesteckt ist. Die Seiten sind formschön angewinkelt und wahren zwecks Belüftung etwas Abstand zum Gehäuse. Im Betrieb wird die Front zusätzlich von der Rückseite her mit einem digitalen RGB-Streifen indirekt beleuchtet. Das Licht scheint dezent aus den Belüftungsschlitzen und taucht auch das Innere des Gehäuses in seinen Schein. Wirklich sichtbar ist es aber nur aus bestimmten Blickwinkeln. Steuern kann man die Beleuchtung über den Button am I/O-Panel oder per digitalem 5V RGB Header auf dem Mainboard.

Kolink Refine RGB

Weiteres Highlight ist das gläserne Seitenteil, das neben echtem Hartglas auch stabile Scharniere bietet und somit wie eine Tür aufgeschwungen werden kann. Vorne wird sie mit den gewohnten Rändelschrauben fixiert. Der Rest des Gehäuses, also der eigentliche Korpus, ist hingegen sehr einfach und wurde von Kolink auch schon das ein oder andere Mal eingesetzt. Die Verarbeitung ist frei von groben Mängeln, aber auch nicht besonders hochwertig. Auch die Materialstärke ist recht gering. Das zeigt sich z.B. wenn man das leere Gehäuse öffnet und die Hebelwirkung der Tür das Gehäuse kippen lässt – zum Glück haben Helden schnelle Reflexe!

Das recht grob integrierte I/O-Panel im Deckel kommt mit einem USB-Type C Port durchaus modern daher, das sieht man in der Preisklasse noch relativ selten. Allerdings wird dieser per internem USB3 Header versorgt und ist nur mechanisch ein Type-C. Da die Type-C Header gerade bei günstigen Board rar sind, geht das in Ordnung.

Kolink Refine RGB

Im Deckel können zwei Lüfter bis 140mm Größe flexibel eingesetzt werden, ein magnetischer Staubfilter schützt die Hardware. Das Netzteil wird von einem nach hinten ausziehbaren Staubfilter abgedeckt. Für Radiatoren geht es unter dem Deckel etwas zu eng zu. Diese können jedoch bis 280mm in der Front verbaut werden. Entsprechende Lüfter können dort ebenfalls nachgerüstet werden, denn das Kolink Refine kommt mit leerer, aber immerhin staubgeschützter Front. Lediglich im Heck ist ein 120mm Lüfter montiert. Das ist insgesamt etwas dürftig.

Innen

Im Inneren ist das Refine recht einfach aufgebaut. Die Hauptkammer des zweigeteilten Innenraums ist weitestgehend funktionslos. Die ab Werk vom I/O-Panel hereinhängenden Kabel lassen sich jedoch größtenteils zur Rückseite hin verstecken, bleiben aber etwas sichtbarer als gewohnt.

Kolink Refine RGB

Kabeldurchführungen gibt es sowohl im Tray (sowohl neben und über dem Mainboard) als auch im Netzteiltunnel genügend. Auf Silikonmanchetten muss man jedoch, genau wie auf richtige Slotblenden verzichten. Hier gibt es nur Rausbrechblenden, die entsorgt werden müssen.

Kolink Refine RGB

Die Rückseite bietet stolze 20 mm Platz für Kabel und zwei 2.5“ SSDs können hinter dem Tray auf einer separaten Platte festgeschraubt werden. Weitere 2.5“ Laufwerke und auch 3.5“ Festplatten finden im Käfig neben dem Netzteil Platz.

Leider teil sich der Käfig den Platz mit eventuellen Frontradiatoren und ist fest mit dem Gehäuse vernietet. Im Bereich des Netzteil gibt es jedoch auch mit dem festen Käfig genügen Stauraum für anfallende Kabel.

Der integrierte Beleuchtung wird mit einem Molex-Stecker angeschlossen. Der dafür anfallende Kabelstrang ist durch den ordentlichen Stauraum aber kein Ärgerniss.

Kolink Refine RGB Messungen

Wie unsere Messungen im Detail ablaufen ist auf der Unterseite „So testen wir Gehäuse“ nachzulesen.

Kolink Refine RGB

Temperaturen

Die Temperaturen sind nicht rekordverdächtig, aber gut. Dafür dass nur ein 120mm Lüfter verbaut wurde, überrascht die Leistungs sogar positiv.

Lautstärke

Das Refine bringt eine solide Leistung bei der Lautstärke und kommt auf relativ niedrige 40.5 dB(A).

Die Umgebungslautstärke betrug 33,5 dB(A), die es bei den Messungen zu berücksichtigen gilt.

Kolink Refine RGB Fazit

Das Kolink Refine RGB macht uns die Bewertung nicht leicht. Hier wechseln sich tolle und hochwertige Features mit Kompromissen und Sparmaßnahmen ab. Das Gesamtbild ist daher nicht immer ganz stimmig.

Wie von Kolink gewohnt ist die äußere Präsentation dabei klasse. Hier ist zunächst die hochwertige Aluminiumfront zu erwähnen, die zusammen mit der Glastür und den eleganten Scharnieren ein ganz hervorragenden Eindruck macht.
Das RGB Feature ist eine hübsche Zugabe, aber so dezent, dass man es vielleicht auch hätte einsparen können. Lob hat auch das Platzmanagement verdient, denn 160mm Kühlerhöhe und fast 20 mm für Kabel müssen bei der kompakten Größe erstmal vereint werden.

Gespart wurde dann eben an anderer Stelle. Der USB Type-C Port ist löblich, intern aber eben nur mit USB 3 angebunden, was auch erwähnt werden sollte. Es gibt nur einen Lüfter und insgesamt ist der Gehäusekörper recht dünn. Die Wegwerfblenden sind in der Preisklasse auch nicht mehr angebracht.

Einen Award hat sich das schöne Gehäuse aber voll und ganz verdient!

Hardware-Helden Bronze Auszeichnung
Overall
6.8/10
6.8/10
  • Ausstattung - 6.5/10
    6.5/10
  • Verarbeitung - 6.5/10
    6.5/10
  • Kühlleistung - 7/10
    7/10
  • Preis/Leistung - 7/10
    7/10

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